Evangelistische Verteilschriften
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Vom Teenie-Alter an hatte Manfred Kadow eine undefinierbare Sehnsucht. Sie begleitete ihn ständig. Er hatte den innigen Wunsch nach einem tiefen Sinn im Leben, ein unstillbares Verlangen nach einem höheren Ziel. Er war nicht zufrieden mit dem Gedanken: geboren werden, zur Schule gehen, einen Beruf erlernen, Geld verdienen, Familie gründen, Rente beziehen und dann irgendwann einmal der Tod. Er fragte sich: „Ist das alles? Lesen Sie in diesem Bericht davon, wie Manfred Kadow durch Jesus Christus ein sinnerfülltes Leben fand. Echtes Leben gefunden Mein Weg zu Sinn und Erfüllung Vom Teenie-Alter an hatte ich eine undefinierbare Sehnsucht. Sie begleitete mich ständig. Ich hatte den innigen Wunsch nach einem tiefen Sinn im Leben, ein unstillbares Verlangen nach einem höheren Ziel. Ich war nicht zufrieden mit dem Gedanken: geboren werden, zur Schule gehen, einen Beruf erlernen, Geld verdienen, Familie gründen, Rente beziehen und dann irgendwann einmal der Tod. Ich fragte mich: „Ist das alles?“ Irgendetwas sagte in mir: „Es gibt mehr!“ Ich wusste nicht, was es war. Doch eins war mir klar: Ich musste es finden. Mit 18 begann bei mir eine jahrelange Suche nach dem Sinn des Lebens. Sie führte mich durch viele Länder der Welt – mal als Tramper, dann als Seemann. Hier und da jobbte ich und probierte vieles aus, was die Welt so zu bieten hat. Aber was ich wirklich suchte, fand ich nicht. Egal, was ich machte, immer blieb eine Leere in mir und das trotz vieler unvergesslicher Erlebnisse und Abenteuer. Nichts von alledem konnte meine Sehnsucht nach echtem Leben wirklich stillen. So blieb ich am Ende innerlich unerfüllt und kehrte nach vielen Jahren desillusioniert nach Hause zurück. Doch dann hatte ich ein Erlebnis, das zu einer totalen Wende in meinem Leben führte. Voraus ging ein kurzes Gebet, in dem ich Gott aufrichtig bat, mir bei der Suche nach dem wahren Leben zu helfen. Die Antwort kam fast postwendend. Am nächsten Tag traf ich einen jungen Mann, der mich mit einer Frage überraschte: „Kennst du Jesus?“ Nun, ich hatte als Kind Religions- und Konfirmandenunterricht gehabt. Ab und zu ging ich zur Kirche. Öfters hatte ich auch gebetet. Ich glaubte schon, dass es einen Gott gibt. In gewissem Sinne war ich religiös – aber mehr auch nicht. So konnte ich diese Frage des jungen Mannes nicht mit Ja beantworten, denn ich kannte Jesus in Wirklichkeit nicht. Ich hatte keine Beziehung zu ihm. Er schien mir einfach zu weit weg zu sein. Dieser junge Mann lud mich zu einer christlichen Veranstaltung ein, die am selben Tag stattfand. War das Zufall oder eine Antwort auf mein Gebet am Vortag? Ich ging zu dieser Veranstaltung, bei der jemand über das Thema sprach: „Jesus Christus, der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Diese Predigt ging mir durch und durch und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Auf einmal wusste ich: Gott ist real und das Leben, wonach ich jahrelang gesucht hatte, finde ich in diesem Jesus. Nicht lange danach bat ich Jesus Christus darum, mir alle meine Schuld zu vergeben, die ich auf mich geladen hatte. Ich öffnete ihm mein Herz und nahm ihn als meinen Herrn und Retter an. Kaum hatte ich zu Ende gebetet, da geschah etwas, was ich mir nicht erklären konnte. Ich spürte plötzlich einen Frieden, den ich vorher noch nie gekannt hatte, und wusste mit absoluter Sicherheit: „Jesus lebt!“ Vorher hatte ich ihn nur vom Hörensagen gekannt, doch in diesem Moment war ich ihm begegnet. Ich hatte plötzlich die Gewissheit, dass er lebt und dass ich jetzt auch ewiges Leben habe. Ich konnte es nicht erklären; ich wusste es einfach. Meine Ruhelosigkeit war vorbei und meine innere Leere gefüllt. Ich war am Ziel meiner Suche nach echtem Leben angekommen. Vom Kirchenvater Augustin stammt der Satz: „Du hast uns zu dir hin geschaffen, o Gott – und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.“ In der Bibel steht dazu, dass Gott die Ewigkeit in unser Herz gelegt hat. Daher haben wir auch alle eine Sehnsucht nach dem Ewigen. In uns ist ein Vakuum, das nur Gott füllen kann. Wir haben einen Hunger, der durch nichts, was die Welt zu bieten hat, gestillt werden kann – sondern nur allein durch Gott. Nach meiner Hinwendung zu Jesus Christus begann für mich ein neues Leben. Ein Leben in der Gemeinschaft mit Gott. Das hat nichts mit äußerer Religiosität zu tun, sondern mit einer echten, lebendigen Beziehung zu Gott. Nun lebe ich mit Jesus schon seit vielen Jahren, und nicht einen einzigen Tag davon habe ich jemals bereut. Gott schenkte mir ein sinnerfülltes Leben und überflutete mich immer wieder mit seiner Liebe und seinem Segen. Dennoch erlebte ich auch Zeiten, die mir nicht leichtfielen, ja, sogar richtig schwer waren. Wie bei jedem anderen, gab es auch bei mir so manche „Baustelle“. Christsein heißt ja nicht, dass man immer nur auf Wolke sieben schwebt. Doch rückblickend kann ich sagen: Jesus hat mich in all den Jahren nie alleingelassen. Er hat mir immer geholfen. Manchmal kam seine Hilfe spät, aber stets rechtzeitig. Und er gab mir eine „Vision“ – eine Bestimmung für mein Leben – für die es sich lohnt, alles zu geben. Seitdem bin ich erfüllt mit dem starken Wunsch, dass noch möglichst viele Menschen Jesus kennenlernen. Nur er schenkt das Leben, wonach sich im Grunde genommen jeder sehnt. Wenn auch du dieses Leben erfahren möchtest, kannst du es finden. Bitte doch Jesus darum in einem persönlichen Gebet. Er selbst hat gesagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“ (Johannes 6,37). Folgendes Gebet kann dir dabei eine Hilfe sein: „Herr Jesus, ich komme jetzt zu dir, weil ich erkannt habe, dass ich dich brauche. Bitte vergib mir, dass ich so lange ohne dich gelebt und Dinge getan habe, die dir nicht gefallen. Bitte vergib mir alle meine Sünden. Ich danke dir, dass du für meine Schuld am Kreuz bezahlt hast, und ich nehme dich jetzt als meinen persönlichen Herrn und Retter an. Übernimm du ab heute die Führung meines ganzen weiteren Lebens. Amen.“ Wenn du im Gebet Jesus dein Leben anvertraut hast, würde ich mich freuen, von dir zu hören. Schreibe einfach an das Missionswerk Bruderhand. Gern senden wir dir einige praktische Hilfen für dein neues Leben mit Jesus zu. Manfred Kadow
8 Seiten, Best.-Nr.: 68-0
Gibt es Hoffnung für Menschen, die am Boden sind? Dieses Traktat spricht Suchende direkt an, Menschen, die sich übersehen, gescheitert oder innerlich leer fühlen. Es zeigt in klaren, einfühlsamen Worten: Bei Jesus gibt es einen Neuanfang! Mit ermutigenden Bibelversen, einem Einladungstext zum Glauben und einem konkreten Gebet zur Lebensübergabe wird das Evangelium liebevoll und verständlich erklärt. Ideal für die persönliche Weitergabe in seelsorgerlichen Gesprächen, auf der Straße oder als Beilage in Briefen und Päckchen. Zielgruppe: Menschen in Lebenskrisen, Suchende, Jugendliche & ErwachseneBesonders geeignet für: Evangelisation, Seelsorge, Krisensituationen, Krankenbesuche „Du kannst neu anfangen – jetzt. Nutze diese Chance!“ Eine neue Chance? Ja, auch für Dich! Fühlst Du Dich übersehen? Ungewollt, ungeliebt, vielleicht sogar aufgegeben? Hast Du das Gefühl, gescheitert zu sein? Bist Du ohne Hoffnung und ohne Perspektive? Vielleicht ist alles zerbrochen, worauf Du gebaut hast: Beziehungen, Träume, Deine Zukunft. Und jetzt stehst Du da: leer, verletzt, am Tiefpunkt. Du fragst Dich: „Gibt es für mich überhaupt noch Hoffnung?“ Ja, die gibt es! Und mehr noch: Da ist jemand, der Dich nicht aufgibt: Jesus Christus. Er ist da, um Dich zu retten. Er liebt Dich. Er sieht Dich. Und Er wirft Dir den Rettungsring zu. Er sagte: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.“ (Matthäus 11,28) Für Jesus gibt es keine hoffnungslosen Fälle, sondern nur Menschen von unschätzbarem Wert. Und Du bist einer von ihnen. „Denn ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe: Ich, der HERR, habe Frieden für euch im Sinn und will euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Mein Wort gilt!“ (Jeremia 29,11) Vielleicht denkst Du: „Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Für mich ist das nicht mehr möglich.“ Dann hör, was Gott selbst Dir sagt: „Ich bin der HERR, der Gott über alle Menschen. Nichts ist für mich unmöglich!“ (Jeremia 32,27) Was bei Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Und deshalb frage ich Dich: Willst Du nicht heute einen Neuanfang mit Jesus machen? Wenn ja, dann sprich einfach mit Ihm. Du brauchst keine besonderen Worte, sondern nur ein ehrliches Herz. Wenn Du das möchtest, kannst Du dieses Gebet zu Deinem persönlichen Gebet machen: „Lieber Herr Jesus, ich ergreife den Rettungsring, den Du mir zuwirfst. Ich komme zu Dir mit meiner Schuld, mit meinen Fehlern, mit allem, was in meinem Leben schiefgelaufen ist. Bitte vergib mir, dass ich so lange ohne Dich gelebt habe. Komm in mein Leben, mach mich neu. Zeige mir den Weg, den ich gehen soll. Ich will Dir vertrauen und Dir folgen ab heute und für immer. Du sollst mein Herr und mein Retter sein. Amen.“ Wenn Du dieses Gebet von Herzen gesprochen hast, darfst Du wissen: Jesus hat Dich angenommen. Du bist jetzt ein Kind Gottes. Dein altes Leben liegt hinter Dir, ein neues hat begonnen! Gott hat einen guten Plan für Dein Leben. Er geht jeden Schritt mit Dir. Du bist nicht allein. „Gehört also jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas völlig Neues hat begonnen.“ (2. Korinther 5,17) Wenn Du Fragen zu diesem Thema hast, wende Dich an uns. Wir sind gern für Dich da. Lass uns auch wissen, wenn Du eine Entscheidung für Jesus getroffen hast. Wir senden Dir gern kostenlos einige hilfreiche Schriften für Deinen weiteren Weg! Und noch ein wichtiger Tipp: Such Dir eine Gemeinde, in der Jesus im Mittelpunkt steht. Dort wirst Du wachsen, getröstet und gestärkt werden. Du kannst neu anfangen – jetzt. Nutze diese Chance! Lidia Kadow
6 Seiten, Best.-Nr.: 70-0
Wir leben in einer Zeit des rasanten technologischen Fortschritts. Die Digitalisierung, Automatisierung und Robotisierung begegnet uns überall. In der Industrie spricht man von Industrie 4.0, der vierten industriellen Revolution. Doch was ist mit dem Menschen? Er ist immer noch das alte Modell „Mensch Version 1.0“. Kann dieser alte Mensch überhaupt noch mit dem technologischen Fortschritt mithalten, oder braucht er auch ein Upgrade? Braucht es vielleicht einen „Mensch Version 2.0“? Die Reichen und Klugen dieser Welt machen sich dazu ernsthaft Gedanken. Der technologische Fortschritt und der Transhumanismus versprechen eine schöne neue Welt, in der unsere Probleme auf rein materialistische Weise gelöst werden sollen. Für den Vertreter des evolutionistischen Weltbilds ist diese Fortentwicklung des Menschen eine logische Fortsetzung seiner Weltanschauung. Dabei wird jedoch übersehen, dass der Mensch ein noch viel größeres Problem als Krankheit, Leid und sogar den Tod hat. Das eigentliche Problem des Menschen ist nicht materieller Art.
12 Seiten, Best.-Nr.: 62-0
Stell dir vor, du hättest einen Wunsch frei. Was wäre dein Herzenswunsch? Laut Umfragen wünschen sich viele Menschen Gesundheit, Sicherheit und ein erfülltes Leben. Doch oft bleibt die Sehnsucht unerfüllt. Manche geben auf und denken, dass ihre Träume unerreichbar sind, während andere in Religion, Esoterik oder Reichtum nach Erfüllung suchen – doch ohne Erfolg. Die Leere bleibt, denn es sind menschliche Versuche, den Hunger der Seele zu stillen. Augustinus sagte: „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Gott.“ Nur Gott kann die tiefe Sehnsucht des Herzens stillen. Und er tut es durch Jesus Christus, der uns wahres und erfülltes Leben schenken möchte. Millionen haben das erkannt und in Jesus das gefunden, wonach sie lange gesucht hatten. Bitte Jesus im Gebet um Vergebung deiner Sünden und öffne ihm dein Herz, damit er in dein Leben kommt und die weitere Führung übernimmt. Wenn du es ehrlich und aufrichtig meinst, dann wirst du Jesus begegnen. Er wird dich mit offenen Armen empfangen und dir das echte, wahre und erfüllte Leben schenken. Lass deine Suche hinter dir!Finde, wonach du dich sehnst! Stell dir einmal vor, du hättest einen Wunsch frei. Was würdest du dir wünschen? Ich meine jetzt nicht einen Geburtstags- oder Weihnachtswunsch. Nein! Was wünscht du dir wirklich? Was ist dein Wunschtraum? Wonach sehnst du dich? Laut Umfragen wünschen sich viele Menschen Gesundheit, finanzielle Sicherheit und eine höhere Lebensqualität. Angesichts von Kriegen, Terrorismus und zunehmender Gewalt sehnt man sich nach Sicherheit, Frieden und Geborgenheit. Andere wünschen sich einen Beruf, in dem sie so richtig aufgehen können, der ihnen Freude und Erfüllung bringt. Manche möchten ein Haus erwerben, eine Familie gründen und Kinder haben. Andere würden gern reich werden, viel reisen und das Leben in vollen Zügen genießen. Was wünscht du dir? Wovon träumst du? Was ist überhaupt ein Herzenswunsch? Und was bedeutet „Sehnsucht“? Jemand hat die „Sehnsucht“ einmal mit einem innigen Verlangen nach etwas beschrieben, dessen Erfüllung man aus tiefstem Herzen heraus begehrt und bislang nicht bekommen hat. So geht es vielen Menschen Sie leben weit entfernt von dem, wonach sie sich zutiefst sehnen. Oft erscheint ihnen das Ersehnte unerreichbar zu sein. Wie geht man damit um? Nun, so mancher schließt mit seinem Herzenswunsch ab und sagt sich: „Ach, daraus wird sowieso nichts. Warum ständig auf etwas hoffen, was sowieso nie eintrifft? Man wird ja doch nur immer wieder enttäuscht.“ Einige suchen in Religionen oder in der Esoterik, in Dingen, die mit dem Jenseits zu tun haben. Sie ahnen, dass das, was sie suchen, in der sichtbaren Welt nicht zu finden ist. Andere versuchen zu Reichtum zu gelangen, damit sie sich alles kaufen können. Wiederum andere stürzen sich vielleicht in erotische Abenteuer, wechseln ständig den Partner in der Hoffnung, endlich die Person zu finden, die ihnen das gibt, was sie schmerzlich vermissen. Doch letztendlich sind das alles nur Versuche, die nicht das Erhoffte bringen. Warum die Leere? Weil dies menschliche Versuche sind, den Hunger der Seele zu stillen. Es ist alles irgendwie nur Ersatzbefriedigung. Und was am Ende bleibt, ist eine gähnende Leere. In einem früheren Song der Rockgruppe The Rolling Stones heißt es: I can‘t get no satisfaction I can‘t get no satisfaction ‘Cause I try and I try and I try and I try I can‘t get no, I can‘t get no. Dies bedeutet: Ich finde einfach keine Befriedigung, auch wenn ich es versuche und versuche und immer versuche. Ich finde einfach keine Befriedigung. Mit dieser Aussage können sich sehr viele Menschen identifizieren. Man sucht überall, um Erfüllung zu finden. Doch irgendwie bringt das alles nicht das, was man sich erhofft. Das Herz bleibt leer und die Sehnsucht ungestillt. Warum finden viele kein erfülltes Leben? Könnte es sein, dass sie bei all dem Suchen eine ganz wichtige, ja die entscheidende Person außer Acht lassen, nämlich die Person, die einem das Leben gegeben hat und die am besten weiß, was der Mensch braucht? Und diese Person ist Gott. Er hat uns geschaffen, und zwar mit einer Absicht. Er möchte, dass wir aus der Gemeinschaft mit ihm ein sinnerfülltes Leben finden. In uns ist ein Vakuum, das nur Gott füllen kann. Alles, was diese Welt uns zu bieten hat, ist nicht in der Lage, diese innere Leere zu füllen. Einer der einflussreichsten und bedeutendsten Theologen der Vergangenheit, der Kirchenvater Augustin, hat einmal gesagt: „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Gott.“ Nur Gott, der die Sehnsucht in unser Herz gelegt hat, kann und will diese Sehnsucht stillen. Und er tut es durch Jesus Christus. Jesus sagte: „Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss“ (Johannes 10,10). Damit meinte er ein Leben, das dem Menschen die wahre Erfüllung bringt. Das können Millionen von Menschen bestätigen, die nach langem Suchen endlich das gefunden haben, wonach sie sich im Grunde genommen gesehnt hatten. Sie haben es nicht in weltlichen, materiellen Dingen gefunden, auch nicht in einer Religion, sondern sie haben es in einer Person gefunden, in der Person Jesus Christus. Ich bin einer von denen, die nach jahrelangem Suchen endlich das gefunden haben, wonach sie sich schon immer gesehnt hatten. Wie lange bist du schon am Wünschen, am Hoffen und am Sehnen und am Suchen? Was hast du nicht schon alles versucht, um das wahre Glück zu finden? Vielleicht hast du dich dabei sogar in Gebiete gewagt, die Gott überhaupt nicht gefallen, die dir schaden und sogar lebensgefährlich sind. Ich möchte dir sagen, dass noch heute deine Suche zu Ende gehen kann, dass du endlich das findest, wonach du dich im Grunde genommen schon immer gesehnt hast. Jesus sagte: „Ich bin die Tür“ (Johannes 10,7). „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“ (Johannes 14,6). Willst du diesem Jesus nicht vertrauen? Wie vielen Menschen hast du schon vertraut? Und wie oft wurdest du enttäuscht? Doch Jesus wird dich nicht enttäuschen. Dazu liebt er dich viel zu sehr. Er hat das, wonach du suchst. Vielleicht fragst du: Wie finde ich diesen Jesus? Wo kann ich ihm begegnen? Erst einmal: Du findest Jesus nicht in irgendeiner Religion, in der Esoterik oder in okkulten Praktiken wie Magie, Spiritismus und was es da nicht alles an schrecklichen Einflüssen gibt. All diese Dinge sind äußerst gefährlich und werden dich früher oder später kaputt machen. Jesus findest du, wenn du ihn bittest, dass er in dein Leben hineinkommt. Jesus ist nicht fern von dir. Ja, er ist im Grunde genommen eigentlich nur ein Gebet weit von dir entfernt. Und er wartet darauf, dass du ihn anrufst. Sage ihm, dass du ihn kennenlernen möchtest, und bitte ihn – und das ist ganz wichtig – um Vergebung, dass du so lange Zeit ohne ihn gelebt hast. Bitte ihn um Vergebung für all die Dinge, die du getan hast, die Gott nicht gefallen. Und dann öffne dein Herz für ihn und bitte ihn, dass er in dein Leben hineinkommt und ab heute dein weiteres Leben in seine Hände nimmt. Wenn du es ehrlich und aufrichtig meinst, dann wirst du Jesus begegnen. Er wird das wahrmachen, was er versprochen hat. Er hat gesagt: „Wer zu mir kommt, den weise ich niemals zurück“ (Johannes 6,37). Jesus wird dich mit offenen Armen empfangen, und er wird dir das echte, das wahre und das erfüllte Leben schenken. Wage es doch heute mit Jesus! Du wirst nicht enttäuscht werden! Wenn du Fragen hast, darfst du uns gern schreiben. Gern helfen wir dir weiter! Manfred Kadow
8 Seiten, Best.-Nr.: 67-0
Innerhalb von wenigen Minuten möchte Wilhelm Pahls das Wichtigste aus der Bibel erklären. Er ist davon überzeugt: Wenn jemand das umsetzt, was er hier liest, wird er gerettet für alle Ewigkeit. In dieser Schrift beschreibt er die Verlorenheit des Menschen. Aufgrund unserer Sünde sind wir alle von Gott getrennt. Doch es gibt einen Weg der Rettung. Wer Jesus im Glauben als seinen Erretter annimmt, bekommt Vergebung seiner Sünden und wird ein Kind Gottes. Er wird gerettet. Diese Verteilschrift ist gut zur weiten Verbreitung geeignet. Warum brauchen wir Jesus?Die wichtigste Entscheidung deines LebensInnerhalb von wenigen Minuten möchte ich dir das Wichtigste aus der Bibel erklären. Ich bin davon überzeugt: Wenn du das umsetzt, was du hier liest, wirst du gerettet für alle Ewigkeit. Die Bibel hat zwei große Themen. Sie spricht viel über Gott und viel über den Menschen. Gott war immer. Er hat keinen Anfang und kein Ende. Alles andere hat einmal angefangen. Engel gab es nicht immer. Sie wurden erschaffen – ebenso das Universum, die Pflanzen, die Tiere. Zuletzt erschuf Gott den Menschen. Wir nennen ihn auch gern „die Krone der Schöpfung“. Ich glaube, das kann man mit Recht so sagen. Die Bibel lehrt auch, dass Gott heilig ist. Der Mensch dagegen ist ein Sünder. Warum ist das so? Nun, das war nicht immer so. Nachdem Gott den Menschen erschaffen hatte, war er sehr gut. Gott hatte seine helle Freude an seiner Schöpfung. Von Anfang an hatte er die Menschen sehr lieb und er hatte große Pläne für jeden Einzelnen. Aber dann passierte etwas Schlimmes. Die größte Katastrophe, die diese Welt je gesehen hat, war der Sündenfall. Die ersten Menschen – Adam und Eva – gingen direkt aus der Schöpferhand Gottes hervor, doch schon bald rebellierten sie gegen ihn. Damit kam das Unheil in diese Welt. Seit diesem Ereignis – dem Sündenfall – ist zwischen dem heiligen Gott und dem sündigen Menschen eine ganz dicke „Wand“. In der Bibel lesen wir, dass die Sünde wie eine Scheidewand ist, die uns von Gott trennt (vgl. Jesaja 59,1-2). Mit jeder neuen Sünde, die wir begehen, wird diese Wand dicker und dicker. Und unser Abstand zu Gott wird immer größer. Wir befinden uns auf einem Weg, der ins Verderben führt. Wir gehen alle der Ewigkeit entgegen. Auf unserem Tod folgt die Auferstehung und dann das Gericht. Danach gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder die ewige Verdammnis oder das Reich Gottes. Vom Sündenfall her sind wir alle auf dem Weg zum Gericht und zum ewigen Verderben. Der Weg der Rettung Gott aber will nicht, dass wir verloren gehen. Darum hat er in seiner großen Liebe seinen Sohn in diese Welt gesandt. Jesus Christus kam auf diese Erde. Er wurde ein Mensch wie wir. Er hat hier gelebt, vielen Menschen geholfen und ihnen das Evangelium gepredigt. Doch bei alledem hat er nie eine Sünde getan. Schließlich nahm Jesus, der Sohn Gottes, unsere Sünden auf sich. Er ging damit ans Kreuz von Golgatha und starb einen qualvollen Tod. Dort am Kreuz hat er sein Blut und Leben für uns gegeben. Am Kreuz hat er deine und meine Sünden getragen! Er starb für uns, wurde ins Grab gelegt, doch am dritten Tag hat Gott, der Vater, ihn von den Toten auferweckt. Jetzt ist er im Himmel und tritt für uns ein. Schritte in ein neues Leben Wenn wir nun mit unserer Sünde im Gebet zu Jesus kommen, sie ihm bringen mit der Bitte um Vergebung, dann vergibt er uns. Diese Entscheidung für ein Leben mit Jesus nennt die Bibel „Bekehrung“. Wenn wir dann Jesus im Glauben in unser Herz und Leben aufnehmen, werden wir Kinder Gottes. Wir empfangen ein neues Leben von Gott. Diesen Vorgang nennt die Bibel „Wiedergeburt“. Bekehrung und Wiedergeburt sind darum zwei ganz wichtige Themen in der Bibel. Durch die natürliche Geburt wird man ein Menschenkind, weil der Vater, der uns gezeugt hat, ein Mensch ist. Durch die Wiedergeburt wird man ein Gotteskind, weil der himmlische Vater Gott ist. Was ist Bekehrung? Bei der Bekehrung gibt der Mensch, nämlich seine Sünden. Er bringt im Gebet seine Sünden zu Jesus mit der Bitte um Vergebung und Jesus nimmt ihm alle Sünden ab. Nun bleibt er aber nicht auf halbem Wege stehen, sondern er bittet Jesus, in sein Herz und Leben zu kommen.Was ist Wiedergeburt? Bei der Wiedergeburt gibt Gott, nämlich das neue Leben in Jesus Christus und der Mensch nimmt es im Glauben an. Die Wiedergeburt ist sozusagen Gottes Antwort auf eine echte Bekehrung. Die Bibel sagt: „Wenn jemand nicht von neuem geboren ist, kann er das Reich Gottes nicht sehen“ (Johannes 3,3). Und in Johannes 1,12 steht: „Allen aber, die ihn [Jesus] aufnahmen und an seinen Namen glaubten, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden.“ Bekehrung ist die menschliche Seite bei der Errettung. Die Wiedergeburt dagegen ist die göttliche Seite bei der Errettung. Wenn jemand das erlebt hat, wird sein Name eingeschrieben in das Buch des Lebens. Er darf wissen, dass er einmal im Himmel sein wird. Nur diejenigen kommen in Gottes Herrlichkeit, deren Namen in diesem Buch geschrieben stehen. Das kannst auch du erleben Ich bin keinem Menschen dankbarer als dem, der mir einmal die Maske vom Gesicht gerissen und mir erklärt hat: Du bist ein verlorener Sünder. Wenn du dich nicht bekehrst, wirst du umkommen (vgl. Lukas,13,3)! Es hat in meinem früheren Leben nie einen Tag gegeben, an dem ich nicht an Gott geglaubt habe. Wir gingen bereits als Kinder in die Kirche, weil meine Eltern es so wünschten. Mein Vater war Kirchenvorsteher und so war er jeden Sonntag in der Kirche. Meine Mutter ging alle vierzehn Tage. Als Kinder wechselten wir uns ab. In einer Woche gingen die Jungs und in der anderen Woche die Mädchen. Aber Jesus kannten wir trotz allem nicht. Doch wir haben ihn kennengelernt, wir haben ihn gefunden: meine Eltern, meine Geschwister und auch einige Verwandte. Nun möchte ich dich fragen: Wie ist das bei dir? Hast du Jesus kennengelernt? Hast du ihn aufgenommen in dein Leben? Kannst du erzählen von einem Tag in deinem Leben, an dem du diese Entscheidung getroffen hast? Du musst nicht das Datum sagen können. Darum geht es nicht. Aber kannst du erzählen von einem Ereignis, wo du mit deiner Sünde zu Jesus gekommen bist mit der Bitte um Vergebung, wo du ihm dein Herz geöffnet und gesagt hast: „Herr Jesus komm in mein Herz! Komm in mein Leben!“? Die Bekehrung ist normalerweise eine einmalige Erfahrung. Kannst du davon erzählen, dass du die Gewissheit bekommen hast, dass du zu Jesus gehörst und gerettet bist? Kannst du sagen: „Ich habe mich für Jesus entschieden. Er hat mich angenommen. Ich bin jetzt sein und er ist mein!“? Die wichtigste Entscheidung Ich bin davon überzeugt, dass viele von denen, die dies lesen, den entscheidenden Schritt zu Jesus noch nie getan haben. Wenn das bei dir der Fall ist, dann tue ihn doch heute! Sage Ja zu Jesus! Entscheide dich für ein Leben mit ihm! Wenn du das tust, wirst du gerettet. Auf dich wartet der Himmel. Dieser Tag kann der wichtigste Tag deines Lebens sein. Du sollst heute nicht irgendeinen Kraftakt vollbringen, sondern du kannst jetzt einfach deine Hände falten und im persönlichen Gebet zu Jesus kommen. Du brauchst nicht viele Worte machen. Du sollst nur ehrlich zu ihm kommen, so wie du bist. Du kannst ungefähr so beten: „Herr Jesus, hier bin ich. Ich habe erkannt, dass ich ein Sünder bin. Meine Kindheit, meine Jugend, meine ganze Vergangenheit bringe ich dir. Herr Jesus, bitte vergib mir alle meine Sünden und rette mich. In der Bibel steht: Wer seine Sünden bekennt, dem vergibst du. Wer dich aufnimmt, der wird ein Gotteskind. Herr Jesus, das glaube ich. Ich entscheide mich jetzt für dich. Herr Jesus, ich nehme dich jetzt als meinen Heiland und Erretter an. Komm du in mein Herz, komm jetzt in mein Leben; ich will dein sein, und du sollst mein sein für Zeit und Ewigkeit. Von jetzt an gehöre ich dir. Ich will meinen Weg mit dir gehen und dir folgen. Ich danke dir, dass du mein Gebet erhört hast. Amen.“ Möchtest du dieses Gebet zu Deinem Gebet machen? Dann lies es doch noch einmal – ganz langsam, aber laut – und mach es jetzt zu deinem Gebet. Glaube jetzt, dass der Herr dein Gebet erhört hat. Hast du dieses Gebet für dich persönlich mitgebetet? Hast du es ehrlich gemeint? Wenn ja, dann hast du die wichtigste Entscheidung deines Lebens getroffen und Jesus in dein Leben aufgenommen. Dann darfst du wissen, dass du jetzt bekehrt und wiedergeboren bist. Du bist heute ein Kind Gottes geworden. Für dieses Geschenk solltest du Jesus in der Zukunft immer wieder danken. Einige Ratschläge für dein neues Leben möchte ich dir mitgeben: Nimm dir jeden Tag etwas Zeit, um in der Bibel zu lesen und auch für das Gebet! Nimm Kontakt mit anderen Christen auf, die die gleiche Erfahrung wie du gemacht haben und besuche regelmäßig eine bibeltreue Gemeinde. Für deinen weiteren Weg mit Jesus wünsche ich dir von Herzen Gottes reichen Segen! Wilhelm Pahls
8 Seiten, Best.-Nr.: 69-0
Vom Teenie-Alter an hatte Manfred Kadow eine undefinierbare Sehnsucht. Sie begleitete ihn ständig. Er hatte den innigen Wunsch nach einem tiefen Sinn im Leben, ein unstillbares Verlangen nach einem höheren Ziel. Er war nicht zufrieden mit dem Gedanken: geboren werden, zur Schule gehen, einen Beruf erlernen, Geld verdienen, Familie gründen, Rente beziehen und dann irgendwann einmal der Tod. Er fragte sich: „Ist das alles? Lesen Sie in diesem Bericht davon, wie Manfred Kadow durch Jesus Christus ein sinnerfülltes Leben fand. Es gibt mehr Leben, wonach sich jeder sehnt Vom Teenie-Alter an hatte ich eine undefinierbare Sehnsucht. Sie begleitete mich ständig. Ich hatte den innigen Wunsch nach einem tiefen Sinn im Leben, ein unstillbares Verlangen nach einem höheren Ziel. Ich war nicht zufrieden mit dem Gedanken: geboren werden, zur Schule gehen, einen Beruf erlernen, Geld verdienen, Familie gründen, Rente beziehen und dann irgendwann einmal der Tod. Ich fragte mich: „Ist das alles?“ Irgendetwas sagte in mir: „Es gibt mehr!“ Ich wusste nicht, was es war. Doch eins war mir klar: Ich musste es finden. Mit 18 begann bei mir eine jahrelange Suche nach dem Sinn des Lebens. Sie führte mich durch viele Länder der Welt – mal als Tramper, dann als Seemann. Hier und da jobbte ich und probierte vieles aus, was die Welt so zu bieten hat. Aber was ich wirklich suchte, fand ich nicht. Egal, was ich machte, immer blieb eine Leere in mir und das trotz vieler unvergesslicher Erlebnisse und Abenteuer. Nichts von alledem konnte meine Sehnsucht nach echtem Leben wirklich stillen. So blieb ich am Ende innerlich unerfüllt und kehrte nach vielen Jahren desillusioniert nach Hause zurück. Doch dann hatte ich ein Erlebnis, das zu einer totalen Wende in meinem Leben führte. Voraus ging ein kurzes Gebet, in dem ich Gott aufrichtig bat, mir bei der Suche nach dem wahren Leben zu helfen. Die Antwort kam fast postwendend. Am nächsten Tag traf ich einen jungen Mann, der mich mit einer Frage überraschte: „Kennst du Jesus?“ Nun, ich hatte als Kind Religions- und Konfirmandenunterricht gehabt. Ab und zu ging ich zur Kirche. Öfters hatte ich auch gebetet. Ich glaubte schon, dass es einen Gott gibt. In gewissem Sinne war ich religiös – aber mehr auch nicht. So konnte ich diese Frage des jungen Mannes nicht mit Ja beantworten, denn ich kannte Jesus in Wirklichkeit nicht. Ich hatte keine Beziehung zu ihm. Er schien mir einfach zu weit weg zu sein. Dieser junge Mann lud mich zu einer christlichen Veranstaltung ein, die am selben Tag stattfand. War das Zufall oder eine Antwort auf mein Gebet am Vortag? Ich ging zu dieser Veranstaltung, bei der jemand über das Thema sprach: „Jesus Christus, der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Diese Predigt ging mir durch und durch und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Auf einmal wusste ich: Gott ist real und das Leben, wonach ich jahrelang gesucht hatte, finde ich in diesem Jesus. Nicht lange danach bat ich Jesus Christus darum, mir alle meine Schuld zu vergeben, die ich auf mich geladen hatte. Ich öffnete ihm mein Herz und nahm ihn als meinen Herrn und Retter an. Kaum hatte ich zu Ende gebetet, da geschah etwas, was ich mir nicht erklären konnte. Ich spürte plötzlich einen Frieden, den ich vorher noch nie gekannt hatte, und wusste mit absoluter Sicherheit: „Jesus lebt!“ Vorher hatte ich ihn nur vom Hörensagen gekannt, doch in diesem Moment war ich ihm begegnet. Ich hatte plötzlich die Gewissheit, dass er lebt und dass ich jetzt auch ewiges Leben habe. Ich konnte es nicht erklären; ich wusste es einfach. Meine Ruhelosigkeit war vorbei und meine innere Leere gefüllt. Ich war am Ziel meiner Suche nach echtem Leben angekommen. Vom Kirchenvater Augustin stammt der Satz: „Du hast uns zu dir hin geschaffen, o Gott – und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.“ In der Bibel steht dazu, dass Gott die Ewigkeit in unser Herz gelegt hat. Daher haben wir auch alle eine Sehnsucht nach dem Ewigen. In uns ist ein Vakuum, das nur Gott füllen kann. Wir haben einen Hunger, der durch nichts, was die Welt zu bieten hat, gestillt werden kann – sondern nur allein durch Gott. Nach meiner Hinwendung zu Jesus Christus begann für mich ein neues Leben. Ein Leben in der Gemeinschaft mit Gott. Das hat nichts mit äußerer Religiosität zu tun, sondern mit einer echten, lebendigen Beziehung zu Gott. Nun lebe ich mit Jesus schon seit vielen Jahren, und nicht einen einzigen Tag davon habe ich jemals bereut. Gott schenkte mir ein sinnerfülltes Leben und überflutete mich immer wieder mit seiner Liebe und seinem Segen. Dennoch erlebte ich auch Zeiten, die mir nicht leichtfielen, ja, sogar richtig schwer waren. Wie bei jedem anderen, gab es auch bei mir so manche „Baustelle“. Christsein heißt ja nicht, dass man immer nur auf Wolke sieben schwebt. Doch rückblickend kann ich sagen: Jesus hat mich in all den Jahren nie alleingelassen. Er hat mir immer geholfen. Manchmal kam seine Hilfe spät, aber stets rechtzeitig. Und er gab mir eine „Vision“ – eine Bestimmung für mein Leben – für die es sich lohnt, alles zu geben. Seitdem bin ich erfüllt mit dem starken Wunsch, dass noch möglichst viele Menschen Jesus kennenlernen. Nur er schenkt das Leben, wonach sich im Grunde genommen jeder sehnt. Wenn auch du dieses Leben erfahren möchtest, kannst du es finden. Bitte doch Jesus darum in einem persönlichen Gebet. Er selbst hat gesagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“ (Johannes 6,37). Folgendes Gebet kann dir dabei eine Hilfe sein: „Herr Jesus, ich komme jetzt zu dir, weil ich erkannt habe, dass ich dich brauche. Bitte vergib mir, dass ich so lange ohne dich gelebt und Dinge getan habe, die dir nicht gefallen. Bitte vergib mir alle meine Sünden. Ich danke dir, dass du für meine Schuld am Kreuz bezahlt hast, und ich nehme dich jetzt als meinen persönlichen Herrn und Retter an. Übernimm du ab heute die Führung meines ganzen weiteren Lebens. Amen.“ Wenn du im Gebet Jesus dein Leben anvertraut hast, würde ich mich freuen, von dir zu hören. Schreibe einfach an das Missionswerk Bruderhand. Gern senden wir dir einige praktische Hilfen für dein neues Leben mit Jesus zu. Manfred Kadow
8 Seiten, Best.-Nr.: 68-0b
Billy Graham geht auf die elementarste Frage der Menschen ein: Die Frage nach dem Sinn des Lebens. Im Prinzip sucht jeder Mensch nach Erfüllung und Sinn, doch jeder sucht sie woanders. Obwohl die westliche Welt als zivilisiert, hoch entwickelt und modern gilt, bleiben die Menschen doch leer und sind keineswegs glücklich. Doch kann ein Mensch nicht von sich aus seinem Leben einen Sinn geben, denn das Wesen des Menschen ist verdorben - in diesem Punkt gab es über all die Jahrtausende keinen Fortschritt. Aber es gibt eine Antwort auf unser Suchen: „Wenn Du in den Himmel kommen und ein sinnerfülltes Leben führen möchtest, musst du dich bekehren.“ Wie das geht, erklärt Billy Graham in drei Schritten. Auf der Suche Deine große Suche begann bereits, als Du auf die Welt kamst. Vielleicht dauerte es viele Jahre, bis Dir klar wurde, dass Du ständig auf der Suche nach etwas bist, das Dir fehlt. Manchmal versuchtest Du, Deine innere Leere zu vergessen und Dich mit anderen Dingen abzulenken. Für Augenblicke gelang es Dir, dieses ständige Suchen aus Deinem Denken zu verdrängen. Aber immer wieder begannst Du mit Deiner Suche von neuem. Du bist nicht der Einzige In Stunden des Alleinseins hast Du auf andere Menschen gesehen und Dich gefragt, ob sie wohl auch etwas suchen, das sie nicht beschreiben können. Einige von ihnen schienen viel glücklicher und unbeschwerter zu sein als Du. Manche schienen in der Ehe und im Familienleben Erfüllung gefunden zu haben. Andere gingen ins Ausland und machten dort Karriere. Wieder andere blieben zu Hause und hatten Erfolg. Beim Nachdenken über sie kamen Dir folgende Gedanken: „Diese Leute sind nicht auf der großen Suche. Sie haben ihren Weg gefunden. Sie wussten, was sie wollten und haben es erreicht. Nur ich befinde mich auf einem Weg, der nirgendwo hinführt. Nur ich bin immer auf der großen Suche.“ Aber Du bist nicht der Einzige. Die ganze Menschheit wandert mit Dir. Alle sind auf der großen Suche. Sie suchen eine Antwort auf die Verwirrung, Unmoral und die geistige Leere, welche die Welt bedrückt. Die ganze Menschheit schreit nach einer Veränderung. Sie sehnt sich nach Geborgenheit und Frieden. Eine Epoche der Unsicherheit Man sagt, dass wir im Zeitalter der Angst leben. Historiker weisen darauf hin, dass es nur wenige Epochen in der Geschichte gab, in denen die Menschheit so sehr von Furcht und Unsicherheit bestimmt war wie heute. Alle vertrauten Stützen scheinen umgestoßen zu sein. Wir reden vom Frieden, stehen aber vor dem Krieg. Wir erarbeiten ausgeklügelte Konzepte für unsere Sicherheit und wissen doch, dass wir keine Sicherheit finden werden. Wir schlagen immer wieder neue Wege ein und sagen jedesmal: „Das ist der richtige Weg.“ Doch immer wieder irren wir uns. Hohe Bildung und leere Herzen Viele Menschen versuchten, mit Freiheit und Bildung ihre innere Sehnsucht zu stillen. Sie setzten ihr ganzes Vertrauen darauf und meinten, politische Freiheit, verbunden mit Bildung, wird zum Ziel führen. Sie bemühten sich mit ganzem Einsatz um Bildung. Eine Zeitlang schien es ein vernünftiger Weg zu sein. Aber wohin führte er? Du weißt die Antwort. Wir gehören zu den gebildetsten Völkern in der Geschichte der Zivilisation. Die Schüler unserer höheren Schulen wissen mehr über die physikalischen Gesetze des Weltalls als der größte Naturwissenschaftler in den Tagen des Aristoteles. Doch obwohl unsere Köpfe mit Wissen vollgestopft sind, bleiben unsere Herzen leer. Falsche Antworten auf wichtige Fragen Sieh Dich einmal um. Du siehst jetzt ein Land vor Dir, das eine politische Freiheit genießt wie in kaum einer anderen Zeit. Du siehst das großartigste öffentliche Bildungssystem, das Menschen je geschaffen haben. Manche Länder sind neidisch auf unseren hohen Lebensstandard. „Westliche Lebensweise“, so nennen wir unsere computergesteuerte und vollautomatische Wirtschaft. Aber hat sie uns glücklich gemacht? Gibt sie uns echte Freude und den Lebenssinn, nach dem wir uns sehnen? In Wirklichkeit leben wir in einer Zeit zahlreicher Krisen. Wir müssen erkennen, dass uns alle unsere Anstrengungen nicht aus der Ausweglosigkeit herausbringen. Milliardenbeträge werden von Männern und Frauen für Wahrsagerei ausgegeben, durch die sie nur falsche und oft gefährliche Antworten auf ihre Fragen bekommen. Warum sind wir so leer? Jeden Tag höre ich von Eltern, dass sie nicht wissen, was mit ihren Kindern los ist. Sie wollen sich nicht mehr anstrengen, sondern alles fertig vorgesetzt bekommen. Die Eltern scheinen nicht zu merken, dass ihre Kinder innerlich leer sind. Warum sind sie so leer? Weil sie nicht wissen, woher sie kommen, wozu sie leben und wohin sie gehen. Sie gleichen einem schönen Auto, das zwar in allen Einzelheiten vollkommen ist, dem aber der Treibstoff fehlt. Und so rosten sie vor Langeweile vor sich hin. Die Menschen in westlichen Ländern sollen den höchsten Prozentsatz an Langeweile haben. Das merken wir daran, dass wir die größte Vielfalt an Vergnügungseinrichtungen haben. Viele Menschen sind so leer geworden, dass sie sich nicht einmal mehr unterhalten können. Sie brauchen andere Leute, die sie bezahlen müssen, um lachen zu können. Langeweile ist einer der zuverlässigsten Maßstäbe, um die eigene innere Leere zu messen. Dieser Maßstab ist so genau wie ein Thermometer und sagt Dir, wie hohl Dein inneres Leben wirklich ist. Warum bleiben wir so leer? Jeder von uns muss entscheiden, womit er seine innere Leere füllen will. Wir haben versucht, sie mit Wissenschaft, Bildung, einem besseren Lebensstil, Vergnügen und vielen anderen Dingen zu füllen. Warum gelingt es uns trotz aller Bemühungen nicht, diese Leere zu beseitigen? Die Bibel gibt uns eine eindeutige Antwort: Unser Schöpfer hat uns als sein Gegenüber geschaffen. Ohne die Gemeinschaft mit Ihm werden wir niemals Erfüllung und Zufriedenheit finden. Vor langer Zeit sagte uns Jesus (Lukas 4,4): „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein!“ Wir aber haben nicht darauf geachtet und uns mit Brot jeder Art vollgestopft, bis wir davon krank wurden. Die geplante Verwirrung In unserer Welt ist alles in Verwirrung. Aber es ist eine planvolle Verwirrung – nach dem Plan Satans. Die Bibel sagt uns, dass Satan der große Betrüger ist, der hinter unseren großen Selbsttäuschungen steht. Er hat uns verführt zu glauben, dass die Dinge besser werden sollen, während sie tatsächlich immer schlechter werden. Trotz des Fortschritts haben wir das grundlegende Problem der Menschheit nicht gelöst. Wir können Atome spalten und Planeten erkunden, aber wir bringen es nicht fertig, in Einigkeit und Frieden zusammenzuleben. Wir entwickeln neue, bessere Medikamente, aber wir erfinden kein Heilmittel gegen unsere innere Leere. Unsere Probleme sind dieselben, wie die, unter denen die Menschen schon immer gelitten haben. Sie scheinen nur noch größer und zahlreicher geworden zu sein. Die Wahrheit über uns Die wahre Geschichte des Menschen beinhaltet folgende Tatsachen: Seine Vergangenheit ist geprägt von der Sünde, seine Gegenwart ist erfüllt von Kummer und Sorge, und in der Zukunft erwartet ihn der unumgängliche Tod. Der Mensch ist von Natur aus mit Hass, Neid, Habsucht und Eifersucht erfüllt. Der Fluch der Sünde liegt auf ihm, die Furcht vor dem Tod quält ihn. Sein erfindungsreicher Geist hat ihn befähigt, vieles zu ändern, nur nicht sich selbst. Trotz des offensichtlich großen Fortschritts unseres Jahrhunderts ist der Mensch so geblieben, wie er immer war: sündig und von Gott getrennt (vgl. Römer 3,23). Die Sünde ist unverändert geblieben. Wir haben versucht, ihr andere Namen zu geben. Wir haben neue Beschriftungen auf dieselbe alte Giftflasche geklebt. Wir haben versucht, die Sünde als „Irrtum“, „Fehler“ oder „schlechtes Urteilsvermögen“ zu bezeichnen, aber Sünde ist Sünde. Wir versuchen, unser Gewissen zu beruhigen, wissen aber genau, dass wir Sünder sind. Und die Ergebnisse der Sünde sind immer noch Krankheit, Enttäuschung, Verzweiflung und Tod. Der Weg zurück Die Bibel zeigt uns, dass Gott ein heiliger und gerechter Gott ist. Er kann Sünde nicht dulden. Sünde trennt uns von Gott. Sie ruft den Zorn Gottes über uns hervor. Wenn wir mit Gott versöhnt werden wollen, brauchen wir mehr als eine Verbesserung unserer Moral. Wir können nicht durch ein besseres moralisches Verhalten zu Gott zurückfinden, weil der Charakter des Menschen durch die Sünde verdorben ist. Aus unserer eigenen Kraft heraus werden wir nie so leben können, wie Gott es von uns erwartet. Da stellt sich die Frage: Was muss ich denn tun? Wo soll ich anfangen? Wie komme ich zu Gott zurück? Es gibt nur einen Weg, der zu Gott zurückführt. Dieser Weg ist Jesus (vgl. Johannes 14,6). Die Antwort auf unser Suchen Jesus ist gekommen, um uns die Antwort auf die Fragen über Sünde, Leid und Tod zu geben. Denn Jesus Christus ist ewig und unveränderlich. Er ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit (vgl. Hebräer 13,8). Alle anderen Dinge mögen sich ändern, Christus ändert sich nicht. Ich erinnere mich, wie in einer meiner Veranstaltungen ein Alkoholiker zu mir kam und sagte: „Herr Graham, ich bin mir sicher, dass in dem, was Sie sagen, eine gewisse Wahrheit liegt. Ich bin bereit, Christus eine Gelegenheit zu geben. Wenn er mir auch nur ein wenig entgegenkommt, will ich Jesus mein ganzes Leben anvertrauen.“ Einige Wochen später sagte er mir, es sei ihm völlig unbegreiflich: Jedesmal, wenn er wieder trinken wollte, schien es so, als ob ihn jemand daran hinderte. Jesus hatte ihm den Sieg über die Sucht gegeben. Er kehrte zu seiner Familie zurück und führt jetzt ein Leben mit Christus. Mit anderen Worten: Er änderte seine Denkweise, er bekehrte sich. Konkrete Schritte Wenn Du in den Himmel kommen und ein sinnerfülltes Leben führen möchtest, musst Du Dich bekehren. Das habe nicht ich gesagt, das sagte Jesus. Das ist nicht die Meinung eines Menschen, es ist Gottes Meinung. Jesus sagte (Matthäus 18,3): „Wenn ihr nicht umkehrt..., könnt ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen.“ Damit forderte er eine radikale Umkehr und Sinnesänderung, eine Bekehrung. Die biblische Bekehrung umfasst drei Stufen; die ersten beiden sind aktiv, die dritte ist passiv: Die erste Stufe heißt „Buße“. Du musst erkennen und zugeben, dass Du gesündigt hast und vor Gott schuldig geworden bist. Im Gebet bekennst Du Jesus Christus, dass Du ein Sünder bist, und bittest Ihn um Vergebung Deiner ganzen Schuld. Du wendest Dich ab von Deinem sündigen Leben ohne Gott (vgl. 1. Johannes 1,9), um mit Jesus ein neues Leben zu beginnen. Die zweite Stufe heißt „Glaube“. Der Glaube ist die bewusste Hinwendung zu Gott. Du setzt Dein Vertrauen auf Jesus Christus, der stellvertretend für Dich gestorben ist, und nimmst Ihn als Herrn in Dein Leben auf. In diesem Augenblick bewirkt der Heilige Geist das Wunder Deiner Wiedergeburt. Du wirst tatsächlich ein neuer Mensch (vgl. 2. Korinther 5,17). Dies ist die dritte Stufe. Durch den Geist Gottes zieht Jesus Christus in Dein Leben ein. Er macht Dich zu einem Kind Gottes und gibt Dir einen neuen Sinn in Deinem Leben. Die Bibel sagt in Johannes 1,12: „Allen aber, die ihn [Jesus] aufnahmen und an seinen Namen glaubten, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden.“ Willst Du das nicht jetzt tun? Bitte Jesus Christus in einem ehrlichen Gebet um die Vergebung Deiner Sünden und mache Ihn zum Herrn Deines Lebens. Dann wirst Du merken, dass Du in Jesus genau das gefunden hast, wonach Du so lange gesucht hast. Nur bei Ihm wird Deine Sehnsucht gestillt. Komm zu Ihm! Er wartet auf Dich! Billy Graham Dieser Text wurde dem Buch von Billy Graham „Friede mit Gott“ mit freundlicher Genehmigung des R. Brockhaus Verlags, Wuppertal, entnommen. Gern senden wir Ihnen eine Auswahl weiterer kostenloser Schriften zu. Mit seelsorgerlichen Fragen dürfen Sie sich gern an uns wenden. Wir empfehlen Ihnen auch unseren Online-Bibelfernkurs: Komm-zu-Jesus.de Bruderhand-Medien ist ein Arbeitszweig im Missionswerk Bruderhand e.V. Das Missionswerk hat die Bibel, das Wort Gottes, als Grundlage und arbeitet überkonfessionell. Diese Verteilschrift dient der Verbreitung des Evangeliums, der guten Nachricht von Jesus Christus. Die Weitergabe erfolgt in Eigenverantwortung der verteilenden Privatperson, Einrichtung oder Gemeinde.
12 Seiten, Best.-Nr.: 96-0
Der Volksmund sagt: „Alles Gute kommt von oben!“ Diese Aussage hat sich in Jesus erfüllt. Das beste, vollkommene und wertvollste Geschenk, das es überhaupt gibt, kommt vom höchsten und reichsten Geber. Die Segnungen Gottes sind mehr als überragend. Für sie gibt es nichts Vergleichbares auf der Erde. Jesus Christus ist derjenige, der uns das beste Geschenk machen kann. Wir empfangen diese herrlichen Gaben, wenn wir ihn als unseren Erretter in unser Leben aufnehmen. Alles Gute kommt von oben Stellen Sie sich vor, Sie sind an einem nebeligen Tag mit einer Wandergruppe in der schönen Bergwelt unterwegs. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse sind die ersten Stunden eher langweilig und wenig interessant. Doch plötzlich wird die nachdenkliche Stille durch einen anderen Wanderer unterbrochen. Dieser ist bereits auf dem hohen Berggipfel angekommen. Aus voller Kehle ruft er fröhlich von oben herab und winkt. Ihre Blicke gehen zu ihm hinauf und Sie hören: „Komm schnell rauf! Hier oben ist es wunderschön: blauer Himmel, strahlende Sonne, ein toller Ausblick!“ Welch eine Motivation ist doch das, schnell höher zu steigen! Ist es nicht so, dass viele Menschen gern mal eine andere Plattform einnehmen möchten? Man begnügt sich nicht gern mit der kurzsichtigen „Froschperspektive“. Wir möchten weitersehen, hinter die Kulissen schauen, einen weiteren Horizont haben! Die erweiterte Perspektive Wer wünscht sich nicht, wie ein Adler zu sein und alle Dinge souverän von oben her zu betrachten? Auch der Ausblick aus einem Flugzeug vermittelt uns einen Eindruck von Erhabenheit und Unbegrenztheit. Wer möchte nicht einmal viele Ereignisse aus einem anderen Blickwinkel sehen? Vom Wert des Höheren Das Streben nach außerirdischen Informationen und die Sehnsucht, etwas Neues zu erfahren, steckt tief in uns. Schlagzeilen wie: „UFO entdeckt!“ oder: „Ein Besuch von Außerirdischen?“ finden rasante Verbreitung. Gehen unsere Wunschvorstellungen jetzt vielleicht in Erfüllung? Gibt es verlässliche Informationen von ganz oben, von unerreichbarer Höhe oder sogar aus dem Jenseits? Jesus Christus, der Sohn Gottes, sagte zu seinen Zeitgenossen: „Ihr seid von unten her, ich bin von oben her, ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.“ (Johannes 8,23) Und weiter bezeugt die Bibel über Jesus: „Der von oben kommt, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist über allen.“ (Johannes 3,31) Jesus kam von Gott aus dem Himmel auf die Erde und erklärte uns die wichtigsten Wahrheiten über uns. Er sieht alles aus einer himmlischen Perspektive. Er hat einen viel höheren Standpunkt. Treffend wird darum in der Bibel über Gott gesagt: „Er thront über dem Kreis der Erde, und die darauf wohnen, sind wie Heuschrecken.“ (Jesaja 40,22a) Somit hat Gott den vollen Überblick über alles, was auf der Erde geschieht. Vor ihm ist nichts verborgen. Er sieht viel tiefer als wir. Die einmalige Nachricht Jesus Christus, der als „Himmelsbürger“ bezeichnet werden kann, kam zu uns und wurde ein „Erdenbürger“. Er möchte uns Aufschluss über das göttliche und ewige Jenseits geben. Da er von einer ganz anderen Dimension kommt, kann nur er uns himmlische Geheimnisse mitteilen, die auch absolut verlässlich sind. Gott sagt uns: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ (Jesaja 55,8-9) Es ist eine Tatsache, dass wir vielen Menschen unser Vertrauen schenken. Was durch Literatur und digitalen Medien verbreitet wird, nehmen wir zum großen Teil ungeprüft an und füllen damit unsere Gedankenwelt. Fragwürdige Berichte über Nahtoderfahrungen scheinen sehr ernst genommen zu werden. Worte von größter Bedeutung Weil Jesus von oben, vom Himmel her, zu uns Menschen kam, sind seine Worte von größter Bedeutung. Seine Worte sind auch gewichtiger und glaubwürdiger als die eines Königs. Jesu Botschaft ist „göttlicher und himmlischer Natur“. In der Bibel steht: „Wenn wir [schon] der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis doch größer.“ (1. Johannes 5,9) Die meisten Gedanken unserer sterblichen Zeitgenossen bewegen sich im Bereich des Irdischen, sie bleiben somit auf der horizontalen Ebene. Es mag um alltägliche Dinge oder auch um übersinnliche Dinge gehen. Tatsache ist, dass sie der Quelle des menschlichen Herzens entspringen. Jesus Christus allein konnte sagen: „Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.“ (Johannes 18,37b) Das beste Geschenk Das beste, vollkommene und wertvollste Geschenk, das es überhaupt gibt, kommt vom höchsten und reichsten Geber. „Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis.“ (Jakobus 1,17) Wie wunderbar ist doch diese Tatsache! Weil Gott absolut vollkommen ist, kann er uns die besten Geschenke anbieten, die es gibt. Der Volksmund sagt: „Alles Gute kommt von oben!“ Diese Aussage hat sich in Jesus erfüllt. Die Bibel bezeugt: „Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ (Johannes 6,68) Jesus Christus ist derjenige, der uns das beste Geschenk machen kann. Die Segnungen Gottes, des Allerhöchsten, sind mehr als überragend. Für Gottes Gaben gibt es nichts Vergleichbares hier auf der Erde. Zu seinen Segnungen gehören: Liebe, Vergebung, Barmherzigkeit, Treue, Freundlichkeit, Frieden, Heilung, Wiederherstellung, Gemeinschaft mit ihm für alle Ewigkeit und vieles mehr. Eine herzliche Einladung Sie sind nun eingeladen, diese herrlichen Gaben Gottes zu empfangen. Durch Jesus will Gott Sie „himmlisch“ beschenken. Er gibt gerne. Das Wort Gottes bezeugt uns: „Der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.“ (Römer 6,23) „[Gott] Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken.“ (Römer 8,32) Wie werde ich von Gott beschenkt? Glauben Sie, dass Gottes Sichtweise die eines Menschen weit übertrifft? Sein Blick geht in unser Herz und bis in unsere Gedankenwelt hinein. Das, was wir vor Menschen verbergen können, ist vor ihm offenbar. Gott ist Licht und er kennt jegliche Art von Finsternis. Er kennt alle Unreinheit unseres Herzens, allen Schmutz und jede Sünde unseres Lebens. Nun bietet Gott uns in Jesus Christus eine vollkommene Erneuerung und Reinigung an. Gott will uns Gnade und Vergebung schenken. Er will uns durch Jesus mit sich ins Reine bringen. Anstatt uns für alle Fehltritte zu bestrafen, hat er seinen Sohn stellvertretend für uns leiden und sterben lassen und von den Toten auferweckt. Glauben Sie nun von ganzem Herzen dieser besten Nachricht von oben! Jesus starb für unsere Sünden am Kreuz. Aus Liebe zu uns ging er in den Tod, um uns Frieden und ewiges Leben zu schenken. Nur durch Jesus können wir wieder in eine intakte und geordnete Beziehung mit Gott kommen. Wenden Sie sich nun in einem aufrichtigen Gebet an Jesus Christus. Sagen Sie ihm, dass es Ihnen leidtut, dass Sie die Worte von Menschen höher geachtet haben als Gottes Wort. Erkennen Sie, dass Ihr Unglaube und alle Ihre Sünden Sie von Gott trennen. Bekennen Sie von ganzem Herzen Jesus Ihre Lebensschuld. Gott ist reich an Vergebung und vergibt jedem, der ihn ehrlich darum bittet. Er will Sie damit beschenken und Ihnen einmal den ewigen, himmlischen Standort ermöglichen. Nehmen Sie jetzt Jesus von Herzen als Ihren persönlichen Erretter und Erlöser an. Übergeben Sie ihm Ihr Leben vorbehaltlos. Vertrauen Sie völlig seinem Wort, der Bibel. Jesus ist der beste, vertrauenswürdigste Führer nach oben – in den Himmel. Johannes Tauberschmidt
8 Seiten, Best.-Nr.: 60-0
Dieser Flyer möchte dazu motivieren, einen Vortrag von Prof. Dr. Werner Gitt auf YouTube anzuhören. Darin geht er auf folgende Fragen ein: Wie können wir sicher sein, dass unser Leben ein gutes Ende hat? Woher kommen wir? Warum leben wir hier? Wohin gehen wir? Außerdem befindet sich auf dem Flyer ein Gutschein für das Buch "Fragen, die immer wieder gestellt werden" und für eine Bibel (Altes und Neues Testament, Übersetzung: Schlachter 2000). Ab einer Bestellmenge von mind. 2.500 Stück ist der Eindruck einer eigenen Kontaktadresse möglich.
2 Seiten, Best.-Nr.: 204-0
Seit Menschengedenken zettelt der Mensch Kriege an. Betrachten wir die Geschichte, kommen wir zu dem Schluss: Irgendetwas stimmt hier nicht! Vorgaben für unser Leben finden wir in den Religionen und Ideologien dieser Welt. Doch funktionieren sie? Wie können wir das Virus in uns besiegen? Erfahren Sie mehr darüber in dieser Schrift! Gibt es einen Impfstoff gegen den Krieg? Seit Menschengedenken zettelt der Mensch die schrecklichsten Kriege an. Betrachten wir die Menschheitsgeschichte, können wir eigentlich nur zu dem Schluss kommen: Irgendetwas stimmt hier nicht! Und das Unheimliche ist: Wir lernen nicht daraus! Der Erste Weltkrieg war an Grausamkeit nicht zu überbieten und kostete ca. 17 Millionen Menschen das Leben. Junge Männer und Familienväter sprangen aus den Schützengräben und erstachen andere junge Männer und Familienväter mit Bajonetten, wenn sie trotz Kugelhagel den gegnerischen Schützengraben erreichten. Nur einundzwanzig Jahre später ging es wieder los. Der Zweite Weltkrieg endete mit dem Tod von ca. 60 Millionen Menschen und einer noch nie dagewesenen Zerstörung ganzer Städte. Und nun sehen wir das gleiche unmenschliche Bild in Syrien und sogar in Europa. Was ist hier nur los? Ein geistiges Virus Kriege beginnen immer in den Köpfen einiger Menschen. Sie haben eindeutig einen geistigen Ursprung. Handelt es sich um eine Art „geistiger Virus“, das immer wieder diese verheerende Krankheit „Krieg“ hervorbringt? Steckt dieser Virus bereits in uns? Viele kommen abends müde von der Arbeit nach Hause und schauen die Nachrichten. Wie geht es dann weiter? Vielleicht mit Krimis? Unsere Jugendlichen verbringen viel Zeit mit Computerspielen. Was spielen sie? Es geht hauptsächlich ums Töten! Seien es Computerspiele oder Serien – so oft geht es um Mord und Totschlag – und das zur Entspannung, so meinen wir. Die Suche nach dem „Impfstoff“ Um in diesem Bild zu bleiben: So lange es dieses geistige Virus gibt, versucht der Mensch, einen geeigneten Impfstoff dagegen zu finden. Dieser Impfstoff ist offensichtlich kein materieller Impfstoff. Es muss ein Impfstoff auf gleicher Ebene sein, also ein geistiger Impfstoff. Dieser wird gewöhnlich in zwei Kategorien gesucht: in Ideologien und in Religionen. Die Religionen sind in ihren Ausprägungen zum Teil sehr unterschiedlich. Dennoch haben sie eines gemeinsam: Religionen liefern Vorgaben für das Verhalten der Menschen. Diese Vorgaben beinhalten oft Gebete, Meditations- und Fastenanleitungen, Liturgien, Pilgerfahrten und viele Verhaltensvorschriften gemäß den jeweiligen religiösen Normen. Ihr Ziel ist letztlich die Herstellung von Frieden untereinander – wenn nicht in diesem Leben, dann in einem zukünftigen. Ähnlich ist es mit den Ideologien wie z. B. dem Konservatismus, Liberalismus und Sozialismus. Auch hier geht es um Vorgaben bezüglich des Verhaltens der Menschen. Sie haben ebenfalls ein friedliches Miteinander zum Ziel. Im Konservatismus geht es um das Festhalten an überlieferten Werten und Vorstellungen. Neue Entwicklungen werden eher kritisch betrachtet. Im Konservatismus wird ein Verhalten gefordert, das von gesellschaftlichen Traditionen, Überzeugungen und Führungspersönlichkeiten bestimmt ist. Der Liberalismus strebt dagegen eine freiheitliche wirtschaftliche, politische und soziale Ordnung an. Er steht für Selbstbestimmung, woraus sich die Verhaltensvorstellungen der modernen Demokratie mitsamt dem freien Wettbewerb entfalteten. Der Sozialismus wendet sich gegen die entstandene soziale Ungleichheit mit dem Motto der Gleichheit, Freiheit und Solidarität. Zur Durchsetzung gibt es ebenfalls gewisse Verhaltensvorgaben – in extremer Form sogar bis hin zur gewaltsamen Gleichstellung der Klassen. Das Unheimliche daran ist: Alle diese gutgemeinten „Impfstoffe“ brachten keine Immunität! Kriege gibt es weiterhin in zunehmender Zahl und Brutalität. Wichtig dabei zu beachten ist: Alle diese „Impfstoffe“ sind „verhaltensbasierte“ Impfstoffe. Ausgehend von einer Idee, Tradition oder Wertevorstellung geben sie einen bestimmten Verhaltensrahmen vor. Wie effektiv sind diese Impfstoffe? Wir stellen fest: Sie alle scheiterten! Der ultimative Impfstoff In Anbetracht dieser Tatsachen liegt die eigentliche Frage nahe: Stimmt etwas mit dem verhaltensbasierten Ansatz nicht? Trotz aller Verhaltensregeln setzt sich offenbar immer wieder das Wesen des Menschen durch. Trotz humanistischer Ideale kommt es immer wieder zu Korruption und Ausbeutung und trotz religiöser Erziehung zu Betrug und Missbrauch. Es kommt trotz des Versuchs, soziale Missstände abzuschaffen und Klassenunterschiede zu nivellieren, zu entsetzlichen Vergewaltigungen ganzer Nationen. Die marxistisch-leninistische „Impfung“ kostete Millionen von Menschen das Leben. Besteht das „geistige Virus“ vielleicht in dem Wesen des Menschen an sich? Es ist offensichtlich: Wenn der vermeintliche Vorteil, den jemand sich verspricht, nur groß genug ist, dann kommt es zur Lüge, zur Korruption und Ausbeutung, zur Unterdrückung und zu Kriegen, entgegen allen Impfungen. Das Virus ist das Ego! Nun liegt es auf der Hand, warum alle verhaltensbasierten Impfstoffe nichts nützen: Sie bekämpfen gar nicht das Virus! Sie lassen das Wesen des Menschen unverändert! Müssten wir nun nicht anstatt nach einem verhaltensbasierten nach einem „wesensbasierten“ Impfstoff suchen? Brauchen wir nicht einen Impfstoff, der das Wesen des Menschen – also den Kern des Menschen – verändert? Erstaunlicherweise ist bislang noch keine Philosophie, keine Ideologie oder Religion auf diesen Gedanken gekommen. Und doch: Es gibt eine einzigartige Informationsquelle auf diesem Planeten, die genau das besagt. Sie lehrt uns: „Wenn in dir nicht ein neues Wesen geboren ist, kannst du das Leben – wie es sein sollte – nicht erfahren.“ Oder an anderer Stelle: „Da hilft kein religiöses Verhalten, sondern nur ein neues Wesen.“ Und: „Ich will das steinerne Wesen aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Wesen geben. Ich will mein Wesen in euch geben und dadurch solche Leute aus euch machen, die meine Gebote – Liebe, Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit – halten können.“ Das wäre ja die wesensbasierte Impfung! Aber wer spricht da? Die Antwort ist naheliegend, auch wenn es für den einen oder anderen ungewohnt sein mag: Nur der Hersteller des Menschen kann das Wesen eines Menschen auswechseln. Genau das behauptet diese Informationsquelle. Sie ist die Information des Herstellers des Menschen und des Schöpfers des Universums. Die ultimative Impfung Ist eine solche Impfung möglich, die einen Austausch unseres menschlichen Wesens bewirkt? Die Informationsquelle bejaht es. Es gibt aber ein Problem: Der Ego-zentrierte Mensch verstößt laufend gegen die genannten Eigenschaften des neuen Wesens: also gegen Liebe, Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit. In dem großen Lebensdatenspeicher, den jeder Mensch hat, sind diese Verstöße unter der Bezeichnung „Schuld“ abgespeichert. Diese Schuld muss zuerst komplett bezahlt werden. Dann gibt es ein zweites Problem: Unsere Informationsquelle behauptet kategorisch, dass kein Mensch die Beseitigung seiner Schuld selbst bewerkstelligen kann – etwa durch die genaue Befolgung bestimmter Verhaltensvorschriften oder durch die Zugehörigkeit zu einer Institution. Der Grund dafür ist folgender: So gewaltig wie die Schöpferkraft des Urhebers von diesem Weltall ist, so hoch ist auch sein Standard. Keiner von uns reicht an diesen Standard heran. Wie kann die Beseitigung der Schuld nun geschehen? Im Prinzip bleibt nur einer übrig, der das bewerkstelligen kann: der Schöpfer selbst. Und genau das ist die zentrale Aussage dieser Informationsquelle, der Bibel. Er tut es! Wie er es tut, ist logisch gut nachvollziehbar: Der Schöpfer musste es dort tun, wo die Schuld angefallen ist: nicht auf der Ebene von Engeln oder Tieren, sondern auf der Ebene des Menschen. Und das heißt in einem Menschen, der die Schuld der Menschen stellvertretend bezahlt. Sie wissen es: Das ist vor 2000 Jahren geschehen – in Jesus Christus am Kreuz. Wie geschieht diese Impfung? Wie erfasst jemand die derart erwirkte Vergebung der Schuld für sich? Es ist denkbar leicht: Durch einen einfachen Akt des Glaubens können wir die Vergebung auf uns beziehen. Das kann durch ein Gebet wie etwa das folgende geschehen: „Herr Jesus Christus, ich komme jetzt zu dir. Ich bekenne dir, dass ich Schuld auf mich geladen habe. Bitte vergib mir meine Schuld. Danke, dass das nun geschehen ist. Und nun komm in mein Leben. Ich vertraue dir mein Leben an. Schenke mir dieses neue Wesen!“ Es ist die Erfahrung von Millionen und Abermillionen Menschen seit 2000 Jahren: Mit diesem Gebet setzt eine neue innere Erfahrung ein, die man vorher nicht hatte: Es ist eine anfangs oft sanfte, aber allmählich immer deutlichere Wahrheitsempfindung: Ich habe Vergebung meiner Schuld. Ich bin das Wesen geworden, das ich sein sollte. Ich bin nach Hause gekommen. Ich habe den Sinn des Lebens gefunden. Es ist die konkrete Erfahrung der Liebe Gottes. Und allmählich – und das ist wachstümlich – verwandelt sich auch das Verhalten immer mehr in Richtung der Überwindung des Egos. Das Virus stirbt ab. Wir haben gesehen: Verhaltensvorschriften reichen nicht aus, um die Menschen daran zu hindern, sich gegenseitig immer wieder Leid zuzufügen. Nötig ist eine Veränderung der Natur des Menschen. Dass diese Veränderung möglich und konkret erfahrbar ist, darin besteht die eigentliche Bedeutung des Christseins. Es ist keine Religion in dem Sinne, dass Verhaltensmuster von dem alten egoistischen Wesen eingefordert werden, die es nie ganz erfüllen kann. Es ist die Erfahrung einer neuen Natur. Das ist die Wirkung dieses „Impfstoffes gegen den Krieg“. Wer dieses neue Wesen in sich trägt, begegnet seinem Umfeld zunehmend mit den Eigenschaften dieser neuen Natur: Liebe, Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit. Jesus lehrt, dass wir so zum Licht der Welt werden. Diese geschundene Welt braucht dieses Licht! Kommen Sie dazu! Es ist ein einfacher Schritt: Nehmen Sie durch dieses Gebet – wie oben beschrieben – Jesus in Ihr Leben auf. Dr. Albrecht Kellner Über den Autor Ich bin in Namibia geboren und habe in Göttingen und San Diego/USA Physik studiert. Nach Tätigkeit in der Sicherheitsanalyse schneller Brutreaktoren war ich über 20 Jahre lang in der internationalen Raumfahrtfirma Astrium Space Transportation beschäftigt (heute Airbus Defence & Space), zuletzt als stellvertretender Technischer Direktor. Ich bin verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Nach langer Suche nach dem Sinn des Lebens fand ich ihn – zu meiner großen Überraschung – in der eigentlichen Bedeutung des Christseins. Gern möchte ich allen Sinnsuchenden diese Information weitergeben! Dr. Albrecht Kellner (www.sinn-suche.de)
10 Seiten, Best.-Nr.: 54-0
Ist es nicht ein schönes Gefühl, wenn wir aus dem Navigationsgerät hören: „Sie haben Ihr Ziel erreicht!“? Genauso wie bei einer Autofahrt kann es uns auch in unserem Leben ergehen. Unser Leben gleicht einer langen Autofahrt. Ach, gäbe es doch auch da die Möglichkeit eines Navis! Wie super wäre es doch, wenn wir darin einfach „Ziel“ oder „Heimatadresse“ eingeben könnten, dorthin navigiert werden und am Ende hören könnten: „Ziel erreicht!“ Unsere Zukunftsperspektive ist prallgefüllt von fantastischen Vorstellungen, Sehnsüchten und super Ideen. Wir „reisen“ ganz nach unserem Fahrplan. Doch wir alle mussten schon mit Erschrecken feststellen, dass die Realität oft anders als unsere Träume aussieht. In dieser Schrift zeigt Johannes Tauberschmidt, wie wir ganz sicher das Ziel unseres Lebens erreichen. Sicher ans Ziel Ist es nicht ein schönes Gefühl, wenn wir aus dem Navigationsgerät hören: „Sie haben Ihr Ziel erreicht!“? Dieser Satz tut gut, besonders wenn wir vorher orientierungslos umhergeirrt waren. Genauso wie bei einer Autofahrt kann es uns auch in unserem Leben ergehen. Das Ziel im Blick behalten Unser Leben gleicht einer langen Autofahrt. Ach, gäbe es doch auch da die Möglichkeit eines Navis! Wie super wäre es doch, wenn wir darin einfach „Ziel“ oder „Heimatadresse“ eingeben könnten, dorthin navigiert werden und am Ende hören könnten: „Ziel erreicht!“ Unsere Fahrt im Leben beinhaltet ebenfalls einen Start und irgendwann auch ein Ziel. Wir stecken uns auch kleine Zwischenziele im Leben, um einmal ein großes Ziel zu erreichen. Unsere Zukunftsperspektive ist prallgefüllt von fantastischen Vorstellungen, Sehnsüchten und super Ideen. Wir „reisen“ ganz nach unserem Fahrplan. Doch wir alle mussten schon mit Erschrecken feststellen, dass die Realität oft anders als unsere Träume aussieht. Im Stau und auf der Bremse Zahlreiche „Baustellen“ und „Staus“ holen uns von unserem hohen Tempo herunter. Wir werden abgebremst. Und wenn es noch heftiger kommt, heißt es sogar: „Von der Fahrbahn abgekommen!“ Die Schäden können folgenschwer sein bis hin zum Totalschaden. Auch in unserem Leben müssen wir Rückschläge und Verluste hinnehmen. Das ist zutiefst enttäuschend. Es kann uns depressiv machen und zur Resignation führen. Wie geht es weiter? Gibt es noch die Möglichkeit mit Freuden weiterzuleben? Man sagt so schön: „Das Ziel bestimmt den Weg!“ Und doch gleichen unsere Wege oft einer turbulenten Achterbahnfahrt mit vielen unangenehmen Überraschungen. Das zuverlässige Navi fürs Leben Wir wünschen uns, dass wir am Ende unserer Lebensfahrt die „Navistimme“ hören: „Sie haben Ihr Ziel erreicht!“ Gibt es eine Garantie dafür, dass wir dieses Ziel erreichen? Ja! Wir müssen bereit sein das Steuer unseres Lebens in die Hand eines absolut zuverlässigen Reiseführers zu geben. Das ist die Hand des allmächtigen Gottes. Er ist der Schöpfer, der Architekt und Planer unseres Lebens. Er hat uns eine Art Navi für unser Leben mitgegeben. Es ist die Bibel, das Wort Gottes. Ich nenne es ein „himmlisches Navigationsgerät“. Darin wird das Ziel und auch die Route unseres Lebens angezeigt. Die Route wird neu berechnet! Sind wir einmal von der geplanten Route abgekommen, heißt es: „Die Route wird neu berechnet!“ Auch in unserem Leben haben wir so manche Irrfahrten – ja, sogar manche Unfälle – zu beklagen. Die Bibel sagt dazu: „Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg!“ (Jesaja 53,6) Gott hat uns in der Bibel Gebote und Lebensregeln mitgegeben. Sie ist gewissermaßen eine „Straßenverkehrsordnung“ für unser Leben. Eigentlich bietet die Bibel bei Beachtung und Einhaltung eine völlige Schutzfunktion. Doch wir verhalten uns gegenüber Gott wie dickköpfige und eigenwillige Schafe. Jeder Mensch geht lieber seinen selbstgewählten, egoistischen Weg. In Gottes Augen sind wir schlechte Verkehrsteilnehmer. Wenn schon jeder Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung Strafe nach sich zieht, sollten dann nicht auch unsere Übertretungen der Maßstäbe und Gebote Gottes Konsequenzen haben? Wer den ewigen Gott verwirft, wird konsequenterweise ewig von ihm getrennt sein. Durch unsere Fehltritte haben wir alle zahlreiche „Strafpunkte“ angehäuft. Jeder von uns ist mit Sünde behaftet. Vor Gottes „Radar-Augen“ können wir nichts verbergen. Die Route unseres Lebens muss neu berechnet werden. Die Bibel bezeugt: Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer! (Römer 3,10-12) Die Chance unseres Lebens Wie schön, ist es doch: Bei Gott gibt es die Möglichkeit der Umkehr und eines völligen Neuanfangs. Wir müssen uns dafür an Jesus Christus, den Sohn Gottes, wenden. Vielleicht fragen Sie: Wozu brauche ich Jesus? Geht es mir nicht auch gut ohne ihn? Gewiss können wir auch ohne ihn durchs Leben reisen. Doch ob wir ohne ihn am Ziel ankommen, bleibt die große Frage. Jesus will und wird uns durchs Leben zum Ziel navigieren. Er sagte von sich: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“ (Johannes 14,6) Die Strafe, die wir als Gottes „Verkehrssünder“ verdient haben, nahm Jesus stellvertretend auf sich. Er starb als der Sündlose und Vollkommene am Kreuz auf Golgatha für alle unsere Verfehlungen. Er, der Gerechte, starb für uns Ungerechte. Somit können wir durch Jesus Vergebung unserer Sünden und ewiges Leben haben. Jesus bietet jedem Menschen die Chance eines Neubeginns. In der Bibel wird uns Jesus vorgestellt als der gute Hirte, der sich liebevoll um seine Schafe kümmert, sie versorgt, beschützt und richtig führt. Er sagte von sich: „Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. […] Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich gebe ihnen ewiges Leben.“ (Johannes 10,11+27-28) Die Möglichkeit zum Wenden „Nach Möglichkeit bitte wenden!“ Auf diese Stimme aus dem Navi hören Sie in der Regel gern. Warum sollten wir nicht darauf hören, wenn uns der lebendige Gott zur Umkehr auffordert? Er selbst sagt: Meinst du, dass ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht Gott der HERR, und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt? (Hesekiel 18,23) Geben Sie Ihrem Leben eine neue Richtung! Lassen Sie sich auf eine neue Zielvorgabe ein! Folgen Sie der Route, die Jesus, der gute Hirte, Ihnen vorgibt! Er liebt Sie und will Ihnen helfen. Wie kann eine solche Wende Ihres „Lebensfahrzeuges“ ganz praktisch geschehen? Wenden Sie sich im Gebet an Jesus Christus. Bringen Sie ihm zuerst den ganzen „Müll“ Ihres Lebens. Sagen Sie ihm, dass es Ihnen leidtut, dass Sie bisher ohne ihn gelebt haben. Es gibt sicher auch in Ihrem Leben viele Vergehen Gott gegenüber, die die Bibel Sünde nennt. Wir sind an Gott und an unseren Mitmenschen schuldig geworden. Wir haben in Gedanken, Worten und Taten gesündigt. Sagen Sie Jesus, dass Ihnen Ihre Sünden leidtun und bitten Sie ihn um Vergebung aller Schuld, die sich in Ihrem ganzen Leben angesammelt hat. Die Bibel verspricht: “Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er [Jesus Christus] treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.“ (1. Johannes 1,8-9) Laden Sie nun Jesus Christus ein, in Ihr Leben zu kommen. Bitten Sie ihn, die Führung Ihres weiteren Lebens zu übernehmen. Machen Sie damit Jesus – im Bild gesprochen – zum Reiseführer Ihres Lebens. Er wird Ihr Gebet erhören, Ihnen Ihre Sünden vergeben und Sie zu einem Kind Gottes machen. In der Bibel lesen wir: „Allen aber, die ihn [Jesus] aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben (Johannes 1,12) „Sie haben Ihr Ziel erreicht!“ Wenn Sie Jesus Ihr Leben anvertraut haben, haben Sie schon jetzt das ewige Leben. Mit ihm dürfen Sie sich darauf freuen, einmal nach diesem Leben das Ziel, die Herrlichkeit bei Gott, zu erreichen. Das ist das höchste Ziel, einmal in ewiger und ungetrübter Gemeinschaft mit Gott und seinem Sohn, Jesus Christus sein zu können. Jesus sprach von dieser Freude, als er sagte: „Freut euch aber darüber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind!“ (Lukas 10,20) Jesus macht uns damit zu Bürgern des Himmels und schenkt uns die „himmlische Staatsbürgerschaft“. Ist das nicht großartig! Er bringt uns in den Himmel, wo er uns vollkommene Ruhe und Frieden garantiert. Er möchte uns für alle Ewigkeit bei sich in der himmlischen Herrlichkeit haben. Lesen Sie in der Bibel und vertrauen Sie völlig seinem Wort. Mit Jesus kommen Sie ganz sicher ans Ziel! Johannes Tauberschmidt
8 Seiten, Best.-Nr.: 53-0
Wir suchen den, der die tiefste Spur in der Menschheitsgeschichte hinterlassen und das Leben anderer Menschen am meisten beeinflusst hat. Wer hat die größte Bedeutung für unser Leben? Folgende Kriterien werden benannt, nach denen wir beurteilen wollen: Wer hat den Menschen die größte und weitreichendste Hilfe gebracht? Wessen Aussagen sind nie veraltet und heute noch hochaktuell? Wer hat sich persönlich für jeden von uns eingesetzt? Wessen Tat ist für jeden von uns wirksam? Zur Beantwortung dieser Fragen wird das Wirken von Menschen aus unterschiedlichen Bereichen betrachtet und schließlich die Person genauer beschrieben, auf die die richtige Antwort zutrifft. Von allen, die über diese Welt gingen, ist der Gottessohn Jesus Christus der Einzigartige und Unvergleichbare, den niemand kopieren kann. Wer hat die Welt am meisten verändert? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, welche Person der Weltgeschichte das Leben anderer Menschen am meisten beeinflusst hat? Wir suchen den, der die tiefste Spur in der Menschheitsgeschichte hinterlassen hat. Wo müssen wir suchen? Zu dem Zweck schauen wir uns zunächst das Wirken von Menschen aus unterschiedlichen Bereichen an. Wären es die großen Entdecker? Unter ihnen ragt Christoph Columbus (um 1451-1506) hervor. Er wollte auf dem Seeweg nach Westen reisen und in Indien ankommen. Dabei entdeckte er einen neuen Erdteil: Amerika! Millionen von Menschen fanden hier eine neue Heimat, wodurch sich ihr Leben gravierend verändert hat. Oder denken wir an die Erfinder. Unsere heutige Welt wurde durch eine Erfindung ganz besonders revolutioniert – es ist die des Computers. Der deutsche Bauingenieur Konrad Zuse (1910-1995) fertigte 1938 den ersten Computer der Welt an. Diese Erfindung hat inzwischen in allen Zweigen von Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Privatleben einen triumphalen Einzug gehalten und damit die Welt ein Stück verändert. Werden wir vielleicht bei den großen Revolutionären fündig? Lenin (1870-1924) entfachte 1917 in Russland eine Revolution und gründete die Sowjetunion. Am Ende des Zweiten Weltkrieges erreichte sie mit 22,4 Millionen km2 die größte Ausdehnung und entsprach damit einem Siebtel der Landfläche der Erde. In jeder Stadt gab es auf den öffentlichen Plätzen große Lenin-Denkmäler. Er war der allgegenwärtige „Gott der Sowjetunion“. Die Idee des Kommunismus sollte die ganze Welt erobern. Seit dem Tag seiner Aufbahrung im Lenin-Mausoleum in Moskau im Januar 1924 wurde hier Tag und Nacht Wache gehalten, die sich stündlich ablöste. Tausende zogen täglich an dem gläsernen Sarkophag vorbei. Statt zur Kirche gingen Brautpaare bei ihrer Hochzeit in das Mausoleum. Seit Mittwoch, dem 06.10.1993, wird das Lenin-Mausoleum – die Wallfahrtsstätte des Kommunismus – nicht mehr bewacht. In einer Meldung der Nachrichtenagentur Itar-Tass hieß es lapidar: „Der Wachposten Nummer eins des Landes wurde wegen Änderung des Rituals geschlossen.“ Seit November 1993 ist das Mausoleum geschlossen. Eine Ideologie ist zusammengebrochen, die zum größten Massen- und Christenmord aller Zeiten geführt hat. Die von der ehemaligen Sowjetunion ausgehende Machtpolitik verzeichnete weit über 140 Millionen Opfer. Das Leid, das der Kommunismus über die ganze Welt brachte, ist unermesslich. Der russische Schriftsteller Fjodor Michajlowitsch Dostojewski (1821-1881) sagte zu Recht: „Jene, die Gerechtigkeit zu schaffen meinen, indem sie Christus leugnen, werden am Ende die Welt im Blut ertränken.“ Viele Wissenschaftler sind über diese Welt gegangen. Wir nennen hier stellvertretend Einstein, Planck, Heisenberg, Newton, Pawlow, Mendelejew? Der Evolutionslehre hatte Charles Darwin zum Durchbruch verholfen. Diese Idee wurde von vielen begeistert aufgenommen, weil man meinte, nun sei die Welt auch ohne Gott erklärbar. Inzwischen ist diese Idee durch die Naturgesetze der Information[1] und andere weitereichende wissenschaftliche Erkenntnisse umfassend widerlegt, so dass man konsequenterweise von einem Jahrhundertirrtum sprechen muss. Albert Einstein (1879-1955) gilt heute als der herausragendste Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Ihn lud der irische Dichter Bernhard Shaw (1856-1950) zur Uraufführung eines seiner Stücke nach London ein. Dabei hielt er folgende Lobrede auf Einstein: Napoleon und andere große Männer schufen Weltreiche. Doch es gibt Männer, die Größeres schaffen. Sie gründeten nicht Weltreiche, sie schufen Welten. Dabei bleiben ihre Hände rein vom Blut der Menschen. Ptolemäus schuf ein Weltbild, das 1400 Jahre galt. Newton schuf ein Weltbild, das 300 Jahre galt. Einstein schuf ein Weltbild. Ich weiß nicht, wie lange das gilt. Schließlich wollen wir uns noch bei den Philosophen umsehen. Eine beträchtliche Reihe von Namen begegnet uns hier: Sokrates, Epikur, Platon, Hegel, Feuerbach, Nietzsche. Marx hatte gesagt: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern.“ Seine Ideen wurden in den Staaten des früheren Ostblocks zur Grundlage für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft erhoben. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus wurde das zerstörerische Ausmaß in Staat und Wirtschaft, aber auch an den Seelen der Menschen offenbar. Ziehen wir einmal Bilanz Alle oben genannten Personen haben die Welt verändert. Manche taten das in sehr positiver und andere in äußerst negativer Weise. Wer aber von allen, die je über diese Erde gingen, hat die Welt am allermeisten verändert? Wer erhält die Super-Goldmedaille, auf die keine Silber- oder Bronzemedaille mehr folgt? Zunächst seien die Kriterien benannt, nach denen wir beurteilen wollen: Wer hat den Menschen die größte und weitreichendste Hilfe gebracht? Wessen Aussagen sind nie veraltet, und seine Lehre ist heute noch hochaktuell? Wer hat sich persönlich für jeden von uns eingesetzt? Wessen Tat ist für jeden von uns wirksam? Wer hat mein eigenes Leben zutiefst bewegt, so dass ich als Autor den Text, den Sie gerade lesen, schreibe? Columbus? Goethe? Kopernikus? Bei solch hochgelegter Messlatte bleibt nur noch ein Einziger übrig. Von ihm wollen wir jetzt hören. Sein Lebenslauf ist – wie wir noch sehen werden – offenbar nicht außergewöhnlich. Dennoch ist diese Person die Einzige, die bis in unser Leben direkt hineinwirkt. Um wen könnte es sich handeln? Ein anonymer Schriftsteller skizzierte das Leben dieses Mannes etwa folgendermaßen: Er wurde in einem abgelegenen Dorf als Kind einer Handwerkersfrau geboren. In einem anderen Dorf wuchs er auf und arbeitete in einer kleinen Werkstatt. Das tat er, bis er dreißig Jahre alt war. Dann zog er drei Jahre lang durchs Land, um den Menschen das zu sagen, was er für wichtig hielt. Er tat nichts von dem, was wir normalerweise mit Größe und Anerkennung in Verbindung bringen. Er war erst dreiunddreißig Jahre alt, als sich die öffentliche Meinung gegen ihn richtete. Das ist erstaunlich, da er vielen Menschen geholfen hat. Seine Freunde liefen ihm davon. Er wurde seinen Feinden übergeben und musste einen Scheinprozess über sich ergehen lassen. Er wurde zum Tode verurteilt, obwohl ihm niemand eine Schuld nachweisen konnte. Zwischen zwei Räubern wurde er lebendig an ein Kreuz genagelt. Während er starb, würfelten seine Henker um seine Kleider, die sein einziger irdischer Besitz waren. Als er tot war, legte man ihn in ein geliehenes Grab. Ein Freund stellte es ihm aus Mitleid zur Verfügung. Wer ist dieser Mann mit dieser besonderen Biografie? Zwanzig Jahrhunderte sind inzwischen vergangen, und bis heute ist er die zentrale Gestalt der Menschheit und der Motor ihrer Weiterentwicklung. Alle Armeen, die je marschierten und alle Flotten, die jemals segelten, haben nicht das erreicht, was er in drei Jahren bewirkt hat. Alle Parlamente, die jemals tagten, und alle Könige, die je regierten, haben zusammengenommen das Leben der Menschen auf diesem Planeten nicht so stark beeinflusst wie dieser einzigartige Mensch. Das ist Jesus Christus! Konzentrieren wir uns nun auf die Frage: Wer also ist dieser Jesus? Über ihn sind mehr als 60 000 Biographien geschrieben worden. Keine Person der Weltgeschichte ist so oft porträtiert worden wie er. Napoleon hatte von ihm gesagt: „Von ihm (= Jesus) wird man ewig reden, und Menschen werden für ihn sterben. Von mir (= Napoleon) wird keiner mehr reden, und niemand wird mehr für mich sterben.“ Für Jesus musste niemand sterben. Obwohl er es nie von einem Menschen verlangte, sind im Laufe der Geschichte Abertausende von Christen ermordet worden, weil sie ihn nicht verleugnen wollten – und das bis in unsere Tage. Für Napoleon mussten die Menschen zwangsweise sterben; nun aber geht niemand mehr für ihn in den Tod. 1. Jesus ist der Sohn Gottes Bei seiner Taufe ertönte eine Stimme vom Himmel: „Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe“ (Matthäus 3,17). Wenn die Stimme von „seinem Sohn“ spricht, dann muss derjenige, der die Worte sagt, sein Vater sein. Diese Stimme kam vom Himmel – sie kam von Gott selbst! Und auf dem Berg der Verklärung spricht Gott aus der Wolke: „Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören“ (Markus 9,7). Als Jesus vor dem Hohen Rat verhört wurde, fragte ihn der Hohepriester: „Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagest, ob du seist der Christus, der Sohn Gottes“ (Matthäus 26,63). Jesus bekannte sich dazu in diesem Verhör: „Du sagst es“ (Matthäus 26,64). Die Kreuzigung Jesu leitete ein römischer Hauptmann. Er hörte, wie Jesus für die umstehende Volksmenge, die ihn verspottete und verhöhnte, betet: „Vater vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Lukas 23,34). Der Hauptmann erkannte plötzlich: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen“ (Matthäus 27,54). 2. Jesus ist der Schöpfer Die Bibel[2] beginnt mit dem Satz: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ (1. Mose 1,1). Dort steht für Gott das hebräische Wort „Elohim“, und das ist eine grammatische Pluralform. Dass Gott, der Vater, nicht der allein Schaffende ist, geht schon aus dem Schöpfungsbericht selbst hervor: „Lasset uns Menschen machen“ (1. Mose 1,26). Im Neuen Testament wird die Wer-Frage genauer entfaltet. So ist nach 1. Korinther 8,6 Jesus Christus deutlich in das Schöpfungswerk einbezogen: „So haben wir nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind und wir durch ihn.“ „Durch den Sohn hat Gott auch die Welt gemacht“, heißt es in Hebräer 1,2. Der Anfang des Johannesevangeliums dokumentiert ebenfalls, dass in Jesus alles seinen Ursprung hat: „Alle Dinge sind durch dasselbe [= durch das Wort = durch Jesus] gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist“ (Johannes 1,3). Über Jesu Schöpfertätigkeit lesen wir weiterhin in Kolosser 1,16-17: „Denn in ihm [= in Jesus Christus] ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, … es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm.“ In unserer sichtbaren, materiellen Welt gibt es nichts, was nicht durch Jesus geschaffen wurde. Der riesige Kosmos mit den Abermillionen von Galaxien ist hier ebenso mit einbezogen wie die feinsten Details im Ablauf einer lebendigen Zelle oder der strukturelle Aufbau eines Atoms. Jesus ist aber nicht nur der Schöpfer, sondern auch der Erhalter dieser Welt. Alles hat in ihm seinen Bestand. Die Welt ist nach ihrer Erschaffung nicht sich selbst überlassen geblieben, sondern durch sein kraftvolles Wort trägt und erhält er sie auch. So brauchen wir uns nicht zu fürchten vor einer kosmischen Katastrophe durch einen Sternenzusammenstoß oder dem Ausbrennen und Erkalten der Sonne. Jesus erhält die Welt bis zu seiner Wiederkunft. Als Schöpfer ist Jesus damit auch der Herr über alle Dinge: Er hat nicht nur die Naturgesetze erdacht, sondern sie auch installiert. Darum kann er sie auch nach Bedarf außer Kraft setzen. Solche Handlungsweisen nennen wir dann Wunder: Stillung des Sturmes (Markus 4,35-41): Während Jesus mit den Jüngern auf dem See Genezareth mit einem Schiff unterwegs war, kam ein gewaltiger Sturm auf. Jesus schlief an Bord, aber die Jünger sahen sich dem Tode nahe. Als sie ihn weckten, reichte eine Drohgebärde, und Wind und Wellen schwiegen. Er hat Macht über die Naturgesetze. Auferweckung des Lazarus (Johannes 11,1-45): Aus der Sicht von Maria und Martha kam Jesus zu spät nach Bethanien, um den kranken Lazarus zu heilen. Lazarus war bereits gestorben, aber für Jesus gibt es kein Zuspät. Er erteilte die beiden Befehle: „Wälzt den Stein weg!“ und „Lazarus, komm heraus!“ Das reichte, um den toten Lazarus ins Leben zurückzubringen. 3. Jesus Christus ist der Einzigartige Von allen, die über diese Welt gingen, ist der Gottessohn Jesus Christus der Einzigartige und Unvergleichbare, den niemand kopieren kann. Er ist der einzige Gott, der uns in dieser Welt besucht hat. In Johannes 5,19 sagt Jesus: „Was er den Vater tun sieht; das tut gleicherweise auch der Sohn.“ Diese Aussage Jesu, dass er alles tun kann, was der Vater tut, zeigt unmissverständlich, dass Jesus Gott ist. Denn wer kann alles tun, was Gott tut? Nur derjenige, der selber Gott ist! Im Glauben an diesen Jesus ist mir Gott begegnet! Er ist der Einzige, dessen Biografie Jahrhunderte im Voraus bekanntgemacht wurde. Nur von diesem Einen wurden sein Geburtsort, sein Wesen und Wirken und die Umstände und Details seines Todes präzise vorausgesagt und auch schriftlich fixiert. Er ist der Einzige, der ohne Sünde blieb (1. Johannes 3,5). Er ist der Einzige, der durch seine Auferstehung den Tod besiegt hat, so dass nun gilt: „Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ (1. Korinther 15,54b-55). Er ist der Einzige, der sich aus Liebe zu uns in den Tod gab: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16). Er ist der einzige Herrscher, dessen Königreich unvergänglich sein wird: „… dessen Reich ewig ist, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen“ (Daniel 7,27b). Er ist der Einzige, der uns offenbart hat, wie die Weltgeschichte einmal enden wird. Sein Wiederkommen bildet den Abschluss. Und dann wird sich bestätigen, dass ich die richtige Entscheidung in diesem Leben getroffen habe. Er ist der Einzige, der uns den Weg zum Himmel weist. In Johannes 14,6 sagt er in sehr eindeutiger Weise: „Ich bin der (einzige) Weg und die (einzige) Wahrheit und das (ewige) Leben; niemand kommt zum Vater (in den Himmel) denn durch mich.“ Mit dieser unmissverständlichen Klarheit reden auch zahlreiche andere Verse, von denen wir hier nur zwei Beispiele auswählen: „Wer an den Sohn (Gottes) glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn (Gottes) nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm“ (Johannes 3,36). „In keinem andern ist das Heil, ist auch kein anderer Name (als Jesus) unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig (gerettet) werden“ (Apostelgeschichte 4,12). Wer hat die Welt am meisten verändert? Unsere anfangs gestellte Frage lässt sich nun leicht beantworten. Mit seinem Wort: „Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker!“ drückt Jesus aus, dass seine Heilsbotschaft weltumspannend an alle Menschen gerichtet ist. Eingeladen ist jeder: „Wer zu mir (Jesus) kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Johannes 6,37). Nun kommt es nur noch darauf an, dass wir diesem Herrn unser Leben im Glauben anvertrauen und konsequent den Weg mit ihm gehen. Wie Sie das ganz praktisch tun können, erkläre ich in dem Video „Wie ich mein Leben Jesus übergebe“: https://wernergitt.de/leben Niemand, als Jesus allein, hat Größeres für uns Menschen getan – damit hat er mich selbst, aber auch unsere Welt am meisten verändert. Dir. und Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt wernergitt.de ____________ [1] Information – der Schlüssel zum Leben. Kapitel 8 (S. 261-293). PDF-Download: wernergitt.de/information [2] Anhand der 3268 erfüllten Prophetien der Bibel kann mit mathematischer Beweisführung ihre Wahrheit auch wissenschaftlich nachgewiesen werden. Siehe W. Gitt: Information – der Schlüssel zum Leben. CLV-Verlag, 6. Auflage 2018, S. 294-314. PDF-Download: wernergitt.de/information
10 Seiten, Best.-Nr.: 141-0
Gottesbeweise gewinnen in unserer Zeit eine ganz neue Bedeutung. Einige Gottesbeweise sind vom naturwissenschaftlichen Denken geprägt. So stellt sich die Frage: Gibt es vielleicht einen Gottesbeweis, der das Herz eines jeden Menschen erreichen kann? Die Liebe ist das Phänomen, wofür jedes menschliche Herz empfänglich ist – sei es ein Urwaldbewohner, der nie etwas von Wissenschaft gehört hat, oder ein Physik-Nobelpreisträger, der versucht, die Urgründe der Materie zu erforschen. Kann es sein, dass Gott sich in seiner Liebe offenbart hat und damit allen Menschen den Universalbeweis seiner Existenz und seines Wesens geliefert hat? In der Tat hat Gott das getan, und das soll in dieser Schrift gezeigt werden. Der Gottesbeweis durch die Liebe Schon seit der Antike hat man versucht, Gott „zu beweisen“, wie z. B. durch den kosmologischen, den ontologischen oder den teleologischen Gottesbeweis[1]. Das kurze Stichwort Gottesbeweis kann in dem Sinne missverstanden werden, als sei es möglich, Gott in seiner ganzen Wesensart beweisbar zu machen. Dies ist schon deshalb nicht möglich, weil Gottes Gedanken und Wege weit höher sind als alles von uns Erdachte (Jesaja 55,8-9). So ist bei jeder Beweisform zu beachten, auf welche Eigenschaft Gottes Bezug genommen wird. Weiterhin ist es wichtig, zwischen harten und weichen Beweisen zu unterscheiden. Harte Beweise basieren auf Naturgesetzen und sind darum nicht widerlegbar. Mit Hilfe der Naturgesetze der Information konnten einige Merkmale Gottes (z. B. seine Existenz, seine Allwissenheit und sein ewiges Wesen) in harter Form bewiesen werden[2]. Eine besondere Form des Gottesbeweises ist der Prophetisch-mathematische Gottesbeweis[3]. Hierbei wird von den erfüllten Prophetien der Bibel ausgegangen, so dass dieser Beweis deutlich über naturgesetzliche Schlussfolgerungen hinausgeht. Er bestätigt die Bibel als das Buch der Wahrheit und damit den Gott der Bibel als den einzig existierenden. Nur ein kleiner prozentualer Anteil der deutschen Bevölkerung kann bezeugen, sich in freier Entscheidung Jesus Christus als dem Retter zum ewigen Leben zugewandt zu haben. Der frühere Bundeskanzler Willy Brandt (1913-1992) äußerte wenige Tage vor seinem Tod: „Ich weiß nicht, ob es Gott gibt. Ich lasse es in der Schwebe.“ Angesichts solcher Unsicherheiten gewinnen Gottesbeweise in unserer Zeit eine ganz neue Bedeutung. Die o. g. Gottesbeweise sind vom mathematisch-naturwissenschaftlichen Denken geprägt. So stellt sich die Frage: Gibt es vielleicht einen Gottesbeweis, der das Herz eines jeden Menschen erreichen kann? Die Liebe ist das Größte, und es ist jenes Phänomen, wofür jedes menschliche Herz empfänglich ist – sei es ein Urwaldbewohner, der nie etwas von irgendeiner Wissenschaft gehört hat, oder ein Physik-Nobelpreisträger, der versucht, die Urgründe der Materie zu erforschen. Kann es sein, dass Gott sich in seiner Liebe offenbart hat und damit allen Menschen – und damit auch Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser – den Universalbeweis seiner Existenz und seines Wesens geliefert hat? In der Tat hat Gott das getan, und das soll im Folgenden gezeigt werden. Wie stellt sich der Mensch des 21. Jahrhunderts Gott vor? Der Journalist Jan Roß beschreibt in einem Buch[4], wie sich wohl der Mensch unserer Tage ohne biblische Offenbarung einen Gott vorstellen würde: „Wahrscheinlich wie ein ins Überdimensionale und Übermenschliche gesteigerter Comic-Held, ein kosmischer Superman, Batman oder Spider-Man – stark, unverwüstlich, Athlet und Sheriff, ein Schützer von Recht und Ordnung für das ganze Universum.“ Wir Menschen stehen vor einem Problem: Wie sollen wir an einen Gott glauben, den wir noch nie gesehen haben und dessen Charaktereigenschaften uns Menschen unbegreiflich sind? Was sagt uns die Schöpfung über Gott? In Römer 1,20 wird uns erklärt, dass „Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, seit der Schöpfung der Welt aus seinen Werken zu ersehen ist.“ Damit haben wir einen deutlichen Hinweis auf den Urheber aller Dinge, aber die Schöpfung vermittelt uns kein eindeutiges Bild über ihn. Wir beobachten in der Schöpfung unermesslich viel Intelligenz und Genialität in den Konzepten aller Lebewesen, aber auch das andere erkennen wir: Schönheit ist mit Hässlichkeit, Güte ist mit Bosheit, Licht mit Dunkelheit, Sanftmut ist mit Gewalt und Liebe mit Hass gepaart. Viele Heidenvölker und selbst Evolutionstheoretiker, die Gottes Wort nicht kennen, sind durch Naturbeobachtung zu dem Schluss gekommen, dass der Gott – wenn es ihn denn gibt – ein böser Gott sein muss. Die Tatsache, dass in der Natur die stärkeren Lebewesen die schwächeren bestialisch töten, um zu überleben, ist für sie ein überzeugendes Argument. Auch die Neigung des Menschen, wenn auch zum Guten, so doch auch zum Bösen, scheint diese Aussage zu bestätigen. Menschen, die die Bibel nicht kennen, wissen nichts von einem Sündenfall, der die ursprünglich sehr gute Schöpfung in den Sog des Falles riss und damit sowohl das Wesen der Menschen wie auch die Verhaltensweisen in der Tierwelt veränderte. Ohne vom Sündenfall zu wissen, ziehen die Menschen automatisch den Schluss, dass auch im Herzen Gottes Gutes und Böses wohnen müsse. Auf dieses – aus der Perspektive der Bibel – verzerrte Bild von Gott und der Schöpfung lassen sich wahrscheinlich auch viele animistische Traditionen zurückführen, bei denen Menschen geopfert wurden[5]. Wie aber ist der Gott der Bibel? Alle unsere menschlichen Überlegungen, wie denn Gott wohl sein könnte, greifen ins Leere. Die unvorstellbare Vielfalt der Göttervorstellungen in den Religionen der Völker und ebenso alle philosophischen Abhandlungen belegen dies zur Genüge. Darum stellt sich Gott uns selbst vor. Obwohl er sagt: „Denn eure Gedanken sind nicht meine Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege“ (Jesaja 55,8), nennt er dann für uns alle verständlich seine Charaktereigenschaften, die nicht aus der Schöpfung ableitbar sind: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16). „Mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerbrechen“ (Jesaja 51,6). „Seine Gnade währet ewig“ (Psalm 100,5). „Du bist Gott und deine Worte sind Wahrheit“ (2. Samuel 7,28). „Herr deine Güte reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen“ (Psalm 36,6). „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte“ (Jeremia 31,3). „Gott ist … ein Gott des Friedens“ (1. Korinther 14,33). „Gelobt sei Gott, … der Vater der Barmherzigkeit“ (2. Korinther 1,3). Wer könnte jemals von sich behaupten, auch nur eine einzige dieser Wesensmerkmale Gottes würde auf ihn zutreffen? Selbst die Liebe, die im Herzen vieler Menschenkinder aufflammt, erlischt oft schon nach kurzer Zeit wie ein Strohfeuer. Ewige, bis zu den Wolken reichende Güte und Treue in den Menschen, findet man nur in der Märchenliteratur. Der Frieden entpuppt sich immer wieder als eine glitzernde Fata Morgana in der Wüste einer kriegerischen Welt. Von der Weisheit sei ganz zu schweigen – wie sonst können selbst Nobelpreisträger eine Idee propagieren, bei der allen Ernstes behauptet wird, die unvorstellbare Komplexität des Lebens sei allein dem Würfelspiel mit der Materie zu verdanken. Für die göttliche Liebe gibt es ein spezielles Wort, die Agape, sie ist bedingungslos, gütig, gerecht, wertschätzend, barmherzig, sanftmütig, friedlich, auf Wahrheit gegründet und ewig. Der Unterschied zwischen menschlicher und göttlicher Liebe ließe sich wie folgt definieren: „Die menschliche Liebe liebt den anderen, weil er so ist, wie er ist. Aber die göttliche Liebe liebt den anderen ganz gleich, wie er ist.“ Woher kommt die Liebe? Wenn die Liebe schon ein von Menschen nicht reproduzierbares Phänomen ist, woher kommt sie dann? Das kann kein Wissenschaftler erklären. Diejenigen, die meinen, die Welt und alles Leben sei durch Evolution entstanden, müssen konsequenterweise auch annehmen, die Liebe habe sich im Laufe der Evolution entwickelt. Damit wäre die Liebe nur eine willkürliche Spielerei von Materieteilchen. So wie die DNS-Information der Zellen nicht von alleine in der Materie entstehen kann, sondern einen geistigen Urheber benötigt, braucht auch die Liebe eine Quelle, aus der sie entspringt. Es bleibt nur eine Alternative übrig: Sie wurde von einem weisen Schöpfer kreiert. Und dieser Urheber sagt uns, dass er selbst die Quelle der Liebe ist und dass sie sein Wesen beschreibt: „Gott ist (die) Liebe“ (1. Johannes 4,16). Wie hat sich Gott offenbart? 1. Gott selbst kommt zu uns In keiner Religion ist je einer der dort genannten Götter zu uns Menschen gekommen. Das tat einzig der Gott der Bibel – er selbst verließ sein Himmelreich und suchte uns in der Gestalt eines Menschen auf: „Obwohl er (Jesus) Gott in allem gleich war und Anteil an Gottes Herrlichkeit hatte, bestand er nicht auf seinen Vorrechten. Nein, er verzichtete darauf und wurde rechtlos wie ein Sklave. Er wurde wie jeder andere Mensch geboren und lebte als Mensch unter Menschen“ (Philipper 2,6-7; Hoffnung für alle). In Jesus, dem Sohn Gottes, kam Gott selbst zu uns. In seiner Vollmacht über die Naturkräfte, über jede Krankheit und sogar über den Tod wies er sich in eindeutiger und unnachahmbarer Weise als Gott aus. Er half jedem, der zu ihm kam. Wer in Sündennot kam, dem vergab er. Rief ihn ein Blinder an, machte er ihn sehend. Hatte jemand eine aus medizinischer Sicht unheilbare Krankheit, so heilte er ihn dennoch. Wie unverständlich erscheint es uns doch angesichts dieser Tatsachen, dass die Menschen ihn ablehnten. Im Gleichnis von Lukas 19,14b sagen die Leute: „Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche.“ In Lukas 7,33-34 beklagt Jesus selbst, wie die Menschen gleichgültig und ablehnend mit ihm umgegangen sind: „Johannes der Täufer fastete oft und trank keinen Wein. Da habt ihr gesagt: ‚Der ist doch verrückt!‘ Nun ist der Menschensohn gekommen, isst und trinkt wie jeder andere Mensch, und ihr beschimpft ihn: ‚Er ist ein Fresser und Säufer. Verbrecher und anderes Gesindel sind seine Freunde‘“ (Hoffnung für alle). Wie Gott sich uns auch zeigt – die meisten Menschen sind abweisend oder bleiben gleichgültig. Das hat sich nach unserer Beobachtung bis heute nicht geändert. Wie hätten wir an der Stelle von Jesus reagiert? „Die Menschen lehnen mich ab, darum werde ich zu meinem Vater im Himmel zurückkehren.“ Aber nicht so Jesus – er bleibt und tut Außergewöhnliches: 2. Er tut stets das, was er uns zu tun gelehrt hat So ein Konzept ist uns unbekannt. Kein Religionsstifter hat je das erfüllt, was er andere gelehrt hat. Auch an Christus Gläubige können nicht immer das einhalten, was im Evangelium gelehrt wird. Hier ist Jesus einzigartig! In Römer 12,15 heißt es: „Freut euch mit den Fröhlichen, und weint mit den Weinenden.“ Auch das tat Jesus: Auf der Hochzeit zu Kana feierte er mit den Hochzeitsgästen. Als aber Lazarus gestorben war und er sah, wie Maria und auch die Juden um ihn herum weinten, da weinte auch Jesus mit ihnen (Johannes 11,33). Die Bibel lehrt, dass wir nicht sündigen sollen. Und doch haben wir es alle getan: „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns“ (1. Johannes 1,8). Was immer auch die Bibel von uns fordert, Jesus erfüllte es in allen Punkten. Er sündigte nie: Jesus ist „versucht worden in allem wie wir, und doch blieb er ohne Sünde“ (Hebräer 4,15). Petrus fragte den Herrn Jesus in Matthäus 18,21: „Wie oft muss ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Genügt es siebenmal?“ Darauf antwortet ihm Jesus in Matthäus 18,22: „Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.“ Damit wollte Jesus nicht nur sagen: 490-mal, sondern immer! Diese Aussage Jesu macht uns viel Mut, denn was er von uns fordert, das erfüllt er immer auch selbst. Wenn Jesus von uns verlangt, immer zu vergeben, dann können wir uns fest darauf verlassen – wenn wir uns an ihn wenden oder nachdem wir uns zu ihm bekehrt haben – dass er mit uns ebenso verfährt. 3. Gott gibt sich ganz hin Gott ging noch einen Schritt weiter, die ungläubigen Herzen seiner Geschöpfe zu berühren. Jesus, der Sohn Gottes, ging freiwillig zum Kreuz, ohne den Menschen irgendeine Bedingung zu stellen. Er tat es allein aus Liebe und Gnade, um seine Geschöpfe vor der ewigen Verlorenheit zu retten. Am Kreuz trug Jesus jene Strafe, die wir aufgrund unserer Sünde verdient hätten. Jan Roß schrieb über die Erniedrigung Gottes am Kreuz sehr treffend[6]: „Das Bild eines ans Kreuz genagelten sterbenden oder schon toten Menschenkörpers ist das totale Gegenteil von Macht, Kraft und Vollkommenheit. Der Kontrast in unserer üblichen Vorstellung vom Göttlichen könnte nicht schreiender und verstörender sein ... Der Gott, der im Stall geboren wurde und am Kreuz starb, der sich tiefer als alle anderen ins Irdische und Diesseitige verstrickt hat, steht daher paradoxerweise am wenigsten in der Gefahr, eine selbstgemachte Kultpuppe seiner Verehrer zu sein. Ihn hätte sich keiner ausgesucht und ausgedacht.“ So wie der Vater das Kind mahnt, nicht mit dem Feuer zu spielen, so mahnt Gott ständig die Menschen, den Weg der ewigen Verlorenheit zu verlassen. Das Wunder der Liebe Gottes – wie er sie uns durch Jesus gezeigt hat – sollte eigentlich jedes versteinerte Menschenherz butterweich machen und uns dahin bringen, das Geschenk des Himmels anzunehmen. In einer weithin gottlosen Welt hält Gott an seiner liebenden Einladung fest: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden!“ (Apostelgeschichte 16,31). Naturgesetze und Gottes Liebe Aus der Physik wissen wir, dass Naturgesetze angreifbar formuliert werden. Sie müssen jedoch jedem Angriff standhalten. Nachdem sie die Feuerprobe im harten Test der Wirklichkeit bestanden haben, sind sie ausnahmslos gültig. Das Wort Gottes wurde ebenfalls angreifbar formuliert und muss sich an der Wirklichkeit testen lassen. Analog zu den Naturgesetzen der Physik hat auch die Liebe Gottes den Status eines Naturgesetzes. Über die Liebe Gottes finden wir in Hohelied 8,6 ein prophetisches Wort: „Denn die Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer ist fest wie die Hölle. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des Herrn.“ Dieser Satz ist angreifbar formuliert. Er kann im Prinzip widerlegt werden. Das Kreuz Jesu war der Härtetest dieses Gesetzes der Liebe Gottes. Diese Liebe hatte Jesus vollständig gelebt. Nie handelte er egoistisch. Was er tat, geschah in selbstloser Liebe zu den Menschen. Ging diese Liebe so weit, dass sie noch nicht einmal vor dem Tod Halt machte? Die Versuchung am Kreuz war groß, den Satz von der unbedingten Liebe zu Fall zu bringen. Der erste Angriff geschah durch die Oberen in Israel: „Aber die Oberen spotteten und sprachen: Er hat anderen geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserwählte Gottes“ (Lukas 23,35). Das war ein Versuch, die Liebe Gottes zu Fall zu bringen. Wäre Jesus vom Kreuz gestiegen, wäre der obige Satz widerlegt worden. Kurz darauf kam es zum zweiten Angriff, die Liebe Gottes, die so stark wie der Tod ist, zu widerlegen: „Desgleichen schmähten ihn auch die (beiden) Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren“ (Matthäus 27,44), von denen sich späterhin einer zu Jesus hinwandte und Jesus ihn in seiner grenzenlosen Liebe für die Ewigkeit rettete: „Heute wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lukas 23,43). Auch der dritte Test: „Und die vorübergingen, lästerten ihn … Ist er der Christus, der König von Israel, so steige er nun vom Kreuz“ (Markus 15,29+32) widerlegte Gottes Liebe nicht! Jesus hätte vom Kreuz steigen können, aber er tat es nicht. Die Liebe Gottes erweist sich wirklich stärker als der Tod! Nur dadurch, dass Jesus am Kreuz blieb, können wir durch sein vergossenes Blut gerettet werden (1. Petrus 1,18-19). Gottesbeweise und Rettung Durch die Akzeptanz eines Gottesbeweises ist ein wichtiger Schritt getan. Daraufhin muss ein weiterer Schritt folgen, der rettende Glaube. Nachdem wir verstanden haben, dass ein allmächtiger und allwissender Gott da ist, der sich durch den Herrn Jesus in grenzenloser Liebe zu uns gewandt hat, können wir ihn von ganzem Herzen annehmen. Jesus, der Sohn Gottes, will unser Freund, unser Retter und unser Herr sein. Nehmen Sie ihn heute an, denn er steht einladend vor Ihnen: „Siehe, ich (Jesus) stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftut, zu dem werde ich hineingehen“ (Offenbarung 3,20). Jesus hat fest versprochen, dass er jeden annimmt, der sich zu ihm hin auf den Weg macht: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Johannes 6,37). Wie Sie das ganz praktisch tun können, erkläre ich in dem Video „Wie ich mein Leben Jesus übergebe“: https://wernergitt.de/leben oder auch in Schriftform unter https://wernergitt.de/schritte Direktor und Professor a.D.Dr.-Ing. Werner Gitt _______________ [1] https://wernergitt.de/gottesbeweise [2] W. Gitt: Information – Der Schlüssel zum Leben, CLV Bielefeld, 7. Auflage 2020, S. 266-279 und S. 472-476; Download: https://wernergitt.de/information [3] Ebd., S. 301-314 [4] Jan Roß: Die Verteidigung des Menschen – Warum Gott gebraucht wird, Rowohlt Berlin, 2012, S. 93 [5] de.wikipedia.org/wiki/Menschenopfer [6] Jan Roß, S. 94 u. 102
10 Seiten, Best.-Nr.: 144-0
Von einer bio-inspirierten Konstruktion (engl. bio-inspired design) spricht man, wenn bessere Technologien für ingenieurmäßige Konzeptionen entwickelt werden konnten, nachdem man biologische Systeme in der Natur studiert hat und sich davon inspirieren ließ. In der Natur finden wir so brillante Konstruktionen, dass sie in der heutigen Zeit eine wichtige Ideenquelle für technische Erfindungen darstellen. Die Beweise für intelligentes Design sind überwältigend. Dies sollte nicht überraschen, denn die Bibel lehrt, dass Gottes Eigenschaften in der Schöpfung klar zu erkennen sind. Professor Burgess ist Professor für technisches Design in Großbritannien (Universität Bristol) und den USA (Liberty Universität) und hat mehrere Bücher über Design in der Natur geschrieben. Er hat einige nationale Auszeichnungen für Design gewonnen, darunter zwei für bio-inspiriertes Design: die „Wessex Scientific Medal“ und den „James Clayton Prize“. Bio-inspirierte Konstruktionen Prof. Stuart Burgess Von einer bio-inspirierten Konstruktion (engl. bio-inspired design) spricht man, wenn bessere Technologien für ingenieurmäßige Konzeptionen entwickelt werden konnten, nachdem man biologische Systeme in der Natur studiert hat und sich davon inspirieren ließ. In der Natur finden wir so brillante Konstruktionen, dass sie in der heutigen Zeit eine wichtige Ideenquelle für technische Erfindungen darstellen. Ein frühes Beispiel für die Nachahmung der Natur findet man bei den Gebrüdern Wright, die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts das erste Flugzeug, die Kitty Hawk, bauten. Die Ingenieure hatten sich schwer damit getan zu verstehen, wie man einen kontrollierten Flug verwirklichen kann. Als die Gebrüder Wright jedoch den Vogelflug studierten, sahen sie, wie die Vögel ihre Schwanzfedern benutzen, um dem destabilisierenden Reaktionsmoment entgegenzuwirken, das immer dann auftritt, wenn ein Flugzeug eine Kurve dreht. Diese Beobachtung veranlasste sie dazu, Steuerelemente wie Quer-, Höhen- und Seitenruder einzubauen, die einen kontrollierten Flug ermöglichten. Ich hatte das Privileg, in den letzten 20 Jahren mehrere Fallstudien über bio-inspiriertes Design durchzuführen. Auf Grundlage dieser Studien habe ich etwa 50 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die Empfehlungen für bio-inspirierte Konstruktionen enthalten. In diesem Faltblatt werde ich drei meiner bemerkenswertesten Projekte beschreiben und zusammenfassen, welche Lehren ich daraus zog. Von der Libelle inspirierte Drohnen Ingenieure versuchen, sehr kleine Drohnen von der Größe einer Libelle zu entwickeln, die Erkundungsflüge an gefährlichen Orten wie Kernkraftwerken und beschädigten Gebäuden ermöglichen. An meiner Universität habe ich eine Drohne entwickelt, die auf dem Design der gewöhnlichen europäischen Segellibelle basiert. Mein Team hat Libellen im Labor gefilmt, um im Detail zu studieren, wie sie mit den Flügeln schlagen. Wir waren erstaunt, wie die Libellen mit großer Präzision und Steuerung vorwärts, rückwärts und seitwärts fliegen können. Wir stellten fest, dass die von uns eingefangenen Libellen 40 Flügelschläge in der Sekunde machten. Wenn sie mit den Flügeln schlagen, verdrehen sie diese zudem sehr schnell, wobei ein starker Wirbel erzeugt wird, der ihnen eine große Auftriebskraft verleiht. Wir haben die Libellen auch seziert, um zu sehen, was sich im Inneren befindet, und waren erstaunt, an der Wurzel eines jeden Flügels einen Präzisions-Scharniermechanismus vorzufinden, der so genau arbeitet, als sähen wir in eine Schweizer Uhr. Einen interessanten Mechanismus fanden wir bei den Flügelscharnieren. Dieser besteht aus einem komplizierten Viergelenkgetriebe – also einer technischen Lösung, die in vergleichbarer Form bei Pkw-Radaufhängungen zum Einsatz kommt. Ingenieure wissen, dass solche Systeme eine nicht weiter reduzierbare Komplexität aufweisen. Das bedeutet, dass alle Teile dieses Mechanismus gleichzeitig vorhanden sein müssen, um ihre vorgegebene Funktion zu erfüllen. Solche Mechanismen können sich nicht Schritt für Schritt entwickeln; sie müssen von Anfang an wirksam sein und darum von einem Designer als komplettes System geplant und entworfen worden sein. Wir haben drei Jahre damit verbracht, Mechanismen zu entwickeln, die auch nur annähernd Flügelschläge nachbilden können, wie die Libelle sie zu erzeugen vermag. Wir kamen zu einer sehr ernüchternden Erkenntnis, denn mit unserem Gerät brachten wir es auf zehn Flügelschläge pro Sekunde, was nur einem Viertel der Geschwindigkeit der echten Libelle entsprach. Bei unseren Beobachtungen fanden wir einige erstaunliche Fähigkeiten von Insekten heraus. Einige Mücken können ihre Flügel über 1000-mal pro Sekunde schlagen! Wir haben auch herausgefunden, dass Fliegen kopfüber an einer Decke landen können. Diese erstaunliche Meisterleistung wird vollbracht, indem die Fliege kurz vor der Landung an der Decke ihren Körper um präzise 180 Grad dreht! Wir gelangten zu dem Schluss, Insekten müssen einen Designer haben, der weitaus sachkundiger und mächtiger ist als jeder menschliche Designer. Von der natürlichen Hand inspiriertes Exoskelett Es gibt einen Bedarf an leichteren Exoskeletten für medizinische Anwendungen, die für Patienten leicht handhabbar sein müssen. Solche Exoskelette sind roboterartige Stützstrukturen, die an Gliedmaßen befestigt werden, um diese zu stärken. Wenn jemand einen Schlaganfall erlitten hat und dadurch seine Hände geschwächt wurden, kann ein Exoskelett die fehlende Kraft ergänzen. Mein Forschungsteam analysierte die Konstruktion der menschlichen Hand, um dann ein bio-inspiriertes Exoskelett der Hand zu entwickeln. Wir haben uns die Funktionsweise der Finger genau angesehen, um zu verstehen, wie die Finger gestaltet sind. Einer der Gründe, warum der menschliche Finger so schlank und beweglich ist, liegt darin begründet, dass es in den Fingern keine Muskeln gibt. Stattdessen befinden sich die Muskeln, die die Finger bewegen, in der Hand und im Arm. Diese Muskeln sind über dünne Sehnen mit den Fingern verbunden. Die Sehnen sind von Schutzmänteln, den Sehnenscheiden, umhüllt, die eine genaue Führung der Finger ermöglichen. Der Zeigefinger hat sieben verschiedene Muskeln, die den Finger vorwärts und rückwärts und von rechts nach links bewegen können. Die Muskeln und Sehnen agieren so genau, dass die Finger mit Feinregulierung und Präzision bewegt werden können. Die menschliche Hand kann ein Sandkorn mit einem Gewicht eines Bruchteils eines Gramms halten. Sie kann auf Musikinstrumenten nach Noten spielen und dabei sogar mehr als zehn Noten pro Sekunde gefühlvoll und empfindsam zu Gehör bringen. Unsere Finger vermögen sogar auf einer glatten Fläche eine winzige Erhöhung von nur 13 Nanometern zu ertasten. Auf der Grundlage unserer Beobachtungen haben wir ein Exoskelett entworfen und gebaut. Wir verwendeten die beste Technologie, aber dennoch gelang es uns nicht, die Präzisionsbewegung einer echten menschlichen Hand zu erreichen. Trotz aller Einschränkungen war unser Exoskelett in der Lage, Menschen mit schwachen Armen und Händen zu helfen. Wir testeten unser Exoskelett bei einer Dame, die einen Schlaganfall erlitten hatte, und sie war sehr dankbar dafür, wieder Konservendosen anheben zu können. Unsere Studien der menschlichen Hand zeigten uns, welch ein Kunstwerk und brillantes technisches Meisterwerk sie ist. Es wurde uns klar, die menschliche Hand ist dazu konstruiert, um geschickte Dinge zu erledigen, wie Musikinstrumente zu spielen und handwerkliche Arbeiten auszuführen. So etwas würde man auch erwarten, wenn ein Schöpfergott den Menschen für geschickte Arbeiten und zur Freude geschaffen hätte. Es ist jedoch nicht das, was man von der Evolution erwarten würde, denn laut dieser Theorie hat sich der Mensch nur für Überlebensstrategien wie z. B. für das Kämpfen entwickelt. Vom menschlichen Knie inspiriertes Robotergelenk Mein Forschungsteam hat auf der Grundlage des menschlichen Kniegelenks auch ein Knie für Roboter entwickelt. Das menschliche Kniegelenk verfügt über eine bemerkenswerte Kraft und Ausdauer. Es ist so stark, dass die Knie sogar jenen enormen Kräften standhalten können, wenn Fußballspieler sich drehen, wenden und auf ihren Knien rutschen. Während des 80 Jahre langen Lebens einer aktiven Person kann sich das Kniegelenk mehr als 50 Millionen Mal gebeugt und gestreckt haben. Bei einem dreistündigen Marathonlauf beugt und streckt sich das Gelenk etwa 20 000-mal. Erstaunlicherweise kann sich das Kniegelenk selbst warten und reparieren. Natürlich müssen manche Menschen bei Krankheit, Unfall oder übermäßigem Verschleiß ein Ersatzgelenk bekommen. Wenn man davon einmal absieht, kann das Knie als äußerst robust angesehen werden. Eines der Geheimnisse des menschlichen Kniegelenks, warum es eine so gute Konstruktion ist, ist eine Art Drehscharnier-Gelenk, durch den der Oberschenkelknochen in einer sanften Bewegung über die Kniescheibe und den Schienbeinknochen rollt. Zusätzlich zu diesem Mechanismus sorgen die Bänder des Kniegelenks dafür, dass das Knie eine hohe Stabilität aufweist und sich gleichzeitig gut bewegen kann. Eines der Geheimnisse des menschlichen Kniegelenks, die sein gutes Design ausmachen, ist eine Art Nockengelenk, mit dessen Hilfe der Oberschenkelknochen eine sanfte Drehbewegung gegenüber dem Schienbeinknochen vollführen kann. Die Bänder des Kniegelenks führen und stabilisieren diese Bewegung. Eine zentrale Rolle kommt hierbei dem vorderen und hinteren Kreuzband zu, die gewissermaßen als Bestandteile eines inversen 4-Gelenk-Parallelogramms angeordnet sind. Das Kniegelenk ist ein weiteres Beispiel für nicht reduzierbare Komplexität, da das Kniegelenk nur dann funktionieren kann, wenn alle notwendigen Einzelteile vorhanden und korrekt zusammengebaut sind. Im Gegensatz zum menschlichen Kniegelenk halten Ersatzgelenke nur etwa zehn Jahre und verfügen längst nicht über so viel Bewegungsspielraum. Das alles belegt die Überlegenheit des menschlichen Kniegelenks. Die Überlegenheit des Designs in der Natur Eine der wichtigsten Lehren aus den bio-inspirierten Konstruktionen ist, dass das Design der Natur immer besser ist als die ingenieurmäßigen Konstruktionen des Menschen. Vögel sind bessere Flieger als jedes Flugzeug, Fische sind bessere Schwimmer als jeder Torpedo. Seide hat eine viel größere Reißlänge[1] als jede künstliche Faser. Das menschliche Gehirn ist besser als jeder Supercomputer. Der leistungsstärkste Supercomputer der Welt (IBM-Summet) kann die Leistung eines menschlichen Gehirns nicht erreichen, zudem ist er 1000-mal größer und benötigt eine Million Mal mehr Energie für seinen Betrieb. Genau das würde man auch erwarten, wenn Gott die Welt entworfen hätte, weil Gottes Wissen vollkommen ist. Dem biblischen Schöpfungsmodell können wir entnehmen, dass die Natur der vom Menschen geschaffenen Technik überlegen sein sollte, und genau das belegen unsere Forschungsergebnisse. Im Gegensatz dazu sollte die Natur der Evolution zufolge der vom Menschen geschaffenen Technik unterlegen sein, weil die Evolution auf schrittweise Veränderungen beschränkt ist. Dies entspricht nicht dem, was wir an einzigartigen Mechanismen in der Natur vorfinden. Kein schlechtes Design Eine weitere wichtige Lehre aus den bio-inspirierten Konstruktionen ist, dass es in der Natur kein schlechtes Design gibt, wie manchmal behauptet wird. Solche Annahmen beruhen jedoch auf einem mangelnden Verständnis darüber, was eine gute Konstruktion ausmacht. Manche meinen zum Beispiel, das menschliche Auge sei schlechtes Design, weil das Licht erst die Netzhaut passieren müsse, um die lichtempfindlichen Zellen zu erreichen, die sich hinter der Netzhaut befinden. Wissenschaftler haben jedoch entdeckt, dass das Licht durch die sogenannten Müllerzellen geleitet wird, die ähnlich wie Glasfaserkabel funktionieren. Das bedeutet, das Licht wird auf dem Weg durch die Netzhaut keineswegs beeinträchtigt. Vielmehr ist es so, dass das Lichtsignal noch verbessert wird, weil reflektiertes Licht aus dem einfallenden Lichtsignal dadurch entfernt wird. Andere Leute meinen, dass der rückläufige Kehlkopfnerv (auch Stimmnerv oder Nervus laryngeus recurrens genannt) schlecht konstruiert sei, weil er sich bis zum Herzen schlängelt, anstatt direkt vom Gehirn zum Kehlkopf zu gehen. Nur weil der Nerv eine Schlinge hat, bedeutet dies jedoch nicht unbedingt, dass es sich um ein schlechtes Design handelt. Dies gilt umso mehr, als die Schlinge nicht zu einer verminderten Leistung führt. Es gibt in der Tat sehr logische Gründe dafür, warum der rückläufige Kehlkopfnerv eine Schlinge hat. Es ist von der Technik her bekannt, dass optimale Verkabelungssysteme oft Schleifen haben. Der Vorteil einer Schleife ist, dass sie es ermöglicht, Zwischenverbindungen zu Stellen herzustellen, die sonst nicht erreicht werden könnten. Dies ist beim Kehlkopfnerv der Fall, da er Zwischenverbindungen zur Luft- und Speiseröhre herstellt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Teile sich bewegen können, die miteinander verbunden sind. Dies ist während des Wachstums eines Säuglings der Fall, bei dem sich die Organe deutlich auseinander bewegen. Zu behaupten, der Kehlkopfnerv sei schlecht konstruiert, basiert auf einem mangelnden Verständnis der vielfältigen Funktionen eines Leitungssystems. Das Nervensystem im menschlichen Körper hat ein erstaunlich ausgeklügeltes Design. Erwachsene haben 150 000 Kilometer „Verkabelungen“ in sich, die praktisch jeden Kubikmillimeter des Körpers durch ein immenses Netzwerk von Nervenbahnen erreichen! Das Nervensystem ist ein Beispiel für brillantes Design, aber keineswegs für ein schlechtes! Der Ursprung von Krankheit und Tod Bei der Betrachtung von Design in der Natur ist es normal, den Ursprung von Verfall und Krankheit zu hinterfragen. Es ist wichtig zu klären, dass die Existenz von Verfall und Krankheit keineswegs bedeutet, das Design in der Natur sei nicht ausgezeichnet. Auch wenn das menschliche Herz dem Verfall und der Krankheit unterworfen ist, ist es dennoch brillant konstruiert. Design und Verfall sind zwei höchst unterschiedliche Dinge. Die Bibel erklärt den Ursprung von Verfall und Krankheit. Als Gott die Welt schuf, war sie vollkommen, sie war ohne Tod und ohne Leiden. Das bedeutet, es gab in der Natur keine Raubtier-Beute-Beziehungen. Dieser Zustand hielt jedoch nicht sehr lange an, da bald die Sünde in die Welt kam und alles veränderte. In 1. Mose 3 wird erklärt, wie Adam und Eva gegen Gott rebellierten, indem sie die verbotene Frucht aßen. Dies führte zu einem Gericht, das einen Fluch über die gesamte Schöpfung mit sich brachte. Seit der Zeit von Adam und Eva befindet sich alles in einem Zustand des Verfalls. Es gibt direkte wissenschaftliche Beweise für diesen Verfall, da viele Arten aussterben und die Lebewesen nach einigen aufeinanderfolgenden Generationen ihre Gesundheit und Schönheit verlieren. Der Zerfall ist auch das, was wir vom zweiten Hauptsatz der Thermodynamik erwarten würden. Trotz der Auswirkungen des Sündenfalls von Adam gibt es immer noch erhabene Schönheit und große Wunder in der Welt, die unzählige Ingenieure und Wissenschaftler inspirieren können. Beweise für intelligentes Design Die Beweise für intelligentes Design sind überwältigend. Dies sollte nicht überraschen, denn die Bibel lehrt, dass Gottes Eigenschaften in der Schöpfung klar zu erkennen sind: Denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben. (Die Bibel, Römer 1,20) Im Buch Hiob wird über die Schöpfung erklärt: „Gott tut große Dinge, die wir nicht begreifen“ (Hiob 37,5). Die moderne Wissenschaft hat die Wahrheit dieses Verses belegt. Das Buch Hiob weist auch darauf hin, dass Gott in der Erkenntnis vollkommen ist (Hiob 37,16). Es ist kein Wunder, dass Ingenieure Entwürfe aus der Schöpfung kopieren, weil Gott ein vollkommener Konstrukteur ist. Einer der Gründe, warum so viele der Gründerväter der Wissenschaft an Gott glaubten, ist, dass sie in der Schöpfung erstaunliches Design sehen konnten. Isaac Newton sagte, dass der Entwurf des Sonnensystems so fein abgestimmt sei, dass es von einem Schöpfer geschaffen sein müsse. Robert Boyle wies darauf hin: „Denkt daran, demjenigen Ehre zu geben, der die Natur erschaffen hat.“ Auch heute noch gibt es viele Wissenschaftler, die den Gütestempel Gottes in der Schöpfung erkennen. Die Offenbarung des Schöpfers an den Menschen Da die Schöpfung einen Schöpfer hat, würde man erwarten, dass der Schöpfer ein Zeugnis seiner Absichten und Anweisungen für die Menschheit hinterlässt. Genau das finden wir in Form der Bibel vor. Die Bibel ist ein bemerkenswertes Buch, das in seinen historischen Berichten als korrekt verifiziert worden ist. Da Gott unser Schöpfer ist, sind wir IHM gegenüber rechenschaftspflichtig, und eines Tages müssen wir alle vor IHM erscheinen. Wenn wir dem Dreieinigen Gott unsere Sünden nicht bekennen und sie uns nicht vergeben lassen, werden wir für unsere Taten verurteilt und sind nicht für den Himmel qualifiziert. Gottes Wort, die Bibel, erklärt jedoch die frohe Botschaft: Gott hat einen Weg zur Errettung geschaffen. Uns werden unsere Sünden vergeben, wenn wir sie bekennen und unser Vertrauen auf den Herrn Jesus Christus setzen. Dies ist möglich, weil Jesus Christus, der Sohn Gottes, stellvertretend die Strafe für unsere Sünde am Kreuz auf sich nahm. Die Schöpfung zeigt, dass Gott an Weisheit und Verstand vollkommen ist. Deshalb können wir darauf vertrauen, dass der in der Bibel beschriebene Weg der Erlösung vollkommen wirksam und perfekt angelegt ist. Stuart Burgess Professor Burgess ist Professor für technisches Design in Großbritannien (Universität Bristol) und den USA (Liberty Universität) und hat mehrere Bücher über Design in der Natur geschrieben. Er hat einige nationale Auszeichnungen für Design gewonnen, darunter zwei für bio-inspiriertes Design: die „Wessex Scientific Medal“ und den „James Clayton Prize“. Er ist mit Jocelyn verheiratet (die Deutsch spricht) und hat fünf Kinder. Stuart Burgess arbeitete an Projekten für die Europäische Weltraumorganisation ESA (European Space Agency). Dies beinhaltete die Leitung der Design-Entwicklung für das Solargruppen-Entfaltungssystem am weltgrößten Erdbeobachtungssatelliten Envisat. Er arbeitete auch am Design der europäischen Skylark-Rakete. --------------------- [1] Die Reißlänge ist eine charakteristische Materialeigenschaft, die meistens in km angegeben wird. Es ist diejenige Länge, bei der ein frei hängender Draht oder Faden aufgrund seines Eigengewichtes abreißt. Ein Material ist umso hochwertiger, je größer dieser Wert ist.
16 Seiten, Best.-Nr.: 52-0
Abgesehen von den derzeit alles überragenden Themen Coronakrise und Klimawandel wird kaum einer anderen langlebigen Idee so viel Aufmerksamkeit gewidmet wie der Frage, ob es irgendwo in den Weiten des Universums wohl auch noch Leben gibt. Beflügelt durch die Evolutionstheorie glaubt man weithin, dass Leben von alleine entstehen kann, wenn nur die geeigneten physikalischen und chemischen Bedingungen erfüllt sind. Die ständig wachsende Zahl von neu entdeckten Exoplaneten fördert die Spekulationen über extraterrestrisches (außerirdisches) Leben. Aus naturwissenschaftlicher und biblischer Sicht wird in dieser Schrift geprüft, ob diese Hoffnung eine Berechtigung hat. Gibt es Leben im All? Abgesehen von den derzeit alles überragenden Themen Coronakrise und Klimawandel wird kaum einer anderen langlebigen Idee so viel Aufmerksamkeit gewidmet wie der Frage, ob es irgendwo in den Weiten des Universums wohl auch noch Leben gibt. Beflügelt durch die Evolutionstheorie glaubt man weithin, dass Leben von alleine entstehen kann, wenn nur die geeigneten physikalischen und chemischen Bedingungen erfüllt sind. Die ständig wachsende Zahl von neu entdeckten Exoplaneten[1] fördert die Spekulationen über extraterrestrisches (außerirdisches) Leben. Aus naturwissenschaftlicher und biblischer Sicht wollen wir prüfen, ob diese Hoffnung eine Berechtigung hat. 1. Eine alte Idee mit neuem Auftrieb Bereits in der Antike glaubte man an die mögliche Existenz außerirdischer Lebewesen aufgrund mythischer Vorstellungen. Im 17. Jahrhundert war es der bekannte niederländische Astronom und Mathematiker Christiaan Huygens (1629–1695), der es für plausibel hielt, dass es extraterrestrisches Leben geben müsse. Als Mitbegründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung meinte er, dass es Leben im All gibt, sei wahrscheinlicher, als dass es keines gibt. Seine Idee von den „vernünftigen Mutmaßungen“ beeinflusste auch die Naturphilosophie bis in die heutige Zeit. Einen starken Aufwind bekamen die Spekulationen über außerirdisches Leben in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Darwins Evolutionstheorie an Verbreitung gewann. Diese Idee, wonach sich das Leben auf der Erde über Zeiträume von Jahrmilliarden über natürliche Mutations- und Selektionsprozesse von einfachsten Lebensformen zu immer größerer Vielfalt, höherer Komplexität und schließlich auch zu Intelligenz entwickelt haben soll, hat inzwischen den Rang einer alles beherrschenden Weltanschauung eingenommen. So lag der nächste gedankliche Schritt quasi auf der Hand, dass es eine vergleichbare Entwicklung auch auf anderen Planeten des Universums gegeben haben könnte. Es war jedoch völlig ungewiss, ob andere Sonnen im Universum auch über derartige Planeten verfügen wie unsere Sonne. Viele Jahre gingen Astronomen davon aus, dass die Planeten, die unsere Sonne umkreisen, die einzigen im Universum sind. Die Idee vom Leben im All bekam einen gewaltigen Schub, als es erstmals gelang, einen Exoplaneten, also einen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, ausfindig zu machen. Geht es um Spekulationen über außerirdisches Leben, so haben die Planetenforscher zweifelsohne die Trumpfkarte in der Hand: Größte Aufmerksamkeit ist ihnen gewiss. Es waren die beiden Schweizer Astronomen Michel Mayor und Didier Queloz vom Department of Astronomy an der Universität Genf, die kleine Wackler in der Bewegung eines Sterns beobachteten. Dieses Wackeln ließ vermuten, dass ein anderer Himmelskörper mit seiner Schwerkraft diesen Stern bewegt. Sie entdeckten etwas bis dahin Unbekanntes, nämlich, dass es sich bei dem eiernden Himmelskörper um einen Planeten handelte, der einen sonnenähnlichen Stern umrundete. Der 6. Oktober 1995 wurde zu einem besonderen Tag in der Astronomiegeschichte, denn Mayor und Queloz gaben bekannt, dass sie den ersten Stern – abgesehen von unserer Sonne – entdeckt hatten, der einen Planeten besitzt, der ihn umkreist. Die Entdeckung des Exoplaneten 51 Pegasi b sprengte alle bisherigen Vorstellungen: Es war ein markanter Durchbruch in der astronomischen Forschung. Für diese erstmalige Entdeckung eines Exoplaneten erhielten die beiden Astronomen Mayor und Queloz am 8. Oktober 2019 in Stockholm den Nobelpreis für Physik. Der sonnenähnliche Stern 51 Pegasi, ein Gelber Zwerg, befindet sich mit seinem Exoplaneten 51 Pegasi b im Sternbild Pegasus und ist ungefähr 40 Lichtjahre von der Erde entfernt. Bei diesem Planeten handelt es sich wahrscheinlich um einen überhitzten Gasplaneten, der im Vergleich zum Jupiter einen größeren Radius, aber nur die halbe Masse aufweist. Da er 51 Pegasi in nur 4,2 Erdentagen umkreist, ist er seinem Stern wesentlich näher als der Merkur unserer Sonne. Seine Oberflächentemperaturen werden auf immense 980 Grad Celsius geschätzt. Das „b“ im Planetennamen Pegasi b bedeutet, dass dieser Planet als der erste entdeckt wurde, der seinen Mutterstern 51 Pegasi umkreist. Kämen noch weitere Exoplaneten desselben Sterns hinzu, dann würden sie in der zeitlichen Reihenfolge ihrer Entdeckung mit „c“, „d“ und so fort benannt werden. Seit der Entdeckung des ersten Exoplaneten machen Astronomen geradezu eine Hetzjagd auf weitere Exemplare. Man kann von einer neuen Königsdisziplin in der Astronomie sprechen, denn die fieberhafte Suche nach weiteren Exoplaneten ist in vollem Gange. Die starke Motivation zu dieser Arbeit ist beseelt von dem Gedanken, irgendwo Leben im All zu finden. 51 Pegasus b wurde durch die so genannte Radialgeschwindigkeitsmethode entdeckt. Unter dem Einfluss der Gravitation bewegen sich Stern und Planet um ihren gemeinsamen Schwerpunkt. Wegen seiner wesentlich größeren Masse bewegt sich der Stern um deutlich kleinere Wege als der Planet. Aus diesen Bewegungen lässt sich auf die Existenz des Planeten schließen. Die am häufigsten angewandte Methode zum Aufspüren von Exoplaneten ist die Transitmethode. Liegt die Umlaufbahn des Planeten aus Sicht der Erde genau vor dem Stern, dann sinkt durch diese Bedeckungen die Helligkeit ein ganz klein wenig ab. Nur durch hochpräzise Photometrie kann nachgewiesen werden, wann der Exoplanet vor seinem Zentralstern vorüberzieht. Mit dem Stand vom 11. Mai 2019 sind bereits 4062 Exoplaneten in 3038 Systemen bekannt geworden. Die Zahl der entdeckten Exoplaneten pro Jahr hat sich seit der ersten Entdeckung von Jahr zu Jahr stetig erhöht, wie die folgenden Beispiele zeigen: 2000 (22), 2002 (31), 2007 (60), 2010 (126), 2013 (199), 2014 (846), 2016 (1474). Die Vielfalt der Exoplaneten hinsichtlich ihrer astronomischen Kenngrößen, aber auch hinsichtlich ihrer Zahl übersteigt alles, was die Modelle der Planetenentstehung vorhergesagt haben. So kann von weiteren Erfolgen ausgegangen werden, bisher unbekannte Exoplaneten zu entdecken. Mit diesen Zahlen steigt auch die Euphorie an, bald einen erdähnlichen Planeten zu finden, der Leben beherbergt. 2. Exoplaneten in habitabler Zone Exoplaneten, die in der sogenannten habitablen Zone liegen, sind wie ein hochkarätiger Diamant bei den Schürfern. Mit der bewohnbaren Zone ist jener Abstandsbereich gemeint, in dem sich ein Planet von seinem Zentralgestirn befinden muss, damit Wasser dauerhaft in flüssiger Form existieren kann. Diese habitable Zone zieht sich als Ring um den Stern und ist dabei je nach Sternentyp und Leuchtkraft näher oder weiter von diesem entfernt. In unserem Sonnensystem liegt diese habitable Zone etwa zwischen 0,95 und 1,6 Astronomischen Einheiten (AE). Mit einem Sonnenabstand von einer AE (1 AE = 149 597 870 700 Meter) liegt die Erde damit genau in dieser Zone des Lebens – ein echter Glücksfall für uns, sagen die Astronomen. Andere Parameter, um erdähnliches Leben auf der Oberfläche des Exoplaneten zu erlauben, beziehen neben flüssigem Wasser auch Klimabedingungen mit ein. Früher ging man davon aus, dass habitable Zonen nur bei solchen Sternen möglich sind, die eine ähnliche Größe wie unsere Sonne haben. Neuerdings bezieht man auch Rote Zwerge in die Überlegungen mit ein. Das führt jedoch zu einem anderen Problem: Bei Sternen mit unter 0,5 Sonnenmassen liegt die Zone, in der sich bewohnbare Planeten befinden dürften und noch ausreichend mit Energie versorgt würden, so nahe an dem Stern, dass sich die Rotation des Planeten mit seiner Umlaufzeit synchronisiert. Das bedeutet, der Planet ist stets mit derselben Seite seinem Zentralgestirn zugewandt. Denselben Effekt kennen wir von unserem Mond, den wir von der Erde aus auch immer nur von derselben Seite sehen. In all den Fällen gäbe es keinen Wechsel von Tag und Nacht, und somit würde sich die Tagseite des Planeten zu sehr aufheizen. Erdähnlichkeitsindex (engl. Earth Similarity Index, ESI): Diese von 0 bis 1 reichende Skala bewertet die Ähnlichkeit eines Himmelskörpers mit der Erde, wobei der Wert 1 der Erde entspricht. Dieser für Planeten und Exoplaneten entwickelte Wert wird aus dem Radius, der Dichte, der kosmischen Geschwindigkeit und der Oberflächentemperatur berechnet. Abgesehen von der Erde nimmt der Mars mit 0,697 den größten Wert innerhalb unseres Sonnensystems an. Als erdähnliche Planeten werden Gesteinsplaneten mit einer festen Oberfläche definiert, die zudem über eine so starke Schwerkraft verfügen, dass sie eine Kugelform aufweisen. Aufgrund der mangelnden Genauigkeit und Leistungsfähigkeit der Messverfahren ist es schwierig, bei Exoplaneten eine erdähnliche Natur nachzuweisen. 3. Beispiele für erdähnliche Exoplaneten Kepler-186f kreist um einen etwa 490 Lichtjahre entfernten Roten Zwerg im Sternbild Schwan. Unter den bislang entdeckten sechs planetaren Begleitern gilt Kepler-186f als erdähnlich. Seine Masse und auch sein Radius entsprechen dem 1,1-fachen der Erde. Für einen Umlauf um das Zentralgestirn benötigt er 130 Erdentage. Sein Abstand zum Zentralgestirn ist zwar deutlich kleiner als derjenige der Erde von der Sonne, dennoch empfängt er im direkten Vergleich weniger Energie und liegt deshalb wahrscheinlich am äußeren Rand der habitablen Zone. Kepler-452b wurde im Juli 2015 als Exoplanet des 1800 Lichtjahre von der Erde entfernten Sterns Kepler-452 (Gelber Zwerg im Sternbild Schwan) entdeckt und besitzt eine Umlaufzeit von 385 Erdentagen. Sein Durchmesser ist um 60 % größer als der der Erde und hat die doppelte Schwerkraft. Sein Stern ähnelt sehr unserer Sonne, und Kepler-452b gilt bisher als einer der erdähnlichsten Planeten. Trappist-1-System: Das Trappist-1-Sternensystem[2], ein Roter Zwergstern mit 40 Lichtjahren Abstand zur Erde im Sternbild Wassermann, enthält insgesamt sieben erdähnliche Planeten, deren Masse und Durchmesser denen der Erde ähneln und auf denen flüssiges Wasser vorhanden sein könnte. Der Zentralstern ist ein massearmer Roter Zwerg. Bei den Planeten Trappist-1 e, f und g geht die NASA davon aus, dass sie sich in der habitablen Zone befinden. Der an der Entdeckung beteiligte Astronom Michaël Gillon sieht mit Trappist-1 vergleichbare Systeme als vielversprechende Kandidaten für mögliches Leben. Exoplanet K2-18b wurde 2015 entdeckt und ist 124 Lichtjahre von uns entfernt und gilt als der bislang aussichtsreichste Kandidat bei der Suche nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems, weil er seine Bahn in der lebensfreundlichen Zone durchzieht. Das Zentralgestirn ist ein Roter Zwerg und ist im Sternbild Löwe zu finden. Mit dem Weltraumteleskop Hubble haben Astronomen auf K2-18b in 2019 erstmals Wasser in der Atmosphäre eines Planeten nachweisen können. Als Supererde bezeichnen Astronomen Planeten mit der zwei- bis zehnfachen Erdmasse. K2-18b besitzt die achtfache Erdmasse und ist etwa doppelt so groß wie die Erde. Er umkreist seinen Roten Zwergstern mit einer Umlaufzeit von 33 Tagen und zieht dabei – von der Erde aus gesehen – regelmäßig vor seinem Zentralstern vorüber. Nach allen bisherigen Entdeckungen von Exoplaneten muss jedoch gesagt werden, dass bisher noch kein einziger entdeckt wurde, der auch nur annähernd alle jene Bedingungen aufweist, die auf unserer Erde realisiert sind. Unsere Erde ist wegen der vielen Parameter optimal für das Leben konzipiert. Es seien hier nur zwölf unter vielen weiteren notwendigen Bedingungen[3] genannt: 1. der richtige Abstand zur Sonne 2. die richtige Umdrehungsgeschwindigkeit 3. die richtige Länge des Jahres 4. die richtige Neigung der Erdachse 5. die richtige Masse und Größe 6. die einmalige Zusammensetzung der Erdatmosphäre 7. die richtige Dichte der Atmosphäre 8. die notwendige Ozonschicht 9. das richtige Magnetfeld 10. die richtige Größe des Mondes 11. die richtige Aufteilung von Land und Meer 12. die notwendigen Bodenschätze. Dass sich durch Zufallsmechanismen ein solcher Planet bilden könnte, ist statistisch auszuschließen. Nach all den oben genannten Fakten stellt sich die Frage, ob es irgendwo Leben im All geben könnte. Aus zwei Perspektiven wollen wir hierzu die Antwort geben – aus naturwissenschaftlicher und aus biblischer Sicht. 4. Leben im All? –aus naturwissenschaftlicher Sicht Es fällt auf, dass bei all den von Astronomen und Planetologen formulierten Bedingungen für Leben ausschließlich materielle Größen genannt werden wie z. B. Schwerkraft, Oberflächentemperatur, Existenz von Wasser und einer Atmosphäre. Dies drückt das Gefangensein im verkürzten evolutiven Denken aus, das nur Materie kennt. Selbst wenn alle materiellen Voraussetzungen bestens erfüllt wären, könnte Leben niemals entstehen, weil die allerwichtigste Zutat – die Information – fehlt. Die Naturgesetze der Information geben uns eine sichere Antwort darauf, ob sich in einem materiellen System überhaupt Leben entwickeln kann. Information ist die nicht-materielle Basis aller irgendwie denkbaren Lebensformen, denn mit ihrer Hilfe werden alle Baupläne gespeichert und an die nächste Generation weitergegeben. Die vier Naturgesetze über Information (NGI)[4] lauten: NGI-1: Eine materielle Größe kann keine nicht-materielle Größe hervorbringen. NGI-2: Information ist eine nicht-materielle Größe. NGI-3: In statistischen Prozessen (= Vorgänge ohne steuernde Intelligenz) kann keine Information entstehen. NGI-4: Information kann nur durch einen intelligenten Sender entstehen. Bei Beweisen[5] ist deutlich zwischen harten und weichen zu unterscheiden. Harte Beweise kennen wir von der Mathematik und von den Naturgesetzen her. So ist das Naturgesetz NGI-4 ein harter Beweis dafür, dass selbst bei allen günstigen materiellen Voraussetzungen Information niemals ohne intelligenten Sender entstehen kann. Das ist das wissenschaftliche AUS der Evolutionstheorie. Es kommt noch eine weitere nicht-materielle Größe – das Leben – hinzu, um von einem Lebewesen sprechen zu können. Leben ist der Zustand, den alle Lebewesen gemeinsam haben und der sie von toter Materie unterscheidet. Die Essenz des Lebens – das „Lebendige“ – ist ebenso wie Information eine nicht-materielle Größe. Um hier nicht das unpräzise verwendete Wort „Leben“ zu verwenden, nennen wir diese nicht-materielle Größe das Lebendige. Für das Lebendige können wir folgende Naturgesetze (NGL) formulieren: NGL-1: Das Lebendige ist eine nicht-materielle Größe. NGL-2: Das Lebendige ist jene Größe, die den Unterschied zwischen Leben und Tod definiert. Von dem französischen Chemiker und Mikrobiologen Louis Pasteur (1822–1895) stammt der millionenfach nachprüfbare Satz: Vivum ex vivo – Leben kann nur von Leben kommen. Damit gelangen wir zum dritten Satz: NGL-3: Das Lebendige kann nicht von alleine in der Materie entstehen; es braucht für seinen Ursprung eine nicht-materielle Quelle, eine Quelle des Lebens. Diese Quelle kann nicht die Materie sein, sondern es bedarf einer intelligenten und Leben präsentierenden Quelle. Wer diese Quelle ist, kann naturwissenschaftlich nicht beantwortet werden. Dazu bedarf es einer höheren Informationsquelle, die wir im Folgenden verwenden. 5. Leben im All? – aus biblischer Sicht Der Satz NGL-3 passt in seiner Aussage zur Bibel. Was aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht gefolgert werden kann, das ergänzt die Bibel[6]. In Psalm 36,10 heißt es: „Bei dir ist die Quelle des Lebens“, und in Johannes 14,6 sagt Jesus von sich: „Ich bin das Leben.“ Da ohne den Schöpfer kein Leben entstehen kann, kann auch nirgendwo im Universum Leben von selbst entstehen – in keiner habitablen Zone und auch nicht auf einem erdähnlichen Planeten, selbst wenn er dieselben atmosphärischen und planetarischen Bedingungen aufwiese, wie wir sie von unserer Erde her kennen. So stellt sich jetzt nur noch die Frage, ob Gott wohl irgendwo sonst im Universum auch Leben installiert haben könnte. Die Bibel gibt darauf keine direkte Antwort, aber – wie so oft – können wir uns aus dem Gesamtzeugnis der Bibel eine klare Antwort erschließen. Gott schuf zunächst nur eine wasserbedeckte Erde, die frei im Raum schwebte. Erst am 4. Schöpfungstag ergänzte Gott sein Werk durch die Sonne, den Mond und die Sterne (1. Mose 1,16). Ihre Aufgabe war es, „auf die Erde zu scheinen“ (Vers 17), d. h. ihre Zielorientierung war es nicht, andere Lebenswelten zu beherbergen, sondern alles sollte für den Menschen gemacht sein. Die Umläufe sollten zur Zeitbestimmung dienen und den Wechsel von Tag und Nacht bewirken. Weiterhin haben die Gestirne des Universums die wichtige Aufgabe, uns die Herrlichkeit Gottes und seine Schöpfermacht zu demonstrieren (Psalm 19,2; Römer 1,20). Die Bibel spricht auch über die Zukunft des Universums (z. B. Wiederkunft Jesu, Ende der Welt). Alles wird einmal zusammengerollt wie ein veraltetes Kleid (Jesaja 34,4; Offenbarung 6,14; Hebräer 1,12). Wenn Gott auch anderswo Leben erschaffen hätte, würde er dadurch ihre Wohnstatt automatisch mit vernichten. Fassen wir kurz zusammen: Die Naturgesetze der Information schließen eine Lebensentstehung durch Evolution völlig aus; auch der Bibel sind solche Ideen schon im Ansatz fremd. Aus dem Gesamtzusammenhang der Bibel kann geschlossen werden, dass Gott kein Leben im All installierte. 6. Leben jenseits von Raum und Zeit Von der Bibel und von der Naturwissenschaft her gehen wir davon aus, dass es kein Leben auf anderen Planeten unseres Universums gibt. Jedoch gibt es Leben jenseits von Raum und Zeit, und damit sind jene räumlichen Dimensionen gemeint, die über unsere dreidimensionale Welt hinausgehen. Gott, Jesus und die himmlische Engelwelt befinden sich somit jenseits unserer dritten Dimension – in welcher, wissen wir nicht. Diese für uns noch unsichtbare Realität wird von zahlreichen Aussagen der Bibel gestützt. In Psalm 139,3+5 lesen wir: „Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. ... Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ Dieses vollständige Umgeben und Durchdringen von Gott ist nur möglich, wenn Gott in einer höheren Dimension lebt, die die unsere durchdringt. Weiterhin sagt uns Gott in Jeremia 23,23+24: „Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der Herr, und nicht auch ein Gott von ferne her? Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe?“ Es gibt weder einen Ort auf dieser Erde noch eine Stelle im Universum, wo wir uns vor ihm verstecken könnten; überall ist er gegenwärtig und sieht uns. Darum heißt es in 1. Mose 16,13: „Du bist ein Gott, der mich (immer) sieht!“ 7. Überwindung der dritten Dimension Auch wenn wir uns noch so weit mit superschnellen Raketen in dieses Universum hineinbegeben würden, könnten wir damit die dritte Dimension nicht überwinden, aber mit Gott gelingt es. Die Bibel berichtet mehrfach davon, wie einzelne Menschen zeitweise diese Grenze überwanden. 7.1 Der Blick des Stephanus in den Himmel Apostelgeschichte 7,55-56 spricht im Zusammenhang mit der Steinigung des Stephanus: „Er aber, voll Heiligen Geistes, sah auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen.“ Gott hatte Stephanus die Augen in einer solchen Weise geöffnet, dass er in die höhere Dimension Gottes hineinschauen konnte. Die „Gardine des Ereignishorizontes“ wurde nur für ihn beiseitegeschoben, so dass er von seinem Standort vor den Toren Jerusalems direkt in den Himmel hineinsehen konnte. Der Himmel ist also nicht irgendwo jenseits des Universums, sondern direkt um uns herum, jedoch in einer anderen Dimension. 7.2 Die Auferstehung Jesu Nach der Auferstehung Jesu war sein Leib nicht mehr mit unserem Leib vergleichbar. Er war nicht mehr an die 3. Dimension gebunden, sondern er konnte nach Belieben in unserer dreidimensionalen Welt erscheinen und wieder in die himmlische Dimension hinüberwechseln. Der Philosoph Martin Heidegger, der nicht vom Glauben her argumentierte, stellte richtig fest: „Ist Jesus von Nazareth von den Toten auferstanden, dann ist jede naturwissenschaftliche Erkenntnis vorletztlich.“ Er hatte erkannt, dass alle unsere wissenschaftliche Erkenntnis niemals der Weisheit letzter Schluss sein kann, wenn Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden ist. In 1. Korinther 15,6 berichtet uns Paulus: „Danach ist er (= Jesus) gesehen worden von mehr als 500 Brüdern auf einmal.“ Im griechischen Grundtext ist dies Geschehnis noch genauer ausgedrückt: „Er ist sichtbar gemacht worden.“ Damit ist gesagt: Jesus war auch vorher gegenwärtig; nun aber ist er auch in unserer Dimension sichtbar gemacht worden. 7.3 Die Himmelfahrt Jesu Die Himmelfahrt Jesu ist ein anderes Ereignis, bei der unsere dritte Dimension überwunden wurde: „Und der Herr (Jesus), nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur rechten Hand Gottes“ (Markus 16,19). Jesus wurde also nur aufgehoben in jene für uns noch unsichtbare Dimension. In Apostelgeschichte 1,9 lesen wir: „Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.“ Und dann sagten die Engel (V. 11): „Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“ Hier kommt es auf das Wort „so“ an. Jesus wird dann bei seiner Wiederkunft in gleicher Weise aus der himmlischen Dimension hervortreten und für alle Menschen gleichzeitig sichtbar sein, unabhängig davon, ob wir in Deutschland, Australien, China oder Amerika wohnen. 7.4 Die Wiederkunft Jesu In den Medien nimmt das Thema „Klimawandel“ einen großen Raum ein. Es beschäftigt viele Forscher und Politiker. Die Panik erfasst alle Länder der Erde. Greta Thunberg, die damals 16-jährige schwedische Klimaaktivistin, darf im September 2019 vor der UN in einer engagierten Wutrede klagen, dass man der Jugend die Zukunft raube, und sie bekommt den Alternativen Nobelpreis. Die Wissenschaftler rechnen in Modellen den katastrophalen Temperaturanstieg, das Wegschmelzen des Eises und den Anstieg der Meeresspiegel aus. Bei all den Zukunftsszenarien verschweigt man das größte Zukunftsereignis – die Wiederkunft Jesu. Das ist die eigentliche Not unserer Zeit, dass dieses weltgrößte und bald stattfindende Ereignis weithin unterschlagen wird. Was für ein Erschrecken wird es für all jene geben, die ohne Jesus gelebt haben und ihn dann völlig unerwartet und plötzlich in den Wolken des Himmels als Weltenrichter erscheinen sehen! Nach Matthäus 24,27 wird sich die Wiederkunft Jesu in einem Nu – also von einer Sekunde zur nächsten – ereignen: „Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohnes sein.“ Der Herr wird augenblicklich und gleichzeitig für alle Menschen sichtbar sein. Auch derjenige, der sich dann gerade 1000 Meter unter der Erdoberfläche in einem Salzbergwerk befindet, wird ihn sehen. Für sein Sichtbarwerden gibt es keinen Hinderungsgrund. Es wird so sein, wie bei seiner Himmelfahrt: „...und (sie) werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit“ (Matthäus 24,30). Im Lukasevangelium wird deutlich, dass es zum Zeitpunkt der Wiederkunft des Herrn auf der einen Erdhälfte Tag und auf ihrer entgegengesetzten Seite Nacht sein wird: „In jener Nacht werden zwei auf einem Bett liegen; der eine wird angenommen, der andere wird verworfen werden. … Zwei werden auf dem Felde sein; einer wird angenommen, der andere wird verworfen werden.“ (Lukas 17,34+36). Auf dem Felde arbeitet man normalerweise am Tage. Wie präzise die Bibel doch ist: Da wird es gleichzeitig Tag und Nacht geben, je nachdem, an welcher Stelle der rotierenden Erde wir uns dann gerade befinden. Das sagen wir hiermit auch all den Nachfolgern jener Verschwörungstheorie, die trotz aller gesicherten naturwissenschaftlichen und biblischen Erkenntnisse behaupten, wir leben auf einer flachen Erde. Ausführlicheres zu diesem Thema gibt es als Video: www.wernergitt.de/zeit 8. Eine neue Wohnung für uns Jesus sagt in Johannes 14,2 zu seinen Nachfolgern: „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?“ Diese Wohnungen befinden sich jenseits der dritten Dimension und sind von Jesus als ewiger Aufenthaltsort in der himmlischen Welt geplant. Durch seine Aussage „Kommet her zu mir“ (Matthäus 11,28) sind wir alle dorthin eingeladen. Nur ein einziger Weg führt in dieses Vaterhaus, und der ist Jesus: „Wer an den Sohn (Gottes) glaubt, der hat das ewige Leben“ (Johannes 3,36a). Der zweite Teil dieses Verses verschweigt nicht die Alternative: „Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das (ewige) Leben nicht sehen“ (3,36b). Der kluge Rat kann nur sein: Wenden Sie sich noch heute an diesen ewigen König und Retter Jesus Christus und laden Sie ihn in einem Gebet ein, die Führung Ihres Lebens zu übernehmen. Folgen sie ihm dann konsequent, indem Sie das tun, was das biblische Wort Ihnen sagt. Wir laden Sie auch ein, die Angebote auf dem beigefügten Gutschein zu nutzen. Sie helfen Ihnen, mehr über das Leben mit Jesus Christus zu erfahren. Direktor und Professor a. D. Dr.-Ing. Werner Gitt [1] Ein Exoplanet ist ein Planet, dessen Bahn um einen anderen Stern als unsere Sonne läuft. Ein Planet ist definiert als ein Himmelskörper, dessen Bahn sich speziell um unsere Sonne befindet und dass er über eine so große Masse verfügt, dass er durch die eigene Gravitation eine runde Form bilden kann. [2] https://www.eso.org/public/germany/news/eso1805 [3] W. Gitt: Signale aus dem All – Wozu gibt es Sterne?, CLV-Verlag, 4. Auflage 2004, S.157–170 Download über: wernergitt.de/signale [4] [4] W. Gitt: Information – Der Schlüssel zum Leben. CLV-Verlag Bielefeld, 6. Auflage 2018, S. 162–204 Download über: wernergitt.de/information [5] [4] S. 472–476 [6] Anhand der über 3000 erfüllten Prophetien der Bibel kann mit mathematischer Beweisführung ihre Wahrheit nachgewiesen werden. Dieser Prophetisch-mathematische Gottesbeweis ist in [4] S. 294–314 ausführlich dargelegt. Siehe auch: Ameise ins Quadrat (Video, 5 Min.): wernergitt.de/ameise
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Ständig werden wir mit der Behauptung konfrontiert, die Evolutionstheorie sei Wissenschaft und die Schöpfungsgeschichte ein Märchen. In populärwissenschaftlichen Publikationen werden Evolutionskritiker gerne als Fundamentalisten abgestempelt und ihre Thesen als pseudowissenschaftlicher Schwachsinn erklärt. Anstatt über Sachargumente zu diskutieren, versucht man polemisch die Kritiker als gefährliche Sektierer hinzustellen, die noch im finsteren Mittelalter zu Hause seien. Damit erklärt man namhafte Wissenschaftler wie beispielsweise Newton, Kepler, Pascal, Einstein und Planck für Dummköpfe. Albert Einstein erklärt deutlich: „Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlose Vernunft ... Ich glaube an einen persönlichen Gott.“ Am Anfang schuf Gott … Geist und Zufall als Antipoden Eine Milliarde Zuschauer verfolgte vor über 50 Jahren, Heiligabend 1968, die Live-Übertragung von Apollo 8, dem ersten bemannten Flug zum Mond. Erst drei Tage zuvor hatten die drei Astronauten Frank Borman, James Lovell und William Anders als erste Menschen die Schwerkraft der Erde vollständig überwunden und kurvten nun an der Rückseite des Mondes vorbei. Für kurze Zeit waren sie von jeglichem Kontakt zu unserem Planeten abgeschnitten und bekamen etwas Unvorstellbares zu Gesicht: den Aufgang der Erde am Horizont des Mondes! Über der grauen, unwirtlichen Mondoberfläche, vor schwarzem Hintergrund, wölbte sich die von der Sonne beschienene Halbkugel der Erde: blau die Ozeane, weiss die von Strömungen geschwungenen Wolkenbänder, beige und grün die Kontinente. Staunend berichteten sie: „Die riesenhafte Einsamkeit des Mondes hier oben ist Furcht einflößend, und sie lässt einen erst begreifen, was ihr zu Hause auf der Erde wirklich habt. Von hier aus gesehen ist die Erde eine grandiose Oase in der weiten Wüste des Weltalls ... Wir nähern uns nun dem lunaren Sonnenaufgang. Und für alle Menschen unten auf der Erde hat die Besatzung der Apollo 8 eine Botschaft, die wir euch senden möchten.“ Was keiner erwartet hatte, geschah. Abwechselnd lasen die drei Astronauten, ergriffen von dem, was sie gesehen hatten, die ersten zehn Verse der Schöpfungsgeschichte der Bibel: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe. Der Geist Gottes schwebte über dem Wasser, und Gott sprach: Es werde Licht. Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war, und Gott teilte das Licht von der Dunkelheit ...“ Die Atheistin Madalyn Murray O’Hair protestierte gegen die Lesung. Im August 1969 reichte sie Klage vor dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten ein, in der sie den Astronauten als Regierungsangestellten das Beten im Weltraum untersagen wollte. Die Klage wurde abgewiesen. Unsere Erde, der Blaue Planet. Eine Oase in den Weiten des Kosmos, Lebensraum unzähliger Pflanzen und Tiere, für einige Jahre Heimat des Menschen, geschaffen von einem liebenden Gott. Ständig werden wir mit der Behauptung konfrontiert, die Evolutionstheorie sei Wissenschaft und die Schöpfungsgeschichte ein Märchen. In populärwissenschaftlichen Publikationen werden Evolutionskritiker gerne als Fundamentalisten abgestempelt und ihre Thesen als pseudowissenschaftlicher Schwachsinn erklärt. Anstatt über Sachargumente zu diskutieren, versucht man polemisch die Kritiker als gefährliche Sektierer hinzustellen, die noch im finsteren Mittelalter zu Hause seien. Damit erklärt man namhafte Wissenschaftler wie beispielsweise Newton, Kepler, Pascal, Einstein und Planck wie auch die drei Astronauten für Dummköpfe. Ein starkes Stück! Max Planck, Nobelpreisträger und Begründer der Quantentheorie schrieb: „... als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich. Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält ... Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche – denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht –, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! ... so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott.“ [1] Der Kosmos und die Welt sind das Ergebnis zielhaften, planerischen Handelns. Diese Zielgerichtetheit und Komplexität ist in der Natur nicht zu übersehen. Albert Einstein, dem man entgegen seines persönlichen Zeugnisses eine atheistische Gesinnung unterstellt, erklärt deutlich: „Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlose Vernunft ... Ich glaube an einen persönlichen Gott, und ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich niemals einer atheistischen Lebensanschauung gehuldigt habe ... und ich betrachte Darwins, Haeckels und Huxleys Entwicklungslehren als hoffnungslos veraltet.“ [2] Wir sind in unserem dreidimensionalen Raum in unserer Wahrnehmung begrenzt. Doch oft maßen wir uns an über Dinge zu urteilen, die jenseits unserer Beobachtungsmöglichkeiten liegen. Die Entstehung des Universums durch einen ordnenden Schöpfer ist logischer als die Entstehung durch einen chaotischen Urknall. Gott sprach, und es geschah. Information ist nicht materieller, sondern geistiger Art. Noch nie wurde im Labor Leben aus toter Materie geschaffen. Materie kann keine Information erzeugen. Der Darwinismus hat an die Stelle eines göttlichen Schöpfers lediglich den Gott Zufall gesetzt. Da der Gott der Bibel außerhalb von Zeit und Raum existiert, spielt die Zeit bei der Schöpfung keine Rolle. Es ist daher nicht möglich, ihn aus der menschlichen Perspektive zu beurteilen. Wir können ihn immer nur nachträglich an dem erkennen, was er tat, beispielsweise in der Schöpfung. Unmissverständlich schreibt Paulus in seinem Brief an die Römer: „Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, so dass sie keine Entschuldigung haben. Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden.“ (Römer 1,19-22, Die Bibel) Der Kosmos und die Welt sind nicht Ergebnis eines richtungslosen Zufalls, sondern das Ergebnis zielhaften, planerischen Handelns. Diese Zielgerichtetheit und Komplexität ist in der Natur nicht zu übersehen. Jeder Mensch weiß demnach, dass es einen Schöpfergott gibt. Es sind letztlich nicht wissenschaftliche Argumente, die den Glauben verhindern, sondern die alte Auflehnung des Menschen gegen eine Herrschaft über sich. „Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche“ (Lukas 19,14, Die Bibel). Wenn Jesus wiederkommt und sein gerechtes, ewiges Reich aufrichtet, wird der Mensch, der gegen das eigene Erkennen handelt und Gott nicht anbetet, sein Urteil empfangen. Gott hat sich offenbart in der Schöpfung und in Jesus Christus, dem Schöpfer. Von ihm heißt es, dass er das Wort (griech. „logos“) ist, durch das alle Dinge gemacht sind. In IHM ist das Leben! Und das ist die wunderbare Verheißung: „Wie viele ihn [Jesus Christus] aber aufnahmen, denen gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus Blut, nicht aus dem Wollen des Fleisches und nicht aus dem Wollen des Mannes, sondern aus Gott gezeugt sind.“ (Johannes 1,12-13, Die Bibel) Da der Gott der Bibel außerhalb von Raum und Zeit existiert, ist es nicht möglich, ihn aus der menschlichen Perspektive zu beurteilen. Noch ist Gottes Reich verborgen, noch leben Christen im Glauben, und nicht im Schauen. Aber das wird sich ändern. Gott wird nicht immer verborgen bleiben. In Gottes neuer Welt werden die Kinder Gottes IHN sehen, wie er ist, von Angesicht zu Angesicht. So, wie das Johannes auf Patmos beschreibt (Offenbarung 21,1-5, Die Bibel): „Danach sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen; auch das Meer gab es nicht mehr. Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, schön wie eine Braut, die sich für ihren Bräutigam geschmückt hat. Und vom Thron her hörte ich eine mächtige Stimme rufen: ‚Seht, die Wohnung Gottes ist jetzt bei den Menschen! Gott wird in ihrer Mitte wohnen; sie werden sein Volk sein – ein Volk aus vielen Völkern und er selbst, ihr Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid und keine Schmerzen und es werden keine Angstschreie mehr zu hören sein. Denn was früher war, ist vergangen.‘ Daraufhin sagte der, der auf dem Thron saß: ‚Seht, ich mache alles neu.’“ Der kluge Rat kann nur sein: Wenden Sie sich noch heute an diesen ewigen König und Retter Jesus Christus, bitten Sie IHN um Vergebung Ihrer Sünden und laden Sie ihn in einem Gebet ein, die Führung Ihres Lebens zu übernehmen. Folgen Sie ihm dann konsequent, indem Sie das tun, was Gottes Wort, die Bibel, Ihnen sagt. Yvonne Schwengeler Mit freundlicher Genehmigung aus ethos 05/2019 www.ethos.ch [1] Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, Abt. Va, Rep. 11 Planck, Nr. 1797 in Max Planck zum Thema „Gott und Wissenschaft“, W.E. Lönnig. [2] Muschalek, „Gottesbekenntnis moderner Naturforscher“, S. 29
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Niemand möchte im Irrtum leben und am Ende seines Lebens feststellen: „Ich habe falsch gelebt“ oder „Ich bin nur unnützen Dingen nachgegangen.“ Werner Gitt beschäftigte sich jahrelang mit Fragestellungen der Mathematik und der Informatik. Beweise haben in seinem Denken immer eine besondere Rolle gespielt. Geht es um Fragen der Bibel, stellt sich sofort die Frage der Glaubwürdigkeit. Ist die Existenz des Gottes, von dem in diesem Buch so viel die Rede ist, beweisbar? Von der Antwort auf diese Fragen ist der Ort unseres ewigen Verbleibs abhängig. Darum müssen wir hierüber zu größtmöglicher Gewissheit gelangen. Wenn die Bibel wahr ist, dann haben wir automatisch die Antwort auf viele Fragen gefunden, die uns alle bewegen. Anhand von drei unterschiedlichen Beweisformen, zeigt Werner Gitt in dieser Schrift, dass Gott existiert und die Bibel wahr ist. Warum ich als Wissenschaftler der Bibel glaube Uns allen gemeinsam ist die Sehnsucht nach Liebe, Geborgenheit und Gemeinschaft – und wir sind alle auf der Suche nach Wahrheit. Niemand möchte im Irrtum leben und am Ende seines Lebens feststellen: „Ich habe falsch gelebt“ oder „Ich bin nur unnützen Dingen nachgegangen.“ Weil ich mich jahrelang mit Fragestellungen der Mathematik und der Informatik beschäftigte, haben Beweise in meinem Denken immer eine besondere Rolle gespielt. Geht es um Fragen der Bibel, stellt sich sofort die Frage der Glaubwürdigkeit. Ist die Existenz des Gottes, über die so viele schon nachgedacht haben, gar beweisbar? Von der Antwort auf diese Fragen ist der Ort unseres ewigen Verbleibs abhängig. Darum müssen wir hierüber zu größtmöglicher Gewissheit gelangen. Wenn die Bibel wahr ist, dann haben wir automatisch die Antwort auf viele Fragen gefunden, die uns alle bewegen. Antworten auf folgende Fragen: Woher kommen wir? Warum leben wir hier einige Jahre auf der Erde? Wohin werden wir einmal gehen? Wer ist Gott, und wer ist Jesus Christus? Ferner haben wir folgenden Gewinn: Wir können die Welt deuten. Wir vermögen die Irrtümer dieser Welt zu entlarven. Wir haben den Maßstab für unser Leben gefunden. Und wir kennen auch den Kompass zum Himmel. Anhand von drei unterschiedlichen Beweisformen, möchte ich zeigen, dass Gott existiert und die Bibel wahr ist. Der erste Beweis knüpft an Römer 1,20 (die Bibel) an: „Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken.“ Die beiden anderen Beweise habe ich vor einiger Zeit erarbeitet, und sie haben eine mathematisch-naturwissenschaftliche Basis. 1. Der Gottesbeweis durch die Schöpfung Aus der großen Werkstatt des Schöpfers greifen wir hier nur ein Detail heraus – das menschliche Gehirn.[1] Es ist das zentrale übergeordnete Organ unseres Nervensystems, das fast alle Abläufe, die im Organismus vor sich gehen, steuert, überwacht und koordiniert. Unser Gehirn sammelt und verwertet Sinneseindrücke, speichert sie und bewirkt ihre sinnvolle Verwertung. Über die eigentliche Informationsverarbeitung im Gehirn ist so gut wie nichts bekannt. Niemand weiß, wie aus den ankommenden elektrischen Signalen der Sinnesorgane die eigentliche semantische Information gewonnen wird. Wir wissen auch nicht, wie wir bestimmte Erinnerungen abrufen und was im Gehirn geschieht, wenn wir etwas Neues lernen. Das Gehirn besteht aus etwa 100 Milliarden Nervenzellen (= 100·109); ihre Zahl liegt in der Größenordnung der Zahl der Sterne in unserer Milchstraße. Zu der immensen Zahl von Nervenzellen kommen noch weitere 100 Milliarden Stoffwechsel- und Stützzellen hinzu. Die Länge der Nervenfasern im Großhirn ergibt aneinandergereiht eine Strecke von sage und schreibe 500 000 Kilometer. Unser Körper ist mit einem dichten Informationsnetz verkabelt, dessen Gesamtlänge außerhalb des Gehirns aus 380 000 Kilometer Nervenfasern besteht. Sie durchlaufen unseren Körper und ergeben aneinandergereiht die Strecke von der Erde bis zum Mond. In diesen teils nur ein tausendstel Millimeter dünnen Nervenleitungen und Verästelungen laufen ständig Informationen und Befehle zwischen dem Gehirn und allen Teilen des Körpers hin und her. Innerhalb des unglaublich dichten Netzwerkes der neuronalen Verschaltung ist eine sehr schnelle Signalverarbeitung möglich, aber auch vonnöten. Das Gehirn kann in einer Sekunde 1018 (= 1 Milliarde x 1 Milliarde) Rechenoperationen ausführen. Insbesondere die Bildverarbeitung in Echtzeit benötigt diese hohe Rechenkapazität. Trotz mancher Forschungsergebnisse gehört das Gehirn noch immer zu den ganz großen weißen Flächen der Unkenntnis auf unserer Karte wissenschaftlicher Erkenntnis. Die beiden Gehirnforscher Robert Ornstein und Richard F. Thompson sagen uns: „Nachdem Tausende von Wissenschaftlern das Gehirn jahrhundertelang untersucht haben, wird ihm nur ein einziges Wort gerecht: Es ist ein Wunder.“ Unverstanden ist weiterhin: Wie geschieht der Informationstransfer von der nicht-materiellen Seele zum materiellen Gehirn? Wie kommunizieren die Funktionen der Seele (Wille, Gefühl, Denkvermögen) mit dem Gehirn? Wer hat all diese Wunder bewirkt? Der obige Vers aus Römer 1 zeigt uns, dass es nur eine vernünftige Schlussfolgerung geben kann: Ein allmächtiger Gott, der über allem steht, hat alles erdacht und geschaffen! 2. Der Gottesbeweis aus den Naturgesetzen der Information Um die Naturgesetze der Information (NGI) beschreiben und ein unbekanntes System analysieren zu können, braucht man eine geeignete und präzise Definition:[2] Information liegt immer dann vor, wenn in einem beobachtbaren System alle folgenden fünf hierarchischen Ebenen vorkommen: 1) Statistik (Anzahl der Buchstaben, Ziffern, Wörter usw.) 2) Syntax (Code, Grammatik, Wortschatz) 3) Semantik (Bedeutung) 4) Pragmatik (Handlung) 5) Apobetik (Zielsetzung, Ergebnis). Die vier Naturgesetze über Information (NGI) NGI-1: Eine materielle Größe kann keine nicht-materielle Größe hervorbringen. NGI-2: Information ist eine nicht-materielle Größe. NGI-3: In statistischen Prozessen (= Vorgänge ohne steuernde Intelligenz) kann keine Information entstehen. NGI-4: Information kann nur durch einen intelligenten Sender entstehen. Information befindet sich in allen lebenden Zellen In den DNS-Molekülen der Lebewesen finden wir die höchste bekannte Informationsdichte. Denken wir uns den Kopf einer Stecknadel (d = 2 mm) aus DNS-Material bestehend und fragen, wie hoch der Bücherstapel sein könnte, den man nach dieser Codierungsart darin speichern könnte, so veranschaulicht uns dies die immense Speicherdichte: Der Stapel könnte noch 500-mal höher sein als die Entfernung von der Erde bis zum Mond, und das sind 500 x 384 000 km = 192 Millionen Kilometer. Bei Beweisen[3] ist deutlich zwischen harten und weichen zu unterscheiden. Harte Beweise kennen wir von der Mathematik und von den Naturgesetzen her. So ist z. B. das Naturgesetz, dass Wärme niemals vom kälteren zum wärmeren Körper hinüberfließen kann, unwiderlegbar. Auch der mathematische Satz des Pythagoras für rechtwinklige Dreiecke (a2 + b2 = c2) ist ebenso unwiderlegbar. Weiche Beweise sind z.B. juristische oder historische Beweise, die dank sicherer Quellen prinzipiell widerlegbar sind. Weil Gottes Gedanken die unseren bei weitem überragen (Jesaja 55,8-9, die Bibel), kann Gott nicht in seiner ganzen Fülle beweisbar gemacht werden. Mit Hilfe der Naturgesetze der Information können wir jedoch einige seiner Merkmale – seine Existenz, sein ewiges Wesen, seine Allmacht und seine Allwissenheit – in harter, d.h. in nicht widerlegbarer Form, nachweisen.[4] Im Zusammenhang dieses Aufsatzes geht es uns in erster Linie um den Existenzbeweis Gottes. Dieser Nachweis ist wie folgt zu führen: Weil wir in allen Formen des Lebens einen Code (DNS- bzw. RNS-Moleküle) und die anderen Ebenen der Information vorfinden, befinden wir uns eindeutig innerhalb des Definitionsbereiches von Information. So können wir mit Hilfe von NGI-4 schließen: Es muss hierzu einen intelligenten Sender geben! Dieser Existenzbeweis Gottes ist gleichzeitig eine wissenschaftliche Widerlegung des Atheismus. Auch die Idee der Makroevolution ist mit Hilfe der Informationssätze widerlegbar.[5] 3. Der „prophetisch-mathematische Gottesbeweis“ Aus der Gesamtmenge von 3268 bereits erfüllten Prophetien der Bibel[6] greifen wir hier nur zwei heraus: Die von Gott angekündigte Zerstreuung des Volkes Israel in 5. Mose 28,64-65 und die Jahrhunderte später von ihm versprochene Zusage (Jeremia 16,14-15), dass er das Volk in das angestammte Land wieder zurückbringen werde. Im Jahre 70 n. Chr. setzte die Zerstreuung ein, und im Jahre 1948 erfüllte sich mit der Staatsgründung Israels die vor einigen tausend Jahren zugesagte Rückkehr. Die Bibel ist insofern ein außergewöhnliches Buch, als es das einzige ist, das nachweislich eine unvorstellbar hohe Zahl an erfüllten Prophetien aufweisen kann. Diese geben uns ein einzigartiges Kriterium an die Hand, die Wahrheit der Bibel auf rechnerischem Wege zu überprüfen. Für die Modellrechnung verwenden wir einen ungewöhnlich großen Ameisenhaufen, in dem sich unter den ansonsten schwarzen Ameisen nur eine einzige rote Ameise befindet. Es ist leicht einzusehen: Je größer der betrachtete Haufen wird, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, die eine rote Ameise zufällig herauszugreifen. Die Frage lautet nun: Bei welcher Ameisenzahl ist die Wahrscheinlichkeit, die eine rote Ameise zufällig herauszugreifen, gerade genau so groß wie die, dass sich 3268 Prophetien zufällig erfüllen können? Sollten wir schätzen, so würden wir vielleicht die Wassermenge des Bodensees durch Ameisen ersetzen oder gar das Volumen unserer Erdkugel damit füllen. Die Berechnung zeigt, auch unser riesiges und unvorstellbar großes Universum, dicht gefüllt mit Ameisen, würde immer noch nicht reichen. Die tatsächliche Menge an gedachten Universen ergibt sich zu unfassbaren 10 hoch 896. Was drückt eine solche immense Zahl – also eine Eins, gefolgt von 896 Nullen – von randvoll mit Ameisen gefüllten Universen aus? Der Film „Ameise hoch zwei“ [7] versucht dies zu veranschaulichen. Die Wahrscheinlichkeit w, dass sich die über 3268 Prophetien zufällig erfüllen könnten, ist somit praktisch Null, nämlich w = 0,5·0,5·0,5·…·0,5 (d.h. 3268 aufeinanderfolgende Multiplikationen) = = 0,53268 = 1,7·10-984 = 0,000…17 (d.h. 983 Nullen nach dem Komma). Die Zahlenergebnisse der mathematischen Berechnungen wachsen derart ins Gigantische und Transastronomische, dass unser Denken und Vorstellungsvermögen weit überfordert sind, um diese Realität noch angemessen einzuschätzen. Das staunenswerte Ergebnis lässt sich kurz zusammenfassen: Durch den „Prophetisch-mathematischen Gottesbeweis“ kann die Existenz eines allwissenden und allmächtigen Gottes nachgewiesen werden, der mit dem Gott der Bibel identisch ist. [8] Drei bedeutsame Konsequenzen 1. Die Bibel ist von Gott, und sie ist wahr Kein Mensch ist in der Lage, Prophetien zu formulieren, die sich dann auch ausnahmslos erfüllen. Die wahren Autoren der Bibel sind der allwissende und allmächtige Gott (2. Timotheus 3,16), Jesus Christus (Galater 1,12) und der Heilige Geist (2. Petrus 1,21). Darum ist die ganze Bibel wahr. Paulus bekennt in klarer Konsequenz: „Ich glaube allem, was geschrieben steht“ (Apostelgeschichte 24,14). Grundlegendes über Gott und seinen Sohn Jesus Christus wird auf einem Video[9] anhand zahlreicher Grafiken erläutert. 2. Es gibt keinen anderen Gott als den Gott der Bibel Keiner der in der Vergangenheit erbrachten Gottesbeweise bezieht sich auf einen bestimmten Gott. Sie sind allesamt so allgemein gehalten, dass jede Religion sie für sich in Anspruch nehmen kann. Der „Prophetisch-mathematische Gottesbeweis“ hingegen weist ausschließlich auf den Gott der Bibel und auf seinen Sohn Jesus Christus hin. Ein derartiger Nachweis kann über keinen der Götter in den anderen Religionen erbracht werden. Dazu passend sagt die Bibel, dass die Menschen in ihren Religionen unzählige Götter benannt haben: „Und obwohl es solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden, wie es ja viele Götter und Herren gibt, so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn“ (1. Korinther 8,5-6). In Psalm 96,5 verwirft die Bibel alle Götter in den Religionen: „Alle Götter der Völker sind Götzen.“ 3. Der Atheismus ist widerlegt Den Atheismus konnten wir auf dreifache Weise widerlegen. Die Bibel bewertet in Psalm 14,1 das atheistische Denken: „Die Toren sprechen in ihrem Herzen: ‚Es ist kein Gott.‘“ Die Atheisten greifen somit nicht nur ins Leere, sondern befinden sich traurigerweise auf dem Weg zur ewigen Verdammnis: „Wer aber nicht (an den Herrn Jesus) glaubt, der wird verdammt werden“ (Markus 16,16). Drei grundlegende Fragen für unseren ewigen Verbleib haben wir durch die vorangegangenen Überlegungen in wissenschaftlicher Beweisform eindeutig klären können: 1) Gott existiert. 2) Die ganze Bibel ist wahr. 3) Dieser nachgewiesene Gott ist kein anderer als der Gott der Bibel.[10] Sind wir mit dieser Erkenntnis bereits gerettet, d.h., haben wir damit einen sicheren Platz im Himmel? Die Antwort lautet: NEIN. Die gute Nachricht aber fasst das folgende Kapitel zusammen: Rettung ist möglich für jeden, der es will Dieser Aufsatz möchte niemanden wegen seines bisherigen Weges anklagen – weder die Vertreter anderer Religionen noch die Missionare des Atheismus. Vielmehr ist es unser Anliegen, auf Wege der Verlorenheit aufmerksam zu machen und allen Lesern einladend zuzurufen: In diesem Leben ist für jeden Menschen Rettung möglich, wenn er es nur will. In Johannes 3,17-18 ist die weitreichende Konsequenz, die das Evangelium für uns hat, kurz zusammengefasst: „Denn Gott hat seinen Sohn (Jesus) nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“ Nach Gottes Willen sind wir als Ewigkeitsgeschöpfe konzipiert, deren Existenz niemals ausgelöscht wird. Jenseits der Todesmauer gibt es nur zwei Aufenthaltsorte – den Himmel oder die Hölle. Der erste ist unaussprechlich herrlich, der andere unvorstellbar schrecklich. Gottes ausdrücklicher Wille ist es, uns einmal im Himmel zu haben. Dazu brauchen wir den Retter Jesus Christus. Er ist der Türöffner zum Himmel, weil er uns von unserer Schuld befreien möchte. Wenn Sie den Wunsch haben, gerettet zu werden und in den Himmel zu kommen, müssen Sie sich von Ihrem alten Weg ohne Jesus abwenden und ihm Ihr Leben anvertrauen. Diese Lebenswende können Sie mit einem Gebet einleiten, das etwa wie folgt lauten könnte: „Herr Jesus Christus, ich habe bisher so gelebt, als wenn es Dich überhaupt nicht gäbe. Jetzt wende ich mich erstmals in einem Gebet zu Dir. Ich weiß nun, dass es einen Himmel und auch eine Hölle gibt. Errette mich darum vor der Hölle, in die ich wegen all meiner Schuld, besonders des Unglaubens, hinkäme. Es ist mein Wunsch, einmal in alle Ewigkeit bei Dir im Himmel zu sein. Mir ist bewusst, dass ich nicht durch eigene Verdienste, sondern nur durch den Glauben an Dich in den Himmel kommen kann. So, wie ich bisher gelebt habe, kann ich vor Dir im Gericht nicht bestehen. Darum bitte ich Dich, vergib mir alle meine Schuld. Meine Sünden tun mir von Herzen leid. Du sollst von jetzt an mein Herr sein, dem ich gerne folgen will. Gib mir dazu ein gehorsames Herz. Ich danke Dir, dass Du mich erhört hast. Ich glaube Deiner Zusage, dass ich jetzt durch meine Hinwendung zu Dir einmal ewig bei Dir im Himmel sein werde. Amen.“ Wenn Sie dieses Gebet zu Ihrem eigenen gemacht haben, dann hat Jesus Sie heute angenommen. Er hat ja fest versprochen, jeden anzunehmen, der sich zu ihm hin auf den Weg macht (Johannes 6,37). Sie haben jetzt die Nachfolge Jesu angetreten, bei der Er nun eine zentrale Rolle spielen wird. Diese Entscheidung wird in Ihrem Leben eine Wendung bewirken. Anhand von vier Punkten sei dies kurz erläutert: 1. Beginnen Sie mit dem regelmäßigen Lesen des Wortes Gottes, der Bibel. Es ist das einzige Buch, das Gott als von ihm gegeben autorisiert hat. Die Bibel ist die notwendige Gebrauchsanweisung für unser Leben und Sterben. 2. Sprechen Sie jeden Tag mit Ihrem Herrn. Unser Gebet richten wir an Gott, den Vater, und an Jesus Christus, den Sohn Gottes. 3. Setzen Sie das in Ihrem Leben um, was in der Bibel gesagt ist. 4. Suchen Sie die Gemeinschaft mit anderen Menschen, die sich auch bewusst Christus zugewandt haben. Nutzen Sie die Angebote des Gutscheins. Die dort angeführten Schriften werden Ihnen auf Ihrem neuen Weg eine Hilfe sein. Direktor und Professor a.D.Dr.-Ing. Werner Gitt
12 Seiten, Best.-Nr.: 140-0
Diese Broschüre gibt Antworten auf die grundlegende Fragen unseres Lebens: Woher kommen wir eigentlich? Warum leben wir hier? Wird unsere Existenz mit dem Tod ausgelöscht oder existieren wir danach an einem anderen Ort weiter? Eingehend wird die Frage behandelt, wie wir den "Todeszug" verlassen und den "Zug des Lebens" besteigen können. Wer kann uns die uns alle bewegende Frage nach dem Wesen des Lebens, des Todes und was danach kommt verbindlich beantworten? Derjenige muss kompetent sein. Das ist er aber nur, wenn er die folgenden vier starken Voraussetzungen erfüllt: Er muss selbst im Tode gewesen sein! Er muss vom Tode zurückgekommen sein! Er muss Macht über den Tod haben! Er muss absolut vertrauenswürdig sein! Wenn wir uns in der Weltgeschichte umschauen, wer diese vier einzigartigen Bedingungen erfüllen kann, dann bleibt nur ein einziger übrig, und das ist Jesus Christus. Diese Broschüre ist eine Kombination aus den zwei Schriften "Der Mensch – eine geniale Konstruktion" und "Reise ohne Rückkehr". Diese Ausgabe wurde speziell für die Aktion "Kann ich leben" erstellt. Sind Sie bereit diese Aktion zu unterstützen, indem Sie diese Schrift verteilen? Dann bestellen Sie gern auch größere Mengen bei uns. Wir freuen uns, wenn Sie uns mitteilen, wo Sie Ihre Verteilaktion durchführen. Wir danken auch allen, die diese Aktion finanziell unterstützen. Kurzlink zu diesem Artikel: bruderhand.de/kann Kann ich leben, wenn ich sterbe? Der Mensch –Eine geniale Konstruktion Wir alle schleppen eine grundlegende Frage durch unser Leben: Woher kommen wir eigentlich? Eng damit verbunden stellt sich gleich die nächste Frage: Warum leben wir hier eine Zeitlang, und was wird danach sein – ist unsere Existenz dann unwiderruflich ausgelöscht, oder existieren wir für immer und ewig weiter an einem anderen Ort? Es gibt nur zwei Antworten für die Lösung dieses Problems: Modell A: Evolutionstheoretiker und Atheisten sagen uns, wir entstammen einem Prozess, der uns strategielos, intelligenzlos und ohne Zielvorgabe in Jahrmillionen allein aus der Materie hervorgebracht hat. Mit dem Tode ist alles aus, und es gibt auch keinen Gott, vor dem wir einmal Rechenschaft ablegen müssten. Modell B: Dem gegenüber steht die Aussage der Bibel, wonach ein allwissender und allmächtiger Schöpfer uns gewollt und uns zielgerichtet geschaffen hat. Der Tod ist zwar Endpunkt des irdischen Lebens, aber zugleich der Beginn des ewigen Lebens, denn unser Urheber möchte mit uns Gemeinschaft im Himmel haben. Diese Deutungen liegen so weit auseinander, dass eine unbedingt falsch sein muss. Welche Aussage erweist sich mit dem Kenntnisstand des 21. Jahrhunderts als tragfähig? Schauen wir uns einige Sinnesorgane und markante Teile unseres Körpers an und prüfen dabei, ob die Konzepte intelligenzlos sind oder intelligente Merkmale tragen. Parallel dazu schauen wir uns relevante Aussagen der Bibel an. Nach jedem betrachteten Teil des Menschen prüfen wir, ob ein zu vergebender Punkt an Modell A oder B geht: Der Tastsinn –Verteilt auf der ganzen Haut Auf einem Quadratzentimeter Haut haben wir sage und schreibe 6 Millionen Zellen und 5 000 Sinneskörperchen, die den Tastsinn ermöglichen. Alles, was wir fühlen – ob Wärme, Kälte, Glätte, Rauheit oder Schmerz – wird von jedem Punkt der Haut an das Gehirn weitergeleitet. Dazu braucht es ein äußerst dichtes Netz von Informationsleitungen und eine geschickte Codierung, damit im Gehirn alles nach Ort und Art wahrgenommen werden kann. Diese Leitungen des Informationsnetzes außerhalb des Gehirns weisen eine Gesamtlänge von 380 000 Kilometern auf. Wer hat dieses Netz geplant, die Leitungen in Hochtechnologie verlegt und sich für das Gehirn ein Programm überlegt, das alles zu identifizieren vermag? So ein zielorientiertes und hochgradig intelligentes System kann nicht aus etwas Ziellosem entstanden sein! Der Punkt geht eindeutig an Modell B. Das Ohr –Organ mit der genauesten Messtechnik Das menschliche Ohr verfügt über die ungeahnte Fähigkeit, Schallenergieunterschiede in einer Spanne von eins zu einer Billion (= 1012) zu hören. Kein technisches Gerät schafft dies ohne Messbereichsumschaltung. Die Empfindlichkeit des Ohres reicht bis an die physikalisch mögliche Grenze. Das wird durch eine dreimalige Signalumwandlung von mechanisch in hydraulisch und schließlich in elektrisch erreicht. Derselbe Schall gelangt zunächst direkt auf das Trommelfell und nach Umlauf in der Ohrmuschel eine Fünftausendstel Sekunde später noch einmal. Das ergibt vier Messwerte, aus denen das Gehirn durch Korrelation zwei weitere Signale generiert. Komplexe Programme im Gehirn verrechnen diese sechs Signale derart miteinander, als würden wir mit sechs Ohren hören. Diese ausgefeilte Technik erlaubt eine akustische Analyse, um Richtung, Ursprungsort und Bewegung von Schallquellen in allen Raumebenen zu erkennen. Weiterhin können wir bei einem Gespräch mehrerer Personen uns Unwichtiges in den Hintergrund drängen und Anderes bewusst hervorheben. Das leistet kein technisches Gerät. Woher kommt diese geniale Konstruktion? Wer hat sich die dazu notwendige und passende Software ausgedacht? Kann ein Prozess ohne Zielvorgabe so etwas zuwege bringen? Natürlich nicht! Der Psalmist gibt die kurze, treffende Antwort: „Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gebildet hat, sollte der nicht sehen?“ (Psalm 94,9, Die Bibel). Das Ohr entstammt keinem Evolutionsprozess, sondern beruht auf einer genialen Schöpfertat. Den zu vergebenden Punkt erhält darum Modell B. Die Zellen Wussten Sie, dass der menschliche Körper aus etwa 100 Billionen (= 1014) Zellen besteht, von denen jede aus etwa 10 000-mal so vielen Molekülen besteht, wie die Milchstraße Sterne hat? Dabei ist zu bedenken: Unsere Milchstraße besteht aus mindestens 100 Milliarden (= 1011) Einzelsternen. Wollte jemand bis zu dieser Zahl der Zellen (1014) zählen, und würde er das ununterbrochen Tag und Nacht im Takt einer Sekunde tun, so reichte kein Menschenleben dazu aus. Der Zeitbedarf betrüge nämlich drei Millionen Jahre! Es ist wissenschaftlich völlig ungeklärt, wie so riesige Mengen von Zellen sich zu einem lebenswichtigen Organ organisieren. Was für ein Programm bewerkstelligt das Wachstum? Niemand hat das bisher ergründen können. Wenn alle unsere Gelehrsamkeit zum Verständnis nicht ausreicht, wie will die ziellose Strategie der Evolution so etwas erreichen? Auch hier geht der Punkt klar an Modell B. Die DNS –Von Computern unerreichte Speichertechnik Im Innern der Zelle, in ihrem mikroskopisch kleinen Kern, wird das wertvollste Material des Körpers aufbewahrt – das Genom, die genetische Information. Alles, was zum Aufbau des Körpers (z. B. Konstruktion der Organe und Gliedmaßen, Herstellung aller benötigten chemischen Verbindungen) nötig ist, ist hier genauestens programmiert. Von der schier unvorstellbaren Informationsdichte im DNS-Molekül wollen wir uns einen anschaulichen Eindruck verschaffen. Stellen wir uns so viel DNS-Material vor, wie es im Volumen eines Stecknadelkopfes mit zwei Millimetern Durchmesser Platz hätte. Dann könnten wir 15 Billionen Taschenbücher zu 160 Seiten darin abspeichern! Aufeinandergelegt ergäbe das einen Bücherstapel, der noch 500-mal höher ist, als die Erde vom Mond entfernt ist. Raten Sie einmal, welches Modell hier den Punkt erhält. Das Gehirn –Das komplexeste Gebilde im Universum Das Gehirn ist das zentrale, übergeordnete Organ unseres Nervensystems, das fast alle Abläufe im Organismus steuert, überwacht und koordiniert. Es sammelt und verwertet Sinneseindrücke, speichert sie und bewirkt ihre sinnvolle Beantwortung. Über die eigentliche Informationsverarbeitung im Gehirn ist so gut wie nichts bekannt. Nur eines ist gewiss: Es muss dort eine große Anzahl ausgeklügelter Programme geben, die alle eingehenden und abgesandten Informationen verarbeiten, verrechnen und koordinieren kann. Alles muss in Echtzeit und in vielfacher Parallelverarbeitung geschehen. Wir wissen nicht, wie Erinnerungen gespeichert und abgerufen werden. Unbekannt ist ferner, wie wir auf neue Ideen kommen und wie die interaktive Zusammenarbeit mit unserem nichtmateriellen Teil, der Seele, funktioniert. Das Gehirn besteht aus etwa 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen). Ihre Zahl liegt in der Größenordnung der Zahl der Sterne in unserer Milchstraße. Jedes Neuron steht über Synapsen mit Tausenden von anderen Neuronen in Verbindung. Es ist ein Netzwerk höchster Komplexität. Auch hier geht wieder ein eindeutiger Punktsieg an Modell B. Der Mensch –Eine geplante Schöpfung Schon an den wenigen hier betrachteten Details des Menschen wurde uns deutlich, der Mensch ist zweifellos eine höchst geniale Konstruktion. Es ist darum nicht vernünftig, anzunehmen, dass wir das Ergebnis eines planlosen Prozesses sich selbst überlassener Materie sind. Ohne die Annahme einer Schöpfung verrennen wir uns im Dickicht evolutionärer Gedankensysteme und werden der Wirklichkeit nicht gerecht. [1] Die Funktionen der Sinnesorgane unseres jetzigen Körpers fallen mit dem Tode alle aus. Ist der Tod damit die absolute Endstation, wie es Atheisten und Evolutionsvertreter annehmen? Die Bibel sagt dazu ein klares NEIN! Wir sind nach Gottes Plan Ewigkeitsgeschöpfe, deren Existenz niemals ausgelöscht wird. Nach Römer 1,19 (Die Bibel) ist die gedankliche Schlussfolgerung vom Betrachten der Werke auf die Existenz des Schöpfers zwingend, denn „Gottes unsichtbares Wesen … wird wahrgenommen an seinen Werken.“ Es war leicht nachvollziehbar, dass alle Punkte eindeutig dem Modell B gegeben werden mussten. Der Erschaffung des Menschen liegt gemäß der Bibel ein Plan zugrunde: „Lasset uns Menschen machen“ (1. Mose 1,26, Die Bibel). Diesem Plan folgte sogleich die Ausführung: „Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde“ (1. Mose 1,27, Die Bibel). Das Neue Testament führt uns tiefer in den Schöpfungsgedanken ein und sagt zur Person des Schöpfers: „Denn in ihm (= Jesus Christus) ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare“ (Kolosser 1,16, Die Bibel). Daraus geht hervor, dass Jesus Christus unser Schöpfer ist. Reise ohne Rückkehr –Was wird 5 Minuten nach dem Tode sein? In einer Kirche in Südtirol (Norditalien) liegen auf einer niedrigen Mauer vier Totenschädel. Darüber hängt ein Schild mit der Aufschrift: „Wer war der Tor? Wer der Weise? Wer Bettler? Wer Kaiser?“ In der Tat: Man sieht nichts mehr von der Macht und dem Reichtum des Kaisers. Der Schädel des Bettlers mag direkt danebenliegen, aber nichts gibt Zeugnis von seiner Armut, seinen Lumpen und seinem knurrenden Magen. Wir sind vielleicht geneigt, ein zweites Schild mit folgender Aufschrift anzufertigen: „Der Tod macht sie alle gleich!“ Wir wollen nun eingehend prüfen, ob das gerechtfertigt wäre. In der Werbebranche versucht man sich auf bestimmte Käuferschichten einzustellen; d. h. man arbeitet zielgruppenorientiert. Der Tod dagegen kennt keine spezielle Zielgruppe, weil an ihm niemand vorbeikommt. Darum haben sich auch viele Menschen mit dem Tod beschäftigt: Philosophen, Dichter, Politiker, Sportler, Schauspieler, Analphabeten wie Nobelpreisträger. Am intensivsten haben es wohl die alten Ägypter getan, denn sie bauten dem Tod die allergrößten Denkmäler der Welt, die Pyramiden von Gizeh. Der deutsche Dichter Emanuel Geibel fasste die Bilanz aller dieser menschlichen Bemühungen in dem treffenden Satz zusammen: „Ein ewig Rätsel ist das Leben; ein ewig Rätsel bleibt der Tod.“ Die Antwort – Wem kann ich vertrauen? Wer könnte die uns alle bewegende Frage nach dem Wesen des Todes und nach dem, was danach kommt, verbindlich beantworten? Er müsste kompetent sein, und das wäre er nur, wenn er die folgenden vier starken Voraussetzungen erfüllen würde: 1) Er müsste selbst im Tode gewesen sein! 2) Er müsste vom Tode zurückgekommen sein! 3) Er müsste Macht über den Tod haben! 4) Er müsste absolut vertrauenswürdig sein! Wenn wir uns in der Weltgeschichte umschauen, wer diese vier einzigartigen Bedingungen erfüllen kann, dann bleibt nur ein einziger übrig, und das ist der Sohn Gottes, Jesus Christus: 1) Er wurde gekreuzigt und starb vor den Toren Jerusalems. Seine Feinde wollten gewiss sein, ob er wirklich tot ist, und so stießen sie eine Lanze in seine Seite, so dass das Blut und Wasser abfloss (Johannes 19,34, Die Bibel). Nun waren sie gewiss; er ist wirklich tot! 2) Er hatte vorausgesagt, dass er am dritten Tage auferstehen wird. Auch das geschah, und die Frauen waren am Ostermorgen die ersten Zeugen am Grab. Der Engel sagte ihnen: „Er ist nicht hier, er ist auferstanden!“ (Lukas 24,6, Die Bibel). Im Neuen Testament wird 15-mal von Augenzeugen berichtet, dass sie Jesus als den Auferstandenen und Lebendigen erlebt haben. Er selbst hat in Johannes 11,25 (Die Bibel) von sich gesagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ 3) Das Neue Testament berichtet von drei Auferweckungen aus dem Tode durch die Vollmacht Jesu: Lazarus in Bethanien (Johannes 11,41-45, Die Bibel), der Jüngling zu Nain (Lukas 7,11-17, Die Bibel) und des Jairus Töchterlein (Markus 5,35-43, Die Bibel). Niemand sonst hat die Vollmacht, dem Tode so klar zu befehlen wie Jesus allein. 4) Nur einer ging über diese Erde, der sagen konnte: „Ich bin die Wahrheit“ (Johannes 14,6, Die Bibel), und das war Jesus Christus. Er konnte seine Aussage selbst im Angesicht seiner Feinde aufrechterhalten, die stets danach trachteten, ihm auch nur das geringste Unrecht nachzuweisen. Er ist also absolut vertrauenswürdig. Nun sind wir bei der richtigen Adresse angelangt und sind damit bis zur Quelle der Wahrheit vorgedrungen. Wahrheit ist für unsere Existenz lebensnotwendig. Wer möchte schon sein Leben auf einen Irrtum gründen? Wir stellen nun fest: Es gibt also diesen Einen mit der nötigen Kompetenz, der uns eine klare Auskunft geben kann. Von Ihm erfahren wir, was unmittelbar nach dem Tode mit jedem Menschen geschieht. In Lukas 16,19-31 (Die Bibel) hat Jesus uns diese Antwort am Beispiel von zwei Menschen gegeben, die gerade gestorben waren. Der eine kennt Gott, der andere lebte ohne ihn. Lazarus, der Gott kennt, wird von Engeln in Abrahams Schoß getragen, und ihm geht es gut an jenem Ort, den Jesus auch als das Paradies (Lukas 23,43, Die Bibel) bezeichnet. Der andere, ein Reicher, befindet sich unmittelbar nach dem Tode in der Hölle, und er beschreibt seine schreckliche Situation mit den Worten: „Ich leide Pein in diesen Flammen“ (Lukas 16,24b, Die Bibel). Der Tod ist also keineswegs der große Gleichmacher; vielmehr können wir sagen: Wenn es in dieser Welt schon sehr massive Unterschiede gibt; jenseits der Todesmauer werden sie geradezu unbeschreiblich weit auseinanderklaffen. Woran liegt das? Das soll nun ausführlich dargelegt werden. Der dreifache Tod Die Bibel[2] brandmarkt den Tod als Folge der Sünde des Menschen. Gott hatte die ersten Menschen im Garten Eden geschaffen. Er gab ihnen nur ein einziges Gebot, nämlich nicht vom Baum der Erkenntnis (1. Mose 2,17, Die Bibel) zu essen. Aber dieses eine Gebot missachteten sie. Damit zerbrach die enge Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch. Diese als Sündenfall bezeichnete Urkatastrophe der Menschheit hatte Tod, Leid, Krankheit und Mühsal zur Folge (1. Mose 3,9-23, Die Bibel). Von nun an wirkte sich das Gesetz der Sünde aus: „Der Sünde Lohn ist der Tod“ (Römer 6,23, Die Bibel). Der Mensch geriet in die Todeslinie, die in der Grafik (siehe Seite 13) als dicke schwarze Linie gezeichnet ist. Wir können sie bildlich als den Todeszug bezeichnen. Seit Adam, der dafür verantwortlich ist, dass der Tod in diese Schöpfung kam (1. Korinther 15,22a, Die Bibel), befindet sich nun die gesamte Menschheit in diesem schrecklichen Zug: „Durch einen einzigen Menschen, durch Adam, ist die Sünde in die Welt gekommen und als Folge davon der Tod. Weil nun alle Menschen gesündigt haben, sind sie alle dem Tod ausgeliefert“ (Römer 5,12, Die Bibel). Vor dem Sündenfall war also der Tod in der gesamten Schöpfung unbekannt. Wenn die Bibel vom Tod spricht, so meint sie damit keineswegs das Aufhören der Existenz. Die biblische Definition für Tod heißt „abgetrennt sein von ...“ Da der Sündenfall einen dreifachen Tod kennzeichnet (siehe Grafik auf Seite 13), gibt es auch ein dreifaches Abgetrenntsein: 1. Der geistliche Tod: Im Augenblick des Sündenfalles fiel der Mensch in den „geistlichen Tod“, d. h. er war damit abgetrennt von der Gemeinschaft mit Gott. In diesem Zustand leben auch heute alle Menschen, die nicht an ihren Schöpfer glauben. Sie bestimmen eigensüchtig ihr Leben und geben den Leidenschaften und Verlockungen der Sünde nach. 2. Der körperliche Tod: In der weiteren Auswirkung kommt es zum leiblichen Tod: „... bis dass du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist“ (1. Mose 3,19, Die Bibel). Wegen des Sündenfalles ist die gesamte Schöpfung der Vergänglichkeit unterworfen. 3. Der ewige Tod: Die Endstation des Todeszuges ist der ewige Tod. Dort wird jedoch nicht die Existenz des Menschen ausgelöscht (Lukas 16,19-31, Die Bibel). Es ist die Situation des endgültigen Abgetrenntseins von Gott. Der Zorn Gottes bleibt über ihm, weil „durch die Sünde eines Menschen – Adam – alle Menschen in Tod und Verderben geraten sind“ (Römer 5,18, Die Bibel). Jesus beschreibt diesen Ort des Verderbens als die Hölle; es ist ein Platz des schrecklichsten Daseins überhaupt: Das Feuer ist dort „unauslöschlich“ (Markus 9,43+45, Die Bibel) und „ewig“ (Matthäus 25,41, Die Bibel), dort ist „Heulen und Zähneklappern“ (Lukas 13,28, Die Bibel). Es ist ein schauriger Platz, „wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt“ (Markus 9,48, Die Bibel). Es ist ein Ort des „ewigen Verderbens“ (2. Thessalonicher 1,9, Die Bibel). Der Weg zum Leben Nach einem Vortrag kam ein junger Mann zum Gespräch. Ich fragte ihn: „Wo befindest Du Dich?“ Seine knappe Antwort: „Ich stehe auf dem Bahnhof!“ Er hatte eines erkannt: Den Todeszug muss ich schnellstmöglich verlassen! Seine Frage war: „Wie steige ich jetzt in den Lebenszug ein?“ Er ließ sich den Weg anhand einiger Bibelstellen zeigen und fährt nun fröhlich dem besten Ziel entgegen. Gott ist nicht nur ein zorniger Gott über die Sünde, sondern auch ein liebender Gott gegenüber dem Sünder. Wenn wir heute den Lebenszug besteigen, dann haben wir damit den schönsten Ort gebucht, den Himmel, von dem es in 1. Korinther 2,9 (Die Bibel) heißt: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, hat Gott denen bereitet, die ihn lieben.“ Was ist der nächste Schritt? Welchen Weg wir gehen wollen, diese Wahlentscheidung hat Gott uns als freie Wesen überlassen: „Ich habe euch (ewiges) Leben und (ewigen) Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwählest“ (5. Mose 30,19, Die Bibel). Es wird auch hier noch einmal deutlich, dass Gottes Wille eindeutig auf das Leben abzielt. Aus der Grafik (siehe Seite 13) können wir einen einfachen Merksatz ableiten: „Wenn du nur einmal geboren bist (die natürliche Geburt), dann stirbst du zweimal (zunächst der leibliche Tod, dann der ewige Tod); aber wenn du zweimal geboren bist (die natürliche Geburt, Neuwerdung durch Christus), stirbst du nur einmal (der leibliche Tod)!“ Der Glaube an den Sohn Gottes, Jesus Christus, befreit vom verdammenden Gericht und bringt die Gewissheit des ewigen Lebens: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom (geistlichen) Tode zum (ewigen) Leben hindurchgedrungen“ (Johannes 5,24, Die Bibel). Bedenkt man die Tragweite jeder Glaubensentscheidung, dann wird zugleich deutlich, welch tragische Auswirkung die Evolutionsidee und ihre Lehre über den Tod auf ihre Anhänger hat. Sie verschleiert die Gefahr des ewigen Todes und lässt die Menschen das Rettungsangebot Gottes verpassen. Jesus aber ist gekommen, um uns vor dem Abgrund, vor der Hölle, zu retten. Wenden Sie sich in einem Gebet an Jesus, den liebenden Gott. Auf diese Weise verlassen Sie noch heute den Todeszug und besteigen den Zug des Lebens. Diese grundlegende Lebensveränderung können Sie mit folgendem Gebet beginnen: „Herr Jesus Christus, ich habe meine fatale Situation erkannt. Meine Lebensweise stimmt keineswegs mit Deinem Wort, der Bibel, überein. Nun weiß ich: Ich sitze im falschen Zug. Darüber bin ich zutiefst erschrocken und bitte Dich um Hilfe. Vergib mir alle meine Schuld, die mir sehr leid tut, und verändere mein Leben, indem ich Dein Wort lese und mich danach ausrichte. Mit Deiner Hilfe möchte ich nun den Lebenszug besteigen und immer bei Dir bleiben. Ich nehme Dich jetzt in mein Leben auf. Sei Du mein Herr und gib mir den Willen und die Kraft, Dir zu folgen. Ich danke Dir von ganzem Herzen, dass Du mich von meinen Sünden befreit hast und ich jetzt ein Kind Gottes sein darf. Amen.“ Wenn Sie dieses Gebet zu Ihrem eigenen gemacht haben, dann hat Jesus Sie heute angenommen. Er hat ja fest versprochen, jeden anzunehmen, der sich zu Ihm hin auf den Weg macht (Johannes 6,37, Die Bibel). Sie haben jetzt den Lebenszug bestiegen, der Sie zum himmlischen Ziel bringen wird. Gleichzeitig haben Sie die Nachfolge Jesu angetreten, bei der Er nun eine zentrale Rolle spielen wird. Das wird in Ihrem Leben eine Wendung bewirken. Anhand von vier Punkten sei dies kurz erläutert: 1. Beginnen Sie mit dem regelmäßigen Lesen des Wortes Gottes, der Bibel. Es ist das einzige Buch, das Gott als von Ihm gegeben autorisiert hat. Die Bibel ist die notwendige Gebrauchsanweisung für unser Leben und Sterben. 2. Sprechen Sie jeden Tag mit Ihrem Herrn. Unser Gebet richten wir an Gott, den Vater, und an Jesus Christus, den Sohn Gottes. 3. Setzen Sie das in Ihrem Leben um, was in der Bibel gesagt ist. 4. Suchen Sie die Gemeinschaft mit anderen Menschen, die sich auch bewusst Christus zugewandt haben. Nutzen Sie die Angebote des Gutscheins. Die dort angeführten Schriften werden Ihnen auf Ihrem neuen Weg eine Hilfe sein. [1] Die ausführliche wissenschaftliche Argumentation steht in meinem Buch „Faszination Mensch“, 155 S., ISBN: 978-3-89397-649-2. Erhältlich über: wernergitt.de/mensch [2] Anhand der über 3000 erfüllten Prophetien der Bibel kann mit mathematischer Beweisführung ihre Wahrheit nachgewiesen werden. Siehe dazu: Werner Gitt: „Information – Der Schlüssel zum Leben“, 6. Auflage 2018, S. 294-314. Erhältlich über: wernergitt.de/information
16 Seiten, Best.-Nr.: 93-0
In unserer vom philosophischen Materialismus geprägten Zeit sind wir weithin in eine Denkfalle geraten, wonach es nur noch das geben darf, was aus der Materie abgeleitet werden kann. Wer aber die Bibel aufmerksam liest, stößt immer wieder auf Aussagen, die für uns im 21. Jahrhundert bei aller modernen wissenschaftlichen Erkenntnis schwer verständlich sind. So heißt es z.B. in Psalm 139,5: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ Werner Gitt erklärt in diesem Artikel, dass wir aus uns heraus den uns gegebenen Ereignishorizont nicht überwinden können, aber mit Gott gelingt es. Gott ist nicht an unsere dreidimensionale Welt gebunden. Die Bibel weist uns auf höhere Dimensionen hin. Dies erklärt, dass Gott auf übernatürliche Weise in unser Leben eingreifen kann. Sie zeigt uns aber auch, dass Gott uns einlädt zu ihm zu kommen und dass derjenige, der an Jesus glaubt, das ewige Leben hat. Jesus - Herr über alle Dimensionen Horizonte jenseits der Naturwissenschaften Wer die Bibel aufmerksam liest, stößt immer wieder auf Aussagen, die uns im 21. Jahrhundert bei aller modernen wissenschaftlichen Erkenntnis schwer verständlich sind: In Psalm 139,5 heißt es: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ Ein Bibelleser in Braunschweig liest das und ist froh, dass Gott ihn ringsherum umgibt. Aber ein Leser in Sydney – also auf der gegenüberliegenden Seite unserer Erdkugel – liest dasselbe, und er glaubt auch dem Wort. Wie ist das für Gott möglich, gleichzeitig an allen Orten – ja sogar auf dem Mond – zu sein? Nach seiner Auferstehung waren verschlossene Türen und Wände für Jesus keine Hinderungsgründe, den Raum zu betreten, in dem sich die Jünger versteckt hatten, denn in Johannes 20,26 heißt es: „Kommt Jesus (zu den Jüngern), als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht…“ Wie kann man sich so etwas vorstellen? Der philosophische Materialismus im Kontrast zur Bibel In unserer vom philosophischen Materialismus geprägten Zeit sind wir weithin in eine Denkfalle geraten, weil es nur noch das geben darf, was aus der Materie abgeleitet werden kann. Weiterhin wird unsere dreidimensionale Welt als Wirklichkeitsgrenze angesehen. Solche Gedanken führen konsequenterweise in die Gottlosigkeit und in den Evolutionsglauben. In der früheren Sowjetunion wurden solche Gedanken staatlicherseits verordnet. Als am 4. Oktober 1957 der erste Sputnik in eine Erdumlaufbahn geschossen wurde, behauptete die sowjetische Propaganda: „Der Sputnik hat nun Gott endgültig von der Bildfläche weggewischt“ und „Der Dialektische Materialismus tritt nun an die Stelle des Glaubens.“ Woher kommen diese Ideen? Die Menschen waren beeinflusst durch die kommunistische Agitation. Friedrich Engels (1820-1895), einer der Mitbegründer des Kommunismus, hatte gelehrt: „Die stoffliche, sinnlich wahrnehmbare Welt, der wir selbst angehören, ist das einzig Wirkliche.“ Im Gegensatz dazu stellt die Bibel in 2. Korinther 4,18 fest: „Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich, was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“ Die Amerikaner eröffneten etwas später ihr eigenes Raumfahrtprogramm, und ihre Astronauten bekannten, den Gott der Bibel erlebt zu haben. James Irwin (1930-1991) war vom 26. Juli bis 7. August 1971 mit Apollo 15 unterwegs. Er landete auf dem Mond, und er war der erste Mensch, der mit einem Auto auf dem Mond umherfuhr. Er beschrieb seine Erlebnisse wie folgt: „Drei Tage waren wir auf dem Mond und durften nur dort sein, weil Gott es zugelassen hat. Es sind uns auch große Schwierigkeiten begegnet, auf die wir nicht vorbereitet waren. In allen diesen Fällen habe ich stets gebetet, und der Herr hat geholfen.“ Wie kommt es zu so unterschiedlichen Auffassungen? Uns bewegen dabei u.a. folgende Fragen: Wo ist Gott, und warum sehen wir ihn nicht? Kann man die Wiederkunft Jesu als gleichzeitiges sichtbares Ereignis für alle Menschen auf der Erde verständlich machen? Im Folgenden wollen wir zwei wissenschaftliche Fachbegriffe erläutern, die uns einen neuen Zugang zu zentralen Berichten der Bibel ermöglichen. Es sind dies der physikalische „Ereignishorizont“ und die mathematische „Dimension“. Ereignishorizont Wenn wir einen Stern mit einem optischen Teleskop beobachten, fällt auf, dass der Lichtstrahl abgelenkt wird, wenn er an einer großen Masse vorbeizieht. Die größte Massendichte in unserem Universum finden wir in einem „Schwarzen Loch“. Könnten wir unsere Erde auf seine Massendichte komprimieren, würde sie auf eine Kugel von nur einem Zentimeter Durchmesser zusammenschrumpfen. Je näher ein Lichtstrahl an einem Schwarzen Loch entlangläuft, umso stärker wird er abgelenkt. Zwischen der Ablenkung und dem völligen Verschwinden eines Lichtstrahls liegt ein Grenzbereich, in dem der Lichtstrahl in eine Kreisbahn um das „Schwarze Loch“ gezwungen wird. Diese Kreisbahn nennt man den „Ereignishorizont“, weil alles, was sich jenseits dieser Grenze abspielt, für uns prinzipiell nicht mehr erkennbar, nicht messbar, also der naturwissenschaftlichen Forschung nicht mehr zugänglich ist. Dimension Die Dimension n gibt die Anzahl der Koordinatenachsen an, wodurch ein geometrischer Raum aufgespannt wird. Ein Punkt ist ohne jegliche Ausdehnung, darum hat er die Dimension Null (Bild 1). In der 1. Dimension gibt es nur eine einzige Ausdehnungsrichtung, und das ist die x-Richtung. Einen bestimmten Abschnitt in diesem „Raum“ bezeichnen wir als Länge. Die Fläche ist wegen zweier möglicher Ausdehnungsrichtungen ein zweidimensionales Gebilde, das in einem x-y-Koordinatensystem beschreibbar ist. Mit den Angaben von Länge und Breite können die Abmessungen einer regelmäßigen Figur gekennzeichnet werden. Würden wir eine weitere senkrechte Achse z zu dem x-y-System hinzufügen, dann hätten wir damit die dritte Dimension errichtet. Länge, Breite und Höhe legen dann die Abmessungen eines dreidimensionalen Körpers fest. Zu den jetzt drei bestehenden und senkrecht zueinander stehenden Achsen fügen wir nun noch eine vierte Koordinatenachse u hinzu. Diese u-Achse steht auch wiederum senkrecht auf jeder der drei anderen Achsen. Unser räumliches Vorstellungsvermögen setzt nun bereits aus, obwohl der mathematische Formelapparat damit mühelos zurechtkommt. Ein Körper in dieser 4. Dimension hätte die Abmessungen Länge, Breite, Höhe und Tiefe. Ist es realistisch, von einer 4. Dimension auszugehen? Im Neuen Testament finden wir eine klare Bestätigung: „...auf dass ihr begreifen möget mit allen Heiligen, welches da sei die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe“ (Epheser 3,18). Flachland Um wesentliche Merkmale der höheren Dimensionen und des Ereignishorizontes besser verstehen zu können, betrachten wir einmal die für uns einfachere zweite Dimension. Wir nennen dieses Gebiet „Flachland“ und positionieren dort Wesen der zweiten Dimension, die wir „Flachländer“ nennen. Sie unterscheiden sich von uns insbesondere dadurch, dass sie die Höhe Null haben. Zwischen ihrer und unserer Dimension liegt ein Ereignishorizont. Sie können uns nicht sehen, weil ihnen der Blick in die höhere Dimension verwehrt ist. Wir hingegen aus der höheren Dimension sehen sie alle mit einem Blick. Für alle Gesetzmäßigkeiten, die in einer jeweiligen Dimension Gültigkeit haben, erweist sich die nächsthöhere Dimension als eine nicht überschreitbare Grenze. Nur die eigene Dimension n wird als realistisch angesehen; schon die nächst höhere (n + 1) gehört zu einer für n unsichtbaren und unerforschlichen Welt. Wir können die niederen Dimensionen als Untermenge eines höherdimensionalen Raumes ansehen, d. h., die höhere Dimension durchdringt alle darunterliegenden. Der dreidimensionale Raum eines Würfels enthält die in ihm enthaltenen Teilflächen vollständig. Höhere Dimensionen in der Bibel Nach diesen Überlegungen schauen wir in die Bibel und sind überrascht, dort viele Analogien zu höherdimensionalen Räumen anzutreffen. Gott, Jesus und die himmlische Engelwelt befinden sich jenseits unserer dritten Dimension – in welcher, wissen wir nicht. Zunächst stoßen wir auf die Eigenschaft der Durchdringung. In Psalm 139,3+5 lesen wir: „Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ Ein vollständiges Umgeben und Durchdringen von Gott wird uns hier bezeugt. Das ist nur möglich, wenn Gott in einer höheren Dimension lebt. In Apostelgeschichte 17,28 wird uns gesagt: „Denn in ihm (= Gott) leben, weben und sind wir.“ Räumlich gesehen sind wir somit in Gott lokalisiert; er umgibt und durchdringt uns vollständig. Weiterhin sagt uns Gott in Jeremia 23,23+24: „Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der Herr, und nicht auch ein Gott von ferne her? Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe?“ Es gibt weder einen Ort auf dieser Erde noch eine Stelle im Universum, wo wir uns vor ihm verstecken könnten; überall ist er gegenwärtig und sieht uns. Darum heißt es in 1. Mose 16,13: „Du bist ein Gott, der mich (immer) sieht!“ Niemand kann Gott entrinnen In unseren Vorüberlegungen über zweidimensionale Wesen erkannten wir, dass diese aus unserer Sicht heraus nicht vor uns fliehen oder sich auch nicht vor uns verstecken können. Genau das sagt Gott von uns bezüglich unseres dreidimensionalen Raumes. In Psalm 139,7-10 heißt es darum: „Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“ Überwindung des Ereignishorizontes Aus uns heraus können wir den gegebenen Ereignishorizont nicht überwinden, aber mit Gott gelingt es. Die Bibel berichtet mehrfach davon, wie einzelne Menschen zeitweise Ereignishorizonte überwanden. Davon spricht Apostelgeschichte 7,55 im Zusammenhang mit der Steinigung des Stephanus: „Er aber, voll Heiligen Geistes, sah auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen.“ Der Herr hatte Stephanus die Augen so geöffnet, dass er in die höhere Dimension Gottes hineinschauen konnte. Die „Gardine des Ereignishorizontes“ wurde nur für ihn beiseitegeschoben, so dass er von seinem Standort vor den Toren Jerusalems direkt in den Himmel hineinsehen konnte. Der Himmel ist also nicht irgendwo jenseits des Universums, sondern direkt um uns herum, jedoch in einer anderen Dimension. Die Auferstehung Jesu Nach seiner Auferstehung war der Leib Jesu nicht mehr mit unserem Leib vergleichbar. Er war nicht mehr an die 3. Dimension gebunden, sondern er konnte nach Belieben in unserer Dimension erscheinen und wieder in die himmlische hinüberwechseln. Der Philosoph Martin Heidegger, der nicht vom Glauben her argumentierte, stellte richtig fest: „Ist Jesus von Nazareth von den Toten auferstanden, dann ist jede naturwissenschaftliche Erkenntnis vorletztlich.“ Er hatte erkannt, alle unsere wissenschaftliche Erkenntnis kann niemals der Weisheit letzter Schluss sein, wenn Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden ist. In 1. Korinther 15,6 berichtet uns Paulus: „Danach ist er (= Jesus) gesehen worden von mehr als 500 Brüdern auf einmal.“ Im griechischen Grundtext ist das Geschehnis noch genauer ausgedrückt: „Er ist sichtbar gemacht worden.“ Damit ist gesagt, Jesus war auch vorher gegenwärtig; nun aber ist er auch in unserer Dimension sichtbar gemacht worden. Die Himmelfahrt Jesu Von der Himmelfahrt Jesu wird uns in Markus 16,19 bezeugt: „Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur rechten Hand Gottes“ – Jesus wurde also nur aufgehoben in jene für uns noch unsichtbare Dimension. In Apostelgeschichte 1,9 lesen wir: „Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.“ Und dann sagten die Engel (V.11): „Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“ Hier kommt es auf das Wort „so“ an. Er wird dann bei seiner Wiederkunft in gleicher Weise aus der anderen Dimension hervortreten und für alle Menschen gleichzeitig sichtbar sein, unabhängig davon, ob wir in Deutschland oder in Australien oder in China oder Amerika wohnen. Die Wiederkunft Jesu Nach Matthäus 24,27 wird die Wiederkunft Jesu ein plötzliches Ereignis sein: „Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohnes sein.“ Der Herr wird augenblicklich und gleichzeitig für alle Menschen sichtbar sein. Auch derjenige, der sich dann gerade 1000 Meter unter der Erdoberfläche in einem Salzbergwerk befindet, wird ihn sehen. Für sein Sichtbarwerden gibt es keinen Hinderungsgrund. Es wird so sein, wie bei seiner Himmelfahrt: „...und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit“ (Matthäus 24,30). Im Lukasevangelium wird deutlich, dass es zum Zeitpunkt der Wiederkunft des Herrn auf der einen Erdhälfte Tag und auf ihrer entgegengesetzten Seite Nacht sein wird: „In jener Nacht werden zwei auf einem Bett liegen; der eine wird angenommen, der andere wird verworfen werden… Zwei werden auf dem Felde sein; einer wird angenommen, der andere wird verworfen werden.“ (Lukas 17,34+36). Auf dem Felde arbeitet man normalerweise am Tage. Wie präzise die Bibel doch ist: Da wird es gleichzeitig Tag und Nacht geben, je nachdem, an welcher Stelle der rotierenden Erde wir uns dann gerade befinden. Eine Wohnung für uns Jesus sagt in Johannes 14,2: „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?“ Diese Wohnungen befinden sich jenseits der dritten Dimension und sind von Jesus als ewiger Aufenthaltsort in der himmlischen Welt geplant. Durch sein „Kommet her zu mir“ sind wir alle dorthin eingeladen. Nur ein einziger Weg führt in dieses Vaterhaus, und das ist Jesus: „Wer an den Sohn (Gottes) glaubt, der hat das ewige Leben“ (Johannes 3,36). Direktor und Professor a. D.Dr.-Ing. Werner Gitt
10 Seiten, Best.-Nr.: 139-0
Die Urknalltheorien basieren auf sechs Annahmen, die immer vorhanden sind, auch dann, wenn sie nicht ausdrücklich erwähnt werden. Wenn alle richtig sind, könnte man mit den Berechnungen beginnen und der Frage nach dem Ursprung des Universums nähergekommen. Wenn jedoch nur eine der notwendigen Annahmen falsch ist, ist die gesamte Idee des Urknalls hinfällig. Werner Gitt zeigt in diesem Beitrag, dass fünf der sechs Grundannahmen als falsch betrachtet werden müssen. Schließlich zeigt er, wer wirklich der Schöpfer dieser Welt ist: Jesus Christus. Der Urknall kommt zu Fall Die Urknall-Theorie ist die heute weitgehend akzeptierte Theorie zur Erklärung des Ursprungs unseres Universums. Als Begründer gilt der belgische katholische Priester und Astrophysiker Georges Lemaître (1894-1966), der 1931 für den heißen Anfangszustand des Universums den Begriff „primordiales Atom“ oder „Uratom“, später auch „kosmisches Ei“ verwendete. Die Bezeichnung Urknall (engl. big bang, wörtlich: Großer Knall) geht auf den englischen Astrophysiker und Kosmologen Fred Hoyle (1915-2001) zurück. Mit dieser Wortwahl wollte er die Urknalltheorie unglaubwürdig erscheinen lassen, weil er Anhänger der dazu konkurrierenden Steady-State-Theorie[1] war. In seinem bekannten Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ benannte der bekannte britische Astrophysiker Stephen W. Hawking (1942-2018) einige der bohrenden Fragen, wenn es um das Universum geht: „Nach wie vor haben wir ein unstillbares Bedürfnis zu wissen, warum wir hier sind und woher wir kommen“ (S. 28). „Wir sehen uns in einer befremdlichen Welt leben. Wir möchten verstehen, was wir um uns her wahrnehmen und fragen: Wie ist das Universum beschaffen? Welchen Platz nehmen wir in ihm ein, woher kommt es, und woher kommen wir? Warum ist es so und nicht anders?“ (S. 217). Die Urknalltheorien basieren auf sechs Annahmen, die immer vorhanden sind, auch wenn sie nicht explizit genannt werden. Wenn diese alle richtig sind, kann man mit den Berechnungen beginnen, und wenn wir korrekt rechnen, dann wären wir der Herkunftsfrage des Universums ein Stück näher gekommen. Ist aber auch nur eine der erforderlichen Annahmen falsch, dann ist die ganze Urknall-Idee hinfällig. Dann gilt es, eine tragfähige Alternative zu finden. Schauen wir uns diese Annahmen nun im Einzelnen an: Annahme 1: Die Naturgesetze sind universell gültig. Diese Annahme hat sich durch zahlreiche wissenschaftliche Experimente und Beobachtungen als korrekt erwiesen. Die Naturgesetze haben in der materiellen Welt eine derart durchdringende Wirkung, dass sie bis in die entferntesten Winkel des Universums gültig sind. Nicht einmal ein einzelnes Atom kann sich ihrem Einfluss entziehen. Kein Vorgang auf dieser Erde und in den Weiten des Universums bleibt auch nur für den Bruchteil einer millionstel Sekunde von ihnen unberücksichtigt. Ergebnis: Annahme 1 ist richtig! Annahme 2: Unter dem kosmologischen Prinzip sind sogar zwei kosmologische Grundannahmen zusammengefasst: Das Prinzip der Homogenität und das Prinzip der Isotropie. Die Homogenität des Weltalls besagt: Unabhängig vom Beobachtungspunkt im Raum stellt sich das Universum immer gleich dar. Dass das Weltall isotrop ist, besagt: Das Universum sieht zur selben Zeit von jedem Raumpunkt auch in alle Richtungen für große Entfernungen gleich aus. Schon der Blick zum Sternenhimmel mit bloßem Auge zeigt sofort, dass das Universum in der näheren Umgebung der Erde weder homogen noch isotrop ist, denn die Sterne sind sehr unregelmäßig verteilt. Auf größerer Skala bilden die Sterne Galaxien, die ebenfalls sehr ungleichmäßig verteilt sind. Die nächste Hierarchiestufe bilden die Galaxienhaufen. Auf noch größerer Skala ist eine wabenartige Struktur erkennbar. Die beiden Astronomen John P. Huchra und Margaret J. Geller vom Harvard Smithonian Center for Astrophysics in Cambridge, USA, fanden augenfällige Großstrukturen mit Ausmaßen von sage und schreibe 300 Millionen Lichtjahren. Der Bonner Universitätsprofessor Hans Jörg Fahr (*1939) vom Institut für Astrophysik spricht von einem Sandkorn-Universum, das sich bilden sollte, wenn es einen Urknall gegeben hätte. Wir sollten also ein Universum beobachten, das amorph und völlig strukturlos ist – die Materie sollte im Raum gleichverteilt sein. Wie aber kam der Kosmos aus dem Chaos heraus? Nirgendwo im Kosmos finden wir Zufälligkeit. Warum soll die Materie aus sich selbst heraus strukturell sinnvolle Einheiten bilden? Unser Sonnensystem mit den umlaufenden Planeten ist in hohem Maße strukturiert und erscheint genial konstruiert. Wer aber brachte die Ordnungsstruktur ins Universum, wenn gemäß Annahme 6 kein Gott ins Spiel gebracht werden darf? Die Antwort des „Methodischen Atheismus“ lautet: dunkle Materie und dunkle Energie! Was sollen diese exotischen Phänomene, deren Existenz nie nachgewiesen wurde, bewirken? Sie sollen durch gewaltige Gravitationsfelder die Ordnungsstruktur hervorgerufen haben. In „Physics Today“ nennt der Kosmologe Ofer Lahav vom University College London sogar die prozentualen Anteile: 5 % normale Materie, 25 % dunkle Materie, 70 % dunkle Energie. Damit hätten wir 5 % Realität und 95 % reine Spekulation! Die dunkle Materie ist eine reine Erfindung: Sie fällt auch nicht durch irgendwelche Wechselwirkung im Universum auf. Man sieht sie nicht, aber man braucht sie dringend als gravitatives Bindemittel zur Erklärung der verschiedenen Strukturen und Hierarchien in unserem Universum. Ohne die dunkle Materie scheint es aussichtslos, die Strukturen im Weltall irgendeiner Erklärung zuzuführen. Ergebnis: Annahme 2 ist falsch! Annahme 3: Die heutige Beobachtung, dass das Universum sich ausdehnt, wird rückextrapoliert bis zu einem singulären Punkt, wo man sich Masse und Energie in einem Punkt vereinigt denkt. Der US-amerikanische Astronom und Namensgeber des bekannten Hubble-Teleskops Edwin Hubble (1889-1953) entdeckte 1929, dass das Universum sich ausdehnt. Diese messbare Expansionsgeschwindigkeit nennt man Hubble-Konstante. Sie beträgt: H0 = (67,15 ± 1,2) km/s/(Mpc) (1 Mpc = 1 Megaparsekunde = 3,26 Millionen Lichtjahre) Bildet man hiervon den Kehrwert, dann kommt man auf 1/H0 = 14,7 Milliarden Jahre, und diesen Zeitraum definiert man willkürlich als das Alter des Universums. Nach der Hubble-Formel v = H0∙d (v = Ausdehnungsgeschwindigkeit; d = Abstand einer Galaxie von uns) sollten sich alle Galaxien von uns entfernen. Das ist aber nicht der Fall. Im Gegenteil: Der Andromedanebel, eine unserer nächsten Galaxien, entfernt sich nicht von uns, sondern bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 410 000 km/h auf uns zu. Ergebnis: Die Rückextrapolation auf einen Punkt ist nicht begründbar! Annahme 4: Die Energie des Urknalls ist zufällig entstanden. Alle Materie ist aus anfänglicher purer Energie entstanden nach der Einsteinschen Gleichung E = m∙c2. Am Anfang des Urknalls war das ganze Universum kleiner als ein einziges Atom. Die Annahme 4 widerspricht dem Energiesatz der Physik. Danach kann Energie weder neu entstehen noch kann sie vernichtet werden. Die Annahme 4 ist durch ein Naturgesetz widerlegt. Ergebnis: Annahme 4 ist falsch! Annahme 5: Es ist die philosophische Annahme des Materialismus. Nach dieser Lehre muss alles, was es in dieser Welt gibt, aus Masse und Energie entstanden sein. Der französische Naturforscher Georges Baron de Cuvier (1769-1832) stellte fest: „In dem Maße als die Wissenschaft fortschreitet, ist sie zurückgekommen von den Trugschlüssen des Materialismus.“ Nach der Idee des Materialismus muss das Universum auch irgendwann das Leben hervorgebracht haben. Jedes Lebewesen enthält bekanntermaßen riesige Mengen an Information. Information aber ist nach den Naturgesetzen der Information[2] eine nicht-materielle Größe, die nicht aus der Materie stammen kann. Damit ist die Idee des Materialismus durch Naturgesetze widerlegt (siehe [2], Seite 284). Ergebnis: Annahme 5 ist falsch! Annahme 6: Die Urknall-Theorie beruht auf dem „Methodischen Atheismus“, denn einen Gott gibt es in dem System nicht. Gottesbeweis durch die Information: Da die lebenden Zellen eine riesige Menge an Universeller Information[3] enthalten, aber alle die dadurch codierten Konzepte von keinem Menschen stammen, ist als Quelle ein (göttlicher) intelligenter Sender (Urheber, Gott) erforderlich. Die Notwendigkeit der Existenz eines Urhebers ist nach dem folgenden Naturgesetz der Information zwingend: Universelle Information kann nur von einem intelligenten Sender erzeugt werden (siehe [2], Seite 182). Ergebnis: Annahme 6 ist falsch! Was ist das Fazit unserer Überlegungen? Von den sechs Annahmen der Urknall-Theorie ist nur eine einzige wissenschaftlich nachweisbar, fünf sind nachweislich falsch. Das ist konsequenterweise das wissenschaftliche AUS für diese weitverbreitete Theorie! Damit ist der Urknall zu Fall gekommen! Sagen wir es klar und deutlich: Den Urknall hat es nie gegeben! Was ist die Alternative zum Urknall? Die beiden Astronomen John D. Barrow (University of Sussex, England) und Joseph Silk (University of California, Berkeley) weisen in die richtige Richtung, wenn sie sagen: „Wurde der Kosmos sorgsam auf … das Leben abgestimmt? Dass sich unser Universum dem Leben gegenüber so überraschend gastfreundlich verhält, hat sich bestimmt nicht erst im Zuge der Evolution ergeben … Dass die Naturgesetze die Existenz von Sternen mit Planetensystemen gestatten, aber auch wirklich nur gerade gestatten, hat mit den Variationsmöglichkeiten der Evolution nichts zu tun. Solch unveränderliche Eigenschaften besitzt die Welt entweder, oder sie besitzt sie nicht … Dass tatsächlich eine ganze Anzahl voneinander unabhängiger Eigenschaften zusammentrifft, ... könnte die Vermutung aufkeimen lassen, unser Kosmos sei zum Zweck unseres Erscheinens entworfen worden. Wäre es nicht möglich, dass sich hinter diesen bemerkenswerten ‚Zufällen‘ ein Großer Planer verbirgt?“ („Lust am Forschen“, Piper-Verlag, S. 167-168). Der „Große Planer“ ist keineswegs im Verborgenen geblieben. Er hat sich uns vorgestellt, denn in der Bibel heißt es von ihm: „Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf mancherlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch ihn hat er auch die Welt gemacht“ (Hebräer 1,1-2). Damit ist deutlich gesagt, dass das komplette Universum und alles, was wir darin finden, durch Jesus Christus, den Sohn Gottes, geschaffen wurde. Die folgenden zwei Zitate aus dem Neuen Testament bestätigen uns in allumfassender Weise diese gewaltige Schöpfertätigkeit Jesu: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist“ (Johannes 1,1-3). „Denn in ihm (= Jesus Christus) ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Reiche oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm“ (Kolosser 1,16-17). Die gesamte Sternenwelt entstammt also nicht einem Urknall oder einem sonstigen evolutiven Zufallsprozess, den sich Menschen erdacht haben, sondern sie sind das Ergebnis des planvollen, zielorientierten und machtvollen Handelns des Sohnes Gottes. Es ist gedanklich kaum zu fassen, dass dieser allmächtige Gott und Schöpfer seine Gottgleichheit aufgab und uns auf dieser Erde besucht hat, am Kreuz für unsere Sünden starb, am dritten Tage auferstanden und dann wieder in die ewige Himmelswelt zurückgekehrt ist. Diese Gedanken, auf die kein Mensch je gekommen ist, können uns den Atem verschlagen: Der Mann am Kreuz und der Schöpfer des ganzen Universums ist ein und dieselbe Person! Wir befinden uns mit dieser Wahrheit jenseits von dem, was ein Mensch mit all seiner Logik überhaupt noch begreifen kann. Als Jesus am Kreuz die Sünde der Welt trug, verfinsterte sich für drei Stunden die Sonne. Welch unbegreifliche Situation! Der Schöpfer selbst hat sich bis zum Kreuz herab erniedrigt. Er wird unseretwegen machtlos und geschlagen, um damit für uns das Tor zum Himmel zu öffnen. Psalm 139,17-18 charakterisiert unsere Denkgrenze: „Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so groß! Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand.“ Mag der Gedanke schwer vorstellbar sein, dass der Schöpfer uns in der Person des Gekreuzigten begegnet, so stellt sich doch eine wichtige Frage: Ist der Schöpfer uns so unsagbar weit entfernt – „überm Sternenzelt“, wie der Dichterfürst Friedrich von Schiller meinte – oder kann man persönlich mit ihm in Kontakt treten? Ja! Gott ist uns nahe und wartet auf unser Gebet: „Wer den Namen des Herrn (Jesus) anrufen wird, soll gerettet werden (für das Himmelreich)“ (Römer 10,13). Unser Schöpfer Jesus lädt uns ein, einmal ewig in seinem Himmelreich zu sein. Dieses Bürgerrecht wird jedem zugesprochen, der auf diese Einladung eingeht. Aufgrund der grenzenlosen Liebe Gottes ist jeder dazu eingeladen – auch Sie, liebe Leserin und lieber Leser! Dir. und Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt [1] Der Steady-State-Kosmos ist eine Modellvorstellung, bei der das Universum definitionsgemäß räumlich und zeitlich unbegrenzt ist und keine Anfangssingularität aufweist. [2] W. Gitt: Information – Der Schlüssel zum Leben, CLV-Verlag, 6. Auflage 2018 [3] Definition: „Universelle Information (UI) ist eine aus codierten Symbolen abstrakt dargestellte Botschaft, die einer oder mehreren Handlung(en) und einem Ziel dient“ (siehe [2], Seite 97).
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Ist Jesus lediglich einer von vielen Religionsstiftern oder ist er der Messias, der Erlöser dieser Welt? Jesus kam nicht in diese Welt, um eine Religion zu stiften oder um Gesetze aufzustellen. Er kam vielmehr, um einen bestimmten Auftrag zu erfüllen. Sein Ziel war, die Einheit zwischen Gott und den Menschen wiederherzustellen, die bereits durch den Ungehorsam der ersten Menschen zerstört wurde. Diese Schrift gibt einen kurzen Überblick über das Leben von Jesus und zeigt, welche Bedeutung er für uns heute hat. Damit ist sie gut zum Weitergeben an Menschen geeignet, die mehr über Jesus erfahren möchten. Wer ist Jesus Christus? Ist Jesus lediglich einer von vielen Religionsstiftern oder ist er der Messias, der Erlöser dieser Welt? Im christlichen (apostolischen) Glaubensbekenntnis lesen wir Folgendes: „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.“ Jesus kam nicht in diese Welt, um eine Religion zu stiften oder um Gesetze aufzustellen. Er kam vielmehr, um einen bestimmten Auftrag zu erfüllen. Sein Ziel war, die Einheit zwischen Gott und den Menschen wiederherzustellen, die bereits durch den Ungehorsam der ersten Menschen (1. Mose 3,1–24) zerstört wurde. Seinen Auftrag beschrieb er wie folgt: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um anderen zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele hinzugeben.“ (Matthäus 20,28) Das ganze Leben von Jesus auf dieser Erde war von Liebe gekennzeichnet. Er heilte die Kranken, liebte die Sünder, vergab ihnen ihre Schuld, weckte Tote auf, trieb Dämonen aus und erzählte den Menschen von Gottes Reich. Er rief seine Zuhörer aber auch zur Buße auf, das heißt zur Umkehr zu Gott. Jesus übertrat niemals Gottes Gebote. Er lebte ohne Sünde. Auch die Obersten des Volkes konnten keine Schuld an ihm finden, als sie ihn verhörten. Obwohl sie von seiner Unschuld überzeugt waren, verurteilten sie ihn dennoch zum Tod am Kreuz. Jesus hätte Gott, den himmlischen Vater, bitten können, dies zu verhindern. Doch er tat es nicht. Er nahm freiwillig den Weg des Leidens auf sich. Als er am Kreuz auf Golgatha qualvoll starb, starb er stellvertretend für die Strafe, die wir verdient haben. Er bezahlte für unsere Schuld, indem er die Sünde, die uns von Gott trennt, auf sich nahm. Durch seinen Tod öffnete er für uns einen Zugang zu Gott. Wir lesen in 2. Korinther 5,19: „Ja, in der Person von Christus hat Gott die Welt mit sich versöhnt, sodass er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnet; und uns hat er die Aufgabe anvertraut, diese Versöhnungsbotschaft zu verkünden.“ Im Alten Testament lesen wir, dass die Juden Opfer darbringen mussten, wenn sie Gottes Gebote übertraten. Das geschah in Form von Tieren oder anderem Essbaren, je nach Schwere der Schuld. Mit dem Sterben von Jesus am Kreuz hörte das Opfern auf, weil Jesus das endgültige Opfer wurde. Sein Tod wiegt mehr als alle anderen Opfer dieser Welt. Jesus machte für uns den Weg zu Gott durch seinen Tod frei, der aufgrund des Sündenfalls und unserer persönlichen Sünde versperrt war. In dem bekannten Weihnachtslied „Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich“ heißt es in Vers 6: „Heut schleußt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis; der Cherub steht nicht mehr dafür, Gott sei Lob, Ehr‘ und Preis!“ Gott hat durch Jesus die Tür zum Paradies für uns geöffnet. Mit seinem Tod beglich Jesus unsere Schuld. Niemand außer Jesus war dazu fähig. Darum gibt es auch keinen anderen Retter außer ihm. Niemand sonst konnte zu Recht sagen: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Johannes 14,6) Somit ist Jesus der Erlöser für die ganze Welt geworden. Sein Opfer am Kreuz hat Gültigkeit für jeden Menschen auf dieser Erde. Damit wird allerdings niemand automatisch gerettet. Jesus möchte, dass wir an ihn glauben und ihm unser Leben anvertrauen. In der Bibel steht in Johannes 3,16: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“ Zu Ostern feiern wir, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Ohne die Auferstehung wäre sein Sterben für uns bedeutungslos. Doch gerade durch seine Auferstehung bewies Jesus seine Gottessohnschaft. Er demonstrierte, dass er der Sieger über die Sünde, über den Tod und über den Teufel ist. Christen begrüßen sich darum zu Ostern mit dem bekannten Ostergruß: „Der Herr ist auferstanden! – Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Im Glaubensbekenntnis heißt es, dass Jesus wiederkommen wird „zu richten die Lebenden und die Toten“. Nach seiner Auferstehung kehrte Jesus in den Himmel zurück. Während seine Jünger ihm noch nachsahen, standen plötzlich zwei Engel vor ihnen und sagten: „Ihr Männer von Galiläa, warum steht ihr hier und starrt zum Himmel hinauf? Dieser Jesus, der aus eurer Mitte in den Himmel genommen worden ist, wird wiederkommen, und zwar auf dieselbe Weise, wie ihr ihn habt gehen sehen.“ (Apostelgeschichte 1,11) Gustav Heinemann, ein früherer deutscher Bundespräsident, sagte sehr treffend über Jesus: „Die Herren dieser Welt gehen, unser Herr kommt.“ Wenn Jesus wiederkommt, kommt er auch als Richter (vgl. 2. Timotheus 4,1). Die Fragen, die wir uns im Blick auf seine Wiederkunft stellen sollten, sind diese: Werde ich einmal im Himmel sein oder an den Ort der ewigen Strafe kommen? Habe ich die Vergebung meiner Sünden durch Jesus angenommen? Bin ich gerettet? Wie kann ich gerettet werden? Dies geschieht, indem ich mich mit einem aufrichtigen Gebet an Jesus wende, ihn um Vergebung bitte und ihm mein Leben anvertraue. Das folgende Gebet soll Ihnen eine Hilfe sein, wenn Sie sich für ein Leben mit Jesus entscheiden möchten: „Herr Jesus Christus, ich danke dir für dein Opfer am Kreuz! Ich danke dir, dass du mich liebhast und auch meine Schuld auf dich genommen hast. Ich bekenne dir, dass ich gesündigt habe. Meine Sünden tun mir leid. Bitte vergib mir und reinige mich von aller meiner Schuld. Ich nehme dich in mein Leben hinein. Du sollst fortan mein Herr sein und ich möchte mit dir leben. Amen!“ Frieda Mumm
6 Seiten, Best.-Nr.: 47-0
Im Laufe der Geschichte haben sich immer wieder Menschen gegen den Glauben an eine Auferstehung der Toten ausgesprochen. Sie sollten aber bedenken, dass Jesus seine Auferstehung nicht nur durch Worte verkündigen lässt, sondern sie beweist, indem er sich mehrfach an unterschiedlichen Orten und bei verschiedenen Gelegenheiten direkt zeigt. Mit dem Geschehen der Auferstehung hat Gott uns eine Wirklichkeit gezeigt, die weit über unsere Erfahrungswelt von Raum und Zeit hinausgeht: Unsere dreidimensionale Welt ist nicht die ganze Wirklichkeit. Jesus hat uns die Realität der Ewigkeit bezeugt. Wahn oder Wirklichkeit?Die Auferstehung Jesu Christi Was war das bisher größte Ereignis der Weltgeschichte? War es die Erfindung des Computers durch Konrad Zuse (1910-1995), war es die Entdeckung Amerikas 1492 durch Christoph Columbus (1451-1506), oder war es die erstmalige Landung eines Menschen auf dem Mond am 21. Juli 1969 durch Neil Armstrong (1930-2012)? Er setzte als erster Erdbewohner seinen Fuß auf die Mondoberfläche und sagte die markigen Worte: „Ein kleiner Schritt für den Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit.“ Alle diese Ereignisse waren sehr bedeutungsvoll, aber sie ragen nicht heran an jenes Ereignis, über das wir heute besonders nachdenken wollen. Es ist die Auferstehung Jesu Christi von den Toten! Dieses Ereignis hat einen Bezug zu jedem Menschen auf dieser Erde. In Anlehnung an den Ausspruch von Neil Armstrong können wir formulieren: Die Auferstehung war der allergrößte Schritt, der jemals für die Menschheit getan wurde, aber es ist auch der, der am meisten angezweifelt wird. Kritische Einwände zur Auferstehung Im Laufe der Geschichte haben sich immer wieder Menschen gegen den Glauben an eine Auferstehung der Toten ausgesprochen. Fünf kritische Stimmen möchte ich anführen. 1. Die Sadduzäer: Schon auf Jesus kam eine Gruppe frommer Männer zu, um sich gegen eine Auferstehung der Toten zu stellen. Sie forderten ihn mit einer Fangfrage heraus (Matthäus 22,23-33): Wenn sieben Brüder nacheinander ein und dieselbe Frau heiraten und sie schließlich selbst stirbt, wessen Frau wird sie in der Auferstehung sein? Jesus entkräftete ihren Einwand mit der Aussage, dass jenseits der Todeslinie der Ehestand nicht mehr besteht, und fügte eine Denksportaufgabe hinzu, indem er 2. Mose 3,6 zitierte: „Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.“ Da aber Abraham, Isaak und Jakob gestorben waren, müssen sie konsequenterweise aus dem Tode auferstehen, weil „Gott nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden ist“ (Matthäus 22,32b). 2. Martin Heidegger: Der bekannte deutsche Philosoph Martin Heidegger (1889-1976) argumentierte bezüglich der Auferstehung nicht vom Glauben, und dennoch traf er eine wichtige Feststellung: „Ist Jesus von Nazareth von den Toten auferstanden, dann ist alle naturwissenschaftliche Erkenntnis nur vorläufig.“ Er folgerte konsequent: Wenn das wirklich stimmt, dass Jesus von Nazareth von den Toten auferstanden ist, dann haben wir uns mit unserem naturwissenschaftlichen Denken eine nicht begründbare Grenze auferlegt. 3. Rudolf Augstein: Rudolf Augstein (1923-2003), dem Herausgeber des größten deutschsprachigen Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ wurde kurz vor seinem Tode die Frage gestellt: „Glauben Sie an Gott?“ Darauf antwortete er: „Nein ... Ich glaube nicht an die Auferstehung irgendeines Toten, und dann muss ich mich damit auch gar nicht weiter beschäftigen. Wenn ich weg bin, dann bin ich weg!“ – Welch ein fataler Irrtum! 4. Pfarrer im Predigtnotstand: Es war kurz vor Ostern, als ich mit einem Pfarrer ins Gespräch kam. Er erklärte mir, wenn es auf Ostern zugeht, komme er in einen „Predigtnotstand“ – so nannte er das. Als Pfarrer glaubte er nicht an die Auferstehung Jesu. 5. „DIE ZEIT“: Die Wochenzeitung „DIE ZEIT“ titelte in der Osterausgabe (Nr. 16, 8. April 2009) mit folgender Balkenüberschrift: „Die unglaublichste Geschichte der Welt“ – Nichts klingt unwahrscheinlicher als die Auferstehung Jesu!“ Augenzeugen der Auferstehung Gott hätte uns durch einen Propheten verkündigen lassen können: „Die Auferstehung Jesu ist geschehen. Ich habe ihn aus dem Tode zurückgeholt.“ Das hätte noch mehr Zweifler auf den Plan gerufen, als es ohnehin schon der Fall ist. Aber das tat Gott nicht. Jesus lässt seine Auferstehung nicht durch Worte verkündigen, sondern er beweist sie selbst, indem er sich mehrfach an unterschiedlichen Orten und bei verschiedenen Gelegenheiten direkt zeigt. Im Neuen Testament wird uns 15-mal von Augenzeugen berichtet, dass sie Jesus als den Auferstandenen und Lebenden erlebt haben: Maria Magdalena (Johannes 20,11-18) Zwei Frauen am Grab (Matthäus 28,9) Zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus (Lukas 24,13-35) Petrus (Lukas 24,34; 1. Korinther 15,5) Die 10 Jünger ohne Thomas am Ostersonntag (Johannes 20,19) Die 11 Jünger einschließlich Thomas (Johannes 20,26) Die 7 Jünger am See Tiberias (Johannes 21,1-22) Die 11 Jünger auf einem Berg in Galiläa (Matthäus 28,16-20) Die 12 Jünger, zuerst von Kephas (1. Korinther 15,5) 500 Brüder (1. Korinther 15,6) Jakobus, der Bruder des Herrn (1. Korinther 15,7) Alle Apostel (1. Korinther 15,7; Markus 16,19-20; Lukas 24,50-53; Apostelgeschichte 1,3-12,26) Stephanus, nach der Himmelfahrt (Apostelgeschichte 7,55-56) Apostel Paulus, nach der Himmelfahrt (vor Damaskus bei der Bekehrung: Apostelgeschichte 9,3-5; im Tempel: Apostelgeschichte 22,17-21; im Gefängnis von Cäsarea: Apostelgeschichte 23,11) Apostel Johannes, nach der Himmelfahrt (Offenbarung 1,12-20). Einige dieser Augenzeugenberichte seien hier kommentiert: 1. Maria Magdalena (Johannes 20,1-18): Schon sehr früh am Ostersonntag macht sie sich auf den Weg zum Grab Jesu. Im Garten angekommen, wo sich Jesu Grab befindet, erschrickt sie dermaßen, dass sie in Tränen ausbricht. Wer hatte den schweren Stein vor der Graböffnung weggerollt? Das Grab ist leer. Große Angst überfällt sie, und sie läuft zu der Herberge, wo Petrus und Johannes sich aufhalten. Diese machen sich sofort auf den Weg zum Grab. Johannes kommt völlig außer Atem als Erster an, danach Petrus. Maria Magdalena liegt weit hinter Petrus zurück. Johannes nähert sich dem Grab, ohne jedoch hineinzugehen, aber er sieht, dass dort in dem leeren Grab nur Grabtücher liegen. Als Maria Magdalena dann das Grab erreicht, waren Petrus und Johannes schon weg. Sie geht in das Grab hinein und stellt nun auch mit Entsetzen fest, dass es leer ist. Plötzlich sieht sie zwei strahlend weiß gekleidete Engel, wo Jesus gelegen hatte; einer am Kopfende, der andere am Fußende. Diese fragen: „Warum weinst du?“ Sie antwortet unter Tränen: „Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben“ (Johannes 20,13). Sie wendet den Kopf und sieht plötzlich einen Mann vor sich stehen. Sie nimmt an, er sei vielleicht der Gärtner, als dieser fragt: „Warum weinst du? Wen suchst du?“ (Johannes 20,15). Auch seine Stimme erkennt sie zunächst nicht. „Hast du ihn weggenommen? Sag mir doch, wo er ist!“, erkundigt sie sich. Daraufhin redet er sie mit ihrem Namen an: „Maria!“ Das geht ihr durchs Herz. Nie hatte jemand ihren Namen derart ausgesprochen. Nie zuvor hatte jemand die Anrede so feinsinnig artikuliert wie er. Nun war es ganz klar, wer vor ihr steht. Es ist Jesus, der von den Toten auferstanden ist. Sie wurde dadurch zur allerersten Zeugin der Auferstehung Jesu. 2. Zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus (Lukas 24,13-31): Jesus begegnet zwei Jüngern auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus. Er erklärt ihnen anhand der Bibel den Sinn seines Leidens und isst mit ihnen. An der Art des Brotbrechens erkennen sie ihn. 3. Die 11 Jünger (Johannes 20,26-28): Acht Tage nach Ostern erscheint Jesus den 11 Jüngern erneut. Diesmal ist Thomas auch dabei. Jesus lässt sich von Thomas berühren, um dessen Unglauben zu überwinden: „Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!“ (Johannes 20,27-28). Thomas erkennt Jesus als seinen Gott. 4. Die 7 Jünger (Johannes 21,1-22): Jesus erscheint sieben der zuerst berufenen Jünger am See Genezareth, als diese von erfolglosem Fischfang zurückkehren (Simon Petrus, Thomas, Nathanael, die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger). Auf sein Wort hin fangen sie dann 153 Fische und Jesus isst mit ihnen. 5. Mehr als 500 Brüder: Von der größten gleichzeitigen Zeugenschaft wird uns in 1. Korinther 15,6 berichtet: „Danach ist er gesehen worden von mehr als 500 Brüdern auf einmal, von denen die meisten heute noch leben, einige aber sind entschlafen.“ 6. Auch nach der Himmelfahrt hat sich Jesus als der Auferstandene mehrfach gezeigt. Als Stephanus wegen seines Glaubens an Jesus gesteinigt wird, darf er von diesem Ort aus in den Himmel schauen und Jesus sehen: „Stephanus … sah auf zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen“ (Apostelgeschichte 7,55-56). Bedeutende Historiker haben die Auferstehung Jesu Christi als die gewisseste historische Aussage der Antike bezeichnet! So schrieb z.B. der renommierte Wissenschaftler Prof. Thomas Arnold (1795-1842), Autor des dreibändigen Werkes „History of Rome“ (Geschichte Roms) und Lehrstuhlinhaber für Neuere Geschichte in Oxford: „Ich kenne keine Tatsache in der Geschichte der Menschheit, die bei einer fairen Untersuchung durch bessere und vollständigere Belege aller Art bewiesen wird, als das große Zeichen, das Gott uns gegeben hat, nämlich, dass Christus starb und wieder von den Toten auferstand.“ Selbst der Skeptiker und Liedermacher Wolf Biermann bezeichnete die Auferstehung als „die härteste Währung auf dem Markt der Hoffnungen.“ Welche Bedeutung hat die Auferstehung Jesu für uns? 1. Gottes Wort erweist sich als Wahrheit: Mit der Auferstehung Jesu haben sich alle Aussagen aus dem prophetischen Wort des Alten Testaments, die sich auf seine Auferstehung beziehen, schlagartig erfüllt. So weist der Prophet Jesaja (in Kapitel 53,8-9+11) auf den Tod Jesu, auf sein Grab und seine Auferstehung hin: „Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volkes geplagt war. Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist … Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben.“ Wie auch anderweitig gezeigt werden kann[1], ist die Bibel das einzige Buch der Weltgeschichte, das das göttliche Siegel der Wahrheit trägt. 2. Durch die Auferstehung Jesu hat Gott das auf Golgatha erbrachte Opfer seines Sohnes anerkannt: Nichts anderes – weder eigene Werke noch irgendeine Religion – ist in der Lage, unsere Sünden zu tilgen. Nur das vergossene Blut Jesu am Kreuz auf Golgatha ist das einzig wirksame Reinigungsmittel (1. Petrus 1,19). 3. Die Auferstehung Jesu als Basis: Die Auferstehung Jesu ist die Basis für unsere Auferstehung und die Garantie dafür, dass auch wir durch ihn das ewige Leben erlangen, denn so hat er es versprochen: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben“ (Johannes 11,25-26). 4. Die Auferstehung ist Grundpfeiler unseres rettenden Glaubens: Ohne die Tatsache der Auferstehung wäre jegliche Verkündigung vergeblich: „Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich“ (1. Korinther 15,17). Nach längerer Diskussion mit einem Muslim stellte er mir die gezielte Frage: „Wenn Ihnen jemand beweisen könnte, dass Jesus gar nicht auferstanden ist, wäre Ihr Glaube dann dahin?“ Daraufhin habe ich ihm klar und eindeutig geantwortet: „Ja!“ Wenn Jesus nicht auferstanden ist, dann sind Millionen von Menschen auf Irrwegen gegangen, dann waren alle Gottesdienste und alle Gebete vergeblich. Aller Einsatz im Reich Gottes war bedeutungslos. Alle Märtyrer um Jesu willen sind dann vergeblich gestorben. Dann wären wir noch in unseren Sünden und damit verloren. Dann hätten die Atheisten und Evolutionstheoretiker Recht behalten. Aber Jesus ist auferstanden! Und darum lohnt sich jede Predigt, und es lohnt sich jeglicher Dienst im Namen Jesu. Der Glaube an Jesus rettet gewiss! 5. Der Tod ist besiegt: Wer an Jesus glaubt, hat das Problem des Todes endgültig gelöst. Paulus beschreibt den Sieg Jesu über den Tod in 1. Korinther 15,54-55+57: „Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? … Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!“ 6. Mit dem Geschehen der Auferstehung hat Gott uns eine Wirklichkeit gezeigt, die weit über unsere Erfahrungswelt von Raum und Zeit hinausgeht: Unsere dreidimensionale Welt ist nicht die ganze Wirklichkeit. Jesus hat uns die Realität der Ewigkeit bezeugt. Was bedeutet die Auferstehung Jesu für Sie, liebe Leserin und lieber Leser? Jeder, der sich im Gebet zu Jesus wendet, seine Sünden bei ihm ablegt und ihm sein Leben anvertraut, wird von aller Schuldenlast befreit und erhält von ihm das Geschenk des ewigen Lebens. Er hat fest versprochen, niemanden abzuweisen, der zu ihm kommt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen” (Johannes 6,37b). Zum Himmelreich gibt es keinen anderen Weg als nur durch Jesus (Apostelgeschichte 4,12). Ergreifen Sie das ewige Leben, zu dem auch Sie berufen sind! (1. Timotheus 6,12). Dir. und Prof. a. D. Dr.-Ing. Werner Gitt [1] Anhand der 3268 erfüllten Prophetien der Bibel kann mit mathematischer Beweisführung ihre Wahrheit nachgewiesen werden.
10 Seiten, Best.-Nr.: 137-0
Schon unsere alltägliche Erfahrung lehrt, dass jede Idee einen Ideengeber benötigt. Die Relativitätstheorie wurde von Albert Einstein erdacht, der Dieselmotor von Rudolf Diesel und die Bachkantaten von Johann Sebastian Bach. Wer aber ist der Erfinder aller biologischen Konzepte? Wer meint, die ziellose Evolution sei die Ursache, ist schlecht beraten, denn Information, die Basis allen Lebens, kann nach den Naturgesetzen der Information nicht von alleine in der Materie entstehen. Durch diese Naturgesetze kann auch der Nachweis erbracht werden, dass nicht nur eine hohe Intelligenzquelle vonnöten ist, sondern eine mit unendlicher Intelligenz. So bleibt nur ein Gott als Informations- und Ideenquelle übrig. Der Begriff Bionik setzt sich zusammen aus Biologie und Technik und beschreibt das kreative Umsetzen von Ideen aus der Biologie in die Technik. Bionik als Wissenschaftsdisziplin befasst sich mit der technischen Umsetzung von Konstruktionen und Prinzipien biologischer Systeme. Was ist Bionik? Der Begriff Bionik setzt sich zusammen aus Biologie und Technik und beschreibt das kreative Umsetzen von Ideen aus der Biologie in die Technik. Einer der Begründer der Bionik ist der deutsche Zoologe Professor Werner Nachtigall (* 1934). Er definierte den Begriff wie folgt: „Bionik als Wissenschaftsdisziplin befasst sich systematisch mit der technischen Umsetzung und Anwendung von Konstruktionen, Verfahren und Entwicklungsprinzipien biologischer Systeme.“ Als historischer Vordenker der Bionik wird der italienische Erfinder Leonardo da Vinci (1452-1519) angesehen. In seiner Schrift von 1505 „Über den Vogelflug“ analysierte er den Vogelflug und versuchte diese Erkenntnisse auf Flugmaschinen zu übertragen. Das erste deutsche Patent im Bereich Bionik wurde 1920 an den österreichisch-ungarischen Botaniker und Mikrobiologen Raoul Heinrich Francé (1874-1943) erteilt, der einen neuen Salzstreuer nach dem Vorbild einer Mohnkapsel entwarf. Dies war ein Durchbruch in der Bionik-Geschichte, denn für die Vergabe eines Patents ist die Neuheit der Erfindung ausschlaggebend. Da aber die Natur bereits diese Erfindung hervorgebracht hatte, hätte dies zu einer Ablehnung der Patentgenehmigung führen können. Francé erhielt jedoch das Patent, und seitdem gelten bionische Erfindungen als patentwürdig. Dadurch wird das wirtschaftliche Interesse an Bionik gefördert. Biologische Vorbilder für technische Lösungen Der Schweizer Ingenieur Georges de Mestral (1907-1990) entwickelte nach dem Vorbild der Kletten den inzwischen weithin verbreiteten Klettverschluss. Dieses einfache Verbindungselement ist heute von Schuhen, Kleidungsstücken, Blutdruck-Messmanschetten, Babywindeln, Rucksäcken und Taschen nicht mehr wegzudenken. Schnell schwimmende Haie verfügen über eine besondere Konstruktion der Hautoberfläche mit kleinen, dicht aneinander liegenden Schuppen. Diese sind mit scharfkantigen mikroskopisch kleinen Rillen versehen, die parallel zur Strömung ausgerichtet sind. Sie bewirken eine deutliche Verminderung des Strömungswiderstandes – dieser physikalische Effekt gilt unabhängig vom Medium bei allen turbulenten Strömungen, also auch bei Luft. Nach diesem biologischen Vorbild werden Flugzeuge mit einer bestimmten Folie (Riblet-Folie) beklebt, um den Luftwiderstand und damit auch den Treibstoffverbrauch zu senken. Die indische Lotusblume wächst in schlammigen Gewässern. Schmutz, der auf die Blätter gelangt, bleibt nicht haften. Schon mit geringsten Wassermengen wird er abgespült. Diese Art der Selbstreinigung nennt man „Lotus-Effekt“. Wie ist so etwas möglich? Auf der Blattoberfläche befinden sich 10 bis 20 µm (1 µm = 0,001 mm) hohe 10 bis 15 µm voneinander entfernte Noppen aus Pflanzenwachs, die verhindern, dass Schmutzpartikel und Wasser mit der eigentlichen Blattoberfläche in Berührung kommen. Der Entdecker dieses Lotus-Effektes, der deutsche Botaniker Prof. Wilhelm Barthlott (* 1946), versuchte diese natürliche Selbstreinigung auf technische Oberflächen zu übertragen. Die selbstreinigende Fassadenfarbe ist z.B. eine erfolgreiche Übertragung. Bezüglich der geometrischen Anordnung von Samen finden wir in der Pflanzenwelt wahre Raumwunder vor. Bei der Sonnenblume liegt jeder Kern auf dem Korb im Schnittpunkt einer links- und rechtsdrehenden Spirale. Deren Zahl ist nie eine andere als benachbarte Zahlen der mathematischen Fibonaccireihe. Dieses ausgeklügelte Prinzip wird auch bei den winzigen Einzelblüten eines Gänseblümchens angewandt. Man kann durch Computersimulationen nachweisen, dass Samen auf einer Kreisfläche sich nicht dichter unterbringen lassen. Dabei ist noch besonders beachtenswert, dass während der gesamten Wachstumsphase die Fläche stets vollständig genutzt wird. Zu keinem Zeitpunkt entstehen irgendwelche Leerstellen. Wer gab dem Samenkorn jene Information, die alle Bauanweisungen enthält? Krebse brauchen lichtstarke Weitwinkelaugen. Sie bestehen aus zusammengesetzten Facetten, bei denen die Lichtstrahlen von Spiegelschichten zwischen den Einzelaugen zweimal reflektiert werden und erst dann auf die Sinneszellen gelangen. Durch diese ausgeklügelte Konstruktion wird dreierlei erreicht: Das Auge ist äußerst lichtstark, es kann zudem einen außerordentlich großen Bereich übersehen und erzeugt ein sehr scharfes Bild. Astronomen haben dieses trickreiche Prinzip des Krebsauges genau studiert und danach eine Weitwinkelkamera konstruiert, die sogar auf das sehr kurzwellige Röntgenlicht (10 nm) gerichtet werden kann. Das Eisbärfell weist eine geniale Isolationstechnik auf. In der Mitte des Eisbärhaares liegt ein feiner, glänzender, zylindrischer Hohlraum. Wenn Licht- oder auch Wärmestrahlen eindringen, können diese nicht mehr entweichen. Sie werden hin und her gespiegelt und gelangen somit zur Haarbasis, der Haut des Eisbären. Da die Haut schwarz ist, absorbiert sie die Wärmestrahlen besonders effektiv und heizt sich dadurch auf. Der Eisbär ist also gegen die arktische Kälte durch eine spezielle Klimaanlage geschützt, die sich in jedem einzelnen Haar des weißen Felles befindet. Textilforscher und Maschinenbauer haben sich vom Solarkollektor des Eisbären die solarthermische Energiegewinnung abgeschaut. Termitenhügel können bis zu sieben Meter Höhe erreichen und beherbergen Zehntausende bis einige Millionen Individuen. Für Nahrungszwecke legen die Termiten im Keller Pilzgärten an, die durch ihren Stoffwechsel auch Wärme produzieren. In der Nacht steigt diese warme Luft im mittleren Teil des Hügels auf. Durch das verzweigte Röhrensystem an der Außenwand wird bei der nächtlichen Kälte die Luft abgekühlt und strömt darum nach unten in den Keller. Dort wärmt sie sich wieder auf und steigt nun erneut nach oben – das ergibt ein Kreislaufsystem. Am Tage erwärmt die Sonne die Außenwand, und die Luft durchströmt nun den Stock in umgekehrter Richtung. Das genial konzipierte Klimatisierungssystem wird mal durch Stoffwechselwärme und ein andermal durch Sonnenwärme angetrieben. Umfangreiche Computerprogramme wären vonnöten, um das notwendige weitverzweigte Röhrensystem nach aerodynamischen Gesetzen zu berechnen und die bestmögliche Konstruktion zu entwerfen. Wer gab einem Termitenvolk von mehreren Millionen Individuen den Plan, physikalisch korrekt zu bauen? Woher weiß jede einzelne Termite, wo Material anzufügen ist, und wie funktioniert die Kommunikation untereinander? Beim Bau herrscht Vollbeschäftigung, jede Termite weiß, was zu tun ist, und keine steht arbeitslos herum. Fehlkonstruktionen und Pfusch am Bau sind unbekannt. Die Riesenseerose gibt es in zwei Arten: Victoria amazonica und Victoria cruziana. Beide kommen in warmen Gegenden Südamerikas vor. Kennzeichnend ist das bis zu drei Meter große kreisrunde Schwimmblatt mit hochgewölbtem Rand, das großen Vögeln Platz zum Ausruhen bietet. Auch zwei kleine Kinder könnte es problemlos tragen. Worauf beruht diese besondere Tragfähigkeit? Auf der Unterseite sieht man ein raffiniertes System aus Spanten und Verstärkerleisten. Die einen gehen vom Mittelpunkt aus radial nach außen, andere laufen kreisförmig herum. Kein Material wird verschwendet. Nur dort, wo nach den Gesetzen der Statik und Festigkeitslehre eine Versteifung nötig ist, findet man sie auch. Die riesigen Blätter sind perfekte Leichtbaukonstruktionen, die bei großer Materialersparnis eine maximale Tragfähigkeit erreichen. Wer hat die Konstruktion berechnet? Wer ist ihr Erfinder? Wer hat die Maße festgelegt? Noch etwas ist bemerkenswert: Die Blüten der Victoria öffnen sich mit Einbruch der Dämmerung, sie sind weiß und locken Käfer an, die sie zur Bestäubung in einer Luftkammer einfangen. Am nächsten Tag schließen sich die Blüten. Die Käfer werden dabei mit unter Wasser gezogen. In der zweiten Nacht öffnen sie sich noch einmal, sie sind diesmal rosa gefärbt und entlassen ihre Bestäuber. Im 19. Jahrhundert war das Schwimmblatt der Viktoria das biologische Vorbild für technische Leichtbaukonstruktionen. Ein bekanntes Beispiel ist der Crystal Palace (Kristallpalast), der von dem britischen Architekten Joseph Paxton (1803-1865) eigens für die erste Weltausstellung 1851 in London entworfen wurde. Diese riesige Ausstellungshalle hatte eine Grundfläche von 70 000 Quadratmetern (= viermal Petersdom), in der 3500 Tonnen Gusseisen und 400 000 Glasplatten von 2000 Arbeitern verbaut wurden. Die Schalen mancher Früchte inspirieren Ingenieure und Werkstoffkundler zu technischen Lösungen. Eine der schwersten Zitrusfrüchte ist die Pomelo, die bis zu zwei Kilogramm wiegen kann. Sie wird umhüllt von einer weichen, schaumartig aufgebauten Schale. Die Frucht ist so gut gepolstert, dass sie einen Aufprall aus zehn Metern Höhe auf eine Betonplatte unbeschadet übersteht. Die Bewegungsenergie beim Aufprall wird zu 90 Prozent von der zwei bis drei Zentimeter dicken Fruchtschale aufgenommen. Diese Idee setzten Forscher der Technischen Hochschule Aachen um, indem sie einen Crashschutz aus Metallschaum herstellten. Anfang des 19. Jahrhunderts orientierte sich der britische Ingenieur George Cayley (1773-1857) bei der Konstruktion der ersten funktionierenden Fallschirme an den Flugsamen heimischer Pflanzen. 1852 baute er das erste Gleitflugzeug der Welt, das ohne Pilot getestet wurde. Der deutsche Luftfahrtpionier Otto Lilienthal (1818-1896) studierte eingehend den Vogelflug und erkannte Anfang des 20. Jahrhunderts als Erster die Bedeutung der Flügelwölbung für den Auftrieb. Gewölbte Tragflächen haben im Vergleich zu ebenen Flächen zwar einen geringfügig höheren Luftwiderstand in horizontaler Richtung, jedoch ein Vielfaches an vertikalem Auftrieb. 1889 veröffentlichte er sein Buch „Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst“, das als die wichtigste flugtechnische Veröffentlichung des 19.Jahrhunderts gilt. Über 10 000 Vogelarten sind den Ornithologen heutzutage bekannt, von denen die meisten flugfähig sind. Vielerlei Flugarten (z.B. Gleitflug, Schlagflug, Rüttelflug) wurden ausgeführt. Wer gab jedem Vogel die für seine Zwecke passende Konstruktion mit den unterschiedlichsten Federarten? Wer installierte das unvorstellbar komplexe Flugprogramm im Gehirn des Vogels, um auch bei schwierigen Manövern jede Flügelstellung dem Gehirn zu melden und dann auch im Nu darauf zu reagieren und den Muskeln die notwendigen Befehle zu erteilen? Alle Systeme und Programme müssen fertig sein, um zu funktionieren. Grenzen der Bionik Wir haben eine kleine Auswahl von Konzeptionen aus der Biologie kennengelernt, die als perfekte Lösungen anzusehen sind. Kaum etwas lässt sich direkt kopieren. Vom biologischen Phänomen bis zur technischen Umsetzung ist es meistens noch ein weiter Weg. Nach meiner Sicht der Dinge als Ingenieur und Informatiker können hauptsächlich solche Phänomene umgesetzt werden, die wir in den Ingenieurwissenschaften – und dort im Wesentlichen der Mechanik – zuordnen: Geniale Leichtbauweisen (das verwendete Material wird sehr sparsam eingesetzt – Schwimmblatt der Viktoria, Vogelfeder, Samenanordnungen bei Pflanzen, Spinnennetze) Besondere Werkstoffe (Spinnseide mit höherer Reißfestigkeit als Stahl) Formoptimierungen (die Strukturen werden so leicht wie möglich und so fest wie nötig gestaltet – Astverzweigungen bei Bäumen, Roggenhalme, Knochen, Zähne, Krallen) Sonderkonstruktionen für spezielle Bewegungen (Libellen, Kolibris, Rochen) Geniale Ausnutzung der physikalischen Gesetze (sich schnell bewegende Tiere haben eine Körperform mit geringem Strömungswiderstand – Delphine, Haie) Antriebsprinzipien (Rückstoßprinzip bei Quallen und Tintenfischen, Propellerprinzip beim Schlagflug der Vögel) Präzise kalkulierte Klimasysteme (Termitenbauten) Optimale Energienutzung (Flug der Zugvögel, Eisbärfell) Miniaturisierung (bisher ist keine höhere Informationsdichte bekannt als die im DNS-Molekül) Sensortechnik. Alle Mechanismen der oben genannten Art sind genial umgesetzt. Es gibt darüber hinaus eine unvorstellbare Vielfalt lebender Systeme auf der Erde. Der deutsche Biologe Professor Gerhard Zotz (* 1960) schätzt die Biodiversität auf unserem Planeten auf etwa 100 Millionen Arten, von denen bisher nur 8,7 Millionen entdeckt sind. Daran vermögen wir zu ermessen, wie atemberaubend die Anzahl hochgenialer Ideen ist, die in den lebenden Systemen verwirklicht ist. Bei allen lebenden Systemen gibt es Konzepte, die weit über alles Ingenieurmäßige hinausgehen. Es sind jene Erfindungen, die uns ehrfürchtig erkennen lassen, dass sie technisch nicht nachzubauen sind. Worum geht es dabei? 1. Allen lebenden Systemen ist gemeinsam, dass sie aus einem vorhandenen lebenden System hervorgegangen sind. Es ist das Konzept Vermehrung. Technisch ausgedrückt bedeutet das, dass aus einem Hammer ein neuer Hammer hervorgeht, aus einem Benzinmotor ein neuer Benzinmotor und aus einem Computer wiederum ein neuer Computer. 2. Weiterhin ist allen lebenden Systemen gemeinsam, dass ihre komplexe Bauanweisung auf engstem Raum als Information gespeichert ist und nach Initiation (Befruchtung, Zellteilung) ein dynamischer Wachstumsprozess in Gang gesetzt wird, der alle Details (Organe, Sensorsysteme) herstellt und auch tausende von Abläufen minutiös steuert. Woher kommen alle diese Ideen? Schon unsere alltägliche Erfahrung lehrt, dass jede Idee einen Ideengeber benötigt. Die Relativitätstheorie wurde von Albert Einstein erdacht, der Dieselmotor von Rudolf Diesel und die Bachkantaten von Johann Sebastian Bach. Wer aber ist der Erfinder aller biologischen Konzepte? Wer meint, die ziellose Evolution sei die Ursache, ist schlecht beraten, denn Information, die Basis allen Lebens, kann nach den Naturgesetzen der Information nicht von alleine in der Materie entstehen. Durch diese Naturgesetze kann auch der Nachweis erbracht werden, dass nicht nur eine hohe Intelligenzquelle vonnöten ist, sondern eine mit unendlicher Intelligenz. So bleibt nur ein Gott als Informations- und Ideenquelle übrig. Die Menschen verehren viele Götter, aber welcher ist der wahre Gott? Nur ein einziger Gott hat uns hier auf der Erde besucht, und das ist der Gott der Bibel1. In Gestalt seines Sohnes Jesus Christus kam er auf diese Erde. Und „durch ihn hat er auch die Welt gemacht“ (Hebräer 1,2b, Die Bibel). Im Kolosserbrief (1,16) wird der Schöpfungsumfang Jesu noch weitergezogen: „Denn in ihm (= Jesus Christus) ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare … es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.“ Er erfüllt auch das oben geforderte Kriterium der unendlichen Intelligenz (Allwissenheit; Johannes 16,30, Die Bibel). Damit sind wir zur Quelle aller Ideen in den Lebewesen vorgedrungen. Geradezu unfassbar ist in dem Zusammenhang die Tatsache, dass Jesus, unser aller Schöpfer, an einem Kreuz sterben musste. Das war der Preis für unsere Verfehlungen, der aber notwendig wurde, damit wir eine ewige Zukunft in seinem Himmelreich erhalten können und nicht in Verlorenheit enden. Vielleicht sind gerade diese letzten Gedanken für Sie neu, und Sie stellen sich die Frage: Ist dieser Himmel auch etwas für mich? Ja, unbedingt! Jesus sagt in Matthäus 9,13: „Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen!“ Damit spricht er die Einladung zum Himmelreich insbesondere an jene aus, die bisher ohne ihn gelebt haben. Nehmen Sie zu Ihrem Urheber durch ein Gebet Kontakt auf. Ein solches Gebet könnte in etwa so lauten: „Herr Jesus Christus, ich bin bewegt von dem, was ich heute gelesen habe. Wenn Du alle Dinge geschaffen hast, dann bist Du auch mein Schöpfer. Ich möchte Dich kennenlernen. Um mehr von Dir zu erfahren, werde ich beginnen, Dein Wort – die Bibel – zu lesen. Ich will auch zu den Deinen gehören, denen Du das ewige Leben zugesagt hast. Amen! Dir. und Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt
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Wir leben in einer sich ständig verändernden Welt. Die historischen Wissenschaften halten diesen Wandel in ihren Geschichtsbüchern fest. Gibt es wirklich nichts in dieser Welt, was bleibt und feststeht? Nach den gesicherten Erkenntnissen der Physik sind es die Naturgesetze und Naturkonstanten, die keiner Veränderung unterliegen. Es gehört zu den neueren naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, dass das Leben auf unserer Erde grundlegend von den Naturgesetzen und den speziellen Werten für die Naturkonstanten abhängt. Der Gottesbeweis - durch die Naturkonstanten Wir leben in einer sich ständig verändernden Welt. Die historischen Wissenschaften halten diesen Wandel in ihren Geschichtsbüchern fest. Der auf den griechischen Philosophen Heraklit (535-475 v. Chr.) zurückgehende Ausspruch „panta rhei“ (griech. alles fließt) zeigt, dass man bereits in antiker Zeit eine ständig sich verändernde Welt wahrnahm. Gibt es wirklich nichts in dieser Welt, was bleibt und feststeht? Unveränderliches in unserer Welt Nach den gesicherten Erkenntnissen der Physik sind es die Naturgesetze und Naturkonstanten, die keiner Veränderung unterliegen. Die Naturgesetze haben in der materiellen Welt eine derart durchdringende Wirkung, dass sie bis in die entferntesten Winkel des Universums gültig sind. Noch nicht mal ein einzelnes Atom kann sich ihrem Einfluss entziehen. Alle Prozesse – und es sind bereits Tausende in einer einzigen lebenden Zelle wirksam – stehen unter der absoluten Oberhoheit der Naturgesetze. Kein Vorgang auf dieser Erde und in den Weiten des Universums bleibt noch nicht einmal für den Bruchteil einer Millionstel Sekunde von ihnen unberücksichtigt. Man kann nur in höchstem Maße staunen, dass es so etwas Grundlegendes, Durchgreifendes und alles Durchdringendes über alle Raum- und Zeitgrenzen hinweg gibt. Staunen über Naturgesetze Können wir noch genug über die Wirksamkeit der Naturgesetze staunen? Sie leisten Gewaltiges! Im Hamburger Hafen beobachtete ich kürzlich ein riesiges Schiff, wie es langsame Bewegungen im Hafenwasser ausführte. Darüber nachdenkend fiel mir ein Naturgesetz ein, das schon von Archimedes (285-212 v. Chr.) erkannt worden war: „Ein schwimmender Körper verdrängt genau so viel von der Flüssigkeit, in der er schwimmt, wie er selbst wiegt.“ Sind wir uns eigentlich bewusst, was für ein großartiges Geschehen das ist? Läuft z. B. eine Ratte an Bord, dann reagiert das Schiff darauf prompt und sinkt genau so viel tiefer in das Hafenwasser ein, dass die zusätzlich verdrängte Wassermenge genau dem Gewicht der Ratte entspricht. Wer gibt den Wassermolekülen den Befehl, ein wenig zur Seite zu gehen, damit das Schiff, genau dem Rattengewicht entsprechend, tiefer eintauchen kann? Der britische Physiker Paul Davies (* 1946) sprach den Naturgesetzen sogar eine gewisse Allmächtigkeit zu, denn sie beherrschen alle physikalischen Systeme des gesamten Universums. Erstaunlicherweise ist es nicht erforderlich, dass die Systeme die Naturgesetze zunächst über ihren Zustand informieren müssten, um dann die richtigen Befehle zu erteilen, dass die Systeme sich den Anweisungen gemäß verhalten. Die Naturkonstanten – Präzision ohnegleichen Das zweite unveränderliche Phänomen sind die Naturkonstanten. Es sind jene physikalischen Größen, deren Wert sich durch nichts beeinflussen lässt – sie sind konstant im ganzen Weltraum und ändern sich auch nicht mit der Zeit. Aus der Vielzahl der Naturkonstanten greifen wir hier beispielhaft vier heraus: Lichtgeschwindigkeit: c = 299 792 458 m/s (einzige ganzzahlige Naturkonstante!) Gravitationskonstante: G = 6,674 08 (31)·10-11 m3/(kg·s2) Plancksches Wirkungsquantum: h = 6,626 070 040(81)·10-34 Js Feinstrukturkonstante: α = 1/137,0360 (dimensionslos) Eine weitere staunenswerte Aussage über die Naturkonstanten stammt von dem britischen Physiker und Mathematiker John D. Barrow (* 1952): „Es gibt Aspekte im Gerüst des Universums, deren Geheimnis in ihrer unerschütterlichen Konstanz liegt. Es sind diese unveränderlichen Dinge, die unser Universum zu dem machen, was es ist und was es von anderen denkbaren Welten unterscheidet. Es gibt einen goldenen Faden, aus dem ein Netz von Kontinuität gewebt ist, das die Natur durchzieht. Aufgrund dieses Netzes erwarten wir, dass sich bestimmte Dinge auch fernab im Weltall genauso wie auf der Erde verhalten, dass sie sich auch früher nicht anders verhalten haben als heute, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird und dass für sie weder Zeit noch Ort zählen.“ Keine der Naturkonstanten kann durch eine physikalische Theorie erklärt oder gar berechnet werden. Die Physiker sind auf der Suche nach einer „Theorie für alles“, von der sie sich erhoffen, dass die Naturkonstanten errechenbar werden. Ob es diese Theorie überhaupt gibt, ist zurzeit völlig ergebnisoffen. Es gehört zu den neueren naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, dass das Leben auf unserer Erde grundlegend von den Naturgesetzen und den speziellen Werten für die Naturkonstanten abhängt. In der Fachliteratur spricht man vom „Anthropischen Prinzip“ oder von der „Feinabstimmung“ und meint damit, dass nur die uns bekannte Konstellation der Konstanten das Leben auf der Erde überhaupt erst ermöglicht. Von den Naturkonstanten hängen alle Größenverhältnisse im Universum ab. Sie bestimmen auch, warum ein Atom so klein und eine Sonne so groß ist. Leben am seidenen Faden Unsere Existenz hängt kritisch von jenen Werten ab, die die physikalischen Konstanten aufweisen. So sind beispielsweise die Masse eines Protons und eines Neutrons sehr präzise aufeinander abgestimmt: Protonenmasse: mP = 1,672 623·10-24 g Neutronenmasse: mN = 1,674 928·10-24 g Das Neutron ist nur um mN - mP = 0,002305·10-24 g oder 0,138 % (≈ 1/7 %) schwerer als das Proton. Wäre es anders herum – das Proton schwerer als das Neutron –, dann gäbe es uns nicht. Unsere Existenz hängt also an dem hauchdünnen seidenen Faden der Naturkonstanten – genauer: an ihren präzise aufeinander abgestimmten Werten. Der britische Biologe Rupert Sheldrake (* 1942) schreibt: „Weshalb sind die Naturgesetze so, wie sie sind, und weshalb haben die Grundkonstanten die Werte, die sie haben? ... Hätten die Konstanten andere Werte, gäbe es keine Sterne, keine Atome, keine Planeten, keine Menschen. Wenn die Konstanten auch nur ein wenig anders wären, gäbe es uns nicht. Wäre beispielsweise das Kräfteverhältnis zwischen den Kernkräften und der elektromagnetischen Kraft nur minimal anders als es ist, dann gäbe es keine Kohlenstoffatome und folglich kein auf Kohlenstoff beruhendes Leben wie auf unserem Planeten.“ John Barrow spricht von einem Drahtseilakt der Natur. Er hat zwei beliebige Naturkonstanten ausgewählt – die Feinstrukturkonstante α ≈ 1/137 und das Verhältnis von Masse Elektron zu Proton β = mE/mP ≈ 1/1840 – und nur diese beiden variiert, wobei alle anderen Naturkonstanten und Naturgesetze unverändert bleiben. Dann hat er ein α-β-Diagramm entworfen, in dem jeder Koordinatenpunkt einem anderen gedachten Universum entspricht. Das rechnerische Ergebnis war höchst erstaunlich, denn in großen Bereichen wären gar keine geordneten Strukturen möglich. Nur ein äußerst schmaler Korridor wäre für Leben überhaupt geeignet. Wählt man zwei andere Naturkonstanten aus und entwirft ein entsprechendes Diagramm, das nur diese zwei variiert, so ergibt sich ebenfalls ein sehr schmaler Korridor, in dem Leben möglich ist. Lässt man es zu, dass sich gleichzeitig auch mehrere Konstanten ändern, dann wird der Bereich für Leben immer eingeschränkter. Unsere beobachteten Werte der Naturkonstanten sind also äußerst lebensfreundlich. Sie sind geradezu passend für das Leben geschneidert. Es sind die Naturkonstanten, die unserem Universum seine Existenz gewähren. Hätten diese Konstanten andere Werte, würde es schlichtweg keine Menschen geben. Nicht nur unser Leben, auch alles sonstige Leben, hängt an diesem extrem dünnen Seidenfaden jener aufs Feinste abgestimmten Zahlenwerte in den Naturkonstanten. Der Karlsruher Physiker Thomas Schimmel fand heraus: „Selbst wenn die Naturkonstanten nur für eine Tausendstel Sekunde schwanken, wäre danach alles biologische Leben auf diesem Planeten ausgelöscht.“ Die hohe Präzision der Feinabstimmung der Naturkonstanten lässt sich vergleichen mit der Zielsicherheit eines Scharfschützen, der eine Euromünze als Ziel treffen muss, die sich am anderen Ende des Universums befindet. Er muss also eine Entfernung überwinden, für deren Durchquerung das Licht bei der o.g. Geschwindigkeit von etwa 300 000 km/s weit mehr als 10 Milliarden Jahre brauchen würde. Schlussfolgerungen Wie lässt sich diese unvorstellbar feine Abstimmung der Naturkonstanten erklären? Wie konnte es zu unserem Universum kommen, dessen Existenz so hochempfindlich von dem passenden Satz der Naturkonstanten abhängig ist? Zwei alternative Modelle sind denkbar: Modell 1: Unser Universum ist nur eines unter vielen anderen. Die uns bekannten Naturkonstanten haben sich nur in unserem Universum zufällig so eingestellt. Man muss darum von einem Multiversum ausgehen; d.h. es müsste Millionen und Abermillionen anderer Universen geben, in denen sich ebenso zufällig ganz andere Kombinationen von Naturkonstanten gebildet haben. Nur unser Universum konnte wegen der speziellen Konstellation der Zahlenwerte Leben beheimaten. Macht es überhaupt Sinn über hypothetische Universen mit anderen Naturkonstanten nachzudenken? Niemand weiß, ob es diese Universen überhaupt gibt. Nichts dergleichen ist je gemessen oder beobachtet worden. Und wenn es sie gäbe, warum sollten dort andere Naturkonstanten „installiert“ sein? Können sich Naturkonstanten überhaupt zufällig einstellen und dann auch noch universumsweit gültig sein? Modell 2: Unser Universum hat einen göttlichen Urheber. Diese Schlussfolgerung drängt sich geradezu auf. Die Faktenlage ist so überwältigend, dass man von einem Gottesbeweis sprechen kann. Der bekannte britische Astronom und Mathematiker Sir Fred Hoyle (1915-2001) bekannte von sich: „Nichts hat meinen Atheismus so sehr erschüttert wie die Feinabstimmung der Naturkonstanten.“ Bei einem Gottesbeweis muss man stets fragen, welche Eigenschaft von Gott bewiesen worden ist. Die Schlussfolgerung von den Naturkonstanten auf Gott umfasst nie sein ganzes Wesen, jedoch steht fest: Diesen Urheber muss es geben (Existenzbeweis Gottes) Er muss äußerst genial und mächtig sein, wenn er ein so riesiges Universum planen und erschaffen kann. Dass dieser Gott der Dreieine Gott der Bibel ist, kann aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht gefolgert werden. Nachdem sich die atheistische Deutung (Modell 1) als nicht tragfähig erwiesen hat, steht dem biblischen Glauben nichts mehr im Wege.[1] So deuten wir im Folgenden den Urheber des Universums und der so präzise eingestellten Naturkonstanten auf den Gott der Bibel. Woher kommen die Naturgesetze und die Naturkonstanten? Wie jedes Gesetz einen Gesetzgeber erfordert, so haben auch die Naturgesetze ihren Urheber. Die Bibel beginnt mit dem Wort: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ (1. Mose 1,1), ohne hier genauer zu spezifizieren, wer dieser Gott ist. Nur an einer Stelle des Alten Testaments klingt an, dass Gott einen ausführenden Werkmeister für die Schöpfung eingesetzt hatte: „Da war ich der Werkmeister bei Gott“ (Sprüche 8,30). Erst im Neuen Testament wird offenbart, dass Jesus, der Sohn Gottes, dieser Urheber aller Dinge ist. In Kolosser 1,16 lesen wir: „Denn in ihm (= Jesus Christus) ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare ... es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.“ So ist die Schöpfung selbst ein Ereignis, das nicht mit Hilfe der Naturgesetze bewirkt wurde. Die so fein aufeinander abgestimmten Naturkonstanten wurden durch den Schöpfer Jesus aufgrund seiner Vollmacht, seines Wortes, seiner Kraft und seiner Weisheit zielorientiert festgesetzt, so dass das Leben hier auf der Erde angesiedelt sein kann. Wer hält die Naturkonstanten konstant? Die Naturkonstanten können sich nicht selbst konstant halten. Ihre Konstanz wird von ihrem Urheber garantiert: „Denn es besteht alles in ihm“ (Kolosser 1,17). Dieser Eine, der der Schöpfer aller Dinge ist, ist auch ihr Erhalter; es ist Jesus Christus! Wir können es auch so sagen: Jesus hat die Oberhoheit über alle Dinge vom Mikrokosmos bis zum Makrokosmos. In einem Kirchenlied heißt es treffend von ihm „Jesus Christus herrscht als König, alles wird ihm untertänig.“ Nach vollendeter Schöpfung sind alle Naturgesetze „in Betrieb“, so dass nun alle Vorgänge danach ablaufen. Jesus ist der Garant dafür, dass sie immer und überall eingehalten werden. In Hebräer 1,3 heißt es darum von ihm: „Er trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort.“ Im wissenschaftlichen Befund drückt sich dieses Erhaltungshandeln Jesu durch die Naturgesetze aus. In ihrer Gesamtheit bilden sie einen festgefügten Rahmen, innerhalb dessen alle Vorgänge in dieser Welt ablaufen. Kann man den Urheber der Naturkonstanten kennenlernen? JA, denn er hat gesagt: „Die mich suchen, finden mich“ (Sprüche 8,17b). Jesus ist dem Suchenden nur ein Gebet weit entfernt: „Wer den Namen des Herrn (Jesus) anrufen wird, soll gerettet werden“ (Römer 10,13). Solch ein erster Anruf könnte etwa wie folgt lauten: „Herr Jesus Christus, ich habe diese Welt und alles Leben bisher aus Zufallsprozessen zu deuten versucht. Nun ist mir klar geworden, dass Du der Urheber aller Dinge bist. Ich möchte Dich kennenlernen und dann Deiner Spur folgen. Ich werde nun beginnen, Dein Wort – die Bibel – zu lesen, um Dich zu erkennen und durch Dich ewiges Leben zu erlangen. Amen.“ Dir. und Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt[1] Die Naturwissenschaft vermag sehr viel zu erklären, aber unsere Fragen gehen weit darüber hinaus. Gibt es dafür eine Informationsquelle mit verbindlichen Antworten? Ja! – es ist die Bibel! Als einziges Buch der Weltgeschichte trägt sie das göttliche Siegel der Wahrheit. Anhand der 3268 erfüllten Prophetien kann mit mathematischer Beweisführung ihre Wahrheit nachgewiesen werden.
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Jesus – an ihm scheiden sich die Geister, und an ihm scheiden sich auch Lebenswege. War er nur ein Religionsgründer unter vielen anderen, ein Sozialreformer oder ein vorbildlicher Mensch, der bereit war, für seine Idee zu sterben? Ja, dann können wir ihn getrost beiseitelassen. Ist er aber Gottes Sohn, der vom Himmel kam, um uns durch Kreuz und Auferstehung das ewige Leben zu geben, dann hat er für uns die allergrößte Bedeutung. Würden wir ihn ablehnen, dann wäre das am Ende unserer Tage die größte Katastrophe, nämlich der Verlust des ewigen Lebens. Geht es auch ohne Jesus? Jesus – an ihm scheiden sich die Geister, und an ihm scheiden sich auch Lebenswege. War er nur ein Religionsgründer unter vielen anderen, ein Sozialreformer oder ein vorbildlicher Mensch, der bereit war, für seine Idee zu sterben? Ja, dann können wir ihn getrost beiseitelassen. Ist er aber Gottes Sohn, der vom Himmel kam, um uns durch Kreuz und Auferstehung das ewige Leben zu geben, dann hat er für uns die allergrößte Bedeutung. Würden wir ihn ablehnen, dann wäre das am Ende unserer Tage die größte Katastrophe, nämlich der Verlust des ewigen Lebens. Muslime wenden sich ausschließlich an Allah und lehnen Jesus als Sohn Gottes strikt ab. Daher beten sie auch nie zu ihm. Die Zeugen Jehovas richten ihre Gebete ausschließlich an Jehova; nie an Jesus. Bei der Eröffnung des Kanadischen Parlamentes wurde früher zu Jesus gebetet. Nach zahlreichen Protesten wurde Jesus als Gebetsadresse gestrichen, und nun wird ausschließlich zu Gott gebetet. Die Pharisäer und Schriftgelehrten – Zeitgenossen Jesu – wandten sich gegen Jesus. Sie nahmen Anstoß an seiner Behauptung, der Sohn Gottes zu sein. Sie beschuldigten ihn sogar der Gotteslästerung, als er sagte, „Gott sei sein Vater, und machte sich (dadurch) selbst Gott gleich“ (Johannes 5,18) und sie trachteten danach, ihn zu töten. Wenn es um die Frage geht, an wen wir uns im Gebet wenden sollen, dann gibt es ein geradezu heilloses Durcheinander. Im Wort Gottes, der Bibel, finden wir jedoch eine klare Antwort. Die Brücke vom Parana In Paraguay stand ich am Ufer eines außergewöhnlich breiten Flusses – es war der Parana! Er entspringt in Brasilien, ist etwa 4000 km lang und bildet mit dem Rio Uruguay das Delta des Rio de la Plata mit einer Wasserabflussmenge von immensen 18 000 m3/s. Steht man am Ufer des Parana, meint man, vor einem riesigen See zu stehen. Stellen wir uns einmal vor, Gott wäre auf der anderen Seite dieses sehr breiten Flusses und wir wollten zu ihm kommen. Der Fluss hat eine so beachtliche Strömung, dass niemand so viel Kraft hat, um zum anderen Ufer zu schwimmen. Außerdem würden Krokodile das Vorhaben vereiteln. Wir haben also keine Chance, zu Gott zu gelangen. So lässt Gott eine Brücke bauen und erklärt uns: „Ich habe euch eine Brücke zu mir gebaut. Es gibt nur eine einzige! Wenn du zu mir kommen willst, musst du diese benutzen. Es gibt keinen anderen Weg. Diese Brücke heißt Jesus!“ Jesus ist der einzige von Gott gesandte Retter! Jesus ist der von Gott, dem Vater, gesandte Retter – das bezeugen uns viele Aussagen des Neuen Testaments: „Und sie (= Maria) wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden“ (Matthäus 1,21). „Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde“ (Johannes 3,17). „Ich (= Jesus) bin die Tür, wenn jemand durch mich hineingeht, der wird selig werden“ (Johannes 10,9). „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurch gedrungen“ (Johannes 5,24). Eine ganz große Provokation in unserer multireligiösen Gesellschaft ist das Wort von Jesus in Johannes 14,6: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ Diese Eindeutigkeit aber ist gerade das Markenzeichen von Jesus. Jesus ist Gott! Ob Jesus Gottes Sohn ist oder nicht, ist die bedeutendste Frage überhaupt, denn von ihrer richtigen Beantwortung hängt unser ewiger Verbleib ab. Kein noch so angesehener Gelehrter kann uns die Antwort geben, sondern nur Gott allein in seinem Wort. Die folgenden biblischen Aussagen (A1 bis A5) bezeugen, dass Jesus Gott ist: A1: Die Macht Jesu. Er vergibt Sünden. Vier Männer brachten einen Gelähmten zu Jesus (Markus 2,1-12). Wegen der großen Menschenmenge in dem Haus, deckten sie das Dach ab und ließen den Mann auf einer Trage hinunter. Jesus sagte zu dem Kranken (Markus 2,5): „Deine Sünden sind dir vergeben.“ Einige Schriftgelehrte waren Augenzeugen und dachten: „Wie redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben als Gott allein?“ (Markus 2,7). Sie wussten in biblisch korrekter Weise, dass nur Gott Sünden vergeben kann. Nun hätte ihr schlussfolgerndes Denken einsetzen müssen: Der, der hier vor uns steht, muss also Gott sein! A2: Die Autorität Jesu: Jesus erklärte in Johannes 5,19: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.“ Die zweite Hälfte der Antwort Jesu – dass alles, was der Vater tut, der Sohn in gleicher Weise tun kann – zeigt unmissverständlich, dass Jesus Gott ist. Denn wer kann alles tun, was Gott tut? Nur derjenige, der selber Gott ist! A3: Die Anbetung Jesu: Nach dem biblischen Zeugnis darf nur Gott angebetet werden – kein Engel, kein Mensch, auch nicht Maria, keine Heiligen! (Offenbarung 22,8-9). Auf mannigfache Weise wird Jesus angebetet. Dies belegt eindeutig, dass er Gott ist: Die Weisen aus dem Morgenland waren gekommen, um Jesus anzubeten: „Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten ... und sie fielen nieder und beteten das Kindlein an“ (Matthäus 2,2 + 11). Bei der Steinigung des Stephanus betete dieser zu Jesus: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!“ (Apostelgeschichte 7,59). Ihm wurde sogleich der Blick in den Himmel gewährt, und er sah Jesus zur Rechten Gottes stehen. Als Thomas erstmals den Auferstandenen sah, zweifelte er, ob es wohl Jesus sei, bis er ihm die von seiner Kreuzigung verursachten Nägelmale und die Narbe an seiner Seite zeigte. Da erkannte er Jesus als Gott und betete ihn an: „Mein Herr und mein Gott“ (Johannes 20,28). Von den Jüngern wird gesagt: „Sie aber beteten ihn (= Jesus) an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude“ (Lukas 24,52). Nach Hebräer 1,6 betet die gesamte Engelswelt Jesus an: „Und es sollen ihn (= Jesus) alle Engel Gottes anbeten.“ Ja, sogar alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde bringen dem Lamm (= Jesus) Lobpreis und Anbetung: „Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meer und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (Offenbarung 5,13). A4: Die ewige Existenz Jesu und sein Wirken in der Schöpfung: Der Anfang des Johannes-Evangeliums lautet (Johannes 1,1-3): „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ Noch deutlicher erkennen wir die Gottgleichheit von Jesus, wenn wir für „Wort“ „Jesus“ einsetzen, denn in Vers 14 wird gesagt, dass Jesus das Wort ist: „Im Anfang war Jesus, und Jesus war bei Gott, und Gott war Jesus. Jesus war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch Jesus gemacht, und ohne Jesus ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ A5: Weitere Bestätigungen der Gottheit Jesu: Römer 9,5: „Christus…, der da ist Gott über alles, sei gelobt in Ewigkeit. Amen.“ Diese Aussage, dass Jesus Gott ist, wird durch das „Amen“ noch bekräftigt! 1. Johannes 5,20: „Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.“ Jesus ist also Gott in Person und auch das ewige Leben in Person! Hebräer 1,8: Der Text aus Psalm 45,7: „Gott, dein Thron bleibt immer und ewig.“ wird in Hebräer 1,8 zitiert und dort direkt auf Jesus angewandt: „Aber von dem Sohn heißt es (Psalm 45,7): ‚Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit.’“ Offenbarung 1,8: Wer sagt in Offenbarung 1,8: „Ich bin das A und das O, spricht Gott, der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.“? Es ist der wiederkommende Herr, und das ist eindeutig Jesus! Somit ist Jesus „Gott, der Herr!“ – Jesus ist der „Allmächtige!“ – Jesus ist das „A und O“ – er ist Anfang und Ende! Offenbarung 15,3: In einem Loblied zur Ehre Gottes wird Jesus als der allmächtige Gott bezeichnet: „Und sangen … das Lied des Lammes: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott!“ Ohne Jesus haben wir Gott, den Vater, nicht! Manche denken, es genügt, an Gott, den Vater, zu glauben und zu ihm zu beten. Aber lehrt das die Bibel? Einige Belegstellen geben uns Aufschluss in dieser Frage: „Damit sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt (auch) den Vater nicht“ (Johannes 5,23). „Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater“ (1. Johannes 2,23). „Wer an ihn (= Jesus) glaubt, der wird nicht gerichtet, wer aber nicht (an ihn) glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes“ (Johannes 3,18). Ohne Jesus haben wir kein ewiges Leben! Zu Gott, dem Vater, und in sein Himmelreich können wir nur durch Jesus, den Herrn, gelangen. Gott selbst hat es so verfügt, dass wir ewiges Leben nur durch Jesus erlangen können. Darum lesen wir in Römer 3,25: „Den (Herrn Jesus Christus) hat Gott für den Glauben hingestellt.“ Das Neue Testament betont: Jesus ist der einzige Weg zum Vater: „Ich (Jesus) bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Johannes 14,6). Jesus ist der einzige Mittler zwischen Gott, dem Vater, und uns: „Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus“ (1. Timotheus 2,5). Für diese Funktion hat Gott weder Maria noch einen Heiligen eingesetzt. Jesus ist der einzige Heilsbringer: „In keinem anderen ist das Heil, ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden“ (Apostelgeschichte 4,12). Halten wir fest: Um zu Gott, dem Vater, und in das Himmelreich zu gelangen, brauchen wir Jesus! Es gibt keine andere Möglichkeit. Die im Titel gestellte Frage „Geht es auch ohne Jesus?“ ist somit mit einem klaren „NEIN“ zu beantworten. Keiner der anderen sogenannten Retter, außer Jesus, erfüllt die nötigen Qualifikationen und somit kommt einzig und allein Jesus als Retter in Frage. Wie gehe ich über die Brücke? Bezugnehmend auf die eingangs erwähnte Brücke vom Parana stellen wir uns einen Wanderer vor, der die große Brücke mit der Überschrift „Jesus“ sieht. Vom Hörensagen soll es noch andere Brücken geben. Er geht flussabwärts und findet einige Stege, z.B. mit der Aufschrift: Islam, Hinduismus, Buddhismus, Zeugen Jehovas. Sie sehen nach einer Überquerungsmöglichkeit aus, enden aber schon nach wenigen Metern und führen somit nicht über den breiten Fluss. So benutzt er schließlich die einzig wirkliche Brücke. In Johannes 16,9 spricht Jesus von der größten Verfehlung, die so viele begehen, nämlich über „die Sünde, dass sie nicht glauben an mich.“ Diese Sünde hat ausschließenden Charakter vom Reich Gottes, aber Du kannst sie beseitigen, wenn Du noch heute zu Jesus – bildlich gesprochen – über die Brücke „Jesus“ gehst, d.h. wenn Du Dich im Gebet zu ihm wendest und ein Nachfolger Jesu wirst. Mache ein Gebet wie das folgende zu Deinem eigenen und wende Dich damit an den Retter Jesus: „Herr Jesus Christus, ich habe meine verlorene Situation erkannt, weil ich bisher ohne Dich gelebt und gehandelt habe. Darüber bin ich zutiefst erschrocken und flehe Dich um Hilfe an. Vergib mir alle Schuld meines Lebens. Meine bisherige Lebensweise war verkehrt, weil ich ohne Dich gelebt habe, aber nun will ich mich in Deine Spur begeben. Ich lade Dich ein, in mein Leben zu kommen. Gib mir Freude dabei, in Deinem Wort, der Bibel, zu lesen und immer mehr von Dir zu erkennen und das neu Erkannte auch umzusetzen. Sei Du nun allezeit mein Herr. Ich danke Dir von ganzem Herzen, dass Du mich von meinen Sünden befreit hast und ich jetzt durch Dich ein Kind Gottes sein darf. Amen.“ Direktor und Professor a.D.Dr.-Ing. Werner Gittwernergitt.de
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Haben Sie schon einmal den Wunsch gehabt, mit jemand anderem zu tauschen? Der Rollentausch, der an Weihnachten geschah, ist das größte Geschenk, das Gott dieser Welt gemacht hat. Heinrich Derksen erklärt in dieser Verteilschrift, worin dieser Rollentausch besteht und welche Bedeutung der für uns hat. Diese Verteilschrift ist besonders zur Verbreitung in der Weihnachtszeit geeignet. Der größte Rollentausch Erinnern Sie sich noch, wie Sie sich als Kind gern verkleideten und in die Rolle von Tieren, Gestalten oder anderen Personen schlüpften? Ich hatte meistens bestimmte Lieblingsfiguren, in die ich mich verwandeln wollte. Bei Computerspielen übernehmen Kinder heute gern die Rolle von Helden, Kämpfern oder Sportlern. Sie tauchen ab in eine andere Welt. Von Schauspielern hörte ich, dass sie sich ganz in die Rolle der Person hineinversetzen, die sie spielen wollen. Nur so können sie authentisch wirken. Haben Sie schon einmal den Wunsch gehabt, mit jemand anderem zu tauschen? Vielleicht wünschten Sie sich mehr Geld, mehr Ansehen oder mehr Macht. Wenn wir mit jemanden tauschen wollen, dann jedoch immer nur mit Personen, denen es besser geht als uns selbst. Wer möchte schon freiwillig mit einem Flüchtling oder einem Asylanten tauschen? Auch mit einem hungernden Kind oder mit jemanden, der im Gefängnis misshandelt wird, will niemand tauschen. Auf solch einen Rollentausch verzichten wir gern. Doch an Weihnachten geschah genau das! Weihnachten ist der größte Rollentausch der Geschichte. Gott wurde Mensch! Der Schöpfer wurde ein Geschöpf. Der Herrscher des Universums wurde zu einem Untergebenen. Er, durch dessen allmächtiges Wort die Welt entstand, musste laufen, lesen, schreiben und rechnen lernen. Jesus hatte Hunger und Durst. Er wurde müde, hatte Angst, war traurig, zornig und verzweifelt. Er wurde zur Sünde versucht wie jeder andere Mensch, doch er blieb sündlos. Und schließlich starb der König aller Könige schuldlos am Kreuz auf Golgatha für die Sünden der Welt. Der Weg von Jesus Christus, dem Messias, führte von der Krippe zum Kreuz. Genau damit sorgte er für die Rettung der ganzen Welt. Ohne diesen Rollentausch wäre die Welt für immer verloren! Doch aufgrund von diesem Rollentausch kann er, der Messias uns retten. Die Bibel sagt (Philipper 2,7-8): „Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener. Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen. Aber er erniedrigte sich noch mehr; im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich, er starb am Kreuz wie ein Verbrecher.“ Warum ging Jesus freiwillig diesen schweren Weg? Es gab keinen anderen Weg, jeden einzelnen von uns von der Schuld, die wir auf uns geladen haben, zu befreien. Aus Liebe nahm Jesus unsere Schuld auf sich. Ist Gott unbarmherzig, wenn er über unsere Vergehen nicht hinwegsieht? Ich wurde von der Polizei angehalten, weil ich im Auto nicht angeschnallt war. Ich erklärte dem Polizisten, dass ich mich sonst immer anschnalle. Außerdem fuhr ich im Stau so langsam, dass für mich keine Gefahr bestand. Es half nichts. Weil ich dieses eine Mal nicht angeschnallt war, musste ich ein Bußgeld bezahlen. Genauso können wir unsere Sünde Gott gegenüber nicht mit guten Taten wieder gut machen. Wir alle haben aufgrund unserer Schuld den ewigen Tod verdient. Daher brauchen wir jemanden, der sündlos ist und für uns eintritt. Wir brauchen jemanden, der bereit ist, unsere Rolle zu übernehmen und für unsere Sünden zu sterben. Da es nun unter uns keinen sündlosen Menschen gibt, hat Gott selbst in Jesus Christus diese Rolle übernommen. Wir brauchen jemanden, der bereit ist, unsere Rolle zu übernehmen und für unsere Sünden zu sterben. Ein Zeichen der Liebe! Ich habe von einem Richter gehört, der seinen Sohn verurteilen musste. Im Gerichtssaal waren alle gespannt, ob er bei seinem Sohn ein milderes Urteil fällen würde. Als der Richter den Urteilsspruch verlas, waren alle zutiefst erstaunt. Das Urteil fiel sogar härter aus als erwartet. Doch dann zog der Richter seine Robe aus, ging auf seinen Sohn zu und sagte: „Mein Sohn, diese Strafe hast du verdient. Aber ich bin bereit, die Strafe für dich zu übernehmen! Geh, du bist ein freier Mann!“ Was für ein Zeichen der Liebe! Der Vater tauschte die Rolle mit seinem Sohn und nahm die verdiente Strafe seines Sohnes auf sich. Genau das hat Jesus für uns getan. Somit ist Weihnachten nicht nur ein Rollentausch, sondern auch Gottes größter Liebesbeweis für uns Menschen. Jesus, Gottes Sohn, wurde Mensch. Er nahm die verdiente Strafe der ganzen Menschheit auf sich und starb stellvertretend für uns alle am Kreuz von Golgatha. Ist damit jeder Mensch automatisch mit Gott versöhnt und gerettet? Nein! Gott erwartet von jedem einzelnen, dass er dieses Geschenk der Errettung dankbar annimmt. Wenn Sie dies tun möchten, dann bitten Sie Jesus zunächst um die Vergebung aller Ihrer Sünden und nehmen Sie ihn als Herrn in Ihr Leben auf. Jeder, der diesen Weg geht, wird ein Kind Gottes und erhält ewiges Leben. Darüber lesen wir in Johannes 1,12 folgendes: „All denen jedoch, die ihn [Jesus] aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.“ Der Rollentausch, der an Weihnachten geschah, ist das größte Geschenk, das Gott dieser Welt gemacht hat. Hat dieser Rollentausch eine Bedeutung für Sie? Haben Sie das Geschenk der Errettung schon angenommen? Christen singen weltweit zur Weihnachtszeit: „O du fröhliche, O du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit! Christ ist erschienen, uns zu versühnen: Freue, freue dich, O Christenheit!“ Wenn Sie an Weihnachten dieses Lied hören oder vielleicht auch selber singen, dann stellen Sie sich die Frage: „Habe ich Jesus um die Vergebung meiner Sünden gebeten? Bin ich mit Gott versöhnt?“ Wenn Sie das bejahen können, dann haben auch Sie einen Rollentausch erlebt. Sie lebten einst ohne Gott, sind aber durch Jesus Christus ein Kind Gottes geworden. Nach diesem Leben werden Sie bei Gott im Himmel sein. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Sie auf dieses Geschenk dank des größten Rollentauschs verzichten wollen. Ich auf jeden Fall nicht! Dr. Heinrich Derksen
6 Seiten, Best.-Nr.: 39-0
Der Informationswissenschaftler Dir. und Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt (Braunschweig) ist überzeugt, dass alle Aussagen der Bibel wahr und vertrauenswürdig sind. In seinen Büchern betrachtet er oft die Wunder der Schöpfung aus naturwissenschaftlicher Sicht. Dr. Joachim Cochlovius stellte Fragen an Werner Gitt zu diesem Themenbereich wie z. B.: „Ihre Homepage wernergitt.de ist mit dem Motto ‚Vom Denken zum Glauben‘ überschrieben. Wie ist das gemeint? Kann man durch Nachdenken Gott finden?“ Vom Denken zum Glauben Der Informationswissenschaftler Dir. und Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt (Braunschweig) ist überzeugt, dass alle Aussagen der Bibel wahr und vertrauenswürdig sind. In seinen Büchern betrachtet er oft die Wunder der Schöpfung aus naturwissenschaftlicher Sicht. Das Interview mit Werner Gitt führte Pastor Dr. Joachim Cochlovius. JC: Ihre Homepage wernergitt.de ist mit dem Motto „Vom Denken zum Glauben“ überschrieben. Wie ist das gemeint? Kann man durch Nachdenken Gott finden? WG: Die Erfolge von Wissenschaft und Technik in den letzten 50 Jahren haben zu einer starken Wissenschaftsgläubigkeit geführt. Denken wir nur an den Flug zum Mond, die Sequenzierung des menschlichen Genoms oder die rasanten Fortschritte in der Computertechnologie. Durch diese Prägung finden viele kaum noch Zugang zum schlichten Wort der Bibel. Wenn Paulus sagt „denn die Juden fordern Zeichen, und die Griechen fragen nach Weisheit“ (1. Korinther 1,22), so können wir für die heutige Situation ergänzen: „Unsere Generation fragt nach wissenschaftlicher Glaubwürdigkeit.“ Einem Vertreter der Evolution müssen wir mit wissenschaftlichen Argumenten begegnen. Ist der Irrtum der Evolution nachgewiesen, ist ein großes Hindernis auf dem Weg zu Gott beseitigt. Wenn nun das Evangelium verkündigt wird, gibt es keinen sachlichen Grund mehr, die Ohren zu verschließen. JC: Wenn man die naturwissenschaftlichen Fakten in Ihrem Buch „Faszination Mensch“ studiert, kommt man aus dem Staunen nicht wieder heraus. Auch die Aussagen im 2. Teil über das Wesen des Menschen sind überaus spannend. Was ist das Besondere an der biblischen Anthropologie – der Lehre vom Menschen? WG: Die säkulare Anthropologie basiert auf dem Materialismus und damit auch auf der Evolutionslehre. Der Mensch besteht demnach alleine aus Materie, und das Leben ist konsequenterweise nur ein in den Grenzen von Physik und Chemie begründbarer Materiezustand (Manfred Eigen). Bei einer derartigen Reduktion der Wirklichkeit auf ausschließlich materielle Phänomene bleibt kein Platz für eine Weiterexistenz des Lebens nach dem Tod. Der Mensch wird auf eine biologische Maschine reduziert, wobei sein absolutes Ende mit dem Tod des Organismus gleichgesetzt wird. Im Räderwerk des Evolutionsmechanismus dient der Tod dem Aufstieg des folgenden Lebens. Damit ist der Wert eines Menschenlebens nur als ein Beitrag zu sehen, den er zum evolutiven Fortschritt leistet. Ganz im Gegensatz dazu steht die biblische Anthropologie. Danach ist der Gott der Bibel der Urheber des Menschen. Durch den von seinem Schöpfer eingehauchten Lebensodem besitzt der Mensch eine nichtmaterielle Komponente – das ist seine Seele. Da der Odem Gottes ewig ist, sind wir als Ewigkeitsgeschöpfe konzipiert. Folglich ist der leibliche Tod nicht das Ende, sondern der Beginn des ewigen Lebens. Nach dem biblischen Menschenbild geriet der Mensch im Sündenfall in den Strudel der Verlorenheit. Durch die Tat Jesu Christi am Kreuz finden wir Rettung und erlangen dadurch ewiges Bürgerrecht im Himmel. Unseren Wert beschreibt Gott in Jesaja 62,3: „Du wirst eine prachtvolle Krone in der Hand des Herrn sein und ein königliches Diadem in der Hand deines Gottes.“ JC: Sie beschäftigten sich eingehend mit der Tierwelt. Ich denke z.B. an Ihr Buch „Wenn Tiere reden könnten“. Wie kommt ein Informatiker dazu, sich mit diesem Themenbereich auseinanderzusetzen? WG: Die Frage nach der Schöpfung war bei meinen ersten Glaubensschritten die stärkste Herausforderung. So fanden alle Details mein Interesse, die die Genialität und den Erfindungsreichtum des Schöpfers besonders deutlich bezeugten. Bei der unglaublichen Anzahl von Tierarten gibt es eine riesige Vielfalt von Konzepten, über die ein Ingenieur und Informatiker nur staunen kann. Fast nichts von den in der Schöpfung installierten Ideen ist kopierbar. So ist das Konzept Ei etwas Unnachahmbares. Die Industrie muss jeden Dieselmotor einzeln bauen. Wollte der Schöpfer Motoren bauen, so würde er nur einen einzigen schaffen, aber dieser hätte die Fähigkeit „Dieseleier“ zu legen. Mich haben auch andere Besonderheiten fasziniert, z.B. die präzise Energiekalkulation beim Flug des Goldregenpfeifers von Alaska nach Hawaii oder die hohe Lichtausbeute bei der Biolumineszenz oder die Fähigkeit des Pottwals, beim schnellen Auftauchen aus 3000 Metern Tiefe keine Taucherkrankheit zu kriegen. JC: Ihr neuestes Buch „Information – der Schlüssel zum Leben“ soll „dazu beitragen, den Denkzwang des methodischen Atheismus in den Naturwissenschaften zu überwinden“. Für Wissenschaftler wie Isaak Newton war der Kosmos ein klarer Hinweis auf die Weisheit Gottes. Wie kam es denn zum Siegeszug des Atheismus gerade in den Naturwissenschaften, die Gottes schöpferische Intelligenz täglich vor Augen haben? WG: Die beachtlichen wissenschaftlichen Erfolge im Bereich der unbelebten Natur übten eine starke Anziehungskraft auf jene Disziplinen aus, die sich mit dem Leben beschäftigen (z. B. Biologie, Physiologie). Durch die erzielten Fortschritte der Physik meinte man, auch das Leben sollte und könnte in gleicher Weise auf ausschließlich mechanistische Art erklärt werden. In der Mitte des 19. Jahrhunderts kam es somit zu einer Blüte des reduktionistischen Materialismus, der annimmt, alle Ursachen und Wirkungen seien ausschließlich physikalische Erscheinungen. Herausragende Vertreter dieser Anschauung waren Emil du Bois-Reymond (1818–1898) und Hermann Helmholtz (1821–1894). Letzterer formulierte: „Endziel der Naturwissenschaften ist, die allen anderen Veränderungen zugrundeliegenden Bewegungen und deren Triebkräfte zu finden, also sie in Mechanik aufzulösen.“ Diese Forderung wurde von vielen Biologen seiner Zeit aufgegriffen. Ernst Haeckel (1834–1919) forderte, die Wissenschaft von den Organismen „durch mechanisch-kausale Begründung“ auf das Niveau der anorganischen Wissenschaften zu heben. So wurden in den Lebenswissenschaften schon sehr früh falsche wissenschaftliche Weichen gestellt. Nicht-Materielles gab es definitionsgemäß nicht. Kein Wunder, dass sich weltweit materialistische Ideologien (wie z. B. Faschismus, Humanismus, Atheismus und verschiedene Ausprägungen des Kommunismus, wie Marxismus- Leninismus, Stalinismus und Maoismus) bilden konnten. Dann führte Charles Darwin (1809–1882) die Evolution der Lebewesen auf ein rein mechanisch wirksames Prinzip zurück (natürliche Auslese) und unterstützte damit den materialistischen Ansatz der Biologie. JC: Auf Ihrer Homepage werden 12 Traktate in über 70 Sprachen angeboten. Wie kam es zu dieser umfassenden Traktatarbeit? Sind Traktate noch zeitgemäß? WG: In unserer heutigen mit Informationen überfluteten Gesellschaft lesen nur noch wenige Leute dicke Bücher. So passen ansprechend gestaltete Traktate nach unserer Erfahrung gut in unsere Umwelt. Ist ein Traktat zu kurz, dann kann das Wesentliche des Evangeliums nicht hinreichend verständlich gemacht werden. Es hat sich gezeigt, dass 8 bis 10 Seiten im Format 21 cm x 10 cm geradezu optimal sind. Themen wie z. B. „Wie komme ich in den Himmel?“ oder „Wer ist der Schöpfer?“ können ausführlich erklärt werden, lassen sich in wenigen Minuten lesen, können bei vielen Gelegenheiten (z.B. Hotelrezeption, beim Einkauf, Postbote) leicht weitergegeben werden und sind im gängigen Briefformat versendbar. Mit dieser Konzeption begannen wir 2003. Die Nachfrage ist ungebrochen. Im Jahre 2016 wurden ca. 850 000 Exemplare versandt. Die Gesamtauflage der 12 verschiedenen Traktate in Deutsch und anderen Sprachen liegt bei über 12 Millionen. Wie begann alles? Als ich von einem Mitarbeiter des Missionswerkes Bruderhand angesprochen wurde, ein Traktat zu schreiben, habe ich dies abgelehnt mit den Worten: „Ich habe schon viel zu tun mit dem Schreiben von Büchern ... .“ Bei nächster Gelegenheit wurde ich erneut mit dieser Frage konfrontiert – prompt lehnte ich wieder ab. Bei der dritten Nachfrage gab ich unter der Bedingung nach, nur ein einziges zu verfassen. So überlegte ich: Welches ist denn das allerwichtigste Thema? Ich entschied mich für das Thema „Wie komme ich in den Himmel?“. Nach kurzer Zeit war die erste Auflage vergriffen, und es musste nachgedruckt werden. Bald war auch diese vergriffen und die erste russische Übersetzung war ebenso ein Selbstläufer. Pastor Heinrich Kemner (1903-1993) zitierte häufig den Satz „Wir schieben nicht, wir werden geschoben!“ Nun erkannte ich, Gott hat mich offensichtlich in diese Arbeit hineingeschoben. JC: Es gibt viele Christen, die ihren Frieden mit der Evolutionslehre geschlossen haben und zur Auffassung gekommen sind, dass Gott durch evolutionäre Prozesse erschuf und erschafft. Gefährdet diese sog. Theistische Evolution den christlichen Glauben und das persönliche geistliche Leben? WG: Das Gedankensystem „Theistische Evolution“ lehne ich aus biblischer Sicht ab, weil es das Evangelium geradezu auf den Kopf stellt. Nach dem biblischen Bericht schuf Gott durch seine Allmacht und Weisheit eine sehr gute, also fertige und perfekte Schöpfung. Dann kam der Sündenfall in die Welt und als Folge davon der Tod. Wegen unserer Todverfallenheit kam Jesus in diese Welt, um uns zu erlösen und ewiges Leben zu bringen. Im Evolutionssystem hat der Tod eine völlig andere Funktion; er ist der erforderliche und ständige Wegbegleiter bei der Höherentwicklung. Der Gegensatz zur Bibel ist offensichtlich. Unterstellt man eine theistische Evolution, dann hat Gott sich des Feindes „Tod“ bedient, um Leben zu schaffen. Und das ist – biblisch gesehen – eine absurde und antigöttliche Idee. Die Existenz des Todes wird damit vor den Sündenfall verlegt, und damit wird das Evangelium ausgehöhlt und unbedeutend. Ebenso gilt zu bedenken: Die Fossilien repräsentieren Tod, Leiden und massives Blutvergießen. Wenn sie nicht durch katastrophale Ereignisse, insbesondere durch die Sintflut, entstanden sind, sondern sich in Jahrmillionen bildeten, dann muss der Tod bereits vor dem Sündenfall existiert haben. In Gesprächen mit Vertretern der theistischen Evolution fällt auf, dass sie viele Teile der Bibel nicht ernst nehmen, sie umdeuten oder gar für ungültig erklären. Der Kompromiss mit der Evolution bedeutet, dass zentrale biblische Aussagen aufgegeben werden. JC: Ihre Bücher „Wunder und Wunderbares“ und „Schatzfinder“ enthalten viele Glaubenszeugnisse. U. a. berichtet eine Australierin, dass sie durch die Evolutionslehre vom christlichen Glauben entfremdet wurde. Kommt so etwas öfter vor? WG: Es ist sogar die logische Konsequenz! Wer die Evolutionslehre akzeptiert, kann dem biblischen Prinzip, wie es Paulus bekennt „Ich glaube allem, was geschrieben steht“ (Apostelgeschichte 24,14), nicht mehr folgen. Nach meiner Erfahrung in vielen Gesprächen kippt als Erstes der Schöpfungsbericht der Bibel. Die Tatsache, dass Gott „in sechs Tagen Himmel und Erde [...] und das Meer und alles, was darinnen ist“ (2. Mose 20,11) gemacht hat, wird zuerst über Bord geworfen. Hat man dieses Fundament verlassen, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis zahlreiche weitere „Dominosteine“ der Bibel gefallen sind. Dadurch wird m.E. der größte Schaden an den Schulkindern verursacht, denn die Evolution wird als einzig gültige Lehre in Herkunftsfragen unterrichtet. Die jedem Menschen vom Schöpfer geschenkte Gabe, aus den Werken der Schöpfung unmissverständlich auf den Schöpfer schließen zu können (Römer 1,20), wird dadurch schon in jungen Jahren zerstört. JC: Noch eine Frage zum Schluss. Was war bei all den vielen Vortrags- und Evangelisationsreisen Ihr eindrucksvollstes Erlebnis? WG: Unvergesslich ist mir ein Vortrag im überfüllten Hörsaal der Universität Karaganda (Kasachstan) mit Kasachen, Kirgisen, Tataren, Usbeken und Russen. Im zweiten Teil meines Vortrags „Wozu gibt es Sterne?“ ging ich auf den ein, der die Sterne geschaffen hat: Jesus Christus. Der Schöpfer ist auch der Retter, der Sünde vergibt. Dann fragte ich: „Wer möchte die Botschaft Jesu für sich persönlich annehmen? Wer möchte sich durch Jesus erretten lassen?“ Ich konnte es kaum fassen: Erstaunlich viele Leute standen auf. Sie erhielten evangelistische Bücher und eine Bibel. Wenn wir von solchen Reisen zurückfliegen, denke ich oft, wie das Gehörte im Nachhinein wirken mag? Ist alles schnell verflogen, oder gibt es bleibende Frucht? Zwei Jahre später waren wir wieder in Karaganda. An derselben Universität begrüßte uns ein Professor namens Pawel Kulikow und stellte uns als Gäste aus Deutschland vor. Ich traute meinen Ohren nicht, als ich seine einführenden Worte hörte: „Ich begrüße den deutschen Wissenschaftler Professor Gitt ... . Vor zwei Jahren war er bereits hier gewesen und hat einen Vortrag gehalten. Ich saß damals inmitten der Studenten. Dann geschah etwas, das es in diesem Hörsaal noch nie gab: Mit freundlicher, aber entschlossener Stimme lud der Redner uns ein, eine Entscheidung für Christus zu treffen. Als Zeichen der Annahme standen damals viele Studenten auf. Auch ich erhob mich von meinem Platz – ich traf eine Entscheidung für Christus.“ Dann sprach er die Studenten an: „Ihr kennt mich. Ich lehrte viele Jahre das Fach ‚Wissenschaftlicher Atheismus‘ an dieser Uni. Jetzt bin ich Christ. Ihr bekommt heute auch die Chance, Euch zu entscheiden. Tut es!“ Gott hatte jemanden überwunden, der ein überzeugter Gottesleugner war und der jahrelang den Studenten mit wissenschaftlichen Argumenten beigebracht hatte, dass es keinen Gott gibt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde das Fach „Wissenschaftlicher Atheismus“ abgeschafft und durch die „Geschichte des Atheismus und der Religionen“ ersetzt. Zu diesem neuen Fach gab es keinerlei Lehrmittel. So verwendete er dafür mein Buch „Und die anderen Religionen?“, das es auch in Russisch gibt. Nun sprach der frühere Professor für Atheismus in seinen Vorlesungen von seinem Glauben an Gott – welch ein Wandel! Er hat später eine Radiomission für Kasachstan gegründet, um viele in seiner Landessprache mit dem Evangelium zu erreichen. Dir. und Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt
10 Seiten, Best.-Nr.: 133-0
Josef Drazil hatte als Kind keinen besonders glücklichen Start. 1978 wurde er in der ehemaligen Tschechoslowakei geboren. Sein Vater war Alkoholiker und so lernte er schon sehr früh Gewalt in der Familie kennen. Nach der Scheidung plante seine Mutter die Flucht in den Westen. In Österreich kam die kleine Familie in ein Flüchtlingslager und verbrachte dort mehr als zwei Jahre. Mit diesem Hintergrund wuchs Josef Drazil zu einem recht zügellosen Teenager heran, der auf der Suche nach Abenteuern war und machte, wonach ihm gerade war. Irgendwann aber kippte sein Streben nach Freiheit, Abenteuer und Genuss. Die vermeintliche Freiheit führte ihn in Abhängigkeiten. Das Abenteuer endete in der Leere und der Genuss wandelte sich in Ekel. Bereits mit 22 Jahren war er durch das übermäßige Feiern und Konsumieren körperlich angeschlagen. An einem Tag ging es ihm derart elend, dass er Angst hatte zu sterben. In seiner Verzweiflung wandte er sich an Gott und flehte um Hilfe. Dabei lernte er Jesus, den Sohn Gottes, kennen. Die persönliche Beziehung zu Gott hatte lebensverändernde Auswirkungen. Er konnte vergeben, weil Gott ihm vergeben hatte. Er konnte lieben, weil Jesus ihn geliebt hatte. Sein Hass gegen Menschen, die er als Feinde ansah, verschwand. Beziehungen, die in die Brüche gegangen waren, kamen in Ordnung. Mit diesem Bericht möchte der Verfasser jeden Leser ermutigen, sich ebenfalls an Jesus zu wenden und mit ihm zu leben. Sehnsucht nach Freiheit und Leben Vieles kann man sich im Leben aussuchen, doch bei weitem nicht alles. Ich hatte als Kind keinen besonders glücklichen Start. 1978 wurde ich in der ehemaligen kommunistischen Tschechoslowakei geboren. Mein leiblicher Vater war Alkoholiker und ich lernte schon sehr früh Gewalt in der Familie kennen. Eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen ist, wie ich als ca. Dreijähriger auf einer Couch saß und mir ein nasses Tuch an meine blutende Nase hielt. Ein Porzellanteller ist wegen mir zu Bruch gegangen. mein Vater ließ mich seine Wut spüren. Als ich vier Jahre alt war, ließ sich meine Mutter scheiden. Sie fand heraus, dass mein Vater sie betrogen hatte, während sie meine jüngere Schwester im Krankenhaus zur Welt brachte. Nach der Scheidung plante sie die Flucht mit uns Kindern in den Westen. Meine Mutter war Regimegegnerin und hatte Kontakte zur Bürgerrechtsbewegung Charta 77. Einer ihrer Kontakte half uns 1983, über das ehemalige Jugoslawien nach Österreich zu kommen. Wir kamen in das Flüchtlingslager in Traiskirchen und verbrachten dort mehr als zwei Jahre. Zu der Zeit kamen engagierte Christen aus der Schweiz ins Lager, um den Flüchtlingen von Jesus Christus zu erzählen. Sie erklärten uns, dass Jesus in die Welt kam, um die Schuld der Menschen, die sie vor Gott haben, zu bezahlen. Er selbst war ohne Sünde, bezahlte aber aus Liebe für unsere Schuld mit seinem Leben. Nach seinem Sterben am Kreuz wurde Jesus von Gott auferweckt und zu ihm in den Himmel aufgenommen. Damit kann jeder Mensch Vergebung seiner Schuld bekommen. Für meine Mutter war das alles neu und fremd. Trotzdem blieb sie mit den Christen in Kontakt. Während der Zeit im Flüchtlingslager sahen wir Flüchtlinge kommen und gehen. An unserer Situation änderte sich aber nichts. Eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern war eben ein absoluter Sozialfall. Meine Mutter schrieb an die Christen und bat um Hilfe. Sie schickten uns daraufhin 1000 Schilling, damit wir uns auf den Weg nach Deutschland machen konnten. Auf der mehrtägigen Suche nach einer Möglichkeit, die Grenze zu überqueren, ging das Geld allerdings aus. Bei Einbruch der Dämmerung fürchtete meine Mutter, dass wir die Nacht im Freien verbringen müssten. In ihrer Verzweiflung flehte sie unter Tränen vor einem Kreuz am Wegrand zu Jesus um Hilfe. Daraufhin tauchte ein älteres Ehepaar auf, das von einer Wanderung zurückkam. Es waren Christen. Sie ließen uns – zusammen mit ihnen – in ihrem Ferienhäuschen übernachten und brachten uns später auf einem verborgenen Weg über die Grenze. In Deutschland angekommen, sagte meine Mutter, dass wir es ohne Gott niemals geschafft hätten. So hatte ich als Kind schon einen gewissen Glauben an Gott, aber keine persönliche Beziehung zu ihm. Mit diesem Hintergrund wuchs ich zu einem recht zügellosen Teenager heran. Ich war auf der Suche nach Abenteuern und machte, wonach mir gerade war. Noch vor der Hauptschule lernte ich meine Fäuste einzusetzen und war immer wieder in Schlägereien verwickelt. Später fing ich mit dem Trinken und Rauchen an und besuchte regelmäßig Diskotheken. Bald kamen sogenannte Weichdrogen dazu. In der Zeit war ich ein vielseitig interessierter junger Mann: Ich übte mich als Breakdancer, spielte Gitarre, sang gerne, malte, verfasste Gedichte und interessierte mich für spirituelle Dinge. Zu meinen Lektüren gehörten Esoterik, fernöstliche Mystik und sokratische Philosophie. Irgendwann kippte mein Streben nach Freiheit, Abenteuer und Genuss. Die vermeintliche Freiheit führte mich in Abhängigkeiten. Das Abenteuer endete in der Leere und der Genuss wandelte sich in Ekel. Mit 22 Jahren war ich durch das übermäßige Feiern und Konsumieren körperlich angeschlagen. An einem Tag ging es mir derart elend, dass ich Angst hatte zu sterben. In meiner Verzweiflung wandte ich mich an Gott und flehte um Hilfe. Dabei bekannte ich ihm, dass ich mein Leben vergeudet und ruiniert hatte. Ich war zerbrochen und wollte ihm mein Leben geben, wenn er mich retten würde. Als ich innerlich betete, erlebte ich etwas wie einen Moment der Klärung. Es war, als ob eine Benebelung von mir genommen wurde. Ich konnte mein Leben aus Gottes Sicht sehen. Dabei erkannte ich, dass ich nur für mich lebte, vor Gott schuldig und von ihm getrennt war. Ich war nicht der gute Mensch, für den ich mich hielt. Gleichzeitig wusste ich, dass sich Gott meiner angenommen hat. Nichts würde mehr so bleiben, wie es war. Am nächsten Tag fühlte ich mich körperlich sehr wohl. Eine unbeschreibliche Freude erfüllte mich, wie ich sie nie zuvor erlebt hatte. Ein tiefer Frieden von Gott kam über mich. Von dem Tag an weiß ich um seine Gegenwart. Ich wurde auf einen Schlag frei von jeder Sucht und hatte weder ein Verlangen mich irgendwie zu berauschen noch nach Zigaretten. Gott erhörte mein Gebet, ebenso wie bei meiner Mutter damals. Er führte mich zu seinem Sohn Jesus. In der Bibel las ich, dass Jesus der einzige sündlose Mensch ist. Trotzdem trug er die gerechte Strafe für meine Übertretungen. Am Kreuz ließ er sein Leben für meine Lieblosigkeit, Arroganz und Ungerechtigkeit, für meine schlechten Gedanken und Lügen, für meinen Egoismus, Hass, Neid und Zorn. Er bezahlte die Strafe für meine Gleichgültigkeit und Undankbarkeit Gott gegenüber. Jesus wandte das gerechte Gericht Gottes von mir ab und nahm es auf sich. Aus Liebe kam der Sohn Gottes auf diese Erde, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht. Jesus besiegte den Tod und ist darum die einzige Brücke zu Gott. Niemand kann vor dem absolut heiligen und vollkommen gerechten Gott ohne Jesus bestehen. Er ist meine Vergebung und meine Gerechtigkeit. Die persönliche Beziehung zu Gott hatte für mich lebensverändernde Auswirkungen. Ich konnte vergeben, weil Gott mir vergeben hat. Ich konnte lieben, weil Jesus mich selbst bis in den Tod geliebt hat. Mein Hass gegen Menschen, die ich als Feinde ansah, verschwand. Beziehungen, die in die Brüche gegangen waren, kamen in Ordnung. Seit diesem Erlebnis fühle ich mich wie neu geboren. Das heißt nicht, dass ich vollkommen bin, aber mir ist vollkommen vergeben. Darum will ich für Gott leben, der mich so angenommen hat, wie ich bin und mich zum Guten verändert. Gott erhört Gebete. Darum sagte er: „Bist du in Not, so rufe mich zu Hilfe! Ich werde dir helfen und du wirst mich preisen.“ (Psalm 50,15) Um zu Gott zu finden, musst du aber nicht erst in eine besondere Not geraten. Deine eigentliche Not zeigt sich bereits in deinem Gewissen: Kannst du so, wie du bis heute gelebt hast, vor dem absolut heiligen und gerechten Gott im Gericht bestehen? Ist er dein himmlischer Vater geworden? Ich bete, dass dich dieser Bericht ermutigt, ganz auf Jesus zu vertrauen und ihm in allem zu folgen. In der Bibel steht: „Jesus antwortete: Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen“ (Johannes 14,6). Josef Drazil
8 Seiten, Best.-Nr.: 46-0
Gertraud Fischer-Hübner erzählt die Geschichte ihrer Bekehrung. Als Pfarrerstochter mit relativ anständigem Leben sah sie keinen Grund für irgendwelche Veränderungen. Doch immer häufiger stellte sie sich ernsthaft die Frage, was nach dem Tod kommen würde. Ihre Nichte wies sie darauf hin, dass ihr frommer Lebensstil sie nicht erretten würde. Weil sie merkte, dass ihre Nichte Recht hatte, befasste sie sich intensiver mit Gott und ging in eine lebendige Gemeinde. Eines Morgens dann traf sie die Entscheidung für Jesus. Diese Verteilschrift eignet sich besonders zur Weitergabe an ältere Menschen. Auf der Lebensreise Jede Reise beginnt an einem Ausgangspunkt und endet an einem Ziel. Unsere Lebensreise beginnt mit der Geburt. Sie endet mit dem Tod. Viele Stationen liegen dazwischen. Im fortgeschrittenen Alter können die meisten Menschen auf einen reichen Schatz an Erfahrungen und auf einen großen Reichtum an Lebensweisheit zurückblicken. Doch sie sind noch nicht am Ziel. Gewöhnlich haben wir als ältere Menschen eine festumrissene Weltanschauung. Für neue Gedanken, neue Gewohnheiten und für eine neue Lebenseinstellung sind wir kaum noch zu gewinnen. Wir wollen in Ruhe gelassen werden. Uns gefällt es nicht, wenn jemand an unserer Überzeugung rüttelt. Doch trotz unserer reichen Lebenserfahrung gibt es ungelöste Fragen, insbesondere Fragen über den Tod und die Ewigkeit, Fragen über Gott und über das Leid in der Welt. Als wir jung waren, hatten wir Träume. Wir hatten hohe Ziele und Erwartungen. Manches konnte umgesetzt werden. Vieles aber blieb nur ein Traum. Wenn wir älter geworden sind und über unser vergangenes Leben nachdenken, fragen wir uns, was davon bleibt. Im fortgeschrittenen Alter ist es schwer, neue Wege einzuschlagen. Wenn wir aber erkennen, dass es nötig ist, sollten wir es wagen. Jeder von uns, ob jung oder alt, hat Schwächen und Fehler, so auch ich. Meine Nichte machte mir deutlich, dass meine Rechtgläubigkeit aus meinem Verstand kommt und im Grunde genommen nicht echt ist. Aus diesem Grunde könne ich das Endziel, die Ewigkeit bei Gott, den Himmel, nicht erreichen. Beim Nachdenken musste ich mir eingestehen, dass sie Recht hatte. Meine schuldbeladene Vergangenheit wurde mir bewusst. Eine persönliche Beziehung zu Gott kannte ich nicht. Um mir zu helfen, lud mich meine Nichte zum Gottesdienst in einer lebendigen, christlichen Gemeinde ein. Ich bekam immer mehr Hunger nach Gottes Wort und hörte mir Vorträge über die wichtigste Entscheidung des Lebens an. Dadurch wurde mir meine Schuld vor Gott noch klarer. Ich erkannte auch, dass ich Jesus Christus brauche, um gerettet zu werden und um Frieden mit Gott zu finden. Eines Morgens erwachte ich und die Tränen liefen und liefen. Ich wollte nicht länger ohne Gott leben und so weiter machen wie bisher. Im Gebet wandte ich mich an Jesus und bekannte ihm meine Sünden. Ich entschied mich, ihm mein Leben anzuvertrauen. Er sollte ab jetzt die weitere Führung meines Lebens übernehmen. Im Gebet bat ich Jesus aber auch um ein deutliches Zeichen seiner Vergebung. Daraufhin kam mir der Liedvers „Mir ist Erbarmung widerfahren ...“ in den Sinn. Die Betonung lag auf dem kleinen Wort „ist“. Plötzlich konnte ich glauben, dass Jesus für mich persönlich am Kreuz auf Golgatha gestorben ist und dass er mir alle meine Schuld vergeben hat. Satan hat an meinem Leben keinen Rechtsanspruch mehr, denn Jesus hat mich errettet. Ihm will ich folgen, ihm danken und ihm Loblieder singen. Jesus will jeden Menschen von seinen Sünden und Ängsten retten und ihn fröhlich machen. In der Bibel steht in Johannes 3,16: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn [Jesus] dahingab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ Gott sehnt sich nach Gemeinschaft mit uns Menschen. Er möchte auch Ihnen Ihre Schuld vergeben und Ihnen Herzensfrieden schenken. Wollen Sie Jesus annehmen und ihm Ihr Leben anvertrauen? Dann können Sie mit Ihren eignen Worten ungefähr so zu ihm beten: „Herr Jesus Christus, bitte vergib mir alle meine Sünden. Du sollst ab jetzt mein Herr sein. Komm in mein Leben. Ich nehme dich an als meinen persönlichen Erretter und Herrn. Dein Wille soll mein Leben bestimmen. Ich danke dir für deine Vergebung, Gnade und Barmherzigkeit, die du mir zugesagt und jetzt auch geschenkt hast. Ich will dir folgen, solange ich lebe.“ Wenn Sie das von Herzen beten, wird eine nie erlebte Freude in Ihr Leben strömen. Sie bekommen eine persönliche Beziehung zu Jesus. Er wird Ihr Freund, mit dem Sie über alles reden können. Er versteht Sie, begleitet Sie und gibt Ihnen inneren Frieden. Diesen Frieden hat Gott mir im Alter von 56 Jahren geschenkt. Nun gehe ich dankbar dem wahren Ziel des Lebens entgegen. Kein Mensch ist zu alt, um noch einen Kurswechsel auf seiner Lebensreise zu vollziehen. Ich möchte Ihnen sagen, dass der Augenblick der Lebensübergabe an Gott das schönste und größte Ereignis ist, das Sie auf dieser Erde erleben können. Gertraud Fischer-Hübner
6 Seiten, Best.-Nr.: 25-0
Es gibt wohl kaum eine Frage, die Menschen so sehr beschäftigt, wie gerade diese. Insbesondere taucht sie dann auf, wenn es um Gott geht. Für viele gilt: Wenn es einen liebenden und allmächtigen Gott gibt, dann dürfte es in dieser Welt kein Leid und keinen Tod geben! Ist diese Behauptung zutreffend? Logisch betrachtet kann es vier verschiedene Antworten auf die Frage geben, warum Gott Leid und Tod in dieser Welt zulässt: 1) Entweder will Gott das Leid beseitigen, aber er kann es nicht,2) oder er kann es und will es nicht,3) oder er kann es nicht und will es nicht,4) oder er kann es und will es. Doch welche Antwort ist die richtige? Genau das werden wir jetzt klären! Warum gibt es so viel Leid ? Es gibt wohl kaum eine Frage, die Menschen so sehr beschäftigt, wie gerade diese. Insbesondere taucht sie dann auf, wenn es um Gott geht. Für viele gilt: Wenn es einen liebenden und allmächtigen Gott gibt, dann dürfte es in dieser Welt kein Leid und keinen Tod geben! Ist diese Behauptung zutreffend? Damit wollen wir uns hier befassen. Vier logische Möglichkeiten Logisch betrachtet kann es vier verschiedene Antworten auf die Frage geben, warum Gott Leid und Tod in dieser Welt zulässt: 1) Entweder will Gott das Leid beseitigen, aber er kann es nicht, 2) oder er kann es und will es nicht, 3) oder er kann es nicht und will es nicht, 4) oder er kann es und will es. Doch welche Antwort ist die richtige? Genau das werden wir jetzt klären! Tod und Leid sind überall Leid und Tod sind ständige Begleiter in unserer Welt. Wir wissen von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Tornados und Jahrhundertfluten und von Unglücksfällen wie Schiffskatastrophen und Flugzeugabstürzen, die unbeabsichtigt von Menschen verursacht wurden; und wir kennen Katastrophen, die bewusst von Menschen herbeigeführt werden. Denken wir nur an den New Yorker Terroranschlag auf das World Trade Center vom 11. September 2001 mit etwa 3000 Toten oder an die zahllosen islamischen Selbstmordattentäter. Bei dem Massaker von Paris am 13. November 2015 wurden 130 Personen brutal ermordet. Neben den Schreckensereignissen in den Schlagzeilen erlebt aber auch jeder Einzelne von uns früher oder später Leid – seien es Ablehnung, Verlust, Krankheit, Unfall oder Tod. Manche Neugeborenen sind missgebildet oder sterben nach wenigen Tagen. Wenn die Lasten zu groß werden, klagen die Menschen Gott an. Zur Lösung des Problems möchte ich zunächst die zwei sich grundsätzlich unterscheidenden Geschichtsauffassungen gegenüberstellen: Zwei gegensätzliche Auffassungen Auffassung 1 – der Evolutionsglaube: Nach dieser Deutung ist unsere Erde Millionen von Jahren alt, und der Tod ist ein ständiger Begleiter unserer Geschichte. Leid und Tod werden zu Verbündeten bei der „Schaffung“ von Leben erklärt – nur durch den Tod kann neues Leben entstehen. Der deutsche Mikrobiologe Reinhard Kaplan schreibt in diesem Sinne: „Das ‚eingebaute‘ Altern und Sterben ist zwar leidvoll für das Individuum, besonders für das menschliche, aber es ist der Preis dafür, dass die Evolution unsere Art überhaupt erschaffen konnte.“ Auffassung 2 – der Glaube an den Schöpfer: Die Bibel benennt Gott als den Schöpfer. Er beurteilte alles Geschaffene mit der nur einmalig auftretenden Beurteilung „sehr gut“ (Die Bibel: 1. Mose 1,31). Diese Bewertung bezieht sich auf die gesamte Schöpfung und damit auch auf die ersten Menschen Adam und Eva. Im Sündenfall wurde der Mensch gegen Gott ungehorsam und handelte sich nach den zuvor von Gott ausgesprochenen Warnungen Tod, Leid und Krankheit ein. Damit kam das Gesetz „Denn der Sünde Sold ist der Tod“ (Römer 6,23) zur Auswirkung. Sünde und Tod sind also aufs Engste miteinander verknüpft. Die Sünde brachte einen Eindringling – den Tod – in die zuvor sehr gute Welt. Seitdem ist die gesamte Schöpfung dem Verfall und der Vergänglichkeit preisgegeben. Welche dieser beiden Auffassungen ist die Richtige? Eine der beiden muss logischerweise falsch sein! In den Zellen aller Lebewesen finden wir eine geradezu unvorstellbare Menge an Information. Diese ist erforderlich zur Bildung aller Organe und zur Steuerung aller Prozesse des Lebens. Information aber kann nicht alleine in der Materie entstehen. Mithilfe der Naturgesetze der Information kann das ganze Gebäude der Evolution zum Einsturz gebracht werden. (s. dazu die Schrift „Widerlegung der Evolution durch Naturgesetze“ unter www.naturgesetz.wernergitt.de). Somit brauchen wir nur noch von Auffassung 2 auszugehen – der biblischen Lehre. Wir haben nun die Ursache von Leid und Tod herausgefunden: Es ist die Sünde des Menschen seit Adams Zeiten. Damit ist das allgemeine Leid in dieser Welt erklärt. Jede Lehre, die die Welt erklären will und dabei nicht vom Sündenfall ausgeht, ist auf falschen Fundamenten gebaut. Es gilt festzuhalten: Es ist unsere Schuld, dass die Welt so ist, wie sie ist. Gottes Handeln in Katastrophen Wir haben herausgefunden, dass Leid und Tod eine Folge der Sünde sind. Wie aber ist es mit Naturkatastrophen, die nicht von Einzelpersonen verschuldet wurden? Ich denke z.B. an die Jahrhundertflut an Elbe und Mulde im August 2002. In Hiob 12,15 lesen wir dazu: „Siehe, wenn er das Wasser zurückhält, so wird alles dürr, und wenn er’s loslässt, so wühlt es das Land um.“ Und in Amos 3,6 wird es recht drastisch: „Ist etwa ein Unglück in der Stadt, das der Herr nicht tut?“ Ähnlich steht es in Jesaja 45,5a+7: „Ich bin der Herr, ... der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der Herr, der dies alles tut.“ Es erstaunt uns sehr, dass Gott sich als Verursacher von Unglücksfällen und Unheil vorstellt. Diese Aussage ruft im ersten Augenblick unser Entsetzen hervor. Gott lässt das Unglück nicht nur zu – mehr noch: er ist sogar dessen Urheber. Das passt gar nicht so recht in unsere verniedlichende Vorstellung „vom lieben Gott“. Bedenken wir aber: Derselbe Gott hat eine Sintflut veranlasst, bei der Millionen von Menschen jämmerlich ertranken. Derselbe Gott hat über die Amalekiter das Gericht verhängt, das ganze Volk mit Stumpf und Stiel auszurotten (1. Samuel 15,2-3). Gott tut nichts willkürlich. Alles hat bei ihm seine Begründung, und oft kündigt er seine Gerichte lange genug im Voraus an, um ihnen die Möglichkeit zur Umkehr zu geben: „Gott der Herr tut nichts, er offenbare denn seinen Ratschluss den Propheten, seinen Knechten“ (Amos 3,7). So tat es Gott z.B. vor der Sintflut (1. Mose 6,7) oder auch vor dem Untergang von Sodom und Gomorra (1. Mose 18). Derselbe Gott spricht auch das ewige Verdammungsurteil über die Gottlosen aus (Offenbarung 21,8) – auch dieses ist lange vorher vorausgesagt (Markus 16,16b), so dass es niemanden unverhofft trifft. Bei alledem müssen wir bedenken, dieser Gott ist die Liebe in Person (1. Johannes 4,16). Es ist derselbe Gott, der „seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn (ewig) leben sollen“ (1. Johannes 4,9). Das Leid des Einzelnen Die Bibel lehrt, dass das allgemeine Leid einschließlich der Sünde ein Teil des Gesamtbildes in dieser Welt ist. Das individuelle Leid des Einzelnen hingegen ist NICHT immer mit eigenen begangenen Sünden in Verbindung zu bringen. Hüten wir uns strikt davor, einem Kranken oder Notleidenden zu sagen, seine individuelle Situation ist mit seinen Sünden begründbar. Gott ließ das Leiden von Hiob zu, obwohl er ein gerechter Mann war. Hiob, der zu seiner Zeit der gerechteste Mann auf Erden war, erfuhr unglaublich viel Leid: Er verlor alle seine Kinder, Bediensteten und seinen ganzen Besitz an einem einzigen Tag. Weiterhin wurde er von einer sehr schmerzhaften Krankheit befallen. Gott hat Hiob nie den speziellen Grund für sein Leiden erklärt, aber er lässt jeden Leser des Hiob-Buches (Teil der Bibel), „Augenzeuge“ für außerordentliche Szenen werden, die sich hinter den Kulissen im Himmel abspielen und die Hiob noch nicht einmal erahnte. Gott hatte Gründe, um Hiobs Leid zuzulassen, aber er offenbarte sie weder Hiob noch uns. Nur in sehr wenigen Fällen sagt uns Gott, warum ein Einzelner Leid tragen musste. Als Jesus und seine Jünger an einem blind geborenen Mann vorbeikamen, fragten ihn seine Jünger, ob die Blindheit des Mannes auf seine eigenen Sünden oder auf die seiner Eltern zurückzuführen sei. Jesus erklärte dazu, dass der Mann blind geboren wurde, weil Gott seine Allmacht durch die Heilung sichtbar machen wollte (Johannes 9,1-7). Hananias und Saphira fielen tot um, nachdem sie die Gemeinde öffentlich belogen hatten (Apostelgeschichte 5,1-11). Das Leid im Angesicht der Ewigkeit Das Leid darf nicht betrachtet werden, ohne die Ewigkeit mit einzubeziehen! Der Apostel Paulus fand Gründe, sich seiner „Gebrechlichkeit“ – also seinen Krankheiten, seinen Schmerzen, seinen Verlusten – zu rühmen. Sein Leidensbericht umfasst Folter, Schläge, Gefängnis, Steinigung, Schiffbruch, Raub, Krankheit, Erschöpfung, Hunger, Durst und Kälte (2. Korinther 11,16-33). Seine Briefe zeigen, dass erst durch die Auferstehung Jesu Christi für uns ewiges Leben möglich ist. Im Angesicht dessen schrumpft das Leiden geradezu zur Bedeutungslosigkeit: „Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll“ (Römer 8,18). Ein Freund, der durch mehrere Krankheiten heftige Schmerzen erleiden muss, schrieb mir: „Mein Trost ist die Ewigkeit, damit ich die Diesseitigkeit ertrage.“ Was tut Gott bezüglich Leid und Tod? Menschen, die Gott beschuldigen, dass er sich zurücklehnt und nichts tut, übersehen eine lebenswichtige Wahrheit: In Wirklichkeit hat Gott bereits alles getan, was wir uns von einem liebenden Gott wünschen. Der Sohn Gottes Jesus Christus wurde Mensch und ertrug schreckliches Leid und einen grausamen Tod an unserer Stelle. Denn Adams Sünde hatte die Menschheit in einer furchtbaren Ausweglosigkeit zurückgelassen. Auch wenn unser Körper stirbt, so haben wir doch eine unsterbliche Seele, weil Gott uns bei der Erschaffung seinen (ewigen!) Atem eingehaucht hat. Das, was unser bewusstes Sein ausmacht, wird ewig existieren. Hätte Gott nichts gegen unsere Sünde unternommen, blieben wir in Ewigkeit in der Abtrennung von Gott, und damit in einem Zustand bleibenden Leides. Es war Gottes Plan, seinen Sohn Jesus zu uns zu senden, damit er für uns in die Bresche springt. Er ließ am Kreuz von Golgatha alle nur denkbare Sünde auf sich laden. Als einziger, der ohne Sünde war, vermochte er, sie zu tragen und überbrückte damit die tiefe Kluft, die durch die Sünde zwischen Gott und Mensch entstanden war. Aufgrund seiner Rettungstat kann er jetzt jedem, der dies glaubt, ewiges Leben geben (Johannes 1,12; Epheser 2,8-9). Alle diejenigen, die an den Herrn Jesus Christus glauben und daran, dass Gott ihn vom Tod auferweckte und ihn als HERRN und Retter annehmen, werden die Ewigkeit mit Gott verbringen (1. Korinther 15,1-4). Es gibt auch einen Platz der ewigen Trennung von Gott. Die Bibel warnt uns, dass diejenigen, die nicht an Christus glauben, einen „zweiten Tod“ schmecken werden, und das ist die Hölle – die ewige und absolute Trennung von Gott in schrecklicher Pein (Offenbarung 21,8). In Matthäus 25,46 nennt Jesus beide Wege in einem Vers: „Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.“ Es gibt keinen Gegensatz zwischen den beiden Aussagen „Gott ist ein allmächtiger und liebender Gott“ und „die Welt ist voll von Leid und Bösem“. Was müsste Gott tun, wenn er Leid und Tod aus der Welt entfernen wollte? Nun, er müsste ihre Ursache beseitigen. Die Ursache von Leid und Tod ist die Sünde. Somit müsste er uns, die Verursacher der Sünde, aus dieser Welt entfernen. Wenn er uns aber mit unvergebener Schuld sterben ließe, bliebe uns als Aufenthaltsort nur die Hölle. Das aber will Gott nicht. Aus seiner Liebe heraus lautet darum sein Plan: Ich lasse die Menschen während ihres kurzen Erdenlebens in der Situation von Leid und Tod, aber es wird ihnen die rettende Botschaft des Evangeliums gesagt. So erhalten sie die Möglichkeit, dem ewigen Leid zu entkommen und die Einladung zum Himmel anzunehmen. Daraus folgt eine duale Entscheidungsmöglichkeit: „Wer an IHN (Jesus Christus) glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes“ (Johannes 3,18). Konsequenzen für uns Nach all unseren Überlegungen komme ich auf die eingangs genannten vier logischen Möglichkeiten bezüglich des Verhaltens Gottes zurück. Hätten wir gedacht, dass Nr. 2 die richtige Antwort ist? Gott kann das Leid beseitigen, aber er will es nicht, denn es dient zu unserem Heil. Bitten Sie den HERRN Jesus Christus um Vergebung aller Sünden. Nehmen Sie IHN als Ihren persönlichen Schöpfer und Erretter an und folgen Sie IHM, damit Sie sich auf ewiges Leben ohne Leid freuen können. Dir. und Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt
10 Seiten, Best.-Nr.: 132-0
Viele Menschen gehen davon aus, dass das Leben auf der Erde durch Evolution entstanden ist und meinen, dass dies wissenschaftlich bewiesen sei. Anhand der Naturgesetze der Information stellt Prof. Dr. Werner Gitt sechs Schlussfolgerungen auf, die eindeutig die Möglichkeit der Entstehung des Lebens durch Evolution ausschließen. "Die stärkste Argumentation in der Wissenschaft ist immer dann gegeben, wenn Naturgesetze angewandt werden, um einen Vorgang oder eine Idee zu begründen oder auch zu widerlegen. In allen Lebewesen finden wir eine geradezu unvorstellbare Menge an Information, die unbedingt erforderlich ist für die Baupläne der Individuen und für die Steuerung aller komplexen Vorgänge in den Zellen. Mit Hilfe der Naturgesetze der Information werden wir nachweisen, dass jegliche Information, und damit auch die biologische Information, einen intelligenten Urheber benötigt." Die ausführliche wissenschaftliche Argumentation steht in dem Buch „Information – der Schlüssel zum Leben“ von Werner Gitt, CLV-Verlag Bielefeld, ISBN: 978-3-86699-347-1. Kurzlink zu diesem Artikel: https://wernergitt.de/widerlegung Widerlegung der Evolution durch NaturgesetzeNaturgesetze über Information und ihre Schlussfolgerungen Die stärkste Argumentation in der Wissenschaft ist immer dann gegeben, wenn Naturgesetze angewandt werden, um einen Vorgang oder eine Idee zu begründen oder auch zu widerlegen. In allen Lebewesen finden wir eine geradezu unvorstellbare Menge an Information, die unbedingt erforderlich ist für die Baupläne der Individuen und für die Steuerung aller komplexen Vorgänge in den Zellen. Mit Hilfe der Naturgesetze der Information werden wir nachweisen, dass jegliche Information, und damit auch die biologische Information, einen intelligenten Urheber benötigt. Was ist ein Naturgesetz? Lässt sich in unserer beobachtbaren Welt die allgemeine Gültigkeit von Sätzen in reproduzierbarer Weise immer wieder bestätigen, spricht man von einem Naturgesetz. Die Naturgesetze besitzen in der Wissenschaft die stärkste Aussagekraft, denn sie kennen keine Ausnahme. sie beantworten uns die Frage, ob ein gedachter Vorgang überhaupt möglich ist oder nicht. sie existierten schon immer, und zwar unabhängig von ihrer Entdeckung und Formulierung durch Menschen. sie können stets erfolgreich auch auf unbekannte Fälle angewendet werden. Unter den Naturgesetzen verstehen wir normalerweise die physikalischen und chemischen Gesetze. Wer meint, unsere Welt sei allein mit materiellen Größen beschreibbar, schränkt seine Wahrnehmung ein. Auch die nicht-materiellen Größen wie z.B. Information, Wille und Bewusstsein gehören zu unserer Wirklichkeit. Naturgesetze für nicht-materielle Größen erfüllen dieselben strengen Kriterien wie diejenigen für materielle Größen und sind darum in ihren Schlussfolgerungen ebenso aussagekräftig. Definition von Information und ihre Naturgesetze Um die Naturgesetze der Information beschreiben und ein unbekanntes System analysieren zu können, braucht man eine geeignete und präzise Definition: Information liegt immer dann vor, wenn in einem beobachtbaren System alle folgenden fünf hierarchischen Ebenen vorkommen: Statistik, Syntax (Code, Grammatik, Wortschatz), Semantik (Bedeutung), Pragmatik (Handlung) und Apobetik (Zielsetzung, Ergebnis). Die vier Naturgesetze über Information (NGI) lauten: NGI-1: Eine materielle Größe kann keine nicht-materielle Größe hervorbringen. NGI-2: Information ist eine nicht-materielle Größe. NGI-3: In statistischen Prozessen (= Vorgänge ohne steuernde Intelligenz) kann keine Information entstehen. NGI-4: Information kann nur durch einen intelligenten Sender entstehen. Ein intelligenter Sender verfügt über Bewusstsein, ist mit eigenem Willen ausgestattet, ist kreativ, denkt selbständig und wirkt zielorientiert. Im Folgenden werden mit Hilfe der Naturgesetze der Information sechs bedeutende Schlussfolgerungen gezogen. Sechs weitreichende Schlussfolgerungen Nachdem uns die Naturgesetze der Information bekannt sind, können wir diese gezielt und effektiv für weitreichende Schlussfolgerungen einsetzen. Da unsere Fragen jedoch über die wissenschaftlich möglichen Antworten hinausgehen, brauchen wir eine höhere Informationsquelle, und diese ist für mich als Christ die Bibel. Im Folgenden nennen wir zuerst die wissenschaftliche Schlussfolgerung aufgrund der Naturgesetze und anschließend geben wir den biblischen Hinweis, der das wissenschaftliche Ergebnis bestätigt oder sogar darüber hinausgeht. Schlussfolgerung S1: Weil wir in allen Formen des Lebens einen Code (DNS- bzw. RNS-Moleküle) und die anderen Ebenen der Information vorfinden, befinden wir uns eindeutig innerhalb des Definitionsbereiches von Information. So können wir daraus schließen: Es muss hierzu einen intelligenten Sender geben! (Anwendung von NGI-4) Da es keinen nachweisbaren Prozess durch Beobachtung oder Experiment gibt, bei dem von alleine Information in der Materie entstanden ist, gilt das auch für jede Information in den Lebewesen. So verlangt NGI-4 auch hier einen intelligenten Urheber, der die Programme schrieb. Die Schlussfolgerung S1 ist somit ein Beweis der Existenz Gottes oder auch eine wissenschaftliche Widerlegung des Atheismus. Schlussfolgerung S2: Die Information, die im DNS-Molekül codiert ist, übertrifft alle unsere derzeitigen Technologien bei weitem. Da kein Mensch als Sender infrage kommt, muss dieser außerhalb unserer sichtbaren Welt gesucht werden. Wir können schließen: Der Sender muss nicht nur äußerst intelligent sein, sondern über unendlich viel Information und Intelligenz verfügen, d. h. er muss allwissend sein. (Anwendung von NGI-1, NGI-4) Nähmen wir an, dieser Sender (Urheber, Schöpfer, Gott) wäre in seiner Intelligenz begrenzt, dann brauchte er einen Übergott mit mehr Information, der ihn gelehrt hat. Da auch dieser wiederum einen Lehrer brauchte, kommen wir auf unendlich viele Götter, wobei der „Letzte“ durch das ständige Aufsummieren zu unbegrenztem Wissen gelangen würde, also allwissend wäre. Die logisch gleichwertige Alternative ist, nur einen einzigen Gott anzunehmen. Dann aber müsste dieser unendlich intelligent sein und unendlich viel Information zur Verfügung haben. Er muss also allwissend sein. Die zweite Alternative lehrt auch die Bibel. Es gibt nur einen Gott: „Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott“ (Jesaja 44,6). Wenn dieser Gott allwissend (S2!) ist, dann hat er Kenntnis über alle Dinge der Gegenwart, der Vergangenheit und auch der Zukunft. Wenn er aber alle Dinge auch jenseits aller zeitlichen Grenzen weiß, dann muss er selbst ewig sein! Das steht auch in Psalm 90,2; Jesaja 40,28 und Daniel 6,27. Schlussfolgerung S3: Weil der Sender die Information genial codiert hat, die wir in den DNS-Molekülen vorfinden, die komplexen Biomaschinen konstruiert haben muss, die die Information decodieren und sämtliche Prozesse zur Biosynthese ausführen, und auch bei allen Lebewesen jedes Detail gestaltet und alle Fähigkeiten einprogrammiert haben muss, können wir schließen, dass der Sender dies alles so gewollt hat und dass er sehr mächtig sein muss. Bei der vorigen Schlussfolgerung S2 konnten wir auf der Grundlage von Naturgesetzen feststellen, dass der Sender (Schöpfer, Gott) allwissend und ewig sein muss. Nun stellen wir die Frage nach der Größe seiner Macht. Unter Anwendung der gleichen Logik wie bei S2 gelangen wir zu dem Ergebnis, dass er auch allmächtig sein muss. Dies bezeugt auch die Bibel: „Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige“ (Offenbarung 1,8). Schlussfolgerung S4: Weil wir Menschen in der Lage sind, neue Information zu erzeugen, kann sie nicht von unserem materiellen Teil (Körper) stammen. Wir können daher schlussfolgern: Der Mensch muss eine nicht-materielle Komponente haben (Seele, Geist). Damit ist auch die Idee des Materialismus widerlegt. (Anwendung von NGI-1, NGI-2) In der Evolutions- und Molekularbiologie wird ausschließlich materialistisch gedacht. Mithilfe der Informationssätze lässt sich dieser Materialismus wie folgt widerlegen: Wir alle haben die Fähigkeit, neue Information (z.B. in Briefen, Büchern) – also eine nicht-materielle Größe – zu erzeugen. Da Materie dies nicht kann (NGI-1), ist neben unserem (materiellen) Körper noch eine nicht-materielle Komponente erforderlich, und das ist die Seele. In 1. Thessalonischer 5,23 bestätigt die Bibel diese Schlussfolgerung: „Er aber, der Gott des Friedens, … bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.“ Der Leib ist der materielle Anteil des Menschen, während Seele und Geist nicht-materiell sind. Gehirn: Wegen der materialistischen Denkweise in den Naturwissenschaften arbeiten die Forscher mit der Annahme: „Unser Gehirn ist die Quelle der Information.“ Diese Vorstellung ist falsch, denn unser Gehirn ist Materie und kann wegen NGI-1 keine Information erzeugen. Das Gehirn kann somit nicht die Quelle der Information sein; es ist nur eine informationsverarbeitende Maschine, wenn auch eine äußerst komplexe. Schlussfolgerung S5: Weil Information die grundlegende Komponente allen Lebens ist, die nicht von Materie und Energie stammen kann, ist ein intelligenter Sender erforderlich. Da aber alle Theorien der chemischen und biologischen Evolution fordern, dass die Information allein von Materie und Energie stammen muss (kein Sender), können wir schließen, dass all diese Theorien und Konzepte der chemischen und biologischen Evolution (Makroevolution) FALSCH sein müssen. (Anwendung von NGI-1, NGI-2) Die Evolutionslehre versucht, das Leben allein auf physikalisch-chemischer Ebene zu erklären. Die Naturgesetze der Information schließen die Idee der Makroevolution – also der Weg von der Urzelle bis hin zum Menschen – aus. Das Evolutionssystem erweist sich im Angesicht der Informationssätze als ein „Perpetuum mobile der Information“, also als etwas Unmögliches. Mikroevolution, also Adaptionen innerhalb einer Art (z.B. die Darwinfinken mit unterschiedlichen Schnabelformen), ist beobachtbar. Die dazu erforderliche Information ist konsequenterweise auch nicht in der Materie entstanden, sondern beruht auf Programmverzweigungen, die der Schöpfer in seiner Allwissenheit bereits vorhergesehen hat. Der Schöpfungsbericht betont neunfach wiederholend, dass die unvorstellbare Vielfalt allen Lebens sehr spezifisch – ein jegliches nach seiner Art – geschaffen wurde. Auch hier ist keine Spur von Evolution sichtbar. Schlussfolgerung S6: Weil auch das Lebendige eine nicht-materielle Größe ist, kann die Materie es nicht hervorgebracht haben. Daraus schließen wir: Es gibt keinen Prozess in der Materie, der vom Unbelebten zum Leben hinführt. Rein materielle Vorgänge können weder auf der Erde noch anderswo im Universum zum Leben führen. (Anwendung von NGI-1) Das, was das Lebendige (oder das Phänomen „Leben“) eines Lebewesens ausmacht, ist ebenso von nicht-materieller Art wie Information. Wie die Schlussfolgerung S6 zeigt, kann mithilfe dieses neuartigen Ansatzes die spontane Lebensentstehung in der Materie ausgeschlossen werden. Die Suche nach Leben auf anderen Gestirnen ist darum ein zweckloses Unterfangen. Zusammenfassung Mithilfe der Informationssätze konnten wir mehrere weit verbreitete Ideen widerlegen, nämlich die rein materialistische Denkweise in den Naturwissenschaften. alle gängigen Evolutionsvorstellungen (chemische, biologische Evolution). den Materialismus (z. B. das materialistische Menschenbild). den Atheismus. Wir konnten weiterhin beweisen, dass der von den Naturgesetzen der Information geforderte Urheber des Lebens (Schöpfer, Gott) existieren muss. dass dieser Urheber allwissend und ewig sein muss. dass er allmächtig sein muss. dass der Mensch eine nicht-materielle Komponente (Seele) haben muss. dass unser Gehirn nicht die Quelle der von uns erzeugten Information sein kann. Wer ist der Sender, wer der Schöpfer? Wir kommen nun zu einer wichtigen Frage: Wer ist der Sender der biologischen Information, und wer ist der Urheber allen Lebens? Gott der Vater übergab seinem Sohn Jesus den Schöpfungsauftrag, und darum heißt es von Jesus im Neuen Testament (Kolosser 1,15-17): „Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes … Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, … es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem und es besteht alles in ihm.“ In unserer Welt gibt es somit nichts, was nicht durch den Herrn Jesus geschaffen wurde: Der riesige Kosmos gehört ebenso dazu wie jede Mikrobe, jede Ameise, jede Giraffe und auch jeder Mensch. Ein atemberaubender Gedanke Jesus ist derjenige, der von Ewigkeit her war und der der König des Himmelreiches ist. Ihm ist alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben (Matthäus 28,18). Können wir folgenden atemberaubenden Gedanken fassen? Der Mann am Kreuz von Golgatha und der Schöpfer dieser Welt und allen Lebens ist ein und dieselbe Person! In seiner unauslotbaren Liebe zu uns ließ er sich um unserer Sünde willen kreuzigen und wehrte sich nicht, um uns die Tür des Himmels aufzutun. Wer das verwirft, verliert alles: „Wie wollen wir entrinnen, wenn wir ein so großes Heil nicht achten?“ (Hebräer 2,3). Wer ihn annimmt, gewinnt alles, denn Jesus sagte: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben, … er ist vom Tode zum Leben durchgedrungen“ (Johannes 5,24). Bitten Sie den Herrn Jesus um Vergebung aller Ihrer Sünden, damit Sie im Gericht Gottes bestehen können, nehmen Sie ihn als Ihren persönlichen Schöpfer und Erretter an und folgen Sie ihm. Direktor und Professor a. D. Dr.-Ing. Werner Gitt
10 Seiten, Best.-Nr.: 131-0
Ständig wollte er etwas erleben, bloß nichts verpassen. Bereits im Teenie-Alter fing er an, nach Erfüllung im Leben zu suchen. Diese meinte er in Kneipen, auf Partys und in Diskotheken zu finden. Eines Abends entdeckte er im Alter von 17 Jahren in seinem Bücherregal eine Bibel, die er in der Schule im Religionsunterricht bekommen und begann darin zu lesen. Dann kam der Tag, an dem sich sein ganzes Leben veränderte Dieses Traktat eignet sich besonders gut zur Weitergabe an suchende Menschen! Eine totale UmkehrSo bekam ich neues Leben Ständig wollte ich etwas erleben, bloß nichts verpassen. Bereits im Teenie-Alter fing ich an, nach Erfüllung im Leben zu suchen. Diese meinte ich in Kneipen, auf Partys und in Diskotheken zu finden. Die dunklen Räume mit ihrem flackernden Licht, der lauten Musik und den tanzenden Menschen hatten große Anziehungskraft auf mich. Jedes Wochenende war ich an diesen Orten unterwegs und verließ sie manchmal erst am frühen Morgen. Ich konnte kaum das nächste Wochenende abwarten, um mich wieder in die tanzende Menge zu mischen. Mein Leben spielte sich hauptsächlich an diesen Tagen ab. In der Zeit dazwischen machte ich eine handwerkliche Ausbildung. Besonders freute ich mich auf meinen Führerschein. Ich wollte unabhängig sein und die „wahre Freiheit“ richtig auskosten und dachte, dass ich bis jetzt so viel wie möglich aus meinem Leben herausgeholt hatte. Doch ist das wirklich das wahre Leben? Ist das alles oder gibt es noch mehr? Eines Abends entdeckte ich im Alter von 17 Jahren in meinem Bücherregal eine Bibel. Ich hatte sie in der Schule im Religionsunterricht bekommen. Aus Neugier begann ich darin zu lesen. Sie ließ mich nicht mehr los. Mir war irgendwie klar, dass es ein besonderes Buch war. Ich fing an, täglich darin zu lesen, manchmal auch längere Abschnitte. Es blieb nicht nur beim Lesen, ich begann auch zu beten. Durch das Lesen verstand ich den Unterschied zwischen dem Alten und dem Neuen Testament und auch, warum Jesus am Kreuz sterben musste. Niemand sagte mir, wie ich beten oder die Bibel lesen sollte. Ich tat es einfach. Manche sagten mir, dass die Bibel nicht Gottes Wort sei, da sie doch nur von Menschen geschrieben wurde. Auf ihre Meinung gab ich nicht viel, denn sie selbst hatten die Bibel ja noch nie gelesen. Mich hatte dieses Buch überzeugt. Ich spürte, dass sich durch das Lesen der Bibel etwas in meinem Leben veränderte, wusste aber nicht genau was und konnte es auch nicht richtig einordnen. Dass eine größere Veränderung bevorstand, war mir irgendwie bewusst. Die Worte von Jesus brachten mich nach vier Jahren Bibellesen zum Nachdenken, besonders dieser Vers: „Wer sein Leben findet, der wird‘s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird‘s finden.“ (Matthäus 10, 39) Was meinte Jesus damit? Sollte ich mein Leben, so wie ich es bisher geführt hatte, ändern? War mein Leben bisher falsch und nicht in Ordnung? Diese Fragen beschäftigten mich sehr. Dann kam der Tag, an dem sich mein ganzes Leben veränderte. In der Bibel las ich wie Jesus gekreuzigt wurde. Auf einmal wurde mir vieles klar. Jesus hat die Herrlichkeit des Himmels verlassen und kam auf diese Erde. Er wurde verraten. Die Menschen misshandelten ihn und schlugen ihn unter Spott und Hohn ans Kreuz. Dort litt er furchtbare Schmerzen. Am Kreuz nahm er die Sünden aller Menschen auf sich. Dort traf ihn die Strafe Gottes für unsere Sünden, obwohl er selber nie etwas falsch gemacht hatte. Das alles traf mich in diesem Augenblick tief in meinem Herzen. Ich erkannte, dass er es auch für mich persönlich getan hat. Mit tiefer Traurigkeit darüber, dass ich die ganze Zeit ohne Jesus gelebt und ihn durch meinen Lebenswandel verachtet hatte, ging ich auf die Knie. Ich erkannte mich als einen Sünder, bat Jesus um Vergebung meiner Schuld und vertraute ihm mein Leben an. Von diesem Augenblick an sollte er bei mir an erster Stelle stehen. Jesus erhörte mein Gebet und gab mir an diesem Tag ein völlig neues Leben. Meine ganze Sünde, die mich von Gott trennte, wurde mir vergeben. Die Bibel bezeichnet dieses Erlebnis als Bekehrung. Sie spricht davon an vielen Stellen, z.B. in Apostelgeschichte 26,18 steht: „… damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht“. Der 20.06.2001 wurde für mich zu dem entscheidenden Tag, an dem ich Jesus, dem König der Könige, die Herrschaft über mein ganzes Leben gab. Seitdem habe ich das wahre Leben, ein Leben mit Ewigkeitswert! Es ist ein Leben in Gemeinschaft mit dem Schöpfer des Universums: Jesus Christus, der das Beste für mich bereithält. Durch Jesus hat mein Leben einen echten Sinn bekommen. Ich wurde ein neuer Mensch mit völlig neuen Lebenszielen. Jetzt ist es mein Wunsch, dass Jesus mich gebrauchen kann, damit andere ihn ebenfalls kennenlernen. Wie stehst du zu Jesus? Christian Kutsch
6 Seiten, Best.-Nr.: 44-0
Der Aufbau des menschlichen Körpers liefert uns erstaunliche Informationen. Einige Details wie das Blut, die Zellen, das Gehirn und einiges mehr werden näher betrachtet. Wir erkennen daran, dass der Mensch zweifellos eine geniale Konstruktion ist. Es ist darum unvernünftig, anzunehmen, dass wir das Ergebnis eines planlosen Prozesses sich selbst überlassener Materie sind. Ohne die Annahme einer Schöpfung verrennen wir uns im Dickicht evolutionärer Gedankensysteme und werden der Wirklichkeit nicht gerecht. Die ausführliche wissenschaftliche Argumentation steht in dem Buch »Faszination Mensch« von Werner Gitt, CLV-Verlag, Bielefeld, 3. Auflage 2016, 155 S., ISBN: 978-3-89397-649-2. Der Mensch -Eine geniale Konstruktion Wir alle schleppen eine grundlegende Frage durch unser Leben: Woher kommen wir eigentlich? Eng damit verbunden stellt sich gleich die nächste Frage: Warum leben wir hier eine Zeitlang, und was wird danach sein – ist unsere Existenz dann unwiderruflich ausgelöscht, oder existieren wir für immer und ewig weiter an einem anderen Ort? Es gibt nur zwei Antworten für die Lösung dieses Problems: Modell A: Evolutionstheoretiker und Atheisten sagen uns, wir entstammen einem Prozess, der uns strategielos, intelligenzlos und ohne Zielvorgabe in Jahrmillionen allein aus der Materie hervorgebracht hat. Mit dem Tode ist alles aus, und es gibt auch keinen Gott, vor dem wir einmal Rechenschaft ablegen müssten. Modell B: Dem gegenüber steht die Aussage der Bibel, wonach ein allwissender und allmächtiger Schöpfer uns gewollt und uns zielgerichtet geschaffen hat. Der Tod ist zwar Endpunkt des irdischen Lebens, aber zugleich Beginn des ewigen Lebens, denn unser Urheber möchte mit uns Gemeinschaft im Himmel haben. Die beiden Deutungen liegen so weit auseinander, dass eine davon unbedingt falsch sein muss. Welche Aussage erweist sich mit dem Kenntnisstand des 21. Jahrhunderts als tragfähig? Schauen wir uns einige Sinnesorgane und markante Teile unseres Körpers an und prüfen dabei, ob die Konzepte intelligenzlos sind oder intelligente Merkmale tragen. Parallel dazu schauen wir uns relevante Aussagen der Bibel an. Nach jedem betrachteten Teil des Menschen prüfen wir, ob ein zu vergebender Punkt an Modell A oder B geht. Der Tastsinn Verteilt auf der ganzen Haut Auf einem Quadratzentimeter Haut haben wir sage und schreibe 6 000 000 Zellen und 5 000 Sinneskörperchen, die den Tastsinn ermöglichen. Alles was wir fühlen, ob Wärme, Kälte, Glätte, Rauheit oder Schmerz, wird von jedem Punkt der Haut an das Gehirn weitergeleitet. Dazu braucht es ein äußerst dichtes Netz von Informationsleitungen und eine geschickte Codierung, damit im Gehirn alles nach Ort und Art wahrgenommen werden kann. Dieses Informationsnetz außerhalb des Gehirns hat eine Länge von 380 000 Kilometern. Wer hat dieses Netz geplant, die Leitungen in Hochtechnologie verlegt und sich für das Gehirn ein Programm überlegt, das alles zu identifizieren vermag? So ein zielorientiertes und hochgradig intelligentes System kann nicht aus etwas Ziellosem entstanden sein! Der Punkt geht hier eindeutig an Modell B. Das Ohr mit der genauesten Messtechnik Das menschliche Ohr verfügt über die ungeahnte Fähigkeit, Schallenergieunterschiede in einer Spanne von eins zu einer Billion (= 1012) zu hören. Kein technisches Gerät schafft dies ohne Messbereichsumschaltung. Die Empfindlichkeit des Ohres reicht bis an die physikalisch mögliche Grenze. Dieselbe Schallinformation durchläuft dabei drei verschiedene physikalische Signalformen und erfährt dabei eine zweimalige Signalumwandlung von mechanisch in hydraulisch und schließlich in elektrisch. Derselbe Schall gelangt zunächst direkt auf das Trommelfell und nach Umlauf in der Ohrmuschel eine Fünftausendstel Sekunde später noch einmal. Aus diesen vier Messwerten erzeugt das Gehirn durch Korrelation zwei weitere Signale. Durch diese geniale Verrechnung im Gehirn ist es so, als würden wir mit sechs Ohren hören. Diese ausgefeilte Technik erlaubt eine akustische Analyse, um Richtung, Ursprungsort und Bewegung von Schallquellen in allen Raumebenen zu erkennen. Weiterhin können wir bei einem Gespräch mehrerer Personen uns Unwichtiges in den Hintergrund drängen und Anderes bewusst hervorheben. Das leistet kein technisches Gerät. Woher kommt diese geniale Konstruktion? Kann ein Prozess ohne Zielvorgabe so etwas zuwege bringen? Natürlich nicht! Der Psalmist gibt die kurze, treffende Antwort: »Der das Ohr gestaltet hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gebildet hat, sollte der nicht sehen?« (Psalm 94,9). Das Ohr entstammt keinem Evolutionsprozess, sondern beruht auf einer genialen Schöpfertat. Den zu vergebenden Punkt erhält darum Modell B. Das Blut Ein universelles Transportmittel Das Blut nimmt lebensnotwendige Funktionen wahr. Jede Zelle wird mit Brennstoffen aus der Nahrung, mit Sauerstoff, Vitaminen, Hormonen und Wärme versorgt. Ebenso werden Stoffwechselprodukte sowie Wärme von jeder Zelle wieder abgeführt. Das Blut befindet sich ein Leben lang in stetem Fluss, es verbleibt in einer endlosen Schleife, wobei sich das Herz in jeder Sekunde mit Blut füllt, um es dann sogleich wieder auszuwerfen. Eine Besonderheit im Blut sind die roten Blutkörperchen; in jedem mm3 (= 1 μl) Blut sind es 5 Millionen. Sie werden in der Lunge mit Sauerstoff betankt, und gleichzeitig entladen sie dort das Abfallprodukt Kohlendioxid (CO2). Die roten Blutkörperchen enthalten die hochspezialisierte lebensnotwendige chemische Verbindung, das Hämoglobin, welches schon während der Embryonalentwicklung im Einsatz ist. Im fetalen Stadium (ab dem 3. Monat) ändert sich der Sauerstoffbedarf, und darum wird eine andere Hämoglobinart mit anderer chemischer Zusammensetzung benötigt. Kurz vor der Geburt laufen dann alle chemischen Fabriken nochmals auf Hochtouren, um die Umstellung auf das Erwachsenenhämoglobin durchzuführen. Die drei Hämoglobinarten können nicht auf evolutivem Wege durch Ausprobieren gefunden werden, weil die meisten anderen Varianten nicht genügend Sauerstoff transportieren würden, und das brächte den sicheren Tod. Dreimal braucht es eine andere Biomaschinerie für die jeweilige Hämoglobinart, die auch noch zum richtigen Zeitpunkt die Produktion umstellen muss. Woher kommt eine solch komplizierte Maschinerie? Jedwede Evolutionsidee versagt hier gründlich, denn für halbfertige Zwischenstadien gäbe es keine Überlebenschance. Auch dieser Punkt geht eindeutig an Modell B. Die Zellen Grundbausteine des menschlichen Körpers Wussten Sie, dass der menschliche Körper aus etwa 100 Billionen (= 1014) Zellen besteht, von denen jede aus etwa 10 000-mal so vielen Molekülen besteht, wie die Milchstraße Sterne hat? Dabei ist zu bedenken: Unsere Milchstraße besteht aus mindestens 100 Milliarden Einzelsternen. Wollte jemand bis zu der Zahl der Zellen (= 1014) zählen, und würde er das ununterbrochen Tag und Nacht im Takt einer Sekunde tun, so reichte kein Menschenleben dazu aus. Der Zeitbedarf betrüge nämlich drei Millionen Jahre! Es ist wissenschaftlich völlig ungeklärt, wie so riesige Mengen von Zellen sich zu einem lebenswichtigen Organ organisieren. Was für ein Programm bewerkstelligt das Wachstum? Niemand hat das bisher ergründen können. Wenn alle unsere Gelehrsamkeit zum Verständnis nicht ausreicht, wie will die ziellose Strategie der Evolution so etwas erreichen? Auch hier geht der Punkt klar an Modell B. Die DNS Von Computern unerreichte Speichertechnik Im Innern der Zelle, in ihrem mikroskopisch kleinen Kern, wird das wertvollste Material des Körpers aufbewahrt – das Genom, die genetische Information. Alles was zum Aufbau des Körpers, (z. B. Konstruktion der Organe und Gliedmaßen, Herstellung aller benötigten chemischen Verbindungen) nötig ist, ist hier genauestens programmiert. Von der schier unvorstellbaren Informationsdichte im DNS-Molekül wollen wir uns einen anschaulichen Eindruck verschaffen. Stellen wir uns so viel DNS-Material vor, wie es im Volumen eines Stecknadelkopfes Platz hätte. Dann könnten wir 15 Billionen Taschenbücher mit jeweils 160 Seiten darin abspeichern! Aufeinandergelegt ergäbe das einen Bücherstapel, der noch 500-mal höher ist als die Erde vom Mond entfernt ist. Raten Sie einmal, welches Modell hier den Punkt erhält. Das Gehirn Das komplexeste Gebilde im Universum Das Gehirn ist das zentrale übergeordnete Organ unseres Nervensystems, das fast alle Abläufe im Organismus steuert, überwacht und koordiniert. Es sammelt und verwertet Sinneseindrücke, speichert sie und bewirkt ihre sinnvolle Beantwortung. Über die eigentliche Informationsverarbeitung im Gehirn ist so gut wie nichts bekannt. Nur eines ist gewiss: Es muss dort eine große Anzahl ausgeklügelter Programme geben, die alle eingehenden und abgesandten Informationen verarbeiten, verrechnen und koordinieren kann. Alles muss in Echtzeit und in Parallelverarbeitung geschehen. Wir wissen nicht, wie Erinnerungen gespeichert und abgerufen werden. Unbekannt ist ferner, wie wir auf neue Ideen kommen und wie die interaktive Zusammenarbeit mit unserem nichtmateriellen Teil, der Seele, funktioniert. Das Gehirn besteht aus etwa 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen). Ihre Zahl liegt in der Größenordnung der Zahl der Sterne in unserer Milchstraße. Jedes Neuron steht über Synapsen mit Tausenden von anderen Neuronen in Verbindung. Es ist ein Netzwerk höchster Komplexität. Auch hier geht wieder ein eindeutiger Punktsieg an Modell B. Wahrnehmung in dieser und jener Welt Die Funktionen der Sinnesorgane unseres jetzigen Körpers fallen mit dem Tode alle aus. Ist der Tod damit die absolute Endstation, wie es Atheisten und Evolutionsvertreter annehmen? Die Bibel sagt dazu ein klares NEIN! Wir sind nach Gottes Plan Ewigkeitsgeschöpfe, deren Existenz niemals ausgelöscht wird. In Lukas 16 berichtet Jesus von zwei Menschen, deren irdisches Dasein durch den leiblichen Tod beendet wurde. Sie befinden sich aber augenblicklich bei vollem Bewusstsein in der jenseitigen Welt. Bei dem einen spielte Gott in seinem Lebenskonzept keine Rolle, während der andere, Lazarus, sich von Gott getragen wusste. Jesus schildert beider Situation nach dem Tod: »Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben. Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual« (Lukas 16,22-23). Beide haben also durch den Tod diese Welt verlassen und befinden sich nun an einem völlig anderen Ort. Obwohl sie vorher in derselben Stadt lebten, sind ihre jetzigen Aufenthaltsorte nun grundverschieden. Der eine erlebt Herrlichkeit, und der andere befindet sich am Ort der Qual. Für niemanden von uns endet das Leben mit dem biologischen Tod. Für diese Tatsache haben wir eine verlässliche Informationsquelle. In der Auferstehung geschieht die Umwandlung vom irdischen zum ewigen Leib: »Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib« (1. Korinther 15,42+44). Für unseren Ewigkeitsverbleib nennt die Bibel zwei extrem unterschiedliche Orte, den Himmel und die Hölle bzw. den Ort der Herrlichkeit in der Nähe Gottes und den Ort der Verdammnis in der Gottesferne. Wollten wir Himmel und Hölle beschreiben, dann könnten wir es von den Sinnen her sagen: Beides sind Orte der Wahrnehmung – entweder erleben wir ewig Schönes oder ewig Schreckliches. Welches unser Bestimmungsort sein wird, hängt von unserer Stellung zu Jesus Christus ab, genauer – ob wir an ihn glauben und ihm folgen, oder ob wir es nicht tun. Auch hier muss der Punkt an Modell B vergeben werden, da Atheisten für ihre Auffassung keine Informationsquelle besitzen. Der Mensch Eine geniale und geplante Konstruktion Schon an den wenigen betrachteten Details des Menschen wurde deutlich, dass der Mensch zweifellos eine geniale Konstruktion ist. Es ist darum unvernünftig, anzunehmen, dass wir das Ergebnis eines planlosen Prozesses sich selbst überlassener Materie sind. Ohne die Annahme einer Schöpfung verrennen wir uns im Dickicht evolutionärer Gedankensysteme und werden der Wirklichkeit nicht gerecht. Nach Römer 1,19 ist die gedankliche Schlussfolgerung vom Betrachten der Werke auf die Existenz des Schöpfers zwingend, denn »Gottes unsichtbares Wesen … wird wahrgenommen an seinen Werken.« Es ist leicht nachvollziehbar, dass alle Punkte eindeutig dem Modell B gegeben werden mussten. Der Erschaffung des Menschen liegt gemäß der Bibel ein Plan zugrunde: »Lasset uns Menschen machen« (1. Mose 1,26). Diesem Plan folgte sogleich die Ausführung: »Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde« (1. Mose 1,27). Das Neue Testament führt uns tiefer in den Schöpfungsgedanken ein und sagt zur Person des Schöpfers: »Denn in ihm (Jesus Christus) ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare« (Kolosser 1,16). Von Jesus heißt es: »Ihn hat Gott gesetzt zum Erben über alles; durch ihn hat er auch die Welt gemacht« (Hebräer 1,2). In Johannes 14,6 sagt Jesus den radikalen Satz: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das (ewige) Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.« Er ist somit die einzige Tür zum Himmelreich. Nur Er hat für unsere Verfehlungen gegenüber den Geboten Gottes am Kreuz bezahlt. Darum gilt: »Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben« (Johannes 3,36). Bitten Sie darum den Herrn Jesus um Vergebung aller Sünden, damit Sie im Gericht Gottes bestehen können. Nehmen Sie Ihn im Gebet als Ihren persönlichen Schöpfer und Erretter an und folgen Sie Ihm. Dir. und Prof. a. D. Dr.-Ing. Werner Gitt Die ausführliche wissenschaftliche Argumentation steht in meinem Buch »Faszination Mensch«, CLV-Verlag, Bielefeld, 3. Auflage 2016, 155 S., ISBN: 978-3-89397-649-2.
10 Seiten, Best.-Nr.: 129-0
"Ein erfahrener Gärtnermeister und Rasenspezialist schreibt zu diesem Thema, das besonders für Gartenliebhaber interessant ist, Folgendes: Beruflich habe ich täglich mit Garten- oder Hausbesitzern zu tun. Ein riesiges Problem für jeden, der einen Rasen in seinem Garten hat, ist Moos und Unkraut. Ich darf – bedingt durch meine Gärtner- und Meisterausbildung sowie aufgrund vieler Produktschulungen – sagen, dass ich jedem Kunden in dieser Angelegenheit helfen kann." Patrick H. Möller vergleicht Unkraut im Rasen mit der Sünde und erklärt dadurch sehr anschaulich den Weg zur Errettung durch Jesus Christus. Diese kostenlose Verteilschrift eignet sich besonders gut zum Weitergeben an Gartenbesitzer, aber auch an diejenigen, die "Unkraut und Moos" im eigenen Leben loswerden möchten. Unkraut und Moos für immer los Ein erfahrener Gärtnermeister und Rasenspezialist schreibt zu diesem Thema, das besonders für Gartenliebhaber interessant ist, Folgendes: Beruflich habe ich täglich mit Garten- oder Hausbesitzern zu tun. Ein riesiges Problem für jeden, der einen Rasen in seinem Garten hat, ist Moos und Unkraut. Ich darf – bedingt durch meine Gärtner- und Meisterausbildung sowie aufgrund vieler Produktschulungen – sagen, dass ich jedem Kunden in dieser Angelegenheit helfen kann. Die Hauptursache für Moos und Unkraut ist, dass entweder mit falschen Düngern gearbeitet oder gar nicht gedüngt wird. Andere Ursachen können die Bodenbeschaffenheit, aber auch Bäume und Sträucher in der Nähe des Rasens sein. Die häufigste Ursache besteht allerdings in einem falschen pH-Wert des Bodens. Der pH-Wert zeigt an, ob der Boden sauer (4-6), neutral 6,5 - 7,5) oder alkalisch (8-10) ist. Größtenteils führen saurer Regen und auch einige mineralische Rasendünger zu saurem Boden. Im Bereich von 6,5 wächst der Rasen am besten. Diesen neutralen Boden erhält man, indem man zunächst den pH-Wert ermittelt und dann den Boden mit kohlensaurem Kalk in der richtigen Menge düngt. Im neutralen Bereich sind alle benötigten Nährstoffe für ein gesundes Wachstum des Rasens verfügbar. Meine Empfehlung ist, den Rasen dreimal im Jahr mit organischem Dünger und bei Bedarf, im Frühjahr mit einem sogenannten Bodenaktivator zu düngen. Der Bodenaktivator hilft bei extremen Problemstellen, z.B. auf Tiefgaragen, an Betonwegen und Mauern. Dort, wo die Wärmeübertragung sehr hoch ist, werden dem Boden die Nährstoffe entzogen und es entsteht oft Moos und Unkraut. Der organische Dünger, zusammen mit dem Bodenaktivator und dem Kalk tragen zu einer Gesundung des Bodens bei. Viele versuchen, das Moos im Rasen mit dem Vertikutierer zu entfernen. Doch das kann nur eine vorübergehende Lösung sein. Das Moos wird wieder durchkommen, weil sich durch das Vertikutieren die Bodenbeschaffenheit nicht verändert. Haben Sie mit Moos und Unkraut in Ihrem Leben zu tun? Gern möchte ich auch auf eine andere Art von „Moos“ zu sprechen kommen, die wir oft übersehen. Unser persönliches Fehlverhalten wie Lügen, Lästern, Neid, Hass und vieles mehr führt dazu, dass unser Leben immer „saurer“ wird. Sie wundern sich vielleicht, dass alles, was Sie anfangen, schief läuft. Vielleicht haben andere mehr Erfolg als Sie und Sie empfinden Stress und Geltungsdrang. Sie verstricken sich in unerreichbare Träume, werden verheizt durch die Arbeit, die tägliche Unruhe und von den Sorgen über die Zukunft. Vielleicht haben Sie Streit mit Ihrer Familie, ehren Ihre Eltern nicht und geben nicht alle Einkünfte beim Finanzamt an. Heute stehen Sie vielleicht – egal wie alt Sie sind – an dem Punkt, wo Sie sich fragen: „Was soll aus mir werden? War das alles? Wie kann ich verhindern, dass mein Leben mit Moos und Unkraut zuwächst? Wie bekomme ich das Unkraut aus meinem Leben wieder heraus?“ Wie bekomme ich mein Leben pH-neutral? Der Schlüssel für ein gesundes Wachstum im Pflanzenbereich ist der pH-Wert. Der Schlüssel aber für ein gesundes Leben in geistlicher Hinsicht ist Jesus Christus. Er wirkt wie der kohlensaure Kalk, der unseren Lebensboden neutralisiert. Durch unser Fehlverhalten – genannt Sünde – wird unser Leben „sauer“ und es bildet sich immer mehr „Unkraut und Moos“. Genau dafür ist Jesus auf diese Erde gekommen. Jesus hat es durch seinen Tod am Kreuz und durch seine Auferstehung für uns möglich gemacht, dass unser Leben wieder „neutral“ und damit gesund wird. Er ist für unsere Sünden gestorben, damit wir Vergebung empfangen können. Wenn Sie das Moos und Unkraut Ihres Lebens garantiert für immer los sein möchten, dann wenden Sie sich an Jesus Christus, den Sohn Gottes. Bitten Sie Ihn um Vergebung Ihrer Sünden und darum, in Ihr Leben zu kommen. Vertrauen Sie Ihr ganzes weiteres Leben Jesus Christus an. Er wird Sie erhören und Sie zu einem Kind Gottes machen. In der Bibel lesen wir in Johannes 1,12: „Allen aber, die ihn [Jesus] aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Ist es nicht großartig, dass Gott unser Leben durch Jesus Christus total neu machen kann? Dann gibt es noch die Wurzelunkräuter, wie z.B. Löwenzahn. Diese werden mit einem sogenannten Rasenunkrautfrei, das gegossen werden muss, dauerhaft aus dem Rasen entfernt. Mit den Wurzelunkräutern unseres Lebens, den Süchten, von denen wir loskommen möchten und es nicht schaffen, verhält es sich ganz ähnlich. Jesus kann Sie davon befreien, indem Sie mit Ihrer Sünde zu Jesus kommen und sie ihm bekennen, der sein Blut für Sie am Kreuz hingegeben hat. Wenn Sie Jesus in Ihr Leben hineinnehmen, wird der Boden Ihres Lebens vom „Unkraut“ befreit und zu einem „gesunden Boden“ verwandelt. Über die positiven Auswirkungen werden nicht nur Sie, sondern auch andere Menschen sich freuen. Ich wünsche Ihnen nicht nur einen gesunden Rasen, sondern auch eine gesunde geistliche Beziehung zu Gott. Patrick Horst Möller
6 Seiten, Best.-Nr.: 43-0
Mit großem Forschungsaufwand suchen Astronomen heute nach Planeten in anderen Sternensystemen. Unter allen bisher registrierten Planeten und Exoplaneten wurde bisher kein auch nur annähernd erdähnlicher Planet gefunden. Die physikalischen, chemischen und astronomischen Bedingungen auf unserem Heimatplaneten Erde bieten uns geradezu einmalig günstige Wohnbedingungen. Dies tritt im Angesicht moderner naturwissenschaftlicher Erkenntnisse mit immer größerer Deutlichkeit hervor. Anhand nur einiger ausgewählter Punkte soll die einmalige Beschaffenheit unserer Erde herausgestellt werden. Unsere Erde -Ein außergewöhnlicher Planet Mit großem Forschungsaufwand suchen Astronomen heute nach Planeten in anderen Sternensystemen. Unter allen bisher registrierten Planeten und Exoplaneten wurde bisher kein auch nur annähernd erdähnlicher Planet gefunden. Die physikalischen, chemischen und astronomischen Bedingungen auf unserem Heimatplaneten Erde bieten uns geradezu einmalig günstige Wohnbedingungen. Dies tritt im Angesicht moderner naturwissenschaftlicher Erkenntnisse mit immer größerer Deutlichkeit hervor. Anhand nur einiger ausgewählter Punkte soll die einmalige Beschaffenheit unserer Erde herausgestellt werden: Notwendige Bedingungen für die Bewohnbarkeit der Erde 1. Der richtige Abstand der Erde zur Sonne: Wir bewegen uns mit einem Abstand von etwa 150 Millionen Kilometern um unser Zentralgestirn. Die von der Sonne gelieferte Energiemenge und der Erdabstand zur Sonne sind so aufeinander abgestimmt, dass in den meisten Gebieten der Erde Temperaturen zwischen 0 und 40 °C herrschen. Dies ist gerade jene enge Spanne, die für die biochemischen Prozesse der Zellen und damit für die Erhaltung – insbesondere des menschlichen Lebens – optimal ist. 2. Die richtige Umdrehungsgeschwindigkeit der Erde: Würde die Erde wesentlich langsamer rotieren, dann ergäben sich extreme Klimaunterschiede zwischen Tag und Nacht. Auf der Tagseite entstünden infolge der lang andauernden Einstrahlung unerträglich hohe Temperaturen, die zudem eine Austrocknung der Erdoberfläche bewirken würden. Die Nachtseite kühlte dagegen zu stark aus. Eine noch schnellere Erdumdrehung würde zu geringeren Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht führen und damit das notwendige Wettergeschehen beträchtlich einschränken. Wegen des Anstiegs der Zentrifugalkräfte wäre mit einem Gasverlust in den Weltraum zu rechnen. 3. Die richtige Länge des Jahres: Die Länge eines Jahres ist gut abgestimmt auf unsere Lebenszyklen. Zwischen Saat und Ernte ergibt sich eine genügende Wachstumszeit. Der Winter ist wiederum nicht zu lang, um ihn durch Vorräte überbrücken zu können. Andere Beispiele in unserem Planetensystem zeigen uns in diesem Sinne für das Leben unmögliche Zyklen. Könnten wir uns ein Erdjahr von 84 Jahren wie auf dem Uranus oder von 88 Tagen wie auf dem Merkur vorstellen? 4. Die richtige Neigung der Erdachse: Um weiterhin zu günstigen Lebensbedingungen auf der Erde zu gelangen, ist die Neigung der Rotationsachse zur Ebene der Erdbahn um die Sonne von gravierender Bedeutung. Wissenschaftliche Berechnungen haben ergeben, dass nur in dem schmalen Bereich von 23° bis 24° der größtmögliche Anteil der Erdoberfläche lebensfreundliche Bedingungen erhält. Lässt uns das nicht aufmerken, dass die tatsächliche Neigung gerade 23 ½ Grad beträgt? Eine Vergrößerung des Neigungswinkels würde z. B. den Gegensatz zwischen Sommer und Winter außerordentlich verstärken. 5. Die richtige Größe des Mondes: Der Mond bewirkt Ebbe und Flut an den Meeren. Die wechselnd überfluteten Gezeitenbecken bereichern die Lebensvielfalt in erheblichem Maße. Ein zu kleiner Mond hätte zu geringe Auswirkungen und ein zu großer würde zu ständigen katastrophalen Überschwemmungen führen. Unbedingt notwendig ist der Mond für die Stabilisierung der Neigung der Erdachse. 6. Die richtige Masse und Größe der Erde: Diese beiden Werte sind so aufeinander abgestimmt, dass an der Erdoberfläche eine Anziehungskraft herrscht, die ausreicht, um eine Atmosphäre festzuhalten. Die Schwerkraft des Mondes z.B. reicht nicht aus, um eine Atmosphäre zu binden. Mit einem spezifischen Gewicht von 5,52 g/cm3 hat die Erde die dichteste Materie aller Planeten unseres Sonnensystems. Wäre der Erddurchmesser 20 Prozent kleiner, so hätte sie bei gleicher mittlerer Dichte nur die halbe Masse. Durch die dadurch erheblich geringere Gravitationskraft würde der größte Teil der Atmosphäre in den Weltraum entweichen. Bei 25 Prozent vergrößertem Durchmesser würde sich die Erdmasse verdoppeln, der Luftdruck ansteigen und unser Eigengewicht wäre bei gleichem Körperbau um 25 Prozent höher (stärkere Belastung der Gelenke und des Knochengerüstes). 7. Die einmalige Zusammensetzung der irdischen Atmosphäre: Für höhere Lebensformen ist der Sauerstoff eine grundlegende Voraussetzung. Mit 21 Prozent besitzt die Atmosphäre den richtigen Sauerstoffanteil. Bei höherem Sauerstoffgehalt (über 50 Prozent) käme es beim Menschen zur O2-Vergiftung (Schädigung der Lunge, verringerte Herzleistung, eingeschränkte Gehirn- und Nierendurchblutung), und bei zu geringem Anteil würden die Zellen unzureichend mit Sauerstoff versorgt. Das Gehirn ist besonders empfindlich gegen O2-Mangel. Bei 10 Prozent Sauerstoffgehalt könnte man kein Feuer mehr aufrechterhalten (z. B. Öfen, Industrieanlagen). Der vorhandene Stickstoffgehalt ist für die biologischen Prozesse von entscheidender Bedeutung. Er sorgt für eine genügende Strahlungsabsorption, für die richtige Verdünnung des Sauerstoffs und für die erforderliche Mächtigkeit der Atmosphäre. 8. Die richtige Dichte der Erdatmosphäre: Bei zu geringer Dichte wäre der Schutz gegen eine tödlich starke Einwirkung von Ultraviolett- und Röntgenstrahlen sowie gegen das ständige Bombardement von merklich großen Meteoriten ungenügend. Die Dichte der Atmosphäre ist abhängig von der Masse der Erde und von der Temperatur auf der Oberfläche. Hätte die Erde eine geringere Masse, so könnte durch die geringere Anziehungskraft die erforderliche Menge an Luft und Wasser nicht festgehalten werden. Die Anziehungskraft der Erde ist aber gerade so bemessen, dass sie Sauerstoff, Stickstoff und Kohlendioxid in der Dichte festhalten kann, wie sie gerade gebraucht wird. Die Atmosphäre als Ganzes wirkt ausgleichend in Bezug auf sich ausbildende Temperaturgegensätze und ist notwendig für das Wettergeschehen. 9. Die notwendige Ozonschicht der Erde: Die nicht sichtbare kurzwellige ultraviolette Strahlung (= UV-Strahlung) von der Sonne erreicht dank einer besonderen Eigenschaft der Atmosphäre nur zu einem geringen Anteil die Erdoberfläche. In der gesamten Stratosphäre, also in der Höhe von 10 bis 50 km, kommt der dreiatomige Sauerstoff O3 (Ozon) in außerordentlich geringer Dichte vor, aber dieser Ozonschleier ist für die Existenz des irdischen Lebens unentbehrlich, weil er insbesondere die gesundheitsschädigende ultraviolette Strahlung fast vollständig absorbiert. 10. Die Oberfläche der Erde: Die Erde ist bemerkenswert glatt. Trotz der höchsten Gebirge und der tiefsten Tiefseegräben erscheint die Erde bemerkenswert glatt. Wenn die Erde eine Kugel von einem Meter Durchmesser wäre, würden die Unebenheiten nur einen Millimeter zu beiden Seiten des Meeresspiegels ausmachen. Auch dadurch wird bewirkt, dass weite Teile der Erde bewohnbar sind. 11. Das Magnetfeld der Erde: Das Magnetfeld ist nicht nur hilfreich für die Navigation; es lenkt insbesondere jene schädliche Strahlung, die als Sonnenwind bezeichnet wird, von der Erde weg. Das Magnetfeld stellt sich dem Sonnenwind wie ein Schutzschild entgegen. 12. Die Erde – ein nasser Planet: Wir kommen nun zum wichtigsten Kennzeichen der Erde und der absolut notwendigen Voraussetzung für das Leben – es ist das Wasser! Es bildet die entscheidende Grundlage für jede Art des Lebens. Wasser finden wir darum nicht nur dort, wo die Ozeane und Meere sind, sondern überall. Im Vergleich zu den weiten Ebenen des Mars, den Steinwüsten des Mondes oder den Kratern des Merkur ist selbst noch die Sahara ein nasser Schwamm. Wasser finden wir also an jedem Punkt der Erde. Die Wolken bringen es bald hier, bald dorthin. Mal regnet es, mal schneit es; und wo es lange nicht regnet, da bringt der Tau der Nacht das Wasser sogar in die Wüsten. Die Ozeane sind eine einzigartige Besonderheit der Erde. Sie bedecken 71 Prozent der Erdoberfläche. Dass dieses Wasser in flüssiger Form vorliegt, kann nicht genug betont werden. Die meiste Materie im Universum liegt entweder in Form von heißen Gasen (in den Sternen) oder in tiefgefrorenem Zustand (z.B. äußere Planeten) vor. Die Ozeane wirken als ein gigantischer Wärmespeicher. Sie haben einen wichtigen ausgleichenden Effekt auf das Klima. Weniger Wasser auf der Erde hätte erheblich größere Temperaturschwankungen zur Folge als es jetzt der Fall ist. Die Ozeane bilden außerdem eine wichtige und unverzichtbare Nahrungsquelle. Gäbe es nicht die unablässige Verdunstung über den Meeren und die kräftigen, beständig wehenden Winde über Tausende von Kilometern, so wären binnen kurzer Zeit die Kontinente vollständig ausgetrocknet. Die Zirkulation des Wassers wirkt für die Organismen auf unserem Planeten lebenserhaltend und wäre „ohne Wetter“ nicht zu realisieren. Auch die derzeitige Abstimmung von Land- und Wasserfläche auf der Erde ist keine zufällige Kombination. Bei dem vorhandenen Profil der Erdoberfläche würde schon eine Zunahme der Wassermenge um 10 Prozent einen Anstieg des Meeresspiegels um 300 Meter bewirken und damit zu einer fast vollständigen Überflutung der Kontinente führen. Umgekehrt würde sich die entsprechende Verringerung der Wassermenge auf eine starke Vergrößerung der Kontinente auswirken. Dies aber würde eine unheilvolle Klimaverschlechterung mit sich bringen und die Wüstengebiete anwachsen lassen. Wer mit dem Flugzeug unterwegs ist, erhält nach der Begrüßung durch den Piloten die Angaben über Kurs, Flughöhe und Außentemperatur. In 10 000 Metern Höhe wird stets die Außentemperatur von -50 °C genannt. Haben wir dabei einmal bedacht, dass diese extreme Kälte im Bereich von 5 bis 20 km Höhe für uns lebensnotwendig ist? In dieser Höhe gefriert der Wasserdampf zu Eiskristallen, die zunächst anwachsen und dann infolge der Schwerkraft absinken. Auf diese Weise wird die Abdampfung von Wasser in den Weltraum geradezu blockadeartig verhindert. Auch über Jahrtausende hinweg kann es somit nicht zur Austrocknung der Erde kommen. Schließlich wollen wir noch auf eine sehr wichtige Eigenschaft des Wassers hinweisen, nämlich seine Anomalie: Bei 4 °C erreicht das Wasser mit 1,0 g/cm3 die höchste Dichte. Sowohl mit zunehmender als auch mit abnehmender Temperatur nimmt die Dichte ab. Eis von 0 °C hat eine Dichte von 0,917 g/cm3. Es ist leichter als flüssiges Wasser und schwimmt darum. Diese außergewöhnlichen Eigenschaften, die es so nur beim Wasser gibt, sind erforderlich, damit das Leben in den Gewässern (Seen, Flüsse, Teiche) auch im kalten Winter möglich ist. Wenn ein Gewässer zufriert, bleibt das leichtere Eis oben. Unten sammelt sich das spezifisch schwerste Wasser von 4 °C, in dem die Fische überleben. Unsere Erde ist einzigartig Alles in allem können wir sagen: Die Erde ist ein wohltemperierter und lebensfreundlicher Planet, der hinsichtlich vieler Parameter optimal gestaltet wurde. Wir haben hier nur einige der wichtigsten und augenfälligsten geophysikalischen, mechanischen, thermischen und stofflichen Bedingungen diskutiert und dabei festgestellt: Unsere Erde ist einzigartig! Die einmalige Kombination aller dieser Details und ihre gegenseitige Verflechtung macht das Leben auf der Erde überhaupt erst möglich. Diese Erde ist dem Leben geradezu ideal auf den Leib geschneidert. Drängt sich hier nicht dem unvoreingenommenen Beobachter der Schluss auf, dass alles weise und vorausschauend konzipiert ist? Die Vielzahl von genau aufeinander abgestimmten Parametern lässt nur den einen Schluss zu, den uns auch die Bibel in Römer 1,20-21 benennt: „Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, so dass sie keine Entschuldigung haben. Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt.“ Zu denen, die in ihrer „Klugheit“ glauben, alles sei zufälligen Prozessen der Evolution zuzuschreiben, sagt Gottes Wort: „Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden“ (Römer 1,22). Wer ist der Urheber des Universums, der Erde und allen Lebens? Gott der Vater übergab seinem Sohn Jesus den Schöpfungsauftrag. Darum heißt es von Jesus im Neuen Testament (Kolosser 1,16-17): „Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes… Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, … es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem und es besteht alles in ihm.“ In unserer Welt gibt es somit nichts, was nicht durch den Herrn Jesus geschaffen wurde. Der riesige Kosmos mit seinen Abermillionen von Galaxien ist hier ebenso mit einbezogen wie die feinsten Details im Ablauf einer lebendigen Zelle. Jesus ist nicht nur der Schöpfer und Urheber des gesamten Mikro- und Makrokosmos; er hat auch die Oberhoheit über alles. Ein atemberaubender Gedanke Jesus ist derjenige, der von Ewigkeit her war und der der König des Himmelreiches ist. Ihm ist alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben (Matthäus 28,18). Können wir folgenden atemberaubenden Gedanken fassen? Der Mann am Kreuz von Golgatha und der Schöpfer dieser Welt und allen Lebens ist ein und dieselbe Person! In seiner unauslotbaren Liebe zu uns ließ er sich um unserer Sünde willen kreuzigen und wehrte sich nicht, damit sich für uns die Tür des Himmels auftun konnte. Wer das verwirft, verliert alles: „Wie wollen wir entrinnen, wenn wir ein so großes Heil nicht achten?“ (Hebräer 2,3). Wer Ihn aber annimmt, gewinnt alles. Jesus sagte: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben, … er ist vom Tode zum Leben durchgedrungen“ (Johannes 5,24). Bitten Sie den Herrn Jesus um Vergebung aller ihrer Sünden, damit Sie im Gericht Gottes bestehen können, nehmen Sie Ihn als Ihren persönlichen Schöpfer und Erretter an und folgen Sie ihm. Dir. und Prof. a. D. Dr.-Ing. Werner Gitt
10 Seiten, Best.-Nr.: 130-0
Viele Menschen glauben an Gott – aber kennen sie ihn auch persönlich? Dieser evangelistische Flyer erklärt klar und verständlich, wie jeder Mensch eine echte Beziehung zu Gott finden kann. Mit biblischen Aussagen und seelsorgerlichem Ton zeigt Beat Abry, wie die Trennung zwischen Gott und Mensch durch Jesus Christus überbrückt wurde. Wer seine Schuld erkennt und Jesus im Glauben annimmt, darf erfahren, dass Gott real ist und sein Leben verändert. Der Leser wird Schritt für Schritt eingeladen, Gottes Liebe zu verstehen, seine eigene Schuld ehrlich zu bekennen, Jesus Christus im Gebet ins Leben aufzunehmen, und Vergebung, Frieden und Hoffnung zu erleben. Am Ende enthält der Flyer eine Einladung zum persönlichen Gebet sowie einen Gutschein für kostenlose Bibeln und ein Taschenbuch. Zielgruppe: Suchende, Skeptiker, Christen ohne persönliche Glaubensbeziehung. Ideal zum Weitergeben: Evangelisationen und Büchertische Straßeneinsätze und Hausverteilungen Persönliche Glaubensgespräche Wie du Gott persönlich kennenlernen kannstSchön, dass du diesen Flyer in den Händen hältst. Vielleicht hat ihn dir jemand gegeben oder du hast ihn zufällig entdeckt. Es kann sein, dass du an Gott glaubst oder auch nicht. Vielleicht bist du Christ, Muslim, suchend oder eher skeptisch. Und vielleicht hast du beim Lesen des Titels gedacht: „Gott persönlich kennenlernen, geht das überhaupt?“ Oder du hast gedacht: „Das ist nichts für mich.“ Ganz gleich, was dich gerade beschäftigt. Nimm dir bitte ein paar Minuten Zeit und lies weiter. Es geht um eine Hoffnung, die dein Leben verändern kann. Die Bibel sagt, dass Gott dich liebt und sich eine persönliche Beziehung zu dir wünscht. Stell dir das vor: Der Schöpfer des Universums will dir begegnen. Er will dir Vater im Himmel sein. Doch zwischen uns Menschen und Gott steht etwas im Weg. Es ist die Schuld. Die Bibel bringt es auf den Punkt: „Alle sind schuldig geworden und spiegeln nicht mehr die Herrlichkeit wider, die Gott dem Menschen ursprünglich verliehen hatte.“ – Römer 3,23 Was wir oft als Schwächen oder Fehler bezeichnen, zum Beispiel Stolz, Neid, Bitterkeit oder Lüge, nennt die Bibel Sünde. Und weil Gott vollkommen heilig ist, kann er Sünde nicht einfach übersehen. Es heißt: „Eure Schuld, sie steht wie eine Mauer zwischen euch und eurem Gott“ – Jesaja 59,2 Diese Trennung ist real. Und sie betrifft jeden von uns. Doch Gott hat gehandelt. Aus Liebe zu uns kam Jesus Christus in diese Welt. Am Kreuz hat er die Strafe getragen, die wir verdient hätten. Der Zorn Gottes über die Sünde traf ihn. So wurde der Weg frei zu Gott. Jesus hat die Tür geöffnet. Viele Menschen versuchen, durch gute Werke oder Religion zu Gott zu kommen. Doch nichts davon kann die Schuld auslöschen. Nur Jesus hat das getan. Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er den Weg gebahnt. Er allein kann retten. Was kannst du tun, um Gott persönlich kennenzulernen? Zwei Schritte sind wichtig: 1. Erkenne und bekenne deine Schuld. Sprich in einem ehrlichen Gebet mit Jesus über das, was dich von ihm trennt. Bitte ihn um Vergebung. Die Bibel verspricht: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ – 1. Johannes 1,9 2. Vertraue Jesus dein Leben an.Nimm ihn im Glauben auf. Die Bibel sagt: „Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Jesus selbst sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Wenn du das tust, beginnt etwas Neues. Du wirst erleben, dass Gott da ist. Du wirst merken, dass er dich trägt und verändert. Du wirst ihn kennenlernen, persönlich und erfahrbar. Sprich einfach im Gebet mit Jesus und bitte ihn um Vergebung aller deiner Sünden. Öffne ihm dein Herz und lade ihn ein, in dein Leben zu kommen, um dich zu führen. Vertraue dich ihm an. Wenn du das ehrlich tust, darfst du gewiss sein, dass er dir begegnet, dir vergibt und dich als sein Kind annimmt. Wir würden uns sehr freuen, von dir zu hören. Wenn dich etwas beschäftigt oder du Fragen zum Glauben hast, schreib uns gern. Und wenn du dein Leben Jesus anvertraut hast, ist das eine wunderbare Nachricht. Teile sie mit uns. Wir freuen uns von Herzen darüber. Gern senden wir dir kostenlos Schriften, die dich ermutigen und dir helfen, im Glauben zu wachsen und gestärkt mit Gott weiterzugehen. Beat Abry
6 Seiten, Best.-Nr.: 42-0
Verteilschrift für Kinder Tut... tut... tut... Hast du das auch schon erlebt? Du willst deinen besten Freund oder deine beste Freundin anrufen und es ist besetzt? Du wartest fünf Minuten, rufst wieder an, und es ist immer noch besetzt. Wäre es nicht toll, wenn du ihn oder sie zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichen könntest? Wäre es nicht schön, wenn du gar nicht lange warten müsstest, bis deine Freundin oder dein Freund an das Telefon geht? Das wäre doch großartig! Ich kenne eine Verbindung, die immer funktioniert. Derjenige, den ich über diese Leitung erreiche, hat immer Zeit, ist nie genervt, nie im Stress und interessiert sich für alles, was ich ihm sage. Es ist Gott, der himmlische Vater. Durch seinen Sohn Jesus Christus kann ich jederzeit mit ihm verbunden sein. Wie gut, dass es diese Verbindung gibt! Der Anruf Hast du etwas Zeit für mich? Tut... tut... tut... Hast du das auch schon erlebt? Du willst deinen besten Freund oder deine beste Freundin anrufen und es ist besetzt? Du wartest fünf Minuten, rufst wieder an, und es ist immer noch besetzt. Nach mehreren Versuchen fragst du dich, wer da wohl so lange telefoniert. Wäre es nicht toll, wenn du ihn oder sie zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichen könntest? Wäre es nicht schön, wenn du gar nicht lange warten müsstest, bis deine Freundin oder dein Freund an das Telefon geht? Das wäre doch großartig! Mit der Technik von heute können wir leicht Verbindungen zu Personen herstellen, doch wenn der Akku leer ist, ist ein modernes Handy nutzlos. Ich kenne eine Verbindung, die immer funktioniert. Derjenige, den ich über diese Leitung erreiche, hat immer Zeit, ist nie genervt, nie im Stress und interessiert sich für alles, was ich ihm sage. Vielleicht hast du schon erraten, wer das sein könnte: Es ist Gott, der himmlische Vater. Durch seinen Sohn Jesus Christus kann ich jederzeit mit ihm verbunden sein. Wie gut, dass es diese Verbindung gibt! Worüber können wir mit Gott reden? Ich selber telefoniere total gerne mit meinem Freund. Es gibt aber Dinge, die würde ich niemals am Telefon erzählen. Wer weiß, ob da nicht jemand mithört oder ob mein Freund mich richtig versteht? Wenn ich aber mit Gott spreche, weiß ich, dass er mich hört und mich genau versteht. Ihm kann ich alles erzählen, wirklich alles! Es gibt nichts, was ich ihm nicht sagen darf und er versteht mich immer. Vielleicht kennst du das auch: Manchmal hast du Angst, über ein Problem zu reden. Es ist dir peinlich, wenn jemand etwas davon erfährt. Vielleicht befürchtest du, deswegen ausgelacht zu werden. Bei Gott ist das ganz anders. Ihm kannst du alles erzählen, was dich beschäftigt. Er macht sich nicht über dich lustig. Im Gegenteil, er versteht dich und ermutigt dich. Du kannst ihm alles sagen und ihm alle deine Fragen stellen. Es ist egal, ob es etwas Schönes, etwas ganz Peinliches oder auch nur eine kleine Frage ist. Er versteht dich immer. Erfüllt Gott alle unsere Wünsche? Gott antwortet unterschiedlich auf unsere Gebete. Manche Bitten erfüllt er sofort, andere erst später und einige auch gar nicht. Er weiß, ob unsere Wünsche für uns wirklich gut sind. Wichtig ist, dass wir Gott nicht mit einem Kaugummiautomaten verwechseln, in den wir Geldstücke einwerfen und dann bekommen, was wir haben möchten. Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche, aber er gibt uns immer das, was wir nötig haben. Wenn Gott unsere Bitten erfüllt hat, sollten wir ihm auch dafür danken. „Das ist doch selbstverständlich!“, wirst du jetzt vielleicht denken. Ja, das ist es auch. Wenn es uns aber gut geht, vergessen wir manchmal, dass Gott uns geholfen hat. Ist es nicht traurig, wenn du jemandem ein schönes Geschenk machst und er sich nicht bei dir bedankt? Ebenso ist Gott traurig, wenn wir vergessen, ihm zu danken. Wie redet Gott mit uns? Wenn wir Gott bitten, uns bei einer bestimmten Frage weiterzuhelfen, dann hilft er uns auch. Er tut dies auf ganz unterschiedlichen Wegen. Normalerweise hören wir keine laute Stimme vom Himmel. Vieles sagt er uns durch die Bibel. Deswegen bezeichnen wir die Bibel als Gottes Wort. Darin lesen wir, was sich Gott von uns wünscht und was für unser Leben gut ist. Gott redet auch durch unser Gewissen zu uns. Wir bitten ihn, dass er uns hilft und plötzlich merken wir tief in unserem Inneren: „So sollte ich das machen.“ Das kann Gottes Stimme sein. Manches sagt Gott uns auch durch andere Menschen. Wichtig ist dabei, dass wir bereit sind, auf Gottes Stimme zu hören und zu tun, was er uns sagt. Seit wann gibt es diese Verbindung? Ganz am Anfang, als Gott die Menschen geschaffen hatte, gab es diese Verbindung zu Gott. Die ersten Menschen konnten mit Gott wie mit einem Freund reden. Aber eines Tages kam das Böse in diese Welt. Der Teufel, der Feind Gottes, verführte die Menschen dazu, das zu tun, was Gott ihnen verboten hatte. Wie es dazu kam, kannst du am Anfang der Bibel nachlesen (1. Mose, Kapitel 3). Seit diesem Ereignis taten die Menschen immer wieder, was sie wollten, und hörten nicht mehr auf Gott. Durch ihren Ungehorsam wurde die Verbindung zu Gott unterbrochen. Das ist genauso wie beim Handy: Wenn du in einem Funkloch bist und keine Verbindung hast, kannst du nicht mehr telefonieren. So trennt uns die Sünde von Gott. Sünde ist alles Böse, was wir tun, egal, ob es eine kleine Lüge oder ein großer Diebstahl ist. Für Gott gibt es da keinen Unterschied. Gott war sehr traurig darüber, dass die Menschen sich von ihm abgewandt hatten. Weil er aber jeden einzelnen Menschen liebt, hat er alles daran gesetzt, die Verbindung wieder herzustellen. Er suchte nach einem Weg, um uns von unserer Sünde zu befreien. Sein Wunsch war, dass wir wieder Gemeinschaft mit ihm haben können. Die perfekte Verbindung sollte wieder hergestellt werden. Aus Liebe zu uns sandte Gott, der Vater, seinen einzigen Sohn als Retter in unsere Welt: Jesus Christus. Jesus hatte niemals etwas Böses getan, doch er wurde gekreuzigt wie ein Verbrecher. Als Jesus am Kreuz starb, starb er für deine und meine Sünden. Er nahm die Strafe für unsere Schuld auf sich. In der Bibel steht in Johannes 3,16: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verlorengehen, sondern das ewige Leben haben.“ Gott hat seinen Sohn, Jesus, nach drei Tagen von den Toten auferweckt. Er ist jetzt im Himmel bei seinem himmlischen Vater. Jesus bezahlte die Strafe für unsere Schuld. Damit hat er das Problem der Sünde für uns gelöst. Jetzt haben wir durch ihn die Möglichkeit, eine Verbindung zu Gott zu bekommen. Wie bekomme ich diese perfekte Verbindung zu Gott? Alles, was du machen musst, ist, Jesus in dein Leben aufzunehmen und an ihn zu glauben (vergleiche Johannes 1,12). Wenn dies dein Wunsch ist, kannst du dich im Gebet an Jesus wenden und ihm folgendes sagen: „Herr Jesus, ich danke dir, dass du für meine Sünden am Kreuz gestorben bist. Auch ich bin schuldig geworden und bitte dich darum, dass du mir alle meine Sünden vergibst. Ich nehme dich jetzt in mein Leben auf und möchte, dass du mich weiterhin führst und mein Leben so veränderst, wie du es haben willst. Amen!“ Wer Jesus in sein Leben aufgenommen hat, ist ein Kind Gottes geworden und hat eine Verbindung zu Gott. Jetzt kannst du mit Jesus über alles sprechen, über deine Wünsche und auch über deine Probleme. Sage Jesus auch, worüber du dich freust und wofür du dankbar bist. Weil Gott uns so lieb hat, ist es sein Wunsch, dass wir ständig in Verbindung zu ihm bleiben. Er hat es uns so leicht gemacht. Und trotzdem leben die meisten Menschen noch ohne ihn und wollen nichts von seiner Liebe zu uns wissen. Wie entscheidest du dich? Tobias Jakob
8 Seiten, Best.-Nr.: 40-0
Verteilschrift für Kinder »Was passiert eigentlich mit mir, wenn ich gestorben bin? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Kann ich ewiges Leben bei Gott bekommen?«Solche Fragen habe ich mir schon immer gestellt, auch als ich klein war und noch gar nicht in die Schule ging. Als dann mein Freund bei einem Unfall ums Leben kam, wurden mir diese Fragen noch wichtiger. Dabei habe ich gemerkt, dass man nie richtig zufrieden ist, selbst wenn man alle möglichen Sachen hat. Wenn du dieses Heft aufmerksam liest, wirst du lernen, was die Bibel uns dazu zu sagen hat und wie man sich selber auf die Ewigkeit vorbereiten kann. Ohne Moos nichts los Sicherlich hast du dir schon einmal vorgestellt, wie es sein würde, wenn du einen Riesenhaufen Geld zur Verfügung hättest. Etwa so wie der Besitzer des Goldesels im Märchen oder wie bei Dagobert Duck in Entenhausen. Was könnte man da nicht alles kaufen! Als ich neulich die Kinder fragte, was sie denn anschaffen würden, kamen die unterschiedlichsten Antworten: ein eigenes Reitpferd, ein Fahrrad mit 24 Gängen, einen eigenen Computer mit ganz vielen Spielen, ganz viele Barbies, eine Dauerkarte für den VFL Wolfsburg und so manche andere schöne Dinge. Seien wir aber mal ganz ehrlich: Was passiert oft mit den neu gekauften Sachen? Klar, wenn sie nicht kaputt gehen, liegen sie doch bald in der Ecke rum und werden nicht mehr beachtet. Und dann muss wieder was Neues her. Gekaufte Freundschaft Hast du eigentlich schon bemerkt, dass man für Geld auch nicht alles kaufen kann? Ich kannte mal einen Jungen in der Schule. Der hatte eigentlich keine richtigen Freunde, wollte aber gern beachtet werden und die Aufmerksamkeit der anderen auf sich ziehen. Dem ist es dann durch einen Trick gelungen, den Kaugummiautomaten an der Bushaltestelle bei uns im Dorf leer zu machen. Dadurch hatte er die Taschen so voll mit Kaugummis, dass er nicht mehr wusste, wohin mit den Kugeln. Und plötzlich wollten alle Kinder im Schulbus seine Freunde sein. Sie hielten ihm Sitzplätze frei, luden ihn zum Fußball ein und boten sogar an, seine Schultasche zu tragen. Aber meinst du, das waren echte Freunde? Sonst haben sie ihn ja auch links liegen gelassen! Bloß weil er Kaugummis zu verschenken hatte, war er nun überall beliebt. Als die Kaugummis dann alle waren, war es mit den Freundschaften auch vorbei. Ein richtiger Freund ist aber ein Freund, der einem auch in der Not beisteht. Ein richtiger Freund geht mit mir durch Dick und Dünn und lässt sich nicht mit Kaugummi oder sonst was kaufen. Ein richtiger Freund hält zu mir und ich zu ihm auch ohne Moos in der Tasche! Es ist einfach entmutigend, wenn man beim Sport immer als Letzter in die Mannschaft gewählt wird. Da bräuchte man jemanden, der zu einem hält und einen wieder aufmuntert, auch ohne Gegenleistung. Geld oder Leben! Zu Jesus kam einmal ein junger Mann. Der hatte zwar die Taschen nicht voll Kaugummis, dafür aber voll Geld. Keine Ahnung, wo er das her hatte. Vielleicht geerbt oder was weiß ich. Ist auch egal. Wichtiger ist, dass er das Eine kapiert hatte: Die wirklich wichtigen Dinge im Leben kann ich nicht mit Geld kaufen. Deshalb machte der junge Mann sich ernsthaft Gedanken über das Leben nach dem Tod und fragte sich: »Was passiert eigentlich mit mir, wenn ich gestorben bin? Gibt es ein Leben nach dem Tod?« Und: »Kann ich ewiges Leben bei Gott bekommen?« Er war eigentlich schon ein recht guter Mensch. Er stahl keine Kaugummis; brauchte er ja auch nicht bei seinem vielen Geld. Er war zu Hause bei seinen Eltern meistens ein braver Junge. Er half sogar der alten Oma über die Straße. Nur von einem ewigen Leben bei Gott hatte er null Ahnung. Und er hatte große Angst vor dem Tod. Sicherlich wundern wir uns, warum sich ein junger Mensch Gedanken über das Sterben und das Leben nach dem Tod macht. Das hat doch noch Zeit bis später. Dazu will ich dir sagen: Als ich 10 Jahre alt war, wurde ein Junge aus der Nachbarschaft am unbeschrankten Bahnübergang vom Zug erfasst. Und als ich seinen toten Körper dort so auf den Gleisen liegen sah, da habe ich mir aber ganz schnell über mein Leben Gedanken gemacht und mich gefragt, wo der Mensch eigentlich nach dem Tod hinkommt. In dieser Situation tat der junge Mann aus der Bibel das einzig Richtige: Er fragte Jesus. Er dachte sich: »Eigentlich mache ich doch nichts falsch und Gott müsste mich doch in sein Reich einlassen.« Jesus sagte ihm, dass es für ihn da keine Probleme geben würde, wenn er immer alle Gebote Gottes gehalten hat. »Klar«, antwortete der junge Mann, »von klein auf habe ich immer alle Gebote Gottes gehalten.« An dieser Stelle möchte ich mal nachhaken und fragen, ob das auch wirklich so gewesen sein kann, denn das ist ja kaum vorstellbar. Nehmen wir nur mal einen Zeitraum von einem Jahr an. Nie gelogen, nie gestohlen? Vielleicht. Aber wie sieht es mit den Sünden seines Herzens aus? Nie neidisch gewesen, nie schlecht über andere gedacht? Wohl kaum! Jesus wusste das und stellte ihn gleich auf die Probe, als er ihm sagte: »Wenn du so ein toller Mensch bist, dann musst du nur noch eins tun: Vergiss deine Millionen! Gib alles den Armen und komm mit mir!« Aha, hier wurde was klar, denn der junge Mann kniff. »Wie bitte? Meine ganze Knete soll ich hergeben? Nein, auf keinen Fall, noch nicht einmal für Gott!« Damit wurde deutlich, dass er die Probe nicht bestanden hatte. Auch er war nicht ohne Fehler und konnte Gott nicht immer gehorsam sein, wie er es von sich selbst behauptet hatte. Er glaubte echt, dass ohne Moos nichts los sei. Sein Sparbuch war ihm doch wichtiger als die Freundschaft zu Jesus. Aber er konnte nicht beides haben und entschied sich für das Geld und damit auch gegen Jesus. Das war aber keine gute Wahl und in der Bibel, im 19. Kapitel des Buches Matthäus, steht dazu, dass er traurig von Jesus wegging. Jetzt bist du gefragt Kannst du das verstehen? Was hättest du getan? Keiner von uns kann von sich sagen, dass er immer alles richtig gemacht hätte. Sicherlich haben wir nicht alle gestohlen, geflucht oder gar heimlich geraucht. Und wenn du vielleicht 8 Jahre alt bist, hast du bestimmt noch nicht so viel Böses angestellt wie einer, der 80 Jahre alt ist. Aber irgendetwas haben wir alle auf dem Kerbholz – auch mit 8 Jahren. Damals am Anfang der Zeit im Paradies haben die beiden ersten Menschen, die Adam und Eva hießen, eine Frucht gepflückt und gegessen. Das hatte Gott ihnen aber verboten. Von dem Zeitpunkt an haben alle Menschen viele Millionen Male Gottes Gebote gebrochen und sich damit gegen ihn aufgelehnt. Wenn das aber so ist, wie sollen wir als Menschen, die wir uns von Gott entfernt haben, ewiges Leben bei Gott bekommen? Gott ist absolut gerecht und heilig und kann deshalb keinen Menschen, der seine Gebote bricht, in seiner Gegenwart dulden. Jesus hat dazu einmal gesagt, dass es für ein Kamel einfacher wäre, durch ein Nadelöhr zu kriechen als für uns in den Himmel zu Gott zu kommen. Selbst wenn wir uns von jetzt an vornehmen würden, nur noch gut zu sein, so könnten wir unsere schlechten Taten der Vergangenheit doch nicht ausradieren und wieder gutmachen. Und weil Gott so absolut gerecht ist, muss er auch unsere bösen Taten, die schon lange zurückliegen, bestrafen. Die gute Nachricht Die gute Nachricht ist, dass Gott uns trotzdem lieb hat. Stell dir mal folgendes vor: Du hast eine Strafe verdient, aber dein großer Bruder sagt, dass er dich so sehr lieb hat, dass er die Strafe für dich auf sich nehmen will. Wenn du mit diesem Angebot einverstanden bist, wird dein Bruder an deiner Stelle bestraft. Du aber gehst straffrei aus. Wäre das nicht eine tolle Sache? Siehst du, genau das hat Jesus für uns getan. Er war absolut unschuldig. Er war der Einzige, der sich nie gegen Gott versündigt hatte. Und so konnte er – wie ein großer Bruder – auch unsere Strafe bezahlen, als er am Kreuz an unserer Stelle starb. Das ist etwas, was nur ein echter Freund für uns tun würde und daran sehen wir, dass Jesus auch unser Freund sein möchte. Wenn Jesus unsere Strafe aber schon bezahlt hat, brauchen wir nicht noch einmal bestraft werden und können in sein Reich aufgenommen werden. Die einzige Bedingung dafür ist, dass wir damit einverstanden sind, dass er für uns bezahlt hat und dieses Geschenk annehmen. Man kann dieses Angebot Gottes nämlich auch ausschlagen. Viele Menschen sagen: »Was interessiert mich schon Jesus?« Sie lehnen die Einladung zum ewigen Leben bei Gott ab. Wenn wir auch so denken, dann wird es uns nichts nützen, dass Jesus für uns gestorben ist. Wir sollten stattdessen zu ihm gehen und ihm sagen, dass wir ihm dankbar sind für das, was er für uns getan hat. Sei schlau und tu das am besten gleich jetzt. Du kannst mit folgenden Worten beten: »Lieber Herr Jesus, heute komme ich zu dir, weil ich weiß, dass ich Dinge in meinem Leben getan habe, die nicht mit deinen Geboten übereinstimmen. Ich möchte dir sagen, dass mir das alles nun echt leid tut. Ich bitte dich, dass du mir alle meine Sünden vergibst und ich möchte dir jetzt mein Leben schenken. Bitte, komm in mein Leben und hilf mir von nun an so zu leben, wie du es haben möchtest. Ich bitte dich darum, dass du mir ewiges Leben bei dir schenkst. Amen.« Wenn du das getan hast, feiern die Engel im Himmel vor Freude ein Fest und auch ich würde mich von Herzen darüber freuen. Teile uns doch mit, wenn du dich entschieden hast, ein Leben mit Jesus zu führen. Fülle einfach den nebenstehenden Aufgabenzettel aus und schicke ihn an uns zurück. Wir werden dir gern antworten. Wir beten dafür, dass du die richtige Entscheidung triffst. Peter R. Dommel
16 Seiten, Best.-Nr.: 41-0
Heutzutage bringt man die beiden Begriffe "Evolution" und "Theorie" nicht mehr zusammen - die Entwicklung des Lebens über Milliarden von Jahren gilt als erwiesen. Dass sie es nicht ist, möchte Prof. Dr. Werner Gitt in diesem Traktat beweisen. Anhand einiger konkreter Beispiele zeigt er die Schwächen der Theorie auf und führt auch ein allgemeines Argument an, das der unerklärlichen Herkunft der Information, um letztlich das "wissenschaftliche AUS" für die Evolutionstheorie zu erklären. "Rechtzeitig zu Beginn des Darwinjahres 2009 erschien am 31. Dezember 2008 in der Zeitung ,DIE ZEIT' ein doppelseitiger Artikel mit der Überschrift ,Danke, Darwin!' [...] Der eigentliche Denknotstand unserer Welt ist, dass dem wirklichen Urheber aller Dinge nicht mit Leitartikeln ,Danke, Jesus!' gehuldigt wird." Dieses Traktat eignet sich besonders gut zur Weitergabe an suchende Menschen! Was Darwin noch nicht wissen konnte Rechtzeitig zu Beginn des Darwinjahres 2009 erschien am 31. Dezember 2008 in der Zeitung „DIE ZEIT“ ein doppelseitiger Artikel mit der Überschrift „Danke, Darwin!“, dazu waren weitere vier Ganzseiten dem Thema Evolution gewidmet. Der Dank gilt einem Mann, der vor 200 Jahren geboren wurde und dessen revolutionierendes Buch „Die Entstehung der Arten“ vor 150 Jahren erschien. Schon der Philosoph Immanuel Kant (1724-1804) behauptete voller Stolz: „Gebt mir Materie, ich will eine Welt daraus bauen.“ Auch der französische Mathematiker und Astronom Laplace (1749-1827) trumpfte 50 Jahre später gegenüber Napoleon auf: „Meine Theorien benötigen nicht die Hypothese Gott“ Diese und andere Väter des wissenschaftlichen Atheismus suchten nach einer Erklärung für die Herkunft des Lebens, in der Gott nicht mehr vorkommt. Die scheinbar rettende Antwort gab Darwin, der es denkmöglich machte, die Entstehung des Lebens auf „natürliche Weise“ zu erklären. Während er selbst die Konsequenz dieser Aussage noch zaudernd bedachte, jubelt die heutige, immer gottloser gewordene Welt ihrem Schirmherrn in Leitartikeln ohne Ende zu. Bis zu Darwins Reise zu den Galapagosinseln (1835) vertraute man der Lehre des griechischen Philosophen Aristoteles, nach der die Arten unveränderlich seien. Aus den verschiedenen Schnabelformen der dort lebenden Finken schloss Darwin richtig: Arten können sich anpassen und verändern. Seine weitere Schlussfolgerung, dass alles Leben auf einen gemeinsamen Stammbaum zurückgeht, ist jedoch wissenschaftlich nicht zu rechtfertigen. Schon Darwin selber sah, dass eine große Schwäche seiner Theorie darin lag, dass sich in der Natur so gut wie keine fossilen Zwischenformen fanden. Dennoch: Der Mensch verlor nach Darwins Lehre seine ihm vom Schöpfer zugedachte Extrastellung und war fortan nur noch ein Emporkömmling aus dem Tierreich. Die Triebfedern der Evolution Als Triebfedern der Evolution werden heute Mutation, Selektion, Isolation, lange Zeiten, Zufall und Notwendigkeit und der Tod genannt. Alle diese Faktoren gibt es; keiner jedoch ist ein Geber neuer kreativer Information. Mutation kann nur bereits vorhandene Erbinformation verändern. Ohne bereits vorhandene DNS-Information kann die Evolution aber gar nicht erst starten. Die Mutation ist definitionsgemäß ein Zufallsmechanismus ohne jegliche Zielvorgabe, so dass sie demzufolge prinzipiell keine neuen Konzepte (z. B. Organe erfinden) hervorbringen kann. Selektion bevorzugt überlebenstüchtigere Lebewesen und sorgt dafür, dass ihre Erbanlagen mit höherer Wahrscheinlichkeit weitergegeben werden. Durch Selektion wird aber nur bereits Vorhandenes aussortiert oder ausgemerzt; es kann nichts verbessert werden oder Neues entstehen. Auch die anderen oben genannten Evolutionsfaktoren scheiden als kreative Gestalter aus. Schauen wir uns einige wenige Beispiele aus dem Bereich der Lebewesen an und prüfen wir dabei, ob die ziellos wirkenden Evolutionsfaktoren die folgenden Konzeptionen zuwege gebracht haben könnten. Die geschlechtliche Vermehrung Nach der Evolutionslehre ist die „Erfindung“ der geschlechtlichen Vermehrung eine entscheidende Bedingung für die Höherentwicklung der Lebewesen. Durch immer wieder neue Genkombinationen entstehen viele Varianten, von denen jene im Selektionsprozess überleben, die am besten in ihre Umwelt passen. Dieser Prozess scheidet aber aus zwei Gründen für den gewünschten evolutiven Aufwärtstrend in der Stammesentwicklung aus: 1. Die sexuelle Fortpflanzung kann überhaupt nicht durch einen Evolutionsprozess beginnen. Sie wäre doch nur möglich, wenn beide Geschlechter gleichzeitig über fertige voll funktionsfähige Organe verfügen. Bei der Evolution gibt es aber definitionsgemäß keine lenkenden, zielorientiert planenden Strategien. Wie sollte eine Entwicklung der dazu notwendigen Organe über Tausende von Generationen geschehen, wenn die Lebewesen sich doch noch gar nicht ohne diese Organe vermehren können? Wenn aber die langsame Entwicklung auszuschließen ist, wie könnten dann so unterschiedliche und zudem komplexe Organe, die bis in die letzten Details aufeinander abgestimmt sein müssen, plötzlich auftreten? Außerdem müssten sie noch ortsgleich verfügbar sein. 2. Bei der großen Anzahl unterschiedlicher Lebewesen, die sich geschlechtlich vermehren (z. B. tausende von Insekten- und Säugetierarten), ist auch eine entsprechende Vielfalt unterschiedlich strukturierter Geschlechtsorgane erforderlich, die hierfür sehr spezifische Erbinformationen benötigen. Selbst, wenn wir annähmen, die geschlechtliche Vermehrung sei ein einziges Mal durch Zufall geschehen, dann würde bei der Durchmischung des Erbgutes keine prinzipiell neue Information entstehen, die für andere Arten verwendbar wäre. Außerdem können Artgrenzen nicht übersprungen werden. Das haben Pflanzen- und Tierzüchter durch ihre unzähligen Versuche gezeigt, denn auch hochgezüchtete Kühe sind stets Kühe geblieben, und aus Weizen wurde niemals eine Sonnenblume. Demzufolge müsste die Sexualität entsprechend oft immer wieder neu durch Zufall „erfunden“ werden. Das aber ist unmöglich! Die so genannte Mikro-Evolution (Änderungen innerhalb einer Art) ist nachprüfbar; für eine Makro-Evolution (Änderungen über die Artgrenzen hinweg) fehlen jegliche Belege. Geniale Technik bei den roten Blutkörperchen In jedem Kubikmillimeter (1 mm3 = 1 μl = 1 Mikroliter) Blut haben wir 5 Millionen rote Blutkörperchen; d.h. in einem Bluttropfen sind es 150 Millionen. Es sind hochspezialisierte U-Boote, die keine lebenstötenden Torpedos an Bord haben, sondern etwas äußerst Lebensnotwendiges verrichten. 175 000-mal werden sie während der 120-tägigen Lebensdauer mit Sauerstoff betankt, und gleichzeitig entladen sie in der Lunge das durch die Oxidation entstandene Abfallprodukt Kohlendioxid (CO2). Diese kleinen Transportschiffchen sind so winzig, dass sie sich sogar durch die engsten Kapillargefäße zwängen, um alle Teile des Körpers zu erreichen. Pro Sekunde werden zwei Millionen neue rote Blutkörperchen erzeugt, die den roten Blutfarbstoff Hämoglobin enthalten, eine bemerkenswerte, sehr komplexe chemische Verbindung. Hämoglobin wird für den Sauerstofftransport schon während der Embryonalentwicklung benötigt. Bis zum dritten Monat ist der Sauerstoffbedarf deutlich anders als im fetalen Stadium (ab dem 3. Monat), und darum wird eine jeweils andere Hämoglobinart mit einer anderen chemischen Zusammensetzung benötigt. Kurz vor der Geburt laufen dann alle Fabriken auf Hochtouren, um nochmals eine Umstellung auf das Erwachsenenhämoglobin durchzuführen. Die drei Hämoglobinarten können nicht auf evolutivem Wege durch Ausprobieren gefunden werden, weil die meisten anderen Varianten nicht genügend Sauerstoff transportieren würden, und das wäre tödlich. Selbst wenn in zwei Stadien das richtige Molekül hergestellt würde, dann wäre es der sichere Tod, wenn das dritte nicht stimmen würde. Dreimal wird für die Hämoglobinherstellung eine grundlegend andere Biomaschinerie gebraucht, die auch noch zum richtigen Zeitpunkt die Produktion umstellen muss. Woher kommt eine solch komplizierte Maschinerie? Jegliche Evolutionsvorstellung versagt hier gründlich, denn in ihren halb fertigen Zwischenstadien, die laut Evolution zu dieser komplexen Maschinerie geführt hätten, hätten die Lebewesen gar nicht erst überlebt. Dieses Konzept der nichtreduzierbaren Komplexität gilt auch für das Immunsystem des menschlichen Organismus oder für das Flagellum, mit dem sich Bakterien fortbewegen. Auch hier hätten die Lebewesen „auf dem Weg“ zu ihrem jetzigen Stadium nicht überlebt. Naheliegender ist es anzunehmen, dass alles von Anfang an fertig gewesen ist, und das ist nur möglich, wenn ein weiser Schöpfer alles so konzipiert und geschaffen hat, dass es voll funktionsfähig ist. Der Flug des Goldregenpfeifers Der Goldregenpfeifer ist ein wunderschöner Vogel. Jedes dieser Geschöpfe schlüpft in Alaska aus dem Ei. Im Winter wird es dort aber sehr kalt, und so ziehen die Vögel dann nach Hawaii. Mit 4500 Kilometern ist das Ziel sehr weit entfernt, und es wird ein Nonstop-Flug erforderlich, weil es zur Rast bis dorthin keine Insel gibt und der Vogel auch nicht schwimmen kann. Für den Flug braucht der Goldregenpfeifer einen gefüllten Treibstofftank in Form von 70 Gramm angefressenem Fett. Davon sind noch 6,8 Gramm Reserve für den Fall von Gegenwind einkalkuliert. Da der Vogel dreieinhalb Tage ununterbrochen bei Tag und Nacht fliegen muss und einen auf Bogenminuten genauen Kurs einhalten muss, braucht er einen exakt arbeitenden Autopiloten. Trifft er die Inseln nicht, wäre das der sichere Tod, weil es weit und breit keine Landemöglichkeit gibt. Hätte er nicht diese präzise kalkulierte Fettmenge, würde er nicht überleben. Mutation und Selektion sind auch hier wieder unfähige Konstrukteure. Plausibler ist es, anzunehmen, dass der Goldregenpfeifer bereits von Anfang an so geschaffen war – ausgerüstet mit allem, was er braucht. Ist die Evolution ein brauchbares Denkmodell? Wie der obige kurze Blick in den Bereich der Lebewesen beispielhaft zeigt, finden wir auch sonst durchweg hochgradig zielorientierte Konzepte: Der Pottwal, ein Säugetier, ist so ausgerüstet, dass er aus 3000 Meter Tiefe auftauchen kann, ohne dabei an der gefürchteten Taucherkrankheit zu sterben. Eine riesige Menge mikroskopisch kleiner Bakterien in unserem Darmtrakt hat eingebaute Elektromotoren, die vorwärts und rückwärts laufen können. Von der vollen Funktionsweise der Organe (z. B. Herz, Leber, Niere) hängt in den meisten Fällen das Leben ab. Unfertige, sich erst entwickelnde Organe sind wertlos. Wer hier im Sinne des Darwinismus denkt, muss wissen, dass die Evolution keine Zielperspektive in Richtung eines später einmal funktionierenden Organes kennt. Der deutsche Evolutionsbiologe G. Osche bemerkte ganz richtig: „Lebewesen können ja während bestimmter Evolutionsphasen nicht wie ein Unternehmer den Betrieb wegen Umbaus vorübergehend schließen.“ Die in den Werken der Schöpfung zum Ausdruck kommende Intelligenz und Weisheit ist geradezu überwältigend. Die Schlussfolgerung von den Werken der Schöpfung auf einen kreativen Urheber ist daher mehr als nur naheliegend. Es passt also gut zu unserer Beobachtung, was die Bibel bereits in ihrem ersten Vers ausdrückt: „Am Anfang schuf Gott!“ Beeinflusst durch den Darwinismus etablierte sich die bibelkritische Theologie, die den Schöpfungsbericht als Botschaft von Gott abklassifizierte. Wir tun jedoch gut daran, „allem zu glauben, was geschrieben steht“ (Apostelgeschichte 24,14), denn „Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge“ (4. Mose 23,19). Woher kommt die Information? Die stärkste Argumentation in der Wissenschaft ist immer dann gegeben, wenn man Naturgesetze in dem Sinne anwenden kann, dass sie einen Prozess oder Vorgang ausschließen. Naturgesetze kennen keine Ausnahme. Aus diesem Grunde ist z. B. ein Perpetuum mobile, also eine Maschine, die ohne Energiezufuhr ständig läuft, eine unmögliche Maschine. Heute wissen wir, was Darwin nicht wissen konnte, dass in den Zellen aller Lebewesen eine geradezu unvorstellbare Menge an Information und dazu noch in der höchsten uns bekannten Packungsdichte vorkommt. Die Bildung aller Organe geschieht informationsgesteuert, alle Abläufe in den Lebewesen funktionieren informationsgesteuert und die Herstellung aller körpereigenen Substanzen (z. B. 50 000 Proteine im menschlichen Körper) geschieht informationsgesteuert. Das Gedankensystem Evolution könnte überhaupt nur funktionieren, wenn es in der Materie eine Möglichkeit gäbe, dass durch Zufallsprozesse Information entstünde. Diese ist unbedingt erforderlich, weil alle Baupläne der Individuen und alle komplexen Vorgänge in den Zellen informationsbasiert ablaufen. Information ist eine nicht-materielle Größe; sie ist daher keine Eigenschaft der Materie. Die Naturgesetze über nicht-materielle Größen, insbesondere die der Information, besagen, dass Materie niemals eine nicht-materielle Größe erzeugen kann. Weiterhin gilt: Information kann nur durch einen mit Intelligenz und Willen ausgestatteten Urheber entstehen. Damit ist bereits klar: Wer Evolution für denkmöglich hält, glaubt an ein „Perpetuum mobile der Information“, also an etwas, was die allgemein gültigen Naturgesetze strikt verbieten. Damit ist die Achillesferse der Evolution getroffen und das wissenschaftliche AUS gesetzt. In meinem Buch „Information - Der Schlüssel zum Leben“ (CLV, ISBN: 978-3-86699-347-1) habe ich diesen Weg ausführlich dargelegt. Woher kommt das Leben? Bei all dem lauten Evolutionsgetöse unserer Tage fragt man sich „Woher kommt das Leben denn nun wirklich?“. Die Evolution hat nicht die geringste Erklärung dafür, wie Lebendiges aus Totem entstehen kann. Stanley Miller (1930-2007), dessen „Ursuppenexperiment“ (1953) in jedem Biologiebuch erwähnt wird, gab 40 Jahre danach zu, dass keine der gegenwärtigen Hypothesen über den Ursprung des Lebens zu überzeugen vermag. Er bezeichnete sie allesamt als „Unsinn“ bzw. als „chemische Kopfgeburten“. Der Mikrobiologe Louis Pasteur (1822-1895) erkannte etwas sehr Grundlegendes: „Leben kann nur von Leben kommen.“ Nur einer konnte sagen: „Ich bin das Leben“ (Johannes 14,6), und das war Jesus. Von Ihm heißt es in Kolosser 1,16: „Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare“ und weiterhin in Johannes 1,3: „Alle Dinge sind durch das Wort (= Jesus) gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ Jede Welt- oder Lebensentstehungstheorie, in der Jesus nicht als Quelle und Urgrund des Lebens erwähnt wird, ist somit ein totes Gebilde, das an dem Felsen Jesus zwangsläufig zerschellen muss. Die Evolution ist somit einer der größten Irrtümer der Weltgeschichte und hat Millionen von Menschen in den Abgrund des Unglaubens gerissen. Was viele Zeitgenossen leider nicht bedenken: Dem Abgrund des Unglaubens folgt jenseits der Todesmarke der Abgrund der ewigen Verlorenheit (Hölle). Der eigentliche Denknotstand unserer Welt ist, dass dem wirklichen Urheber aller Dinge nicht mit Leitartikeln „Danke, Jesus!“ gehuldigt wird. Viele wissen nichts davon, dass Jesus Christus uns ein großartiges Angebot gemacht hat. Er hat gesagt „Ich bin die Tür“ (Johannes 10,9), und damit meinte er den Eingang zum Himmel. Wer sich zu ihm hinwendet, der hat das ewige Leben. Direktor und Professor a. D.Dr.-Ing. Werner Gitt
10 Seiten, Best.-Nr.: 124-0
Wer freut sich nicht über einen persönlichen Brief mit einer liebevollen Einladung? Wussten Sie, dass die Bibel als Brief Gottes an uns bezeichnet werden kann? In ihr spricht uns Gott eine Einladung ganz besonderer Art aus. Über die Wahrheit der Bibel gibt es zuweilen heftige Diskussionen. Jede Debatte über die Herkunft und das Wesen der Bibel bleibt letztlich wertlos, wenn das Wort Gottes uns nicht zur persönlichen Anrede wird. Selbst dem flüchtigen Leser der Bibel fällt sofort auf, dass das gesamte Neue Testament Briefcharakter trägt. Gott, der Urheber dieses Briefes, sendet ihn uns aus einem einzigen Grund: Er möchte die Menschen, die sich im Sündenfall von ihm entfernt haben, zurückgewinnen. Er möchte, dass keiner verlorengeht und startete mit dem Kreuz von Golgatha die größte Rettungsaktion der Weltgeschichte. Dieses Traktat eignet sich besonders gut zur Weitergabe an suchende Menschen! Die größte Einladung Der Liebesbrief Gottes an uns Wer freut sich nicht über einen persönlichen Brief mit einer liebevollen Einladung? Wussten Sie, dass die Bibel als Brief Gottes an uns bezeichnet werden kann? In ihr spricht uns Gott eine Einladung ganz besonderer Art aus. Über die Wahrheit der Bibel gibt es zuweilen heftige Diskussionen. Jede Debatte über die Herkunft und das Wesen der Bibel bleibt letztlich wertlos, wenn das Wort Gottes uns nicht zur persönlichen Anrede wird. Selbst dem flüchtigen Leser der Bibel fällt sofort auf, dass das gesamte Neue Testament Briefcharakter trägt. Von ihren 27 Schriften sind schon 21 durch ihre Bezeichnung als Briefe ausgewiesen: z. B. Römerbrief, Korintherbriefe, Galaterbrief. Wie aus den ersten Versen des Lukasevangeliums und der Apostelgeschichte hervorgeht, sind auch diese als Briefe verfasst. Sogar das letzte Buch der Bibel enthält mehrere kurze Briefe, die als Sendschreiben (Offenbarung 2 und 3) bekannt sind. Es kann kein Zufall sein, dass uns das Evangelium von Jesus Christus vor allem in Briefform mitgeteilt wird. Ein Brief ist keine spröde Formelsammlung und kein nüchternes Gesetzbuch, kein trockenes Lehrbuch und kein nur Fakten aneinander reihendes Lexikon. Der Brief ist die persönlichste und individuellste schriftliche Nachricht, die ein Liebender sendet. Man kennt und schätzt sich und teilt dem anderen die Regungen des Herzens mit. Man nimmt Anteil an Sorgen und Freuden und weiß, der Empfänger versteht mich. Der Brief ist ein Zeichen des persönlichen Interesses und der Liebe. Das Neue Testament und darüber hinaus die ganze Bibel möchte als ein Liebesbrief Gottes an uns gelesen werden. Gott liebt uns und Er kennt uns ganz persönlich, und darum redet Er uns in Briefform an. Gott weiß, wann wir verzagt sind und Zuspruch, Trost und Ermutigung nötig haben. Er weiß, wo wir in Gefahr stehen, und darum gibt Er uns Warnung, Ausrichtung und Wegweisung. Er weiß, wie uns Schuld und Sünde belasten, und darum spricht Er uns ganz persönlich Vergebung zu. Er weiß, dass wir Menschen ziellos umherirren, und darum weist Er uns ein ewiges Ziel zu. Er weiß um unsere Verlorenheit, und darum bietet Er uns das ewige Leben an. Sein Wort an uns ist immer konkret, direkt und existentiell hilfreich. Es will darum mit einem liebenden Herzen und in betender Haltung gelesen werden. Wer so an die Bibel herangeht, wird überreich gesegnet, wer kritisch und nörgelnd liest, geht leer aus. Gottes Anliegen Gott, der Urheber dieses Briefes, sendet ihn uns aus einem einzigen Grund: Er möchte die Menschen, die sich im Sündenfall von ihm entfernt haben, zurückgewinnen. Er möchte, dass keiner verlorengeht und startete mit dem Kreuz von Golgatha die größte Rettungsaktion der Weltgeschichte. Die Brücke zum Vaterhaus ist durch Jesus gebaut. Nun sucht Er unter uns Wegweiser. Er braucht Zeugen, die anderen davon sagen, wie sie selbst Rettung erfuhren. Er braucht Mitarbeiter, Beter und Seelsorger, die zu Gehilfen der Freude werden. Er braucht Hoffnungsträger in einer Welt der Angst und Ratlosigkeit, der Resignation und Ausweglosigkeit. Er sucht Träger Seiner Liebe in einer Welt des Hasses, Zwistes und Krieges. Er sucht Missionare, die in ihrer nächsten Umgebung das Evangelium verkünden, und solche, die bis an die Enden der Erde gehen. Er sucht Lehrer, Hirten und Evangelisten. Er sucht Redner und Schreiber des Wortes. Kurz: Bei Gott gibt es keine Arbeitslosen; niemand ist überflüssig. Der Sender des Briefes wartet auf unsere Antwort Wie sehr warten wir auf eine Antwort, nachdem wir einen Brief abgeschickt haben. Wie viel mehr Gott! Er hat uns seine Liebe nicht nur durch das Schreiben eines Briefes bekundet, sondern durch eine Tat. Der Loskaufpreis für unsere Sünde war äußerst hoch: »Jesus Christus, der sich selbst für unsere Sünden hingegeben hat, dass er uns errette« (Galater 1,4). Wir sind mit dem Blut Christi teuer erkauft (1. Petrus 1,19). Der Hebräerbrief gibt uns ernsthaft zu bedenken: »Wie wollen wir entrinnen, wenn wir ein solches Heil nicht achten?« (Hebräer 2,3). Gott wartet also auf unsere persönliche Antwort. Was sagen wir zu Seinem Heilsangebot? Mit unserem Gebet können wir Gott ansprechen und Ihm sagen, dass Sein Brief uns erreicht hat. Wir ergreifen die uns in Jesus entgegengestreckte Hand Gottes und rufen Seinen Namen an, der uns zum Heil wird (Römer 10,13). Wir signalisieren den Empfang Seines Wortes mit Dank und Lobpreis. Wenn wir ständig in Seinem Wort lesen (Josua 1,8) und unser Leben danach ausrichten, dann werden wir selbst zu einem Brief, der wiederum von anderen gelesen wird: »Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, gekannt und gelesen von allen Menschen! Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unseren Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht in steinerne Tafeln, sondern in fleischerne Tafeln des Herzens« (2. Korinther 3,2-3). Mag unser »gelesenes Leben« zu einem Brief Gottes werden, der auf andere einladend wirkt. Erst, wenn wir die Bibel als Liebesbrief Gottes an uns lesen, stehen wir in enger Verbindung zu Ihm. Wissen ist gut, aber Liebe ist besser. Von dieser Beziehung spricht Jesus in Johannes 10,27-28: »Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.« Wer die Stimme des guten Hirten gehört hat, weiß, dass sie unnachahmlich ist. Wer diesem Hirten folgt, ist vom Tode zum Leben hindurch gedrungen; ihm ist das ewige Leben zugeeignet. Wir werden erwartet! Im Laufe unseres Lebens erhalten wir viele Einladungen. Das fängt schon bei Kindern mit der Einladung zu einem Kindergeburtstag an. Als Erwachsene werden wir zu mancherlei Festen wie Geburtstagsfeier, Jubiläum, Richtfest, Gartenparty und Hochzeit eingeladen. Dann gibt es seltene Ereignisse, zu denen Einladungen sehr begehrt sind: Staatsempfang, Nobelpreisverleihung, Krönungsfeier eines Königs. Von all diesen Festen kann gesagt werden: Sie dauern nur eine kurze Zeit; oft nur einen einzigen Tag oder gar nur einen Abend. Je einmaliger das Fest ist, desto wichtiger ist uns die Einladung. Es gibt immer eine begrenzte Teilnehmerzahl. Die Bibel spricht auch von der Einladung zu einem Fest. Im Gegensatz zu allen uns bekannten Festen ist dieses jedoch ein ewiges Fest. Der Gastgeber ist der Höchste und Größte, den es gibt: Es ist Gott selbst. Gott veranstaltet ein großes Hochzeitsmahl, ein Fest der Freude. Das ist das Wesen des Himmels: ewige Freude, ewige Gemeinschaft mit Gott, ewige Gegenwart Jesu. Der Himmel ist also nicht irgendein Weltzustand, nicht eine politische Völkergemeinschaft, nicht eine nach ökonomischen Gesichtspunkten ausgerichtete Staatsordnung oder gar ein klösterliches Asketenleben. Das alles sind Ergebnisse menschlicher Gedankensysteme. Gott aber will uns das Leben und volle Genüge schenken, hier auf der Erde im Vorgeschmack und drüben im Himmel in so vollendeter und unvorstellbarer Weise, dass Paulus es nur so ausdrücken konnte: »Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben« (1. Korinther 2,9). In Lukas 14,16-24 wird das Wesen dieser Einladung zum Himmel gleichnishaft beschrieben: 1. Wer ist eingeladen? Gott kennt keine Ausnahme bei den Geladenen. Es ist das Unvorstellbare dieser Botschaft, dass Gott jeden für wert erachtet, zu Ihm zu kommen. Er fragt weder nach Herkunft, Beruf, Nationalität, Hautfarbe, Alter noch nach Bildungsstand. Eine größere Weite gibt es nirgends. 2. Wie oft wird eingeladen? Es bleibt nicht bei einer Einladung. Gott versucht es mehrmals. In unserem Gleichnis ergehen drei Einladungen. Das besondere Gewicht des Rufes zum Heil liegt immer im Heute: »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht« (Hebräer 3,7-8). 3. Wie wird geladen? Die drei Einladungen in Lukas 14 sind in ihrer Dringlichkeitsform zunehmend. Heißt es zuerst: »Kommt, denn es ist alles bereit« (Vers 17), so steigert sie sich bei der zweiten zu »gehe schnell« und »führe herein« (Vers 21), und bei der letzten heißt es »nötige sie!« (Vers 23). Im NT kommt das griechische Wort »anagkazo« neunmal vor, fünfmal ist es mit »nötigen« und viermal mit »zwingen« übersetzt. Hier steckt also mehr als nur ein zaghaftes Bitten dahinter. Der Knecht setzt seine ganze Persönlichkeit ein, alle Mittel der Überredung, der Wahrheit, der Liebe, der Sanftmut, der Höflichkeit, der Beharrlichkeit und Ausdauer, ja manchmal muss er sehr deutlich werden, um die Menschen vor der Hölle zu warnen. 4. Wie groß ist die Teilnehmerzahl? Die im Gleichnis genannten Eingeladenen haben leider alle die Einladung verworfen, nicht aus prinzipiellen Erwägungen, sondern wegen falsch gesetzter Prioritäten. So traurig es ist, der Vers 24 beschreibt die bittere Wahrheit, über jene, die der Einladung nicht folgten: »Denn ich sage euch, dass keiner der Männer, die eingeladen waren, mein Abendmahl schmecken wird.« Sie waren gerufen, aber sie kamen nicht. Nun findet das Fest ohne sie statt. Sie bleiben ewig draußen; die Bibel nennt diese ewige Verlorenheit Hölle. Die Einladung Gottes gilt noch heute für jeden von uns. Wie ist Ihre Entscheidung? Die Tafel wird auf jeden Fall voll. Die Bibel spricht von der Vollzahl, also eine schon bei Gott bekannte Zahl. Wenn der letzte Platz besetzt ist, ergeht keine Einladung mehr. In Jeremia 8,20 wird dies im Bild der Ernte veranschaulicht: »Die Ernte ist vergangen, der Sommer ist dahin, und uns ist keine Hilfe gekommen.« 5. Warum sind wir geladen? Den Grund für Gottes Einladung an uns finden wir sehr schnell, denn in 1. Johannes 4,16 steht: »Gott ist die Liebe.« Sein Wesen ist Liebe, und seine Liebe ist auch die Quelle aller Liebe, die es bei uns Menschen gibt. In Jeremia 31,3 spricht uns Gott direkt an: »Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.« Weiterhin sagt uns Gott in geradezu proklamierender Rede: »So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe!« (Hesekiel 33,11). 6. Wie wird die Einladung angenommen? Für die Eintrittskarte zum Himmel ist Jesus zuständig, denn Ihn »hat Gott für den Glauben hingestellt« (Römer 3,25a), und ohne Ihn kommt niemand zum Vater (Johannes 14,6). Er vergibt alle Sünde, und Er reinigt von aller Untugend, wenn wir sie Ihm mit aufrichtigem Herzen bekennen (1. Johannes 1,9). Durch unser Gebet, in dem wir unser Leben mit allen Sünden und Verfehlungen an Jesus abgeben, haben wir die Einladung angenommen: »Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben« (Johannes 1,12). Nur mit dem dadurch geschenkten, reinen, hochzeitlichen Kleid (Matthäus 22,11; Offenbarung 3,4; 7,9; 7,14 und 19,8) erhalten wir den Einlass in den Himmel. Die Liebe Gottes ist immer universal. Bei Ihm gibt es keine Parteilichkeit, keine Vorurteile und keine nach Sympathie auswählende Liebe. Er möchte jeden in Seiner Liebe annehmen. Die Weite ist zwar unfassbar groß, und doch hat sie auch eine Enge, die die Bibel nicht verschweigt: Wer die Einladung ausschlägt, wer sich nicht dem Herrn Jesus anvertraut, bleibt ewig verloren. Die bekannte holländische Autorin richtungweisender christlicher Bücher, Corrie ten Boom (1892-1983), schrieb (in: »Gefangene macht er frei«) sehr treffend: »Wir können alle in den Himmel kommen ohne Gesundheit, ohne Reichtum, ohne Ruhm, ohne Gelehrsamkeit, ohne Bildung, ohne Schönheit, ohne Freunde, ohne 10 000 andere Dinge, aber wir können nie in den Himmel kommen ohne Jesus Christus.« Wenn Sie nach dem Lesen dieser Schrift erkannt haben, dass Jesus der einzige Weg zu Ihrer Errettung ist und Sie ihm von nun an mit ganzem Herzen folgen wollen, dann können Sie das z. B. durch das folgende Gebet verbindlich machen: »Herr Jesus, ich habe heute gelesen, dass ich nur durch Dich in den Himmel kommen kann. Ich möchte einmal bei Dir im Himmel sein. Errette mich darum vor der Hölle, in die ich wegen all meiner Schuld eigentlich käme. Weil Du mich so sehr liebst, bist Du auch für mich am Kreuz gestorben und hast dort die Strafe für meine Sünden bezahlt. Du siehst alle meine Schuld – von meiner Kindheit an. Du kennst jede Sünde, alles, was mir jetzt bewusst ist, aber auch alles, was ich längst vergessen habe. Du kennst jede Regung meines Herzens. Vor Dir bin ich wie ein aufgeschlagenes Buch. So, wie ich bin, kann ich nicht zu Dir in den Himmel kommen, denn ich habe bisher ohne Dich gelebt. Ich bitte Dich, vergib mir meine Sünden, die mir von Herzen leid tun. Komm Du jetzt in mein Leben und mach es neu. Hilf mir, alles abzulegen, was vor Dir nicht richtig ist und schenke mir neue Gewohnheiten, die unter Deinem Segen stehen. Öffne mir den Zugang zu Deinem Wort, der Bibel. Hilf mir, dass ich verstehe, was Du mir sagen willst und gib mir ein gehorsames Herz, damit ich tue, was Dir gefällt. Du sollst von jetzt an mein HERR sein. Ich will Dir folgen, zeige mir den Weg, den ich gehen soll in allen Bereichen meines Lebens. Ich danke Dir, dass Du mich erhört hast, dass ich jetzt ein Kind Gottes sein darf, das einmal bei Dir im Himmel sein wird. Amen.« Dir. und Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt
10 Seiten, Best.-Nr.: 128-0
Beinahe jeder denkt von sich, ein guter Mensch zu sein. Die einen sagen, dass sie fleißig waren und anderen geholfen haben. Andere verweisen darauf, dass sie keine ernsten Verfehlungen begangen haben und halten sich deshalb für gute Menschen. Doch die Frage, die Sie sich stellen sollten, lautet: Bin ich damit auch gut genug, um in den Himmel zu kommen? Sie können leicht herausfinden, ob Sie es sind, wenn Sie die zehn Gebote (2. Mose 20,1-17) durchgehen. Sind Sie ein guter Mensch? Beinahe jeder denkt von sich, ein guter Mensch zu sein. Die einen sagen, dass sie fleißig waren und anderen geholfen haben. Andere verweisen darauf, dass sie keine ernsten Verfehlungen begangen haben und halten sich deshalb für gute Menschen. Doch die Frage, die Sie sich stellen sollten, lautet: Bin ich damit auch gut genug, um in den Himmel zu kommen? Finden Sie es heraus! Sie können leicht herausfinden, ob Sie es sind, wenn Sie die zehn Gebote (2. Mose 20,1-17) durchgehen. 1. Ich bin der HERR, dein Gott … Du sollst keine anderen Götter neben mir haben Haben Sie Gott immer an die erste Stelle in Ihrem Leben gesetzt? Jesus sagte: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken“ (Matthäus 22,37). Diese Liebe geht über unsere Liebe zu unseren Eltern, Geschwistern und Freunden hinaus. 2. Du sollst dir keine Götterbilder machen Vielleicht haben Sie sich keine Götterbilder aus Holz oder Stein geschaffen, doch in Ihren Gedanken haben Sie ein Bild von Gott entworfen, das nicht der Wirklichkeit entspricht. Falsche Götterbilder sind ein Hindernis, um zu dem lebendigen Gott zu kommen. 3. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen Haben Sie den Namen Gottes als Schimpfwort benutzt oder über Gott gelästert? Die Bibel sagt: „Der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht“ (2. Mose 20,7). 4. Du sollst den Feiertag heiligen Ebenso wie Gott in sechs Tagen die Schöpfung vollendete und am siebenten Tag ruhte, brauchen auch wir einen Tag der Woche als Ruhetag. Jede Woche sollen wir einen von sieben Tagen für ihn in Ehren halten. 5. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren Wir bringen unseren Eltern keine Ehre entgegen, wenn wir als Kinder ihnen den nötigen Gehorsam verweigern, schlecht über sie reden, sie verachten und uns im Alter nicht um sie kümmern. 6. Du sollst nicht töten Sie sagen, dass Sie dieses Gebot noch nicht übertreten haben. Doch bedenken Sie, was Jesus dazu sagte: „Ihr wisst, dass zu den Vorfahren gesagt worden ist: ›Du sollst keinen Mord begehen! Wer einen Mord begeht, soll vor Gericht gestellt werden.‹ Ich aber sage euch: Jeder, der auf seinen Bruder zornig ist, gehört vor Gericht. Wer zu seinem Bruder sagt: ›Du Dummkopf‹, der gehört vor den Hohen Rat. Und wer zu ihm sagt: ›Du Idiot‹, der gehört ins Feuer der Hölle“ (Matthäus 5,21-22). Johannes führt weiter aus: „Wer seinen Bruder hasst, der ist ein Totschläger und ihr wisst, dass kein Totschläger das ewige Leben bleibend in sich hat“ (1. Johannes 3,15). Für Gott ist Hass im Herzen ebenso schlimm wie ein Mord. Somit können wir dieses Gebot bereits durch unsere Herzenseinstellung übertreten. 7. Du sollst nicht die Ehe brechen Die Bibel sagt, dass Ehebrecher und Unzüchtige (diejenigen, die Sex außerhalb der Ehe hatten) nicht ins Himmelreich kommen werden (1. Korinther 6,9). Jesus sagte: „Schon wer eine Frau mit begehrlichen Blicken ansieht, der hat im Herzen mit ihr die Ehe gebrochen“ (Matthäus 5,28). Haben Sie jemals eine andere Person des anderen Geschlechts mit lustvollen Blicken angeschaut oder sogar in der Tat die Ehe gebrochen? 8. Du sollst nicht stehlen Haben Sie etwas unerlaubt an sich genommen, das einer anderen Person gehört (z.B. am Arbeitsplatz, in der Schule, Zuhause usw.)? Vielleicht waren es nur kleine Dinge, die Sie haben mitgehen lassen. Der Wert des gestohlenen Objektes ist nicht ausschlaggebend. 9. Du sollst nichts Unwahres über deinen Mitmenschen sagen Wie viele Morde muss man begehen, um ein Mörder zu sein? Nur einen! Ebenso ist auch derjenige ein Lügner, der nur einmal gelogen hat. Vielleicht sind Schwindeln und Betrügen für Sie keine ernsten Sünden. Doch Gott sieht das anders. Eine einzige Sünde, egal welcher Art, genügt, um von Gott getrennt zu sein. 10. Begehre nicht, was deinem Mitmenschen gehört Wir sollen niemals etwas begehren, das einer anderen Person gehört, z.B. sein Haus, sein Auto, sein Geld und schon gar nicht seine Ehefrau. Wir sollen andere nicht beneiden aufgrund ihres Lebensstils, sondern mit dem zufrieden sein, was wir haben. Haben Sie dieses Gebot gehalten? Bilanz Wer von uns kann behaupten, dass er noch keines dieser Gebote gebrochen hat und unschuldig ist? Die Bibel sagt: „Alle haben gesündigt und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck“ (Römer 3,23). Erkennen Sie Ihre Lage? Müssen Sie nicht auch zugeben, dass Sie gesündigt haben und vor Gott schuldig sind? Bekümmert Sie die Tatsache, dass Sie gegen Gott gesündigt haben? Die Bibel sagt, dass wir aufgrund unserer bösen Taten und feindlichen Gesinnung zu Feinden Gottes geworden sind (Kolosser 1,21) und der Zorn Gottes auf uns ruht (Johannes 3,36). Manche denken, dass Gott aufgrund seiner Güte über unsere Sünden hinwegsehen wird. Doch das ist unmöglich. Stellen Sie sich einmal einen menschlichen Richter vor, der bei kriminellen Taten und Vergewaltigungen einfach ein Auge zudrücken würde. Würden Sie ihn weiterhin als einen guten Richter bezeichnen? Nein, derjenige wäre ein bestechlicher Richter! Gott kann niemals ein bestechlicher Richter sein. Er wird darum einmal alle Mörder, Diebe, Ehebrecher, Lügner, Zauberer, Götzendiener, Gotteslästerer usw. bestrafen. Der Ort der Bestrafung ist die Hölle, die ewige Verdammnis (vgl. Offenbarung 21,8). Echte Liebe Gott möchte nicht, dass Sie ewig verloren gehen. Er ist reich an Barmherzigkeit und Mitgefühl. Darum hat er einen Weg bereitet, damit Sie Vergebung Ihrer Schuld erhalten können. Er lädt Sie ein zu ihm zu kommen, um die Vergebung und das ewige Leben als Geschenk anzunehmen. Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie aufgrund mehrerer ernster Vergehen vor einem Richter stehen. Alle Beweise sind überzeugend, ihre Schuld ist bewiesen. Mit Ihren guten Werken aus der Vergangenheit können Sie Ihre Vergehen nicht wieder gut machen. Das Gerichtsurteil lautet: 500.000 € Geldstrafe oder eine längere Freiheitsstrafe. Sie besitzen aber gerade einmal fünf Cent und sind somit völlig unfähig, die Strafe zu bezahlen. Nun stellen Sie sich einmal Folgendes vor: Im Gerichtssaal sitzt ein Fremder, der sich die ganze Verhandlung mit angehört hat. Nach der Bekanntgabe des Urteils entschließt sich der Fremde, Ihre komplette Schuld auf sich zu nehmen. Er bezahlt die Strafe, das Gericht akzeptiert dies, weil dem Gesetz Genüge getan wurde und erklärt Sie auf der Stelle für frei. Wäre das nicht großartig? Genau das hat Gott vor ca. 2000 Jahren für Sie getan! Die Bibel sagt, dass Gott seinen Sohn, Jesus Christus, auf diese Erde sandte. Jesus hat niemals in seinem ganzen Leben eine Sünde begangen. Er war völlig schuldlos und dennoch nahm er unsere Schuld auf sich, als er am Kreuz auf Golgatha starb. In der Bibel steht: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist“ (Römer 5,8). Jesus starb am Kreuz für unsere Sünden. Gott hat dieses Opfer angenommen und ihn von den Toten auferweckt. Darum kann Jesus von sich sagen: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Johannes 14,6). Verstehen Sie, wie sehr Gott Sie liebt? Erkennen Sie, dass Sie vor Gott schuldig geworden sind und Vergebung brauchen? Wenn ja, dann tun Sie doch, wozu Gott Sie in Apostelgeschichte 3,19 auffordert: „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden.“ Wer Buße tut und sich bekehrt, der empfängt Vergebung seiner Sünden. Wenn Sie sich bekehren möchten, wenden Sie sich ab von Ihren Sünden und vertrauen Sie sich Jesus Christus an. Echtes Vertrauen Es gibt viele Menschen, die „glauben“, dass Jesus existiert, aber sie haben sich ihm nicht anvertraut und ihn nicht als ihren Retter angenommen. Zwischen einem reinen Kopfglauben und echtem Vertrauen besteht ein großer Unterschied. Was bedeutet es, Jesus Christus zu vertrauen? Es bedeutet, dass Sie Jesus so vertrauen wie ein Fallschirmspringer, der aus 5.000 Meter Höhe aus dem Flugzeug springt und sich dabei ganz seinem Fallschirm anvertraut. Der Glaube an Jesus ist – ähnlich wie beim Fallschirmspringen – ein Schritt des Vertrauens. Entscheiden Sie sich gegen ein Leben in der Sünde und für ein Leben mit Jesus. Bitten Sie Jesus, Ihnen Ihre Sünden zu vergeben, in Ihr Leben zu kommen und die weitere Führung Ihres Lebens zu übernehmen. „Doch allen, die ihn aufnahmen, die an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden“ (Johannes 1,12). Möchten Sie diesen Schritt tun, dann können Sie das folgende Gebet zu Ihrem eigenen, persönlichen Gebet machen: „Herr Jesus Christus, ich danke dir, dass du für meine Sünden am Kreuz gestorben bist. Ich erkenne, dass ich dich brauche. Bitte vergib mir alle meine Schuld. Meine Sünden tun mir leid. Herr Jesus, heute entscheide ich mich für dich. Mein Leben soll von diesem Moment an dir gehören. Ich bitte dich, dass du jetzt in mein Leben hineinkommst. Ich vertraue mich dir an. Übernimm du die weitere Führung meines Lebens. In der Bibel steht, wer dich aufnimmt, der wird ein Gotteskind. Das glaube ich. Ich danke dir, dass du jetzt in mein Leben gekommen bist und ich darum ein Kind Gottes sein darf. Amen.“ Bei dem Gebet kommt es nicht auf bestimmte Formulierungen an. Wichtig ist, dass Sie es ehrlich meinen. Die Entscheidung für Jesus ist eine Sache des Herzens. Nachdem Sie Jesus in Ihr Leben aufgenommen haben, wird Gott Sie von innen her verändern. Sie werden anders denken und fühlen. Gott wird Ihnen eine neue Kraft für Ihr Leben geben. Lesen Sie täglich in Ihrer Bibel und gehorchen Sie Seinem Wort. Wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören! Es kann sein, dass Sie noch nicht alle Antworten auf Ihre Fragen haben. Doch bedenken Sie: Sie müssen nicht alle Funktionen eines Fallschirms kennen, um ihn benutzen zu können. In der Notsituation ist es besser, schnell zum Fallschirm zu greifen, als erst einmal mit einem Kurs über das Fallschirmspringen zu beginnen. Es könnte sonst sein, dass Sie zu spät zugreifen und völlig unvorbereitet in die Ewigkeit gehen. Bitte schieben Sie Ihre Entscheidung für Jesus nicht auf. Sie wissen nicht, wie viel Zeit Sie dafür noch haben.
8 Seiten, Best.-Nr.: 38-0
„Lebendig tot! – So denke ich heute über viele Jahre meines Lebens. Meine größte Entdeckung machte ich mit 29 ½ Jahren. Mein ganzes Leben wurde dadurch grundlegend verändert ..." Michael Putzi beschreibt, wie sein Leben durch die Begegnung mit Jesus Christus total verändert wurde und erklärt den Lesern, wie auch sie ein Leben mit Jesus beginnen können. Lebendig tot Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens So denke ich heute über viele Jahre meines Lebens. Meine größte Entdeckung machte ich mit 29 ½ Jahren. Mein ganzes Leben wurde dadurch grundlegend verändert. Meine Jugendzeit war wunderbar und hauptsächlich vom Sport geprägt. Ans Limit zu gehen ist ein Kennzeichen meines Lebens! Mit elf Jahren begann ich mit dem Eishockeysport. Bereits im Juniorenalter holten wir den Regionalmeistertitel und gewannen internationale Turniere. Den Pokal in der Hand zu halten, war ein großartiges Gefühl. Mein Traum war es, Profi zu werden. Dafür lebte ich und mein 100%iger Einsatz führte mich über das erweiterte Team der Schweizer Juniorennationalmannschaft bis in die zweithöchste Liga. Mit 17 Jahren erwachten neue Interessen in mir. Partys und Frauenflirts gehörten auf einmal zu meinen Wochenenderlebnissen dazu. Regelmäßig trank ich größere Mengen Alkohol und nach kurzer Zeit konsumierte ich sogar leichte Drogen. Es kam zu Konflikten mit meinen Eltern und zu Verwarnungen vom Eishockeyverein. Die Probleme häuften sich, Mahnungen schlug ich in den Wind. Dann kam es zu einem folgenschweren Ereignis. Ein selbstverschuldeter Autounfall in angetrunkenem Zustand hätte mir beinahe das Leben gekostet. Doch wie durch ein Wunder blieb ich praktisch unverletzt. Der Eishockeyverein zog sofortige Konsequenzen: Rauswurf aus dem Team. Der Traum von einer Profikarriere war dahin. Jetzt ging es definitiv abwärts. Ohne konkretes Ziel im Leben, berauschte ich mich immer wieder mit Alkohol und Drogen. Jahre der Selbstzerstörung folgten. Mit 29 Jahren war ich am Ende. Ich sah keinen Ausweg mehr. Eine innere Stimme sagte mir: „Du bist ein Versager, Eishockeykarriere zerbrochen, Beziehungen kaputt, das hat keinen Sinn mehr – bring dich doch um.“ Wo war der Ruhm geblieben, wo die vielen Freunde? Eine riesige innere Leere war in mir. Selbstmordgedanken kamen auf. „Wenn das mein Leben sein soll, dann will ich es nicht mehr.“ Dann kam Pfingsten 2004. Nach einem Totalabsturz mit 2,4 Promille und Sachbeschädigung wurde ich in den frühen Morgenstunden von der Polizei verhaftet. Der tiefste Punkt war gekommen. Aber er wurde zum Anfang der größten Wende meines Lebens. Der deutsche Liederdichter Gerhard Tersteegen sagte einmal: „Nur an einer stillen Stelle legt Gott seinen Anker an.“ Und Jesus Christus sagt in Johannes 10,10: „Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen, Leben in ganzer Fülle.“ Die Sehnsucht nach dem Sinn des Lebens erwachte in mir. „Mit wem kann ich reden, der mir die Wahrheit sagt?“ Auf diese innere Frage kam mir plötzlich mein früherer Religionslehrer in den Sinn. Ich suchte ihn auf und es kam zu einem interessanten Gespräch. Folgende Worte von ihm weckten in mir entscheidend das Verlangen, im Neuen Testament zu lesen: „Nimm dir einen Monat Zeit und beginn die Evangelien zu lesen – das, was Jesus gesagt und getan hat und bitte Jesus bewusst, dass Er sich dir offenbart. Wenn ein Monat lang nichts geschieht, dann kannst du die Bibel wieder weglegen.“ Dieser Satz bewegte mich sehr und war entscheidend für meine Suche nach Jesus Christus. „Was ist schon ein Monat in meinem Leben?“, dachte ich. „Wenn es Jesus wirklich gibt, dann will ich Ihn finden!“ Obwohl ich die große Verheißung der Bibel aus Jeremia 29,13-14 noch nicht kannte, „Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR“, begann ich noch am gleichen Abend im Matthäusevangelium zu lesen. Anfangs verstand ich nicht viel und doch las ich weiter mit der Bitte: „Herr Jesus, wenn es dich wirklich gibt, bitte zeig dich mir!“ Durch das Lesen der Bibel wurde mir zum allerersten Mal bewusst, wer Jesus Christus wirklich ist. Er tat Dinge, die kein anderer tun konnte. Dieser Jesus ist einfach wunderbar. Er veränderte nicht nur Situationen, sondern das ganze Leben von Menschen, die sich Ihm öffneten. Es wurde mir auch klar, dass ich so, wie ich bin, nicht vor Gott bestehen kann. Beim zweiten Treffen erzählte ich meinem früheren Religionslehrer, was in der Zwischenzeit alles geschehen ist. Am Ende dieses Abends fragte er mich, ob er für mich beten dürfe. „Natürlich“, antwortete ich. Seine einfachen Worte, die er im Gebet zu Jesus Christus sagte, berührten mich sehr. Dann gab er mir eine kleine Broschüre mit dem Titel „Gott persönlich kennenlernen“. Daheim angekommen, begann ich zu lesen. Darin wurde erklärt, dass alle Menschen durch die Sünde von Gott getrennt sind. Jesus ist als Retter in diese Welt gekommen und am Kreuz für alle Sünden gestorben. Nach drei Tagen ist er wieder auferstanden und bietet jedem Vergebung und ein neues Leben an. Dann traf mich ein Satz aus einem vorformulierten Gebet: „Vater im Himmel, mir ist klar geworden, dass ich mein Leben selbst bestimmt habe und dadurch von dir getrennt bin.“ In diesem Moment fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass ich von Gott getrennt bin und ewig verloren gehe. Ich las weiter: „Bitte vergib mir meine Schuld. Danke, dass du meine Sünden vergeben hast, weil Christus für mich gestorben und mein Erlöser geworden ist. Herr Jesus, bitte übernimm die Herrschaft in meinem Leben und verändere mich so, wie du mich haben willst. Amen!“ Ich wusste augenblicklich, das ist genau das, was ich brauche. Mein Leben soll Jesus Christus gehören. Er soll mich in Zukunft führen, denn Er ist der Einzige, der weiß, was wirklich gut für mich ist. So betete ich dieses Gebet von ganzem Herzen zu Jesus. Was dann geschah, war einfach wunderbar. Jesus kam an diesem Abend in mein Leben. Mir wurde die Gewissheit geschenkt, dass meine Sünden vergeben sind und Jesus mein Retter ist. Ich wusste, dass ich von der Alkoholsucht befreit bin. Es war so, als ob eine Kette zerrissen wäre. Eine wunderbare Liebe strömte in mein Herz! Liebe Leserin, lieber Leser, durch diese Umkehr begann für mich ein neues Leben. Bekehrung bedeutet, ich bringe meine Schuld zu Jesus und Er nimmt sie mir ab (1. Johannes 1,9). Dann nehme ich Jesus Christus in mein Herz auf und übergebe ihm die Führung meines Lebens. So wird ein Mensch in geistlicher Hinsicht von neuem geboren. Die Bibel sagt in Johannes 1,12: „Allen aber, die ihn [Jesus] aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Entscheide Dich doch gerade jetzt für das neue Leben mit Jesus. Er sagt in Markus 8,36: „Denn was hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber seine Seele verliert?“ Jesus möchte auch dein Leben neu machen. Mit folgendem Gebet kannst du dich ihm anvertrauen und die größte Wende in deinem Leben erfahren: „Herr Jesus Christus, ich habe erkannt, dass ich ein Sünder bin. Bitte vergib mir alle meine Schuld. Danke, dass Du für mich gestorben und mein Erlöser geworden bist. Herr Jesus Christus, ich nehme dich jetzt im Glauben auf. Komm Du in mein Leben hinein. Übernimm Du die Herrschaft in meinem Leben und verändere mich so, wie Du mich haben willst. Danke, dass Du mich angenommen hast. Amen!“ Lass es uns wissen, wenn Du diesen Schritt getan hast. Denn das ist „Besser als Gold“. Michael Putzi
8 Seiten, Best.-Nr.: 35-0
An Ostern verstecken wir bunte Sachen für die Kinder, die sie suchen und finden müssen. Besondere Überraschungen erwarten wir allerdings selten. Wenn wir uns aber mit der Bedeutung von Ostern beschäftigen, sehen wir, dass es damals Tage voller Überraschungen waren. Diese Schrift ist zur weiten Verbreitung geeignet! Die Überraschung Überraschende Begegnungen Drei Tage nachdem Jesus gestorben war, waren seine Jünger in einem verschlossenen Raum beisammen. Da geschah das Unerwartete. Plötzlich stand Jesus in ihrer Mitte und sprach zu ihnen: „Friede sei mit euch“ (Johannes 20,19). In diesem Augenblick wurde allen klar, dass Jesus auferstanden ist und lebt. Doch Thomas, einer der Jünger von Jesus, war bei diesem eindrucksvollen Ereignis nicht dabei. Weil er Jesus nicht gesehen hatte, wollte er auch nicht glauben, dass er auferstanden war und verlangte Beweise. Es dauerte nicht lange, bis Jesus erneut zu seinen Jüngern kam. Er zeigte Thomas seine Hände und Füße, durch die bei der Kreuzigung die Nägel getrieben worden waren. Als Thomas seine Wunden sah, wurde ihm klar, dass Jesus wirklich lebt. Er brauchte keine weiteren Beweise mehr. Maria von Magdala und eine andere Maria hatten ebenfalls ein überraschendes Erlebnis. Sie kamen am ersten Tag der Woche zum Grab, wo Jesus beigesetzt worden war. Da erschien ihnen ein Engel des Herrn, der den Stein weggewälzt und sich darauf gesetzt hatte. Er sprach die Frauen an und sagte zu ihnen: „Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten sucht. Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat“ (Matthäus 28,6-7). Insgesamt gab es mehr als 500 Menschen, die Jesus nach seiner Auferstehung gesehen hatten und bezeugten, dass er lebt (vgl. 1. Korinther 15,3-8). Ostern erinnert uns an diese Ereignisse. Die Bedeutung von Ostern besteht aber nicht nur darin, dass Jesus auferstanden ist und lebt. Ostern macht deutlich, dass es eine Hoffnung gibt, dass auch wir auferstehen werden. Die Auferstehung von Jesus ist der Hinweis darauf, dass die Aussagen von Jesus wahr und vertrauenswürdig sind. Auf seine Zusagen können wir getrost unser Leben bauen. Überraschende Veränderungen Die Jünger waren froh, dass Jesus wieder bei ihnen war. Doch schon nach 40 Tagen ging er zurück zu seinem Vater in den Himmel, der ihn auf die Erde gesandt hatte. Die Jünger von Jesus standen auf dem Ölberg und erlebten mit, wie Jesus emporgehoben wurde und eine Wolke ihn ihren Blicken entzog. Ein Engel erschien und erklärte ihnen, dass Jesus so, wie er in den Himmel gegangen ist, einmal wiederkommen wird. Anschließend versammelten sich die Jünger in Jerusalem zu einer Zeit des Gebets. Auch hier geschah etwas Einmaliges. Der Heilige Geist kam auf die Versammelten und rüstete sie für ihren zukünftigen Dienst aus. Zur Erinnerung an dieses Ereignis feiern wir heute Pfingsten. An diesem Tag, der ebenfalls in die Geschichte einging, trat Petrus auf und hielt eine Rede, die so beeindruckend war, dass sich 3.000 der Zuhörer entschieden, Jesus nachzufolgen. Pfingsten war die Geburtsstunde der christlichen Gemeinde und seitdem entscheiden sich täglich Menschen, ihr Vertrauen auf Jesus zu setzen. Bewegung trotz Gegenwind Die neue Bewegung hatte nicht nur Freunde, sondern auch viele Feinde. Einer von ihnen hieß Saulus. Er war ein Eiferer für die jüdische Religion und ein entschiedener Gegner der christlichen Lehre. Wo auch immer es ihm möglich war, stellte er Christen vor Gericht. Er gab sogar seine Einwilligung zur Hinrichtung des Stephanus. Sein fanatischer Verfolgungsdrang wurde allerdings abrupt beendet, als er auf dem Weg nach Damaskus selbst eine Begegnung mit dem auferstandenen Jesus hatte. Aus einem Verfolger wurde fortan ein Verfechter des christlichen Glaubens, der berühmte Apostel Paulus. Was veranlasste Paulus, sein Leben so radikal zu ändern? Es war die Begegnung mit Jesus. Er wusste, dass Jesus von den Toten auferstanden war und lebt. Viele Christen gingen später durch eine harte Verfolgungszeit, doch sie blieben standhaft im Glauben an Jesus, weil sie ihn persönlich erfahren hatten. Die neue Botschaft Worin bestand die besondere Botschaft von Jesus? Warum kam Jesus, der Sohn Gottes, auf diese Erde? Warum nahm er Leiden und Schmerzen auf sich? Die Antwort finden wir in Lukas 19,10. Jesus sagte hier von sich: „Denn der Sohn des Menschen [Jesus] ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ Das große Anliegen von Jesus war die Errettung von uns Menschen. Diesen Satz möchte ich kurz erklären. Die Beziehung eines jeden Menschen zu Gott ist aufgrund seiner Sünde zerstört. Schon die ersten Menschen, Adam und Eva, übertraten Gottes Gebote und versündigten sich an ihm. Dann ging es weiter: Ihre Nachkommen sündigten und somit auch jeder Einzelne von uns. Aufgrund unserer Sünde haben wir Strafe verdient und den Zorn Gottes auf uns gezogen. Vielleicht fragen Sie sich, warum Gott die Sünde so ernst nimmt und von jedem Menschen eine Abkehr von der Sünde erwartet. Stellen Sie sich einmal einen Arzt vor, der sich Zuhause gerade um seine Haustiere kümmert. Da bekommt er einen Anruf aus dem Krankenhaus. Er soll sofort kommen. Eine komplizierte Operation steht an und er wird dafür gebraucht. Wird der Arzt nun so, wie er ist, den Operationssaal betreten? Nein, er wird sich waschen, umziehen und seine Hände desinfizieren. Es darf kein Schmutz in den Operationssaal getragen werden. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Sünde. Sie beschmutzt uns – und wenn wir keine Reinigung von unseren Sünden erfahren, kann Gott uns keinen Zugang zu seiner Herrlichkeit erlauben. Sünde ist sogar noch schlimmer als Schmutz. Sünde bedeutet nämlich Rebellion gegen Gott. Jedes Mal, wenn wir lügen, stehlen, hassen oder uns unreinen Gedanken hingeben, versündigen wir uns gegen Gott. Wenn wir das verstanden haben, wird uns klar, warum die Sünde in den Augen Gottes so schwer wiegt. Wie können wir befreit werden von unserer Sünde? Genau dafür ist Jesus in diese Welt gekommen. Er starb für unsere Schuld am Kreuz auf Golgatha. Er nahm unsere Strafe stellvertretend auf sich. In 1. Korinther 15,3-4 lesen wir: „Denn ich habe euch zu allererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften.“ Das Sterben am Kreuz auf Golgatha war äußerst qualvoll. Dennoch entschied sich Jesus freiwillig, diesen Tod auf sich zu nehmen. Er wusste, dass es keinen anderen Weg für unsere Errettung gab. Er nahm unsere Schuld stellvertretend auf sich. Darum kann er heute jedem Vergebung anbieten, der zu ihm kommt. Aus der Bibel erfahren wir, was wir unsererseits zu tun haben, um Frieden mit Gott zu finden. So heißt es in Apostelgeschichte 3,19: „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden.“ Und in Johannes 1,12 steht: „Allen aber, die ihn [Jesus] aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Wollen Sie diese Schritte gehen? Dann entscheiden Sie sich dafür, Jesus in Ihr Leben aufzunehmen. Wenden Sie sich dazu in einem einfachen Gebet an Jesus. Sagen Sie ihm, dass Sie erkannt haben, dass Sie vor ihm schuldig geworden sind. Vielleicht möchten Sie sogar einige Dinge beispielhaft nennen. Dann sagen Sie ihm, dass Ihre Sünden Ihnen Leid tun und bitten Sie Jesus Christus, Ihnen alle Ihre Schuld zu vergeben. Danach bitten Sie Jesus, in Ihr Leben zu kommen und die Führung Ihres weiteren Lebens zu übernehmen. Anschließend danken Sie ihm für die Vergebung, die er Ihnen geschenkt hat, und dass Sie nun ein Kind Gottes sein dürfen. Nachdem ich mich in ganz ähnlicher Form Jesus anvertraut hatte, spürte ich, dass sein Friede in mein Herz gekommen war. Plötzlich wusste ich, dass alle meine Sünden vergeben sind und dass ich ein Kind Gottes bin. Seit dieser Zeit ist es mein Wunsch, mit Jesus zu leben. Durch ihn habe ich den Sinn für mein Leben gefunden. Nachdem Sie Jesus als Herrn in Ihr Leben aufgenommen haben, wird es ganz sicher einige Dinge geben, die sich bei Ihnen ändern werden. Sie werden den Wunsch haben, die Bibel besser kennen zu lernen und Gottes Willen für Ihr Leben zu erfahren. Sie werden sicher den Wunsch verspüren, sich einer Gemeinde von lebendigen Christen anzuschließen und auch anderen von Ihrer Erfahrung mit Jesus zu erzählen. Die Auferstehung von Jesus hat das Leben zahlreicher Menschen verändert. Auch Sie dürfen ihn kennenlernen. Vertrauen Sie sich einfach Jesus an. Dies kann für Sie die größte und schönste Erfahrung Ihres Lebens werden. Sollten Sie Fragen haben, schreiben Sie uns. Gern helfen wir Ihnen bei diesem entscheidenden Schritt. Manfred Röseler
8 Seiten, Best.-Nr.: 30-0
Bereits seit seiner Kindheit hatte Steffen den Traum, LKW-Fahrer zu werden. Er wollte frei sein. Die vielen Stunden auf der Straße, der ständige Termindruck und einige gefährliche Situationen ließen ihn bald an seine Grenzen kommen. Doch dann traf er an einem Sonntagmorgen Menschen, die zu einer entscheidenden Veränderung in seinem Leben beitrugen. Die Sehnsucht eines LKW-Fahrers In meinem Herzen gab es von Kindheit an immer einen großen Traum: Ich wollte LKW-Fahrer werden und frei sein. Da man den LKW-Führerschein erst mit 21 Jahren machen konnte, begann ich im Alter von 15 Jahren eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker. In dieser Zeit lernte ich ein Leben kennen, das sich von meiner christlichen Erziehung total unterschied. Ich hörte auf, in die Bibelstunde der Gemeinde zu gehen und wollte auch mit Jesus nichts mehr zu tun haben. Die christliche Erziehung meiner Eltern hatte bis dahin eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt; doch jetzt waren Kneipe, Alkohol, Zigaretten und das Fluchen – das ich mir angewöhnt hatte – mein Leben. Meine Eltern wollten dies nicht akzeptieren. Um ihnen klar zu machen, dass ich mit Jesus nichts mehr zu tun haben wollte, tat ich folgendes: Ich zerriss meine Bibel und legte sie in den Schrank, wo die Wäsche liegt. Als meine Eltern die Bibel fanden, war ihr Schmerz darüber natürlich groß, doch das war ja genau das, was ich beabsichtigt hatte. Gefährliche Situationen Endlich wurde ich 21, machte den LKW-Führerschein und suchte mir sofort eine Stelle als Fahrer. Ich erkannte jedoch ziemlich schnell, dass diese Freiheit, von der ich immer geträumt hatte, keine echte Freiheit war. Die vielen Stunden auf der Straße und der ständige Termindruck ließen mich ganz schnell an meine Grenzen kommen. Die Arbeit war einerseits schön, andererseits aber auch sehr anstrengend. Wegen Übermüdung geriet ich manchmal in sehr gefährliche Situationen. In einer Stadt hatte ich morgens um 5 Uhr eine grüne Welle und schlief vor Müdigkeit am Steuer ein, bis ich plötzlich durch das Blitzlicht einer Überwachungskamera an einer roten Ampel geweckt wurde. Ich hatte nichts davon mitbekommen, dass ich auf eine Kreuzung mit roter Ampel zugerast war. Aus dem Bußgeldbescheid – den ich später erhielt – ging hervor, dass die Ampel bereits 18,2 Sekunden auf Rot gestanden hatte, als ich geblitzt wurde. Was hätte dort alles passieren können? Auf dem LKW waren ätzende, gefährliche Chemikalien geladen. Heute bin ich dankbar, dass es dieses Blitzgerät gab. Wenn nicht, wäre ich vielleicht schon nicht mehr hier. Es gab andere Situationen, in denen ich gerade so eben mit dem Leben davon gekommen bin. In solchen Augenblicken stellte ich mir oft die Frage: „Wenn die Bibel recht hat und es ein Leben nach dem Tod gibt, wo werde ich dann die Ewigkeit verbringen?“ Die haben, was mir fehlt Nach drei Jahren Fernverkehr hatte ich bereits 14 Punkte in Flensburg und viele Anzeigen gesammelt. Ich hatte tausende von Euro an Strafe gezahlt und zweimal den Lappen für vier Wochen abgeben müssen. Da ich nun so viele Punkte hatte, entschloss ich mich, in den Nahverkehr zu wechseln. Jetzt war ich jeden Abend zu Hause und konnte abends in die Kneipe gehen. Ein Freund von mir, der mit seinem Leben völlig am Ende war, fragte mich, ob ich einmal mit ihm in einen Gottesdienst gehen wollte. Dies sah er als die letzte Chance an, um einen Sinn in seinem Leben zu finden. Ich ging mit, um ihm einen Gefallen zu tun. Als wir am Sonntagmorgen in den Gottesdienstraum kamen, erlebte ich ganz bewusst, dass diese Leute etwas hatten, was mir fehlte. Es herrschte eine Atmosphäre der Liebe und der Freundlichkeit, nach der ich mich gesehnt hatte. Von nun an ging ich die Woche über abends in die Kneipe, aber am Sonntagmorgen – wo sonst immer Frühschoppen angesagt war – zog es mich in diesen Gottesdienst. Meine Freundin (heutige Frau) fragte mich, ob ich jetzt fromm werden wolle. Ich sagte ihr: „Kerstin, diese Leute haben etwas, das wir nicht haben.“ Daraufhin wurde sie neugierig und kam am Sonntag auch mit in den Gottesdienst. So besuchten wir einige Monate diese Gemeinde. Alles wurde neu Durch das Wort Gottes, das gepredigt wurde, erkannten wir, dass wir so, wie wir damals waren, vor Gott nicht bestehen konnten. Wir wussten, dass unser Leben bei weitem nicht seinen Maßstäben entsprach. Die Bibel aber lehrt, dass es eine Möglichkeit gibt, um vor Gott bestehen zu können. Jesus Christus sagte über sich, dass er der Weg zu Gott ist. In Johannes 14,6 drückte er es so aus: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“ An einem Samstagabend sprachen Kerstin und ich lange darüber. Wir entschieden uns beide, dass wir diesen Weg mit Jesus gehen wollten. Im Gebet machten wir diese Entscheidung für Jesus fest. Auch wenn ich die Worte im Einzelnen nicht mehr weiß, beteten wir in etwa so: „Herr Jesus Christus, ich danke dir, dass du der Weg und die Wahrheit und das Leben bist. Ich habe erkannt, dass ich so, wie ich bin, vor dir nicht bestehen kann. Ich bringe dir jetzt meine ganze Schuld und bitte dich um Vergebung aller meiner Sünden. Ich möchte dir dienen und nachfolgen und nehme dich jetzt in mein Leben auf. Übernimm du die weitere Führung meines Lebens. Ich danke dir, dass ich jetzt ein Kind Gottes sein darf.“ Kurz nach meiner Bekehrung ging ich noch ein paar Mal in die Kneipe, weil ich mir dabei nichts gedacht hatte. Nachdem ich aber dreimal zu viel getrunken hatte, wurde mir klar, dass dies nicht der richtige Weg ist. Ein besonderes Problem war für mich das Fluchen, das ich mir angewöhnt hatte. Nach meiner Bekehrung habe ich sehr darunter gelitten. Ich wollte frei davon werden. Dies ging aber nicht von heute auf morgen. Einige aus unserer Gemeinde haben mit mir dafür gebetet, dass ich darüber Sieg haben kann und Gott hat dieses Gebet erhört. Ein paar Wochen nach unserer Bekehrung haben wir nach intensivem Gebet geheiratet. Gerade für diesen Weg wollte ich die Gewissheit haben, dass ich die Frau heirate, die Gott für mich vorgesehen hat. Durch einen lieben älteren Mann aus der Gemeinde hat Jesus mir eine klare Antwort gegeben. Es gibt auch heute viele Weggabelungen, wo ich nicht wirklich weiter weiß. Aber Jesus zeigt immer zur richtigen Zeit den Weg, den ER für mich vorgesehen hat. Das ist mit Sicherheit nicht immer der Weg, den ich selbst wählen würde oder den ich verstehen kann, aber ich will auch da ganz auf Jesus vertrauen. Heute darf ich in der Gemeinde mitarbeiten, wo ich zum Glauben gekommen bin. Viele Dinge haben sich in meinem Leben verändert. Das Schönste von allem aber ist, dass ich jetzt weiß, dass Jesus mir alle meine Schuld vergeben hat. Ich habe in meinem Herzen Frieden mit Gott und die Gewissheit, dass ich einmal bei ihm sein werde. Er sehnt sich nach dir Die Entscheidung, die wir damals trafen, nennt die Bibel „Bekehrung“ (vgl. Apostelgeschichte 3,19). Eine Bekehrung ist die Abkehr von einem Leben ohne Jesus und eine Hinkehr zu einem Leben mit Jesus. Dies ist ein Entschluss, der im Herzen getroffen und in einem Gebet festgemacht wird. Als Antwort darauf schenkt Gott dem Menschen ein neues Leben. Die Bibel bezeichnet dieses Geschenk des neuen Lebens auch als „Wiedergeburt“ (Johannes 3,3). Kerstin und ich haben erlebt, dass Jesus unser Leben neu gemacht hat. Liebe Leserin, lieber Leser, wenn du dich auch nach einem Neuanfang in deinem Leben sehnst, dann lade ich dich ein, dich jetzt im Gebet an Jesus zu wenden. Du kannst so beten, wie ich es soeben beschrieben habe. Jesus Christus ist bei dir, auch wenn du ihn nicht siehst. Er hört dich. Er kennt dich sehr genau. Er liebt dich und sehnt sich nach dir. Er möchte, dass du zu ihm kommst. Es gibt nichts in deinem Leben, das er nicht schon wüsste und das Schönste ist: Er will dir alle deine Schuld vergeben und dir ein neues Leben schenken! Wenn du das vorherige Gebet zu deinem Gebet gemacht hast, dann hast auch du ein neues Leben von Jesus bekommen. In geistlicher Hinsicht bist du wie ein kleines Kind, das noch wachsen muss. Wir würden uns freuen, von dir zu hören und dir gern kostenlos einige hilfreiche Schriften zuschicken, die dir Orientierung für deinen neuen Weg mit Jesus geben wollen. Für dich ist es jetzt wichtig, dass du regelmäßig in der Bibel liest und Kontakt zu anderen Christen bekommst. Gern sind wir bereit, dir dabei zu helfen, eine Gemeinde in deiner Nähe zu finden. Steffen Becker
8 Seiten, Best.-Nr.: 34-0
Die Verteilschrift „Reise ohne Rückkehr“ von Prof. Dr. Werner Gitt zur enthält die Botschaft von zwei Zügen, die unterwegs sind Richtung Ewigkeit. Der „Lebenszug“, hat den Himmel als Ziel, der „Todeszug“ dagegen fährt in die ewige Verdammnis. Jeder wird eingeladen, vom Todeszug in den Lebenszug umzusteigen. Dies ist möglich für den, der Vergebung seiner Sünden durch Jesus Christus bekommt und ihn als Retter seines Lebens im Glauben annimmt. Dieses Traktat eignet sich besonders gut zur Weitergabe an suchende Menschen! Reise ohne Rückkehr In einer Kirche in Südtirol liegen auf einer niedrigen Mauer vier Totenschädel. Darüber hängt ein Schild mit der Aufschrift: „Wer war der Tor? Wer der Weise? Wer Bettler? Wer Kaiser?“ In der Tat: Man sieht nichts mehr von der Macht und dem Reichtum des Kaisers. Der Schädel des Bettlers mag direkt danebenliegen, aber nichts gibt Zeugnis von seiner Armut, seinen Lumpen und seinem knurrenden Magen. Wir sind vielleicht geneigt, ein zweites Schild anzufertigen mit der Aufschrift: „Der Tod macht sie alle gleich!“ Im Folgenden wollen wir prüfen, ob das gerechtfertigt wäre. In der Werbebranche versucht man sich auf bestimmte Käuferschichten einzustellen; d. h. man arbeitet zielgruppenorientiert. Der Tod dagegen kennt keine spezielle Zielgruppe, weil an ihm niemand vorbei kommt. Darum haben sich auch viele Menschen mit dem Tod beschäftigt: Philosophen, Dichter, Politiker, Sportler, Schauspieler, Analphabeten wie Nobelpreisträger. Am intensivsten haben es wohl die alten Ägypter getan, denn sie bauten dem Tod die allergrößten Denkmäler der Welt, die Pyramiden von Gizeh. Der deutsche Dichter Emanuel Geibel fasste die Bilanz aller dieser menschlichen Bemühungen in dem treffenden Satz zusammen: „Ein ewig Rätsel ist das Leben; ein ewig Rätsel bleibt der Tod.“ Aus der Vielzahl der Deutungsversuche des Todes greifen wir hier die Antwort der Evolutionslehre heraus: Der Tod im Weltbild der Evolution Im Denkgebäude der Evolution ist der Tod so tief verankert, dass es ohne ihn gar kein Leben auf der Erde gäbe. Das wird an den vier grundlegenden Lehrsätzen der Evolution über den Tod deutlich: 1. Der Tod – eine notwendige Voraussetzung der Evolution: Carl Friedrich v. Weizsäcker betonte: „Denn wenn die Individuen nicht stürben, so gäbe es keine Evolution, so gäbe es nicht neue Individuen anderer Eigenschaften. Der Tod der Individuen ist eine Bedingung der Evolution.“ 2. Der Tod – eine Erfindung der Evolution: Der Regensburger Professor Widmar Tanner stellt als Biologe die berechtigte Existenzfrage bezüglich des Todes: „Wie und warum kommt der Tod in unsere Welt, wenn es ihn eigentlich gar nicht geben müsste?“ und antwortet darauf: „Alterungsvorgang und Lebensdauer sind Anpassungserscheinungen, die sich im Laufe der Evolution entwickelt haben. Die Erfindung des Todes hat den Gang der Evolution wesentlich beschleunigt.“ Für ihn bringt der einprogrammierte Tod die immerwährende Chance, Neues in der Evolution auszuprobieren. 3. Der Tod – Schöpfer des Lebens: Wie sehr sich das Weltbild der Evolution von der biblischen Lehre unterscheidet, wird so recht deutlich, wenn nach der Lehre der Evolution der Tod sogar zum Schöpfer des Lebens erhoben wird. In diesem Sinne äußert sich der Mikrobiologe Reinhard W. Kaplan: „Das eingebaute Altern und Sterben ist zwar leidvoll für das Individuum, besonders für das menschliche, aber es ist der Preis dafür, dass die Evolution unsere Art überhaupt erschaffen konnte.“ 4. Der Tod – absolutes Ende des Lebens: Nach der Evolutionslehre ist Leben ein allein in den Grenzen der Physik und Chemie begründeter Materiezustand (Manfred Eigen). Wir sehen, dass uns die Evolution keine zufriedenstellende Erklärung geben kann, was es mit dem Tod auf sich hat. Bei einer derartigen Reduktion der Wirklichkeit auf ausschließlich materielle Phänomene bleibt kein Platz für eine Weiterexistenz des Lebens nach dem Tod. Der Mensch wird auf eine biologische Maschine reduziert, wobei sein absolutes Ende mit dem Tod des Organismus gleichgesetzt wird. Im Räderwerk des Evolutionsmechanismus dient der Tod dem Aufstieg des folgenden Lebens. Damit ist der Wert eines Menschenlebens nur als ein Beitrag zu sehen, den es zur Evolution geleistet hat. Wer gibt uns die richtige Antwort? Wer könnte die uns alle bewegende Frage nach dem Wesen des Todes und was danach kommt verbindlich beantworten? Er müsste kompetent sein, und das wäre er nur, wenn er die folgenden vier starken Voraussetzungen erfüllen würde: 1) Er müsste selbst im Tode gewesen sein! 2) Er müsste vom Tode zurück gekommen sein! 3) Er müsste Macht über den Tod haben! 4) Er müsste absolut vertrauenswürdig sein! Wenn wir uns in der Weltgeschichte umschauen, wer diese vier einzigartigen Bedingungen erfüllen kann, dann bleibt nur ein einziger übrig, und das ist Jesus Christus: 1) Er wurde gekreuzigt und starb vor den Toren Jerusalems. Seine Feinde wollten gewiss sein, ob er wirklich tot ist, und so stießen sie eine Lanze in seine Seite, so dass das Blut und Wasser abfloss (Johannes 19,34). Nun waren sie gewiss; er ist wirklich tot! 2) Er hatte vorausgesagt, dass er am dritten Tage auferstehen wird. Auch das geschah, und die Frauen waren am Ostermorgen die ersten Zeugen am Grab. Der Engel sagte ihnen: „Er ist nicht hier, er ist auferstanden!“ (Lukas 24,6). 3) Das Neue Testament berichtet von drei Auferweckungen aus dem Tode durch die Vollmacht Jesu: Lazarus in Bethanien (Johannes 11,41-45), der Jüngling zu Nain (Lukas 7,11-17) und des Jairus Töchterlein (Markus 5,35-43). Niemand sonst hat die Vollmacht, dem Tode so klar zu befehlen wie Jesus allein. 4) Nur einer ging über diese Erde, der sagen konnte: „Ich bin die Wahrheit“ (Johannes 14,6), und das war Jesus. Er konnte seine Aussage selbst im Angesicht seiner Feinde aufrechterhalten, die stets danach trachteten, ihm auch nur das geringste Unrecht nachzuweisen. Nun sind wir bei der richtigen Adresse angelangt und sind damit bis zur Quelle der Wahrheit vorgedrungen. Wahrheit ist für unsere Existenz lebensnotwendig. Wer möchte schon sein Leben auf einen Irrtum gründen? Wir stellen nun fest: Es gibt also diesen Einen mit der nötigen Kompetenz, der uns eine klare Auskunft geben kann. Von Ihm erfahren wir, was unmittelbar nach dem Tode mit jedem Menschen geschieht. In Lukas 16,19-31 hat Jesus uns diese Antwort am Beispiel von zwei Menschen gegeben, die gerade gestorben waren. Der eine kennt Gott, der andere lebte ohne ihn. Lazarus wird von Engeln in Abrahams Schoß getragen, und ihm geht es gut an jenem Ort, den Jesus auch als das Paradies (Lukas 23,43) bezeichnet. Der andere, ein Reicher, befindet sich unmittelbar nach dem Tode in der Hölle, und er beschreibt seine schreckliche Situation mit den Worten: „Ich leide Pein in diesen Flammen“ (Lukas 16,24b). Der Tod ist also keineswegs der große Gleichmacher; vielmehr können wir sagen: Wenn es in dieser Welt schon massive Unterschiede gibt – jenseits der Todesmauer werden sie geradezu unbeschreiblich weit auseinanderklaffen. Woran liegt das? Das soll nun ausführlich dargelegt werden. Der dreifache Tod Nach dem eindeutigen Zeugnis der Bibel sind diese Welt und alles Leben aus einem direkten Schöpfungsakt Gottes hervorgegangen. Es war eine fertige und vollendete Schöpfung, die das abschließende Gottesurteil „sehr gut“ erhielt. Gottes Wesen ist Liebe und Barmherzigkeit, und so schuf Er alle Dinge durch Seinen Werkmeister (Sprüche 8,30), den Herrn Jesus (Johannes 1,10; Kolosser 1,16). Auch in der Schöpfung blieb Er seinen Wesensmerkmalen Sanftmut, Barmherzigkeit und Liebe treu. Das ist etwas völlig anderes als die durch Leid und Tränen, Grausamkeit und Tod gekennzeichnete Strategie der Evolution. Wer Gott als Ursache der Evolution ansieht, d. h. ihm eine solche Schöpfungsmethode unterstellt, verkehrt das Wesen Gottes ins Gegenteil. Daher ist auch die Idee einer von Gott gelenkten Evolution (sog. Theistische Evolution) völlig unhaltbar. Woher aber kommt der Tod, wenn er weder Evolutionsfaktor ist noch dem Wesen Gottes entspricht? Wir stellen fest: Der Tod ist allgemein. Alle Menschen sterben: von kleinen Kindern bis zu Greisen, moralisch hoch stehende Menschen ebenso wie Diebe und Räuber, Gläubige und Ungläubige gleichermaßen. Für eine so generelle und durchgreifende Auswirkung muss es eine ebenso allgemeine Ursache geben. Die Bibel brandmarkt den Tod als Folge der Sünde des Menschen. Obwohl Gott den Menschen davor gewarnt hatte (1. Mose 2,17), missbrauchte er die ihm geschenkte Freiheit und kam dadurch in den Sündenfall. Von nun an wirkte sich das Gesetz der Sünde aus: „Der Sünde Lohn ist der Tod“ (Römer 6,23). Der Mensch geriet in die Todeslinie, die in der Grafik als dicke schwarze Linie gezeichnet ist. Wir können sie bildlich als den Todeszug bezeichnen. Seit Adam, der dafür verantwortlich ist, dass der Tod in diese Schöpfung kam (1. Korinther 15,22a), befindet sich nun die gesamte Menschheit in diesem schrecklichen Zug: „Durch einen einzigen Menschen, durch Adam, ist die Sünde in die Welt gekommen und als Folge davon der Tod. Weil nun alle Menschen gesündigt haben, sind sie alle dem Tod ausgeliefert“ (Römer 5,12). Vor dem Sündenfall war also der Tod in der gesamten Schöpfung unbekannt. Wenn die Bibel vom Tod spricht, so meint sie damit keineswegs das Aufhören der Existenz. Die biblische Definition für Tod heißt „Abgetrennt sein von...“ Da der Sündenfall einen dreifachen Tod kennzeichnet (siehe Grafik), gibt es auch ein dreifaches Abgetrenntsein: 1. Der geistliche Tod: Im Augenblick des Sündenfalles fiel der Mensch in den „geistlichen Tod“, d. h. er war damit abgetrennt von der Gemeinschaft mit Gott. In diesem Zustand leben auch heute alle Menschen, die nicht an ihren Schöpfer glauben. Sie bestimmen eigensüchtig ihr Leben und geben den Leidenschaften und Verlockungen der Sünde nach. Sie führen ihr Leben in einer Weise, als gäbe es Gott gar nicht. Sie haben keine persönliche Beziehung zu Jesus Christus und lehnen die Botschaft der Bibel ab. In den Augen Gottes sind sie geistlich Tote, obwohl sie körperlich sehr lebendig sein können. 2. Der körperliche Tod: In der weiteren Auswirkung kommt es zum leiblichen Tod: „...bis dass du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist“ (1. Mose 3,19). Wegen des Sündenfalles ist die gesamte Schöpfung der Vergänglichkeit unterworfen. 3. Der ewige Tod: Die Endstation des Todeszuges ist der ewige Tod. Dort wird jedoch nicht die Existenz des Menschen ausgelöscht (Lukas 16,19-31). Es ist die Situation des endgültigen Abgetrenntseins von Gott. Der Zorn Gottes bleibt über ihm, weil „durch die Sünde eines Menschen – Adam – alle Menschen in Tod und Verderben geraten sind“ (Römer 5,18). Jesus beschreibt diesen Ort des Verderbens als die Hölle; es ist ein Platz des schrecklichsten Daseins überhaupt: Das Feuer ist dort „unauslöschlich“ (Markus 9,43 & 45) und „ewig“ (Matthäus 25,41), dort ist „Heulen und Zähneklappern“ (Lukas 13,28). Es ist ein schauriger Platz, „wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt“ (Markus 9,48). Es ist ein Ort des „ewigen Verderbens“ (2. Thessalonicher 1,9). Wie sieht Gott unser selbst verschuldetes Hineinrennen ins Verderben? Wegen Seines grenzenlosen Erbarmens und Seiner Liebe uns gegenüber gibt er Seinen Sohn am Kreuz hin, um dadurch eine einzigartige Rettung zu erwirken. Das Wort Jesu „Es ist vollbracht!“ markierte bildlich die Fertigstellung des Lebenszuges. Es ist der erklärte Wille Gottes (z. B. 1. Timotheus 2,4), dass wir vor der ewigen Hölle gerettet werden – oder bildlich gesprochen – aus dem rasenden Todeszug aussteigen. Wir sind eingeladen, durch die enge Tür zu gehen, die himmelwärts führt (Matthäus 7,13a+14). Nach dem Zeugnis der Bibel ist Jesus die einzige Tür und damit auch der einzige Weg der Errettung. Wenn wir den Lebenszug besteigen, gelangen wir zum ewigen Leben. Der Wechsel von dem einen Zug in den anderen geschieht dadurch, dass wir uns zu Jesus hinwenden, Ihm unser altes sündhaftes Leben bekennen, Ihn um Vergebung bitten und als Retter annehmen. Das macht uns in den Augen Gottes zu einer neuen Kreatur. Das Geschenk der Vergebung darf jeder persönlich empfangen, wenn er es nur will. Was uns aus Gnade geschenkt wird, hatte für Gott einen unermesslich hohen Preis, das Opfer Seines Sohnes. Wer auf Gottes Angebot eingeht, gelangt in den entscheidenden Durchbruch, der uns das ewige Leben bringt (Johannes 5,24). Diese Chance wird dem Menschen nur in der irdischen Lebensspanne eingeräumt. Der Weg zum Leben Nach einem Vortrag kam ein junger Mann zum Gespräch. Ich fragte ihn: „Wo befindest Du Dich?“ Seine knappe Antwort: „Ich stehe auf dem Bahnhof!“ Er hatte eines erkannt: Den Todeszug muss man schnellstmöglich verlassen! Seine Frage war: „Wie steige ich jetzt in den Lebenszug ein?“ Er ließ sich den Weg zeigen und fährt nun fröhlich dem besten Ziel entgegen. Gott ist nicht nur ein zorniger Gott gegenüber der Sünde, sondern auch ein liebender Gott gegenüber dem Sünder. Wenn wir heute den Lebenszug besteigen, dann haben wir damit den schönen Ort gebucht, den Himmel, von dem es in 1. Korinther 2,9 heißt: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, hat Gott denen bereitet, die ihn lieben.“ Welchen Weg wir gehen wollen, diese Wahlentscheidung hat Gott uns als freie Wesen überlassen: „Ich habe euch (ewiges) Leben und (ewigen) Tod, Segen und Fluch vorgelegt, dass du das Leben erwählest“ (5. Mose 30,19). Es wird auch hier noch einmal deutlich, dass Gottes Wille eindeutig auf das Leben abzielt. Aus der Grafik können wir einen einfachen Merksatz ableiten: „Wenn du nur einmal geboren bist (die natürliche Geburt), dann stirbst du zweimal (zunächst der leibliche Tod, dann der ewige Tod); aber wenn du zweimal geboren bist (die natürliche Geburt, Neuwerdung durch Christus), stirbst du nur einmal (der leibliche Tod)!“ Der Glaube an den Sohn Gottes befreit vom verdammenden Gericht und bringt die Gewissheit des ewigen Lebens: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom (geistlichen) Tode zum (ewigen) Leben hindurch gedrungen“ (Johannes 5,24). Bedenkt man die Tragweite jeder Glaubensentscheidung, dann wird zugleich deutlich, welch tragische Auswirkung die Evolutionsidee und ihre Lehre über den Tod auf ihre Anhänger hat. Sie verschleiert die Gefahr des ewigen Todes und lässt die Menschen das Rettungsangebot verpassen. Jesus aber ist gekommen, um uns vor dem Abgrund, vor der Hölle, zu retten. Wenden Sie sich in einem Gebet zu Gott. Auf diese Weise verlassen Sie noch heute den Todeszug und besteigen den Zug des Lebens. Diese grundlegende Lebensveränderung können Sie mit folgendem Gebet beginnen: „Herr Jesus Christus, ich habe meine fatale Situation erkannt. Meine Lebensweise stimmt keineswegs mit Deinem Wort überein. Nun weiß ich: Ich sitze im falschen Zug. Darüber bin ich zutiefst erschrocken und flehe Dich um Hilfe an. Vergib mir alle meine Schuld, die mir sehr leid tut, und verändere mein Leben, indem ich Dein Wort lese und mich danach ausrichte. Mit Deiner Hilfe möchte ich nun den Lebenszug besteigen und immer bei Dir bleiben. Ich nehme Dich jetzt in mein Leben auf. Sei Du mein Herr und gib mir den Willen und die Kraft, Dir zu folgen. Ich danke Dir von ganzem Herzen, dass Du mich von meinen Sünden befreit hast und ich jetzt ein Kind Gottes sein darf. Amen.“ Direktor und Professor a.D.Dr.-Ing. Werner Gitt
10 Seiten, Best.-Nr.: 127-0
Wir leben im 21. Jahrhundert und haben gerade in den letzten Jahrzehnten von überwältigenden Erfolgen der Wissenschaft gehört: Dem Menschen gelang der Flug zum Mond, das Schaf Dolly wurde geklont und das Genom des Menschen sequenziert. Kann man in solch aufgeklärter Zeit noch an die Wunder der Bibel glauben? Sind die Auferstehung der Toten, die plötzliche Heilung von Schwerkranken oder physikalische Wunder wie die augenblickliche Stillung des Sturmes auf dem See Genezareth dem heutigen Menschen noch zumutbar? Der Autor und Wissenschaftler Werner Gitt geht in dieser Schrift auf diese und ähnliche Fragen ein. Dieses Traktat eignet sich besonders gut zur Weitergabe an suchende Menschen! Wunder der Bibel Wunder erscheinen uns in unserer wissenschaftlich geprägten Zeit auf den ersten Blick unrealistisch. Insbesondere die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts hat bahnbrechende Erkenntnisse und Erfolge in Wissenschaft und Technik gebracht: 1938 wurde von dem deutschen Erfinder Konrad Zuse (1910-1995) der weltweit erste programmgesteuerte Computer gebaut. Am 3. Dezember 1967 wurde durch den südafrikanischen Arzt Christiaan Barnard (1922-2001) erstmals ein menschliches Herz erfolgreich verpflanzt. Am 21. Juli 1969 setzte ein Mensch erstmals seinen Fuß auf den Mond. Der Astronaut Neil Armstrong rief uns voller Stolz vom Erdtrabanten den Satz zu: „Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein Riesenschritt für die Menschheit.“ Der schottische Embryologe lan Wilmut klonte 1996 das Schaf Dolly. Diese wenigen Beispiele könnten den Eindruck vermitteln, als seien dem Menschen kaum noch Grenzen gesetzt. Bei aller Wissenschaftsgläubigkeit haben viele unserer Zeitgenossen Probleme mit der Bibel. Sie erheben den Einwand, dass im „Buch der Bücher“ viele wissenschaftlich nicht verstehbare Dinge geschrieben seien, wie z. B.: die Jungfrauengeburt die Auferstehung von den Toten Blinde werden sehend, Lahme können plötzlich gehen der Sonne wird befohlen: „Stehe still!“ Wir werden mit dem Phänomen der biblischen Wunder konfrontiert und stellen uns die Frage, ob sie für den modernen Menschen des 21. Jahrhunderts noch zumutbar sind. Im ersten Schritt geben wir als Antwort zunächst eine vorläufige Definition D1 für Wunder: D1: Ein Wunder versetzt uns ins Staunen, weil es unerwartet und unberechenbar auftritt und unserer normalen Beobachtung widerspricht. Wenn Wunder unerwartet sind, was ist dann das Erwartete? Diese Frage hilft uns, eine deutliche Trennlinie zwischen Wundern (Unerwartetes) und Nichtwundern (Erwartetes) zu ziehen. Alle Ereignisse in unserer Welt laufen innerhalb eines Rahmens von festgefügten Gesetzmäßigkeiten ab. Diese nicht veränderlichen Fügungen nennen wir Naturgesetze. Nach allem, was wir wissen, sind Naturgesetze konstant – sie sind unveränderlich seit ihrer Installation bei der Schöpfung. Sie geben einen weiten Freiraum für die vielfältigsten technischen Erfindungen, und sie schließen viele nur in unserer Vorstellung erdachten Vorgänge als nicht realisierbar aus. Staunen über Naturgesetze Können wir noch genug staunen über die Wirksamkeit der Naturgesetze? Sie leisten Gewaltiges! Als ich kürzlich im Hamburger Hafen war, beobachtete ich, wie ein Schiff langsame Bewegungen im Hafenwasser ausführte. Darüber nachdenkend fiel mir ein Naturgesetz ein, das schon von Archimedes (287-212 v. Chr.) erkannt worden war: „Ein schwimmender Körper verdrängt genau so viel von der Flüssigkeit, in der er schwimmt, wie er selbst wiegt.“ Sind wir uns eigentlich bewusst, was für ein großartiges Geschehen das ist? Läuft z. B. eine Ratte an Bord, dann reagiert das Schiff darauf prompt und sinkt genau so viel tiefer in das Hafenwasser ein, dass die zusätzlich verdrängte Wassermenge genau dem Gewicht der Ratte entspricht. Wollten wir diesen Betrag der neuen Eintauchtiefe berechnen, so wäre uns dies gar nicht möglich. Wir kennen nicht die genaue Form des Schiffes, an manchen Stellen ist die Farbe abgeblättert, und vielleicht schaut ein wenig von dem Propeller aus dem Wasser. Alle diese Aspekte müssten aber genau erfasst werden, weil sie in die Berechnung eingehen. In der Realität geschieht das augenblicklich, und zwar in exakter Weise. Wer gibt den Wassermolekülen den Befehl, ein wenig zur Seite zu gehen, damit das Schiff, genau dem Rattengewicht entsprechend, tiefer eintauchen kann? Das Naturgesetz gilt nicht nur für das eine Schiff im Hamburger Hafen, sondern für alle Schiffe der Welt. Es gilt für das Spielzeugentchen in der Badewanne, aber auch für eine echte Ente auf einem See oder Fluss. Niemand könnte aufgrund der nicht berechenbaren Form und Struktur der Federn die genaue Eintauchtiefe einer Ente berechnen. Wer sorgt dafür, dass die Bedingungen für dieses so einfach formulierbare Naturgesetz mit den so komplizierten Folgen ständig berechnet werden, damit es zu jeder Zeit und an jedem Ort exakt erfüllt werden kann? Es muss doch jemand da sein, der diese Berechnungen anstellt und dann nach diesen Ergebnissen auch alles so ausführt! Wer sorgt für die Einhaltung der Naturgesetze? In der Tat, es ist wirklich jemand da, der für die Einhaltung der Naturgesetze sorgt. Von Ihm lesen wir in der Bibel in Kolosser 1,17: „Denn es besteht alles in ihm.“ Dieser Erhalter der Welt ist auch derjenige, durch den alle Dinge geschaffen sind: „Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, ... es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen“ (Kolosser 1,16). Dieser Eine, der der Schöpfer aller Dinge ist, ist auch ihr Erhalter; es ist der Herr Jesus Christus! Wir können es auch so sagen: Jesus hat die Oberhoheit über alle Dinge vom Mikrokosmos bis zum Makrokosmos. Die Schöpfung selbst ist ein Ereignis, das nicht mit Hilfe der Naturgesetze abgelaufen ist. Hier hat der Schöpfer aufgrund seiner Vollmacht, seines Wortes, seiner Kraft und seiner Weisheit alles gestaltet. Dazu brauchte Er keine Naturgesetze. Die Naturgesetze sind somit nicht die Ursache, sondern erst das Ergebnis der Schöpfung. Nach vollendeter Schöpfung sind alle Naturgesetze „in Betrieb“, so dass nun alle Vorgänge nach diesen Gesetzen ablaufen. Jesus ist der Garant dafür, dass sie immer und überall eingehalten werden. Dazu braucht Er weder Computer noch sonstige Hilfsmittel. Sein Allmachtswort genügt. Im Hebräerbrief Kapitel 1,3 heißt es darum von Ihm: „Er trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort.“ Dieses Erhaltungshandeln Jesu drückt sich aus wissenschaftlicher Sicht durch die Naturgesetze aus. In ihrer Gesamtheit bilden die Naturgesetze einen festgefügten Rahmen, innerhalb dessen alle Vorgänge in dieser Welt ablaufen. Wo ist da noch Platz für Wunder? In der Praxis haben die Naturgesetze die Wirkung eines „Obersten Gerichtshofes“, der entscheidet, ob ein Vorgang in unserer Welt erlaubt ist oder nicht. Die meisten der komplexen Abläufe in unserer Schöpfung (z. B. Funktionsweise des Gehirns, Embryonalentwicklung) sind zwar für uns Menschen unnachahmlich und „wunderbar“, dennoch wird dabei kein Naturgesetz verletzt. Weil sie erwartet auftreten, zählen wir auch die komplexesten und unverstandenen Dinge unserer Welt nicht zu den Wundern. Nach diesen Überlegungen können wir nun gegenüber D1 eine präzisere Definition D2 für Wunder geben: D2: Wunder sind solche Ereignisse in Raum und Zeit, die außerhalb des Rahmens unserer Naturgesetze ablaufen. Wir Menschen können nichts tun, um Naturgesetze außer Kraft zu setzen. Wunder sind damit von Menschen nicht machbar. Die Bibel berichtet uns von zahlreichen Situationen, in denen Gott oder Jesus Wunder gewirkt haben, wie z. B.: Der Durchzug des Volkes Israel durchs Rote Meer (2. Mose 14,16-22) Der lange Tag bei Josua (Josua 10,12-14) Die Stillung des Sturmes (Markus 4,35-41) Jesus wandelt auf dem Meer (Johannes 6,16-21) Die Heilung des Blindgeborenen (Johannes 9,1-7) Die Speisung der 5000 Mann (Johannes 6,1-15) Die Auferweckung des Lazarus von den Toten (Johannes 11,32-45). Hinweis: Wenn Menschen gelegentlich dennoch Dinge tun können, die außerhalb des naturgesetzlichen Rahmens liegen, dann handeln sie im Namen anderer Mächte. Entweder sind es Jünger Jesu, die von ihrem Herrn bevollmächtigt sind [z. B. Petrus geht auf dem Wasser (Matthäus 14,29), Petrus heilt im Namen Jesu den Lahmen vor der Tempeltür (Apg 3,1-9)], oder aber es sind Zauberer und Gurus, die durch dämonische Mächte gesteuert werden [z. B. die Zauberer des ägyptischen Pharao (2. Mose 7,11-12)]. Sind die biblisch bezeugten Wunder mit Hilfe von Naturgesetzen erklärbar? Gott kann im Rahmen der Naturgesetze handeln, meistens jedoch geschieht es außerhalb. In Jakobus 5,17-18 wird von Elia berichtet, dass sein Gebet 3 ½ Jahre den Regen verhinderte und nach einem weiteren Gebet der Regen prompt einsetzte. Gott hat gehandelt und seinen Willen geschehen lassen. Dennoch würde ein Meteorologe hier aus seiner Sicht kein Naturgesetz als verletzt ansehen. Im Zeitalter der Aufklärung durchforstete man alle biblischen Texte danach, ob die berichteten Ereignisse auf natürliche Weise erklärbar seien. Wunder außerhalb der Naturgesetze wurden als unmöglich verworfen und die entsprechenden biblischen Berichte damit leichtfertig als unwahr abgetan. Die Ereignisse der Bibel wollen und können in den meisten Fällen gar nicht im Rahmen der Naturgesetze verstanden werden. Gott handelt souverän. Er ist der Gesetzgeber der Naturgesetze, darum ist Er selbst diesen nicht untertan. In seinem Handeln unterliegt Er keiner Einschränkung, denn „bei Gott ist kein Ding unmöglich“ (Lukas 1,37). Sein Wille geschieht. Die Schöpfung selbst, so wie sie in 1. Mose 1 beschrieben wird, ist das erste in der Bibel berichtete Wunder. Gott schafft in einem Sechstagewerk nach seinen Ideen und nach seinem Plan einen wunderbaren Kosmos und alles Leben auf der Erde. Die Menschwerdung des Sohnes Gottes ist ein außergewöhnliches Wunder und göttliches Geheimnis: Die Jungfrau Maria wird schwanger durch den Heiligen Geist. Jesus kommt dadurch in unsere Welt und ist zugleich Gottessohn und Menschensohn. Durch seinen Kreuzestod begleicht Er unsere Schuld und wird damit unser Garant zum ewigen Leben. Die Auferstehung Jesu ist ein weiteres sehr markantes Ereignis, das sich jeder naturgesetzlichen Erklärung entzieht. Jeder Ansatz, hier eine biologische oder medizinische Deutung zu versuchen, geht am Eigentlichen vorbei. Die Auferstehung ist und bleibt eine besondere Handlung Gottes und geschah außerhalb der Naturgesetze. Warum hat Jesus Wunder getan? Die Wunder Jesu sind untrennbar mit seiner Verkündigung verbunden. Er kam nicht vom Himmel mit einem Reisepass mit dem Vermerk „Gottes Sohn“, sondern Er wies sich durch Vollmacht in Rede und Tat als der Gesandte Gottes aus. Seine Autorität als Schöpfer, Retter und ewiger König wird durch die begleitenden Wunder und Zeichen unterstrichen. Sie sind ein integraler Bestandteil seiner Mission und Lehre. Nach all dem zuvor Genannten können wir die göttlich gewirkten Wunder nun noch präziser fassen und durch D3 wie folgt festhalten: D3: Wunder sind staunenswerte und außergewöhnliche Taten und Geschehnisse, die Gott oder sein Sohn Jesus Christus tut, wobei die Vorgänge meistens außerhalb der naturgesetzlichen Wirksamkeit ablaufen. Im Unterschied zu den dämonischen Wirkungen dienen die Wunder Gottes zu seiner Verherrlichung [z. B. die Schöpfung (Psalm 19,2), die Heilung des Blindgeborenen (Johannes 9,3b)] als Erweis Seiner Liebe zu uns [z. B. ein Felsen in der Wüste gibt Wasser (2. Mose 17,1-6), Raben versorgen den hungrigen Elia (1. Könige 17,6)] zur Stärkung des Glaubens [z. B. der Wein auf der Hochzeit zu Kana (Johannes 2,11b)] oder zur Rettung aus der Not [z. B. die Stillung des Sturmes (Markus 4,39)]. Das Wunder des Glaubens Zu den größten Wundern in unserer Zeit gehört es, wenn Menschen dem Ruf Jesu folgen und dadurch ewiges Leben finden. Hierbei müssen nicht Naturgesetze außer Kraft gesetzt werden, sondern altes Denken ist durch neues zu ersetzen. In Apostelgeschichte 16,23-34 wird am Beispiel des Gefängniswärters dieser Wandel von der Gottesferne zum Glauben beschrieben. Auf die Frage „Was muss ich tun, dass ich gerettet werde?“ wird ihm von Paulus und Silas gesagt: „Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus gerettet!“ Warum sagt Paulus nicht „Glaube an Gott!“? Darauf hätte der Gefängniswärter sicherlich geantwortet: „Götter haben wir hier in Griechenland genug – Zeus, Kronos und Rhea, Poseidon, Hades, Apoll, Artemis und Hermes.“ Aber Paulus nennt Jesus, den Gekreuzigten und Auferstandenen. Nur in Ihm ist Heil und ewiges Leben zu haben. Auf die Frage des Kerkermeisters nach Errettung gab es nur eine einzige Antwort – sie lautete damals wie heute: „Jesus!“ Das verstand dieser Mann, und er nahm Jesus als persönlichen Retter an. Bemerkenswert ist, wie lange dieser Mann dazu brauchte, um eine Entscheidung zu treffen. Um Mitternacht hörte er zum ersten Mal vom Weg der Errettung. Sicherlich haben Paulus und Silas noch ausführlicher mit ihm gesprochen, aber – selbst wenn wir einige Stunden dafür annehmen, geschah doch alles innerhalb eines Tages. Das kann für manch einen Leser ermutigend sein, der heute das Evangelium erstmals kennenlernt. Man braucht nicht erst 23 oder 168 Predigten zu hören, um sich zu bekehren. Die Kraft des Evangeliums ist sofort wirksam. Bei dem „Wunder des Glaubens“ müssen nicht Naturgesetze überwunden werden. Es sind aber fast immer die schwer zu überwindenden Mauern unseres Willens, die es zu überspringen gilt: Mauern des eigenen festgefahrenen Denkens Mauern des Stolzes und der Selbstgerechtigkeit Mauern des verhärteten Herzens. Die Wirkung bei dem Betreffenden, der zum Glauben kommt, übersteigt alles menschlich Fassbare und Vorstellbare. Er gelangt von seinem Weg der Verlorenheit auf den Weg des Heils und wird an dem Tage Bürger des Himmels: „Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel“ (Philipper 3,20). Wir sehen daran: Zum persönlichen Glauben an Jesus Christus zu kommen, bzw. sich zu bekehren, ist das Größte, was in unserem Leben überhaupt passieren kann. Entscheiden Sie sich noch heute für ein Leben mit Jesus Christus! Mit dem folgenden Gebet können Sie sich in diesen rettenden Glauben hineinbegeben und einen Platz im Himmel buchen: „Herr Jesus Christus, ich möchte auch einmal das Himmelreich erreichen. Reinige mich von allem Stolz und den sonstigen Sünden meines Lebens. Ich glaube daran, dass Du Gott bist und für uns Menschen im Fleisch auf diese Erde kamst. Ich glaube, dass Du für mich gestorben und auferstanden bist. Du bist mein Retter. Ich vertraue mich Dir an und nehme Dich jetzt in mein Leben auf. Ich bitte Dich, komm in mein Herz, sei Du der Herr meines Lebens und führe mich sicher bis zum Ziel. Amen!“ Direktor und Professor a. D. Dr.-Ing. Werner Gitt
10 Seiten, Best.-Nr.: 126-0
Wilhelm Pahls zeigt in wenigen Schritten den Weg zur Errettung auf. Die Hauptpunkte lauten: Das größte Problem des Menschen Der einzige Ausweg Deine Entscheidung ist entscheidend! Die wichtigste Entscheidung im Leben Es gibt viele wichtige Entscheidungen im Leben, aber es gibt eine, die alle anderen in ihrer Wichtigkeit übertrifft. Wer sie verpasst, hat eigentlich umsonst gelebt. Darum möchte ich Dich, liebe Leserin, lieber Leser, herzlich bitten, diese Seiten aufmerksam zu studieren und ernstlich darüber nachzudenken, ob die wichtigste Deiner Lebensfragen geklärt ist. Das größte Problem des Menschen Ob Mann oder Frau, ob jung oder alt, ob reich oder arm – in einem Punkt sind wir vor Gott alle gleich: Wir sind schuldig. Hier geht es nicht darum, wie viel »Gutes« oder »Böses« ein Mensch getan hat. Wir sind aufgrund unserer Sünde von Gott getrennt. Wir haben Gott und seine Ordnungen missachtet. Wir sind unsere eigenen Wege gegangen. Wir haben uns von Gott entfernt und damit seinen Zorn verdient. Weil Gott ein gerechter und heiliger Gott ist, wird er uns im Gericht zur Rechenschaft ziehen. Aus uns heraus können wir nichts bringen, was zu unserer »Ent-Schuldigung« hilft. Die Schuld des Menschen ist sein größtes Problem. Der einzige Ausweg Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma? Ja, Gott selbst hat einen Weg zur Errettung geschaffen. In der Bibel lernen wir Gott nicht nur als einen heiligen und gerechten Gott, sondern auch als einen liebevollen Vater kennen. Er will nicht, dass wir für ewig verlorengehen und für immer von ihm getrennt sind. Er will vielmehr, dass wir gerettet werden und dann in einer engen Beziehung mit ihm leben – hier und in alle Ewigkeit. Um das möglich zu machen, sandte Gott in seiner Liebe Jesus Christus, seinen Sohn, auf diese Erde. Er sollte die Strafe für unsere Schuld stellvertretend auf sich nehmen. Und genau das tat Jesus. Er wurde Mensch. Er erklärte uns das Geheimnis vom Reich Gottes, dem Herrschaftsbereich Gottes. Er zeigte uns, wie groß Gottes Liebe ist. Jesus starb an einem Kreuz auf dem Hügel Golgatha, nahe der Stadt Jerusalem. Jesus starb an unserer Stelle, wegen unserer Schuld. Gott hat den stellvertretenden Tod Jesu akzeptiert und ihn von den Toten auferweckt. Deshalb können wir von unserem Grundproblem, der Trennung von Gott, befreit werden. Wir brauchen die Strafe für unsere Schuld nicht mehr selbst zu tragen, weil Jesus sie auf sich genommen hat. Auch Du kannst gerettet werden, Du kannst aber auch verlorengehen. Die Entscheidung liegt bei Dir. Möchtest Du gerettet werden und später in der ewigen Herrlichkeit bei Gott sein? Dann solltest Du jetzt unbedingt weiterlesen. 1. Schritt: Erkenne Deine Schuld! Viele Menschen sehen ihre eigene Sünde nicht ein. Andere sehen sie, versuchen aber, sie zu überspielen. Wir sind von Natur aus Schauspieler. Immer wieder haben wir es meisterhaft fertiggebracht, uns zu verstellen und einen anderen Eindruck zu erwecken, als es den Tatsachen entspricht. Aber vor Gott ist alles offenbar. Er kennt uns genau. Wir sind vor ihm wie ein aufgeschlagenes Buch. Er kennt alle Einzelheiten unseres Lebens. Vor Menschen kann man seine Sünden zum Teil verbergen. Man kann die Missachtung der göttlichen Ordnungen mit vielen Entschuldigungen begründen. Aber bei Gott zählen diese Entschuldigungen nicht. In der Bibel lesen wir: »Was der Mensch sät, das wird er ernten« (Galater 6,7). Du hast bestimmt schon viele Deiner Sünden vergessen. Gott vergisst sie nicht so einfach. Vielleicht versuchst Du, Deine Sünden zu verbergen. Gott wird sie ans Licht bringen. Die Sünden, die Du als junger Mann getan hast, die Sünden, die Du als junges Mädchen getan hast, sie werden wieder zum Vorschein kommen. Dann fällt jede Maske. Die Bibel sagt: »Alles, was verborgen ist, wird offenbar werden« (vgl. Lukas 12,2). Dann wird Gott Dich für Deine Sünde zur Rechenschaft ziehen und strafen müssen. Und das, obwohl die Sühnung für die Schuld geschehen ist. Obwohl die Vergebung bereit ist. Aber Vergebung kann nur der empfangen, der sich schuldig weiß. Das Erkennen und Eingestehen der eigenen Sünde ist der erste Schritt zur Errettung. 2. Schritt: Bekenne Deine Schuld! Ich glaube, an keiner Stelle der Bibel wird uns der Weg zur Vergebung der Sünden besser erklärt als in Psalm 32. Die Bibel berichtet uns viel von König David. Er erkannte, dass er vor Gott schuldig war, und er litt darunter. Daraufhin bekannte er Gott seine Sünde, und Gott vergab sie ihm. David schrieb später in Psalm 32,1-5: »Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist! Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zurechnet, in dessen Geist kein Trug ist! Denn als ich es verschweigen wollte, verschmachteten meine Gebeine durch mein tägliches Klagen. Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir ... Darum bekannte ich dir meine Sünde, und meine Schuld verschwieg ich nicht. Ich sprach: ›Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen.‹ Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde.« Gewöhnlich ruft der Kranke den Arzt, und der Ertrinkende schreit um Hilfe. Was tat David, als er seinen sündigen Zustand erkannte? Er wandte sich an Gott und bat ihn um Hilfe. Er bekannte ihm seine Schuld. Und daraufhin empfing er Vergebung. Sicher kannst Du Dich nicht an jede einzelne Sünde in Deinem Leben erinnern. Es geht auch nicht darum, unsere Vergangenheit bis ins Kleinste zu durchforsten. Aber wir müssen erkennen, dass uns nicht nur ein paar gravierende Sünden von Gott trennen, sondern dass unser ganzes Leben von der Sünde gezeichnet ist. Wir haben gegen Gott rebelliert, indem wir unseren eigenen Weg gegangen sind. Unsere ganze Lebenshaltung ist von der Sünde durchdrungen. Doch Gottes Zusage gilt: »Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit« (1. Johannes 1,9). 3. Schritt: Lade Jesus ein, in Dein Leben zu kommen! Wer seinen sündigen Zustand erkennt, verspürt den Wunsch, jemanden zu haben, der ihm von jetzt an zur Seite steht. Gott vergibt, wenn wir bekennen. Es reicht aber nicht aus, nur die sündigen Taten zu bekennen. Wir brauchen jemanden, der uns Kraft gibt, ein neues Leben zu führen. Dieser »Jemand« ist Jesus Christus. Jesus kam, um unsere ganze Schuld wegzunehmen. Aber er will noch mehr tun. Er macht uns zu Kindern Gottes und schenkt uns ein völlig neues Leben. Im Johannes-Evangelium, Kapitel 1, Vers 12, lesen wir die Zusage: »Alle, die ihn [Jesus] aufnahmen und an seinen Namen glaubten, denen gab er das Recht, Gottes Kinder zu heißen.« Das kannst auch Du heute erleben! Geh an einen Ort, wo Du ganz allein bist, und beginne, mit Jesus zu sprechen. Es kommt bei diesem Gebet nicht auf schöne oder viele Worte an. Wichtig ist, dass Du es ehrlich meinst. Jesus ist da und hört Dich. Er sieht Dein Herz und versteht Dich. Sage ihm mit Deinen eigenen Worten, dass Du jetzt zu ihm kommen möchtest, dass Du erkannt hast, dass Du ein Sünder bist und gegen Gott und Menschen gesündigt hast. Bitte Jesus um Vergebung Deiner Schuld. Dann danke ihm, dass er auch für Deine Sünden am Kreuz gestorben ist. Bleib dann aber nicht auf halbem Wege stehen. Bitte Jesus, jetzt in Dein Leben zu kommen. Sage ihm, dass Du von jetzt an mit ihm leben willst und nicht mehr der Sünde dienen möchtest. Sage Jesus, dass er von jetzt an Dein Herr sein und die weitere Führung Deines Lebens übernehmen soll. Vielleicht fällt es dir schwer, mit eigenen Worten ein Gebet zu formulieren, dann kannst du das folgende Gebet zu deinem eigenen machen, um dein Leben Jesus Christus anzuvertrauen: „Herr Jesus, hier bin ich. Meine Sünden tun mir leid. Meine Kindheit, meine Jugend, meine ganze Vergangenheit bringe ich dir. Herr Jesus, vergib mir. Herr Jesus, wasche mich in deinem Blut. Herr Jesus, rette mich. In der Bibel steht, wer dich aufnimmt, der wird ein Gotteskind. Das glaube ich jetzt. Ich habe schon sehr viel von dir gehört. Aber heute entscheide ich mich für dich. Herr Jesus, ich nehme dich jetzt als meinen Heiland und Erretter auf. Herr Jesus, komm du in mein Herz, komm jetzt in mein Leben; ich will dein sein, und du sollst mein sein für Zeit und Ewigkeit. Von jetzt an will ich dir gehören. Ich will meinen Weg mit dir gehen. Ich will dein Jünger sein. Und ich danke dir, dass du mein Gebet erhört hast. Amen.“ Deine Entscheidung ist entscheidend! Vielleicht möchtest Du die Erklärung der drei Schritte noch einmal lesen? Aber dann tu, was du gerade gelesen hast. Tu es heute. Tu es jetzt! Und dann darfst Du es ganz fest glauben: 1. Wer seine Sünden, sein ganzes altes Leben, im Glauben aufrichtig im Gebet zu Jesus gebracht hat, dem sind seine Sünden vergeben. – Diesen ganzen Vorgang nennt die Bibel auch »Bekehrung«. 2. Wer zu Jesus Christus gebetet und ihn im Glauben in sein Leben aufgenommen hat, der ist ein Gotteskind geworden und hat das ewige Leben. – Dieses Ereignis nennt die Bibel auch »Neue Geburt« (Joh. 3,3). Es ist das Geschenk eines neuen Lebens von Gott. Wenn Du den Weg so weit gegangen bist, darfst Du Dich über Gottes großes Geschenk freuen und ihm immer wieder dafür danken. Jetzt solltest Du Menschen kennenlernen, die dasselbe erlebt haben. Jesus möchte, dass wir in einer guten Gemeinde sein Wort hören und ihn immer besser kennenlernen und gemeinsam mit anderen Christen ihm fröhlich nachfolgen und dienen. Eine der schönsten Erfahrungen für einen echten Christen ist, wenn durch ihn auch andere Menschen Jesus kennenlernen und finden. Wilhelm Pahls
8 Seiten, Best.-Nr.: 5-0
Aus dem Inhalt: „Klar ist, dass niemand beweisen kann, dass es keinen Gott gibt, aber ist andererseits seine Existenz beweisbar? Wenn das Letztere möglich ist, dann sind die atheistischen Verbände einem Irrtum aufgesessen. Kann man darüber hinaus zeigen, dass es den biblischen Gott gibt, dann gehen die Atheisten auf die Hölle zu, denn die Bibel sagt: „Deren Los ist die dunkelste Finsternis“ (Judas 13b).“ Dieses Traktat eignet sich besonders gut zur Weitergabe an suchende Menschen! ... und Er existiert doch! An dem Thema „Gott“ versuchen sich viele Menschen vorbei zu mogeln. So richtig will es ihnen jedoch nicht gelingen. In London haben Atheisten an den roten Doppeldeckerbussen dafür werben wollen, dass es keinen Gott gibt. Das scheiterte allerdings an dem englischen Werbegesetz, nach welchem nur etwas beworben werden kann, das mit konkreten Fakten belegbar ist. Keiner der Agitatoren aber konnte nachweisen, dass es keinen Gott gibt. Als Ausweg änderten sie ihren Slogan um, dass es „wahrscheinlich“ keinen Gott gibt. Ihr Ausspruch enthielt aber konsequenterweise auch eine Wahrscheinlichkeit dafür, dass es einen Gott gibt, was manch einen zum Nachdenken über die Gottesfrage brachte. In Deutschland wurde die Werbekampagne der Atheisten an öffentlichen Bussen gar nicht erst erlaubt. Daher entschloss man sich, einen eigenen Werbebus auf eine Deutschlandrundtour zu schicken. Der deutsche Slogan wurde gegenüber dem englischen noch verschärft: „Es gibt [mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit] keinen Gott.“ Man fragt sich doch als denkender Mensch, warum ziehen die Atheisten gegen etwas zu Felde, das es doch nach ihrer Auffassung gar nicht gibt? Klar ist, dass niemand beweisen kann, dass es keinen Gott gibt, aber ist andererseits seine Existenz beweisbar? Wenn das Letztere möglich ist, dann sind die atheistischen Verbände einem Irrtum aufgesessen. Kann man darüber hinaus zeigen, dass es den biblischen Gott gibt, dann gehen die Atheisten auf die Hölle zu, denn die Bibel sagt: „Deren Los ist die dunkelste Finsternis“ (Judas 13b). Auf einen größeren Verlust kann man nicht setzen. Wir wollen hier auf die Gottesfrage mit Hilfe von zwei neuen Gottesbeweisen antworten. Die Formulierung in Römer 1,21 „Denn obwohl sie von Gott wussten“ ist eine sehr starke Aussage und bezeugt uns, dass Gott sich auch außerhalb der Bibel offenbart und somit beweisbar gemacht hat. Wenn auch Gottesbeweise nicht direkt zum Glauben führen, so haben sie doch eine wichtige Funktion: Sie widerlegen den Atheismus und sind geeignet, mancherlei Glaubenshindernisse abzubauen oder gar zu beseitigen. Ältere Gottesbeweise stammen z. B. von Aristoteles, Anselm von Canterbury und Thomas von Aquin. An dieser Stelle nennen wir zwei Gottesbeweise, die erst in den letzten Jahren von dem Autor dieser Schrift entwickelt wurden, nämlich den aus der naturgesetzlichen Information und den prophetisch-mathematischen: Der Gottesbeweis aus den Naturgesetzen der Information Aufgrund der Naturgesetze über Information wissen wir, dass die riesigen Informationsmengen in den Zellen aller Lebewesen einen intelligenten Urheber benötigen. Gegenüber den historischen Gottesbeweisen, die weitgehend philosophisch orientiert sind, haben wir hier erstmals einen naturgesetzlichen Beweis für die Existenz eines intelligenten Senders und damit für die Existenz eines Gottes. Auf Kant, der vor 200 Jahren lebte und als der große Zerschmetterer der Gottesbeweise angesehen wird, können wir uns keineswegs berufen, da damals nur ein Bruchteil der heutigen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse bekannt war. Ausführlich ist die Beweisführung in meinem Buch Am Anfang war die Information [1] erläutert. Der „Prophetisch-mathematische Gottesbeweis“ Die Bibel enthält über 3000 prophetische Aussagen, die sich bereits erfüllt haben. Als ein gut nachvollziehbares Beispiel sei hier die in 5. Mose 28,64-65 von Gott angekündigte Zerstreuung des Volkes Israel genannt, dann die in Jeremia 16,14-15 zugesagte Rückkehr in das verheißene Land, die im Jahre 1948 nach fast 2000 Jahren durch die Staatsgründung Israels in Erfüllung ging. Diese Qualität weist kein anderes Buch der Weltgeschichte auf. Damit ist uns ein einzigartiges Kriterium zur Prüfung der Wahrheit an die Hand gegeben. Ist es möglich, dass Menschen, über einen Zeitraum von 1500 Jahren verteilt, so viele präzise Voraussagen treffen konnten? Haben sie sich zufällig erfüllt oder war das nur möglich, weil Gott der Autor der Bibel ist, der aufgrund seiner Allwissenheit Prophetien geben kann, die dann auch am geschichtlichen Ablauf nachprüfbar sind? Können wir es uns vorstellbar machen, was das bedeutet? Wir wollen es uns in einem Modell veranschaulichen: Man stelle sich einen ungewöhnlich großen Ameisenhaufen vor, in dem sich unter den ansonsten schwarzen Ameisen nur eine einzige rote Ameise befindet. Es ist leicht einzusehen: Je größer der betrachtete Haufen wird, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, die eine rote Ameise zufällig (z.B. mit verbundenen Augen) herauszugreifen. Die Frage lautet nun: Bei welcher Ameisenzahl ist die Wahrscheinlichkeit, die eine rote Ameise zufällig herauszugreifen, gerade genau so groß, wie die, dass sich 3268 Prophetien zufällig erfüllen können? Wir beginnen mit einer Schätzung: Reicht eine Badewanne voller Ameisen aus, oder muss die Wassermenge des Bodensees durch Ameisen ersetzt werden oder ist gar das Volumen einer Erdkugel mit Ameisen zu füllen? Die Berechnung zeigt: Es sind immer noch zu wenige. Was nun? Muss man vielleicht denken, unser riesiges und unvorstellbar großes Universum sei dicht mit Ameisen zu füllen oder gar zwei oder drei solcher Universen; vielleicht sogar hundert (10 hoch 2) oder tausend (10 hoch 3)? Erst die mathematische Rechnung übersteigt alle unsere Vorstellungen und nennt uns die tatsächliche Menge an Universen; es sind unfassbare 10 hoch 896. Was drückt eine solche immense Zahl – also eine Eins, gefolgt von 896 Nullen – von randvoll mit Ameisen gefüllten Universen aus? Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die über 3000 Prophetien zufällig erfüllen konnten, ist somit praktisch Null. Die Zahlenergebnisse der mathematischen Berechnungen wachsen derart ins Gigantische und Transastronomische, dass unser Denken und Vorstellungsvermögen weit überfordert sind, um diese Realität noch angemessen einzuschätzen. Der ausführliche rechnerische Nachweis ist in meinem Buch So steht’s geschrieben [2] erbracht worden. Das staunenswerte Ergebnis lässt sich kurz zusammenfassen: Durch den „Prophetisch-mathematischen Gottesbeweis“ kann die Existenz eines allwissenden und allmächtigen Gottes nachgewiesen werden, der mit dem Gott der Bibel identisch ist. Daraus ergeben sich drei bedeutsame Konsequenzen: 1. Die Bibel ist von Gott, und sie ist wahr Kein Mensch ist in der Lage, Prophetien zu formulieren, die sich dann auch ausnahmslos erfüllen. Der wahre Autor der Bibel ist der allwissende und allmächtige Gott (2. Timotheus 3,16). Darum ist die ganze Bibel wahr. Jesus betet zum Vater: „Dein Wort ist die Wahrheit“ (Johannes 17,17) und Paulus bekennt: „Ich glaube allem, was geschrieben steht“ (Apostelgeschichte 24,14). Er vertraute Gott auch ohne den „Prophetisch-mathematischen Gottesbeweis“. 2. Es gibt keinen anderen Gott als den Gott der Bibel Keiner der in der Vergangenheit erbrachten Gottesbeweise bestätigt einen bestimmten Gott. Sie sind allesamt so allgemein gehalten, dass jede Religion sie für sich nutzbar machen kann. Der „Prophetisch-mathematische Gottesbeweis“ hingegen weist eindeutig auf den Gott der Bibel und auf seinen Sohn Jesus Christus hin. Ein derartiger Nachweis kann über keinen der Götter in den anderen Religionen erbracht werden. Dazu passend sagt die Bibel, dass die Menschen in ihren Religionen unzählige Götter benannt haben: „Und obwohl es solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden, wie es ja viele Götter und Herren gibt, so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn“ (1. Korinther 8,5-6). In Psalm 96,5 verwirft die Bibel alle Götter in den Religionen: „Alle Götter der Völker sind Götzen.“ Den Götzen zu dienen ist keine neutrale Angelegenheit. In der Versuchungsgeschichte (Matthäus 4,8-10) verlangte der Teufel, dass Jesus ihn anbeten sollte. Mit einem Gotteswort verjagte er ihn: „Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen“ (Matthäus 4,10). Nach den Aussagen des Neuen Testaments dient man im Götzendienst den bösen Geistern, also den Dämonen (1. Korinther 10,20) und gewährt damit letztlich dem Teufel die Anbetung, die Jesus ihm so vehement versagte. Götzendienst ist eine Sünde, die zu denen zählt, die vom Reich Gottes ausschließen (1. Korinther 6,9ff; Galater 5,20-21; Offenbarung 21,8; 22,15). 3. Der Atheismus ist widerlegt Der Atheismus konnte auf zweifache Weise widerlegt werden – mit Hilfe der Naturgesetze der Information und durch den „Prophetisch-mathematischen Gottesbeweis“. Die Bibel bewertet das atheistische Denken in Psalm 14,1: „Die Toren sprechen in ihrem Herzen: ‚Es ist kein Gott‘.“ Weiterhin heißt es: „Dem Gottlosen wird es (in Ewigkeit) nicht wohlergehen“ (Prediger 8,13). Die Atheisten greifen somit nicht nur ins Leere, sondern befinden sich auf dem Weg zur ewigen Verdammnis: „Wer aber nicht (an den Herrn Jesus) glaubt, der wird verdammt werden“ (Markus 16,16). Es ist Rettung möglich Diese Schrift möchte niemanden wegen seines bisherigen Weges anklagen – weder die Ehebrecher noch Betrüger, weder die Vertreter verschiedener Religionen noch die Missionare des Atheismus. Vielmehr ist es unser Anliegen, auf Wege der Verlorenheit aufmerksam zu machen und allen Lesern einladend zuzurufen: In diesem Leben ist noch für jeden Sünder Umkehr möglich. In Johannes 3,17-18 ist die weitreichende Konsequenz, die das Evangelium für uns hat, kurz zusammengefasst: „Denn Gott hat seinen Sohn (Jesus) nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“ Weil Gott die Ewigkeit in unser Herz gelegt hat (Prediger 3,11), können wir in all den Dingen unseres irdischen Lebens keine wirkliche Erfüllung finden. Wir sind Ewigkeitsgeschöpfe, und darum wird unsere Existenz auch niemals ausgelöscht. Jenseits der Todesmauer gibt es nur zwei Aufenthaltsorte – den Himmel oder die Hölle. Der erste ist unaussprechlich herrlich, der andere unvorstellbar schrecklich. Gottes Wunsch ist es, uns einmal im Himmel zu haben. Dazu brauchen wir den Herrn Jesus. Er ist der Türöffner zum Himmel, weil er uns von unserer Schuld befreit und uns eine neue Lebensperspektive schenkt. Wenn Sie den Wunsch haben gerettet zu werden und in den Himmel zu kommen, müssen Sie sich von Ihrem alten Weg ohne Jesus abwenden und Jesus in Ihr Leben aufnehmen. Diese Lebenswende können Sie in einem Gebet vollziehen, das in etwa wie folgt lauten könnte: »Herr Jesus Christus, Deinen Namen kenne ich. Ich habe aber bisher so gelebt, als wenn es Dich überhaupt nicht gäbe. Jetzt habe ich erkannt, wer Du bist, und darum wende ich mich erstmals in einem Gebet zu Dir. Ich weiß nun, dass es einen Himmel und auch eine Hölle gibt. Errette mich darum vor der Hölle, in die ich wegen all meiner Schuld, besonders des Unglaubens, eigentlich hinkäme. Es ist mein Wunsch, einmal in alle Ewigkeit bei Dir im Himmel zu sein. Mir ist bewusst, dass ich nicht durch eigene Verdienste, sondern nur durch den Glauben an Dich in den Himmel kommen kann. Weil Du mich liebst, bist Du auch für mich am Kreuz gestorben und hast meine Verfehlungen auf Dich genommen und für mich bezahlt. Ich danke Dir dafür. Du siehst alle meine Schuld, auch die von meiner Kindheit an. Jede einzelne Sünde meines Lebens ist Dir bekannt – alles, was mir jetzt bewusst ist, aber auch alles, was ich längst vergessen habe. Du weißt alles über mich, denn Du kennst mich ganz genau. Mit jeder Regung meines Herzens bist Du vertraut, ob es Freude oder Trauer, Wohlergehen oder Verzagtheit ist. Vor Dir bin ich wie ein aufgeschlagenes Buch. So, wie ich bin und wie ich bisher gelebt habe, kann ich vor Dir und dem lebendigen Gott nicht bestehen, und darum würde ich den Himmel verpassen. Darum bitte ich Dich, vergib mir alle meine Schuld. Meine Sünden tun mir von Herzen Leid. Bitte hilf mir, alles abzulegen, was vor Dir nicht richtig ist und schenke mir neue Gewohnheiten, die unter Deinem Segen stehen. Öffne mir den Zugang zu Deinem Wort, der Bibel. Hilf mir, dass ich verstehe, was Du mir darin sagen willst und dass ich in Deinem Wort neue Kraft und Lebensfreude finde. Du sollst von jetzt an mein Herr sein, zu dem ich gerne gehöre und dem ich folgen will. Gib mir dazu ein gehorsames Herz. Zeige mir bitte den Weg, den ich nun gehen soll. Ich danke Dir, dass Du mich erhört hast. Ich glaube Deiner Zusage, dass ich jetzt durch meine Hinwendung zu Dir ein Kind Gottes geworden bin, das einmal ewig bei Dir im Himmel sein wird. Ich freue mich über den großen Gewinn, Dich jetzt schon in jeder Situation an meiner Seite zu haben. Bitte hilf mir dabei, Menschen zu finden, die auch persönlich an Dich glauben und lass mich eine biblisch orientierte Gemeinde finden, wo ich regelmäßig Dein Wort hören kann. Amen.« Direktor und Professor a. D.Dr.-Ing. Werner Gitt
8 Seiten, Best.-Nr.: 125-0
Aus dem Inhalt: „Das habe ich so nicht gewusst!“ – So lautete mein erstaunter Ausspruch, als ich erfuhr, dass man durch gute Werke nicht in den Himmel kommt. Diese Vorstellung war für mich damals einfach unfassbar! ... Auf neuem Kurs „Das habe ich so nicht gewusst!“ – So lautete mein erstaunter Ausspruch, als ich erfuhr, dass man durch gute Werke nicht in den Himmel kommt. Diese Vorstellung war für mich damals einfach unfassbar! Nach der Konfirmation hatte ich tief in mir das Verlangen, etwas Gutes zu tun und anderen zu helfen. So arbeitete ich als Jugendlicher in der Kirche mit und erzählte den Kindern in Kinderbibelwochen die Geschichten aus dem Alten Testament der Bibel. Im Gegensatz zu vielen meiner Altersgenossen glaubte ich der Bibel. Ich akzeptierte nie die Theorie von einem Urknall, durch den angeblich die Erde entstanden sein soll. Nein, ich glaubte, dass Gott der Schöpfer aller Dinge und dass Jesus Gottes Sohn ist. Ich wusste, dass er am Kreuz gestorben und am dritten Tag auferstanden war. Doch eins begriff ich überhaupt nicht: Ich verstand nicht, dass er am Kreuz für mich gestorben ist und ich ihn persönlich als meinen Retter annehmen muss. Im Konfirmandenunterricht wurde mir dies so nie vermittelt. Ich war überzeugt, dass es einen Himmel und eine Hölle gibt. Ich glaubte, dass ich in der Hölle landen werde, wenn ich mich nicht gut benehme, stehle oder andere Sünden begehe. Daher war es mein Bestreben, Gutes zu tun, immer wieder aufs Neue, jeden Tag. Doch das gelang mir überhaupt nicht. Ich war deswegen nicht nur traurig, sondern sogar fast wütend. Daraufhin nahm ich die Bibel zur Hand, um dort eine Antwort zu finden. Früher dachte ich immer, die Bibel sei lediglich ein hilfreiches Buch, das man aber nach einmaligem, vielleicht zweimaligem Lesen ruhig zur Seite legen könne. Heute sehe ich das anders: Die Bibel ist mehr als ein Buch mit guten Ratschlägen. Sie ist Gottes Fahrplan für unser Leben, sie zeigt uns den richtigen Kurs und sie ist gefüllt mit kostbaren Schätzen für jeden Tag. Als ich 20 Jahre alt war, erzählte mir jemand mit großer Überzeugung von dem, was Jesus in seinem Leben verändert hat. Mich hatte das dermaßen interessiert und gepackt, dass ich unbedingt mehr über Jesus wissen wollte. Mir wurde klar, dass Jesus am Kreuz für die Sünden eines jeden Menschen und somit auch für meine Sünden gestorben ist. Im Gespräch fielen einige Sätze, die für mich neu waren, wie z.B.: „Du musst dich hier auf der Erde einmal für ein Leben mit oder ohne Gott entscheiden. Wenn du dich gegen Gott entscheidest, dann bist du ein Kandidat für die Hölle!“ – Das saß! Und ich habe mich so geärgert! Je länger ich allerdings darüber nachdachte, desto mehr merkte ich, dass ich mich nicht allein aus dem Strudel meiner Unzulänglichkeiten und Sünden herauswinden konnte. Ich war ja so gefangen in meinem Denken, alles im Leben gut hinzukriegen und mir durch gute Werke den Himmel zu erkaufen. Ich wurde eingeladen, an den Gottesdiensten einer lebendigen, christlichen Gemeinde teilzunehmen. In dieser Zeit sprach Gott durch verschiedene Predigten zu meinem Herzen. Ich hörte von der Liebe Gottes und was Jesus aus Liebe für mich getan hat. Auf dem Rückweg von einigen Gottesdiensten weinte ich in meinem Auto darüber, dass ich es wieder nicht geschafft hatte, eine persönliche Entscheidung für Jesus zu treffen. Die Tränen liefen mir nur so über die Wangen, dass ich kaum die Fahrbahn sehen konnte. Nachts konnte ich nicht mehr richtig schlafen und mich quälte der Gedanke: „Du bist ein Kandidat für die Hölle!“ An einem Sonntagmorgen erwachte ich und es drängte mich, zum Gottesdienst zu gehen, obwohl ich es gar nicht vorhatte. Ich hörte dort die Worte Jesu aus Johannes 8, Vers 46: „Wenn ich aber die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht?“ Wie oft hatte ich diese Wahrheit bereits gehört? Ich hatte auch selber schon viel in der Bibel gelesen und doch hatte ich das Angebot Gottes noch nicht angenommen. In diesem Gottesdienst wusste ich genau, dass ich mich bekehren sollte. Ich stand auf und rief im Gebet Jesus an. Ich bat ihn, mir meine Sünden zu vergeben und mich als sein Kind anzunehmen. Ich gab mein ganzes, altes Leben an Jesus ab und kann heute sagen, dass dieses Erlebnis die wichtigste Entscheidung in meinem Leben war. Seit diesem Tag habe ich die Gewissheit, dass ich ewiges Leben habe und einmal im Himmel bei Jesus sein werde. Ich habe einen neuen Sinn im Leben gefunden. Jetzt ist es mein Wunsch, anderen weiterzusagen, was ich selbst erlebt habe. Jesus krempelte mein Leben grundlegend um! Es hat einen völlig neuen Kurs bekommen. Vielleicht bist du auch auf der Suche. Du quälst dich mit deiner Schuld und deinem Versagen herum und sehnst dich nach Geborgenheit und Frieden mit Gott. Jesus möchte dir deine Schuld vergeben. Er kennt dein ganzes Leben, deine Gedanken, alle deine Sorgen und Nöte. Jesus bietet dir an, in dein Leben zu kommen und es völlig neu zu machen. Er streckt dir freundlich seine Hand entgegen. Ergreife sie doch! Dino Zander
6 Seiten, Best.-Nr.: 33-0
Kosten- und Verteilhinweis: Dieser Artikel gehört zum kostenpflichtigen Sortiment und eignet sich vorrangig für die gezielte Weitergabe an einzelne Personen. Religion ist eine Suche nach Gott. Das Evangelium dagegen ist die frohe Botschaft, dass Jesus auf der Suche nach uns Menschen ist. Die beste Religion betont die Notwendigkeit einer äußeren Umgestaltung. Das Evangelium jedoch beginnt mit einer inneren Umgestaltung. Genau das möchte Gott dir schenken. Jesus ist gekommen zu suchen und zu retten, was verloren ist. Aus dem Inhalt: „... es gibt Tausende von Religionen, aber nur ein Evangelium. Religionen sind von Menschen erdacht, das Evangelium jedoch ist die Offenbarung göttlicher Gedanken.“ Wilhelm Pahls ist ein gern gehörter Evangelist, der aus Überzeugung und reicher Erfahrung spricht. Er versteht es, die Fragen und Probleme unserer Zeit verständlich anzusprechen und Antworten zu geben. Religion oder Evangelium Liebe Leserin, lieber Leser, in dieser Schrift geht es mir um den Unterschied zwischen Religion und Evangelium. Ich möchte zunächst mit einem einfachen Beispiel beginnen. Vor längerer Zeit habe ich gelesen, dass junge Mütter beim Einkaufen sehr genau auf die Preise achten. Sie sind gewissenhafter als Väter und finden bald heraus, wo man günstig und doch gut einkaufen kann. Erstaunlich ist allerdings, dass die jungen Mütter fast nur die teuerste Säuglingsnahrung kaufen. Sie suchen dafür nicht das billigste Geschäft und nicht die billigste Sorte aus. Man ist der Sache nachgegangen und hat bald herausgefunden, woran das liegt. Junge Mütter wissen, dass sie ihr Kind eigentlich stillen sollten. Weil sie das aber nicht wollen (einige können es auch nicht), wollen sie ihrem Kind wenigstens das Zweitbeste geben. Darum suchen sie die teuerste Säuglingsnahrung aus. Wenn sie es nicht tun würden, hätten sie ein schlechtes Gewissen. Das ist interessant. Über den Grund dieses Verhaltens wollen wir heute etwas im Zusammenhang mit unserem Thema „Religion oder Evangelium“ nachdenken. Gottes Anknüpfungspunkt Wir haben alle einen Mahner in der Brust, der uns sagt, was gut und böse ist. Da ist zum Beispiel ein Kettenraucher. Wenn du mit ihm sprichst und ihm sagst: „Es ist nicht gut, dass du sechzig Zigaretten am Tag rauchst,“ mag es sein, dass er dir sagt: „Mit meinem Geld mache ich, was ich will. Rauchfleisch hält besser. Ich kenne jemanden, der lässt die Pfeife nicht ausgehen und ist fünfundneunzig Jahre alt.“ So oder ähnlich könnte die Antwort klingen. Jedoch weiß er im Innersten ganz genau, dass du Recht hast. Wenn du mit einem Trinker sprichst und zu ihm sagst: „Es ist nicht gut, was du machst.“ Dann mag er sagen: „Mir macht es Spaß. Mit meinem Geld mache ich, was ich will, da lasse ich mir nicht hineinreden.“ Aber im Grunde weiß auch er genau, dass du Recht hast. Wenn du mit einem Ehebrecher sprichst, mag er sich rechtfertigen und so tun, als lebe er richtig, dennoch weiß er ganz genau, dass er ein Betrüger ist. Auch sein Gewissen sagt ihm: „Es ist nicht Recht, was du tust.“ Die Bibel lehrt uns, dass wir seit dem Sündenfall alle von Gott getrennt sind. Auf der einen Seite steht der heilige Gott und auf der anderen Seite der sündige Mensch. Wir lesen in der Bibel (Jesaja 59,1-2), dass die Sünde eine Scheidewand zwischen uns und unserem Gott ist. Diese Trennung ist total. Der Sündenfall mit seinen Folgen betrifft alle Menschen, jeden Einzelnen, ohne Ausnahme. Im Römerbrief, Kapitel 7, Vers 18 steht, dass in uns Menschen nichts Gutes ist. Manche meinen, der Mensch hätte einen guten Kern. Das ist aber eine ganz große Lüge. Diese Leute kennen sich selbst nicht. Die Bibel lehrt, dass in uns überhaupt nichts Gutes ist. Aber obwohl wir vom Sündenfall her von Gott getrennt sind, hat Gott doch einen Anknüpfungspunkt im Menschen. Dieser Anknüpfungspunkt ist sein Gewissen. Du kannst darüber etwas im Römerbrief, Kapitel 2, Vers 14-15, lesen. Auch an anderen Stellen sagt uns die Bibel, dass wir ein Gewissen haben. Unser Gewissen ist nicht die Stimme Gottes. Es gibt Leute die sagen: „Ich lebe nach meinem Gewissen und höre auf meine innere Stimme.“ Aber unser Gewissen ist nicht die Stimme Gottes. Allerdings ist es so angelegt, dass es auf die Stimme Gottes reagieren kann. Jemand hat einmal gesagt: „Unser Gewissen ist das Echo der Stimme Gottes.“ Das ist sehr gut gesagt. Unser Gewissen reagiert, wenn wir etwas Unrechtes tun. Wir alle haben es schon tausendfach erlebt. Doch unser Gewissen reagiert sehr unterschiedlich. Es gibt Menschen, deren Gewissen verhärtet ist. Dr. Gerhard Bergmann sagte einmal: „Bei manchen Menschen ist das Gewissen mit einer geistigen Hornhaut überzogen.“ Solche Menschen nehmen nicht war, dass sie lügen. Sie merken nicht mehr, wenn sie die Ehe brechen. Im Allgemeinen realisieren sie nicht mehr, dass sie Böses tun. Ihr Gewissen ist abgestumpft, es ist verhärtet. Das ist ein furchtbarer Zustand. Man kann so lange sein Gewissen unterdrücken und totknüppeln, bis es nicht mehr reagiert. Doch es gibt auch ein anderes Extrem, nämlich dass jemand ein überempfindliches Gewissen hat. Es gibt Menschen, die mögen kaum über die Straße gehen, sie mögen nicht nach links und rechts sehen, denn sie haben immer ein schlechtes Gewissen. Oft entsteht dies durch eine falsche religiöse Beeinflussung. Das ist eine ganz große Not. Aber es gibt auch das normal funktionierende Gewissen. Das habe ich bereits erwähnt, wie zum Beispiel bei jener Mutter, die die teuerste Säuglingsnahrung für ihr Kind kauft, weil sie sonst ein schlechtes Gewissen hätte. Oder wie bei jenem Mann, der sich abends im Bett hin und her wälzt und nicht einschlafen kann. Er hat etwas Schlimmes getan und sein Gewissen plagt ihn. Oder, wie bei einem anderen, der todkrank ist und jetzt auf dem Krankenlager liegt. Obwohl er schon jahrelang nicht mehr im Gottesdienst war, plagt ihn plötzlich sein Gewissen und er kann nicht zur Ruhe kommen. Mit einem Mal bittet er um den Besuch eines Seelsorgers. Sein Gewissen funktioniert noch. Er weiß: Ich bin schuldig. Was alle Völker wissen Wir sind alle sündig und darum sind wir alle schuldig vor Gott. Selbst dann, wenn es uns niemand sagen würde, wüssten wir es doch: Wir brauchen Erlösung! Irgendwie spüren wir das. Und nicht nur wir, denen man es gesagt hat, sondern auch alle anderen wissen und spüren es ebenso. Alle Völker wissen, dass sie schuldig sind und Erlösung brauchen. Das ist eine ganz interessante Sache. Du kannst den entferntesten Stamm irgendwo auf einer Insel besuchen. Die Leute dort haben vielleicht nicht einmal Kleider auf dem Leibe, keine Wohnungen, und sie haben vieles nicht, was für uns selbstverständlich ist. Aber sie sind garantiert auf der Suche nach Erlösung und haben eine Religion. Es gibt viele verschiedene Religionen. Aber wenn du einmal darüber nachdenkst und dir die Frage stellst: „Ja, wie kommt es überhaupt dazu?“, merkst du: Auch Menschen, die keine Verbindung mit entfernt lebenden Völkern haben, haben Religion! Und warum haben sie Religion? Sie haben Religion, weil sie wissen, dass sie schuldig sind, und weil sie das Bedürfnis nach Erlösung so sehr verspüren. Mit Hilfe der Religion versuchen sie, mit einer höheren Macht, an die sie glauben, ins Reine zu kommen. Sie wollen ihr Gewissen beruhigen. Wozu ist Religion da? Das Wort „Religion“ – eigentlich ein wunderschönes Wort – kommt aus dem Lateinischen. „Re“ steht für „zurück“ und „legion“ erinnert an „Verbindung“. Es geht also um eine Rückverbindung. Der Mensch sucht eine Rückverbindung zu Gott. Darum ist Religion eigentlich ein schönes Wort. Aber das, was der Mensch dann macht – das, was wir als Religion bezeichnen –, das wollen wir einmal untersuchen. Ich frage erst einmal: Woher kommt eigentlich die Religion, und wozu ist die Religion da? Es gibt Menschen, die meinen, dass die Religion von Gott kommt. Wenn sie das Wort Religion hören, denken sie: „Das ist etwas Göttliches, etwas Gottgewolltes.“ Mit ein paar ganz einfachen Beispielen möchte ich jetzt etwas erklären. Hier habe ich einen kleinen Druckbleistift. Darin befindet sich eine ganz feine Mine, die braucht man nie anzuspitzen. Dieser Bleistift, ein Radiergummi und etwas Papier sind meine wichtigsten Werkzeuge. Ich habe das Radiergummi gleich auf dem anderen Ende des Bleistifts. Wenn ich etwas falsch geschrieben habe, drehe ich das Ding nur um und schon kann ich radieren. Eine wunderbare Sache, oder? Was meinst du, ist dieser Bleistift einmal vom Himmel gefallen, oder wo kommt er her? Nein, er ist in Japan erfunden und in Japan hergestellt worden. Die Europäer haben ihn importiert und ich habe ihn im Supermarkt gekauft. Dieser Druckbleistift ist eine menschliche Erfindung. Das Radiergummi ist ebenfalls eine menschliche Erfindung. Ich habe außerdem eine kleine, scharfe Nagelschere. Nun, ich weiß, man kann sich die Nägel auch abkauen oder abfeilen. Meine Nagelschere ist auch nicht vom Himmel gefallen, sondern Menschen haben sie erfunden. Ich habe gelesen, dass der Mann, der die Haarnadel mit den Wellen darin erfunden hat, steinreich geworden ist. Vorher gab es nur gerade Haarnadeln und diese fielen leicht aus den Haaren heraus. Eines Tages kam jemand auf die Idee, dass man sie auch wellenförmig machen kann, denn so bleiben sie besser drin. Darauf bekam er ein Patent und verdiente damit viel Geld. Das alles sind Erfindungen von Menschen. Menschen hatten ein Problem und suchten nach einer Lösung. Menschen haben nachgedacht und haben dann Entdeckungen gemacht. Die Dinge, die ich gerade aufgezählt habe, sind menschliche Erfindungen. Sie sind Mittel für einen bestimmten Zweck. Religionen sind Erfindungen Genauso ist es bei den vielen verschiedenen Religionen. Religionen sind auch Erfindungen der Menschen. Die Religionen sind nicht vom Himmel gekommen, sondern Menschen haben sich Religionen ausgedacht. Dieser Bleistift ist zum Schreiben, das Radiergummi ist zum Radieren und die Schere ist zum Schneiden da. Aber wozu ist die Religion da? Die Religion ist ein menschliches Mittel, um das Gewissen zu beruhigen. Ich möchte das jetzt noch etwas anders erklären, damit es jeder verstehen kann. Auch die Heiden, die irgendwo im Busch leben und noch nie etwas von Gott oder der Bibel gehört haben, sind Sünder. Sie wissen, dass sie Sünder sind. Im Römerbrief (Kapitel 2) kannst du nachlesen, dass ihr Gewissen es ihnen bezeugt. Sie spüren, dass sie vor Gott schuldig, dass sie Sünder sind. Sie spüren, dass etwas geschehen muss. Und bei dem Versuch, mit Gott ins Reine zu kommen, kommt es zu allen möglichen Entgleisungen. Religion ist eigene Anstrengung Es gibt Heiden, die beten einen Gott an, den sie selbst aus Holz gemacht haben. Schließlich glauben sie sogar fest daran, dass dieser Gott ihnen helfen kann. Sie bringen große Opfer, sie schlachten sogar ihre Kinder und opfern sie dem Gott, den sie selbst gemacht haben. Wir lesen von Völkern, die stundenlange Gebetsübungen verrichten, weil sie damit ihr schlechtes Gewissen beruhigen wollen. Viele Hindus pilgern hunderte von Kilometern bis zum Ganges, um dort ihr Reinigungsbad zu nehmen oder am Ganges zu sterben. Warum tun sie das? Sie könnten genauso gut zu Hause sterben. Sie tun es, weil sie sonst ein schlechtes Gewissen hätten. Sie verrichten diese Dinge, um ihr Gewissen zu beruhigen. Heidenfrauen werfen ihre Kinder bei ihren heidnischen Festen vor die Götzenwagen. Wenn dann die Räder über die Babys rollen und das Blut spritzt und die Kinder zermalmt werden, geraten sie in Ekstase. Das ist für sie der Höhepunkt ihres Lebens. Sie haben das Liebste, was sie haben, den Göttern geopfert. Jetzt müssen die Götter doch zufrieden sein. Das sind schreckliche Praktiken. Aber so haben sie es von ihren Vorfahren gelernt. Und jetzt führen sie es so fort. Wenn sie es nicht tun würden, hätten sie ein schlechtes Gewissen. Ein Missionar, der unter Eingeborenen gearbeitet hatte, kam in ein Dorf in dem gefeiert wurde. Die Leute tanzten und sangen. Er kam näher heran, um zu sehen, was dort eigentlich geschah. Und dann sah er, dass gerade ein Kind geopfert wurde. Eine Plage war ausgebrochen. Die Leute gingen zum Medizinmann und fragten: „Was sollen wir tun? Die Götter sind gegen uns.“ Daraufhin hatte der Medizinmann die Götter gefragt, was die Menschen tun sollten. Die Antwort, die kam, war aber nicht von Gott, sondern eher vom Teufel. Der Medizinmann ordnete an, dass das zuletzt geborene Kind geopfert werden sollte. Das wurde schnell herausgefunden und die Eltern brachten das zuletzt geborene Kind. Dann wurde dieses Kind ganz langsam mit feinem Sand erstickt. Während das Kind so qualvoll starb, jubelte das Dorf. Der Zorn der Götter ist gestillt und abgewandt. Das sind unheimliche Vorgänge. Wenn man so etwas liest, wird man dankbar, dass man in einem Land aufwachsen durfte, wo es solche furchtbaren Dinge nicht mehr gibt. Warum gibt es sie nicht mehr? Vor vielen Jahrhunderten kam das Evangelium hierher! Überall dort, wo das Evangelium hinkam, wurden diese grausamen Dinge ausgeräumt. In der Bibel wird uns gesagt, dass wir unsere Kinder nicht opfern müssen, denn Gott hat seinen Sohn zu unserm Heil geopfert! Die gefährlichste Religion Doch nun noch einmal zurück zur Religion. Religion ist ein Mittel, um das Gewissen zu beruhigen. Religion ist manchmal ein ganz grausames Mittel. Wenn du jetzt fragst: „Welche Religion?“ Dann muss ich dir sagen: „Jede Religion.“ Jede Religion ist ein Mittel, um das Gewissen zu beruhigen. Auch die allerbeste Religion ist nur ein Mittel, das Gewissen zu beruhigen und darum im Endeffekt nichts wert. Jede Religion stellt in Wirklichkeit eine Gefahr dar. Karl Marx hatte gesagt: „Religion ist das Opium des Volkes.“ Wie viele Leute haben sich über diese Aussage aufgeregt? In Wirklichkeit stimmt sie. Was ist denn Opium? Es ist ein Rauschmittel, ein Betäubungsmittel, ein Beruhigungsmittel, ein Mittel, dass über den wirklichen Zustand hinwegtäuscht. Ich will jetzt etwas sehr Wichtiges mit einem ganz einfachen Beispiel erklären. Jemand hat Zahnschmerzen. Er hat einen sehr kranken Zahn. Schon vor Monaten hätte er zum Zahnarzt gehen müssen. Jetzt aber kommen die Zahnschmerzen mit Macht. Er will gerade in die Ferien fahren und besorgt sich ein starkes, schmerzstillendes Mittel und das schluckt er viermal am Tag. Was passiert? Die Schmerzen verschwinden. Es geht ihm gut. Er kann wieder beißen und fühlt sich wohl. Der Zahn aber ist noch genauso krank wie vorher. Am eigentlichen Problem hat sich überhaupt nichts geändert. Bitte denke jetzt einmal gut mit! Genauso ist das mit der Religion. Ich bin ein verlorener Sünder. Die Sünde trennt mich von Gott. Manchmal tue ich Dinge, von denen mein Gewissen mir sagt, dass sie falsch sind. Die Sünde ist nämlich schlimmer als ein Magengeschwür, viel, viel schlimmer. Sünde kann ebenfalls Qualen, nämlich große Gewissensqualen, verursachen. Doch dann holt man seine Religion zur Hilfe. Irgendeine Religion hat ja jeder. Man fängt an, sie zu praktizieren und die Religion fängt an zu wirken: Das schlechte Gewissen geht weg, aber die Sünde bleibt. Das ist genauso, wie wenn ich einen kranken Zahn mit einem Betäubungsmittel behandle. Die Zahnschmerzen gehen zwar weg, aber der kranke Zahn bleibt. So machen es Millionen von Menschen mit den verschiedensten Religionen. Das schlechte Gewissen ist zwar weg, aber die Sünde und der verlorene Zustand bleiben. Daran hat sich überhaupt nichts geändert. Und jetzt komme ich zu einem Punkt, bei dem mir einige vielleicht fast böse sein werden, aber was ich jetzt sage ist wahr: Die christliche Religion – die sogenannte christliche Religion – ist die gefährlichste aller Religionen. Sie ist darum so gefährlich, weil sie so gut wirkt, weil sie so gut beruhigt. Viele Menschen meinen: „Ich habe das Beste, was es gibt: die christliche Religion.“ Dann beginnen sie, sie zu praktizieren und das beruhigt so schön. Aber an der Sünde, an dem verlorenen Zustand des Menschen ändert sich überhaupt nichts. Man benutzt die christliche Religion wie eine Beruhigungspille. Was ist christliche Religion? Das Kind ist erst ein paar Tage alt, dann wird es getauft. Die Eltern sind beruhigt. Für sie ist alles in Ordnung: Das Baby ist kein Heide mehr, sondern ein Christ. Das Kind kann noch nicht einmal richtig denken, dann wird es gefirmt bzw. konfirmiert. Warum wird das gemacht? Wo steht das in der Bibel? Sage jetzt nicht, ich hätte über die Kirche geschimpft. Ich will nur erklären, wie gefährlich es ist, wenn man nur die äußeren Formen hat. Als ich mich mit zwanzig Jahren bekehrte und anfing meine Bibel zu lesen, habe ich darin meine geliebte Konfirmation gesucht und nicht gefunden, bis ich schließlich erkennen musste, dass sie eine Erfindung der protestantischen Kirche ist. Sie wurde irgendwann einmal erfunden und eingeführt. Die Konfirmation ist etwas, das Menschen im Laufe der Zeit erfunden haben. Nirgendwo in der Bibel steht so etwas. Genauso ist es mit der christlichen Trauung. Du bist in dem Augenblick verheiratet, wo du vor der zuständigen Behörde, der du unterstellt bist, dein „Ja“ gibst. Christen haben darüber hinaus das Bedürfnis, um den Segen Gottes zu bitten. Wenn wir das in der Gemeinde tun können, dann ist uns wohl dabei. Und das ist auch richtig so. Welcher echte Christ hat nicht diesen Wunsch? Aber wer meint, weil ich getauft, gefirmt oder konfirmiert bin, christlich getraut wurde und schließlich noch christlich beerdigt werde, muss es am Ende doch gut werden, lebt in einem ganz gefährlichen Irrtum. All das mag uns ein wenig beruhigen, aber gerettet werden wir dadurch nicht. Wenn wir diese Dinge einmal richtig untersuchen, müssen wir ehrlicherweise feststellen, dass die meisten von ihnen in der Bibel überhaupt nicht erwähnt werden. Es sind gut gemeinte christliche, religiöse Handlungen. Aber mit der Rettung meiner Seele haben sie überhaupt nichts zu tun. Das, was mich rettet ist etwas ganz anderes. Doch damit haben sich die meisten Menschen noch nie beschäftigt. Sie lassen sich einfach durch die christliche Religion beruhigen. Die Früchte der christlichen Religion Deutschland nennt man ein „christliches Land“, dabei ist das eine ganz große Lüge. Deutschland ist kein christliches Land. Die meisten Deutschen besuchen nie einen Gottesdienst. Sieh dir die Früchte der christlichen Religion an! Die sogenannten christlichen Völker haben die meisten Ehescheidungen. Jemand kommt aus der Türkei nach Hannover und sagt nach kurzer Zeit: „Die Christen haben mich enttäuscht!“ Und wie sieht es in anderen Ländern, die sich christlich nennen, aus? Ich war irgendwo bei einem Friseur. Es ist schon lange her. Während unserer Unterhaltung hat der Mann schreckliche Ausdrücke gebraucht – es war einfach schlimm. Ich wusste: Dieser Mann heißt Herr Schön. Als dann die „Behandlung“ zu Ende war und ich bezahlte, habe ich ihm noch gesagt: „Herr Schön, wir haben zurzeit eine Evangelisation in der Stadt. Ich habe jetzt anderthalb Stunden hier bei Ihnen gesessen. Ungefähr so lange dauert unsere Versammlung auch. Nur ist sie etwas billiger, wenn Sie wollen, ganz umsonst. Ich lade Sie ein. Kommen Sie doch heute Abend einmal zu uns.“ Ich habe freundlich mit ihm geredet, ihn herzlich eingeladen und ihm einen Einladungszettel gegeben. Dann fing der Mann an, über die Kirche, die Frommen, Gott und alles Christliche zu schimpfen. Schließlich habe ich gesagt: „Herr Schön, Sie haben einen schönen Namen, aber Sie reden so wüst. Es wäre mir lieber, sie würden Herr Wüst heißen und etwas schöner reden.“ Noch ein paar Worte, und dann bin ich traurig gegangen. Als ich draußen stand, wurde mir diese ganze Geschichte zu einer richtigen Predigt. Man kann sogar Herr Edel heißen und dennoch ein Lump sein. Man kann sehr gut eine christliche Religion haben. In den Papieren kann stehen: „evangelisch“, aber mit dem Evangelium hat man überhaupt nichts im Sinn. Man kann sagen: „Wir sind doch alle Christen!“, aber man ist weit von Jesus Christus und seinen Ordnungen entfernt. Man dient dem Teufel, aber nicht Jesus. Ich bitte dich, liebe Leserin, lieber Leser, sei an diesem Punkt doch einmal ganz ehrlich. Was nützt eine Maske? Gott ist doch nicht so, dass er nur das Äußere sieht. Gott sieht das Herz an. Gott wird einmal nicht unsere Fassade beurteilen, sondern das, was wir wirklich waren. Vielleicht bist du getauft, aber du hast kein Leben aus Gott. In der Bibel steht: „Sie haben den Namen als lebten sie und sind doch tot.“ Du bist religiös. Das spreche ich dir überhaupt nicht ab. Du legst großen Wert darauf, dass deine Kinder getauft werden. Hoffentlich lassen sie sich dann auch christlich trauen, was denken sonst die Verwandten. Und hoffentlich lassen sie dann ihre Kinder auch wieder taufen. Dann geht die Leier wieder von vorne los. Und irgendwann werden sie dann auch noch christlich beerdigt. Dann wird der Konfirmationsspruch vorgelesen. Na, wenn jemand so einen schönen Konfirmationsspruch hat, dann muss er bestimmt einen Ehrenplatz im Himmel bekommen, oder? Was sind das bloß für törichte Ideen! Viele sind religiös, aber nicht bekehrt, nicht wiedergeboren. Sie haben sich niemals für Jesus Christus entschieden und haben auch keine Heilsgewissheit. Das ist eine himmelschreiende Not. Jetzt möchte ich mit ganz großer Offenheit ein paar Dinge sagen. Ich sage es aus Liebe, das darfst du mir abnehmen, weil ich dir helfen möchte. Drei Dinge, mit denen Religion zu tun hat Religion hat fast immer mit drei Dingen zu tun. Achte einmal darauf: Mit toten Gegenständen, mit Vor-schriften, die nirgendwo in der Bibel zu finden sind und mit Menschen, zum Teil mit toten Menschen. Ein paar Beispiele dazu: 1. Mit toten Gegenständen. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Wenn es wieder Weihnachten wurde, saßen wir im Lichterglanz und haben gesungen: „0h Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie treu sind deine Blätter! 0h Tannenbaum, oh Tannenbaum, du kannst mir sehr gefallen...“ Dann hieß es: „So, dann wollen wir mal sehen, was der Weihnachtsmann gebracht hat!“ Das war das größte christliche Fest im Jahr. Oh, es gibt Leute, die tragen ein Kreuz an einer Kette. Wunderschön! Ich mag das, aber wenn das alles ist, dann sind sie arm dran. Es gibt Leute, die legen sogar ein Kreuz unter das Kopfkissen und denken, dass sie sicher selig werden, falls sie in dieser Nacht sterben sollten; es liegt ja ein Kreuz unter ihrem Kopfkissen. Das ist ein ganz übler Aberglaube. Es gibt Leute, die reisen an eine bestimmte Stätte und küssen ein Kreuz, weil es ein besonders heiliges Stück Holz sein soll. Was ist das alles für ein Unsinn! Aber das ist Religion. Religion hat mit toten Gegenständen zu tun, mit Büchern, Urkunden und mit allerlei Klimbim. 2. Das andere, das ich erwähnte, sind Vorschriften, die nirgends in der Bibel zu finden sind. Es gibt Menschen, die essen am Freitag kein Fleisch. Sie meinen, sie tun Gott damit einen Gefallen. Sie hätten ein schlechtes Gewissen, wenn sie Fleisch essen würden. Sag mal, wie kommen die Leute nur auf so eine Idee? Ich finde es gut, mal einen Tag oder auch länger fleischlos zu leben. Es wäre noch besser, man würde ab und zu mal einen Tag fasten. Heute wissen wir von der Medizin her, dass Fasten sehr gut ist. Aber wenn wir versuchen, diese Sache religiös zu begründen und meinen, wir täten Gott damit einen Dienst, dann liegen wir ganz schief. Mit solchen Vorschriften hat der lebendige Gott überhaupt nichts zu tun. 3. Als nächstes erwähnte ich, dass es sich bei Religion oft um Menschen handelt, nicht um Jesus Christus, sondern um Menschen und oft um tote Menschen. Jemand sagt: „Mein Onkel war Pfarrer, mein Schwager ist Pfarrer. Na also, das muss Gott doch anrechnen – oder?“ Was sind das bloß für kurzschlüssige Überlegungen. Das alles ist überhaupt nichts wert, wenn es um unsere Errettung geht. Aber das ist Religion! Religion, tote Religion ist ein Mittel zum Zweck, ein Mittel, mit dem man sein Gewissen beruhigen kann. Doch schließlich stirbt man ohne Bekehrung, ohne Wiedergeburt, ohne Heilsgewissheit, ohne jemals mit Jesus Christus ins Reine gekommen zu sein. Was ist Evangelium? Jetzt komme ich zum zweiten Teil. Jetzt wird es ganz wichtig. Was ist denn nun Evangelium? Ich will ja den Unterschied zwischen Religion und Evangelium deutlich machen. Was ist denn Evangelium? Aus dem Johannesevangelium Kapitel 3 möchte ich dazu die Verse 1 bis 10 zitieren. Dort heißt es: „Es war aber einer unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Mitglied des Hohen Rats bei den Juden. Der kam in der Nacht zu Jesus und sagte zu ihm: Meister, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist. Jesus antwortete ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus sagte zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in den Leib seiner Mutter kommen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht durch Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht darüber, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden. Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist. Nikodemus fragte ihn: Wie kann dies geschehen? Jesus antwortete ihm: Du bist ein Lehrer in Israel und weißt das nicht?“ Wir haben gelesen, wie Jesus hier mit einem Religionslehrer spricht, mit Nikodemus. Jesus sagt ihm: „Wenn du nicht von neuem geboren wirst, wenn du nicht von oben geboren wirst, dann kannst du das Reich Gottes überhaupt nicht sehen.“ Dieser Nikodemus hatte die beste Religion, die es damals gab. Er hat viele gute Werke getan. Und jetzt sagt Jesus zu diesem religiösen, guten Menschen: „Das ist alles nichts. Wer ins Reich Gottes kommen will, der muss von oben geboren werden.“ Das Geschenk Gottes Ich habe hier eine Aussage von Leo Janz, die möchte ich einmal zitieren: „Meine Freunde, es gibt Tausende von Religionen, aber nur ein Evangelium. Religionen sind von Menschen erdacht, das Evangelium jedoch ist die Offenbarung göttlicher Gedanken. Die Religion wurde von Menschen gemacht, das Evangelium jedoch ist ein Geschenk Gottes. Religion ist die Meinung der Menschen, das Evangelium ist die Mitteilung Gottes. Religion ist im Allgemeinen die Geschichte sündiger Menschen, die etwas für den heiligen Gott tun wollen. Das Evangelium dagegen erzählt uns, was der heilige Gott für uns getan hat. Religion ist eine Suche nach Gott. Das Evangelium dagegen ist die frohe Botschaft, dass Jesus auf der Suche nach Menschen ist. Des Menschensohn [Jesus] ist gekommen zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ Und hier noch einen ganz wichtigen Satz von Leo Janz: „Die beste Religion betont die Notwendigkeit einer äußeren Umgestaltung. Das Evangelium jedoch beginnt mit einer inneren Umgestaltung.“ Genau das möchte Gott dir schenken: eine innere Umgestaltung, ein neues Leben, die Wiedergeburt. Noch einmal möchte ich auf die äußeren Dinge zurückkommen. Ich denke, dann haben wir es richtig verstanden und niemand wird mir etwas übel nehmen, eben weil wir es verstanden haben. Religion hat es mit äußeren Dingen zu tun. Ich sage nicht, dass diese äußeren Dinge böse sein müssen. Ich sage nicht, dass diese äußeren Dinge vom Teufel sind, sondern es sind menschliche Dinge, menschliche Leistungen. Weil sie von Menschen sind, reichen sie nicht aus. Sie retten nicht. Wir sagen zum Beispiel unserem kleinen Sohn, wenn er das Beten lernen soll: „So, jetzt wollen wir schön die Hände falten und beten.“ Warum sagen wir das? Damit er nicht beim Beten an der Tischdecke herumspielt. Dann sagen wir dem Kleinen noch: „Jetzt wollen wir schön die Augen schließen und beten.“ Ich schließe beim Beten fast immer die Augen. Aber ich bete auch manchmal beim Autofahren, da muss man die Augen natürlich offen haben. Doch sonst, wenn ich allein bin oder in der Gebetsstunde, dann mache ich die Augen immer zu. Warum sagen wir unseren Kindern, jetzt wollen wir die Augen schließen, die Hände falten und beten? Es steht nirgends in der Bibel, dass man das tun soll. Trotzdem sagen wir es unseren Kindern, damit sie nicht neugierig herumgucken und vielleicht die Nudeln im Teller zählen oder sonst etwas tun. Aber nicht das Äußere, das Augenschließen, das Händefalten, ist entscheidend, sondern das Gebet, das aus dem Herzen kommt. So könnten wir noch viele andere Dinge aufzählen, um zu zeigen, was Religion ist. Auch unsere christlichen Feste wurden im Laufe der Jahrhunderte von den Menschen erfunden. Man hat sie einmal so eingerichtet, und jetzt feiern wir sie seit Jahrhunderten. Aber in Wirklichkeit steht nichts davon in der Bibel. Sagt nicht, ich hätte gegen diese Dinge geschimpft. Ich möchte nur aufzeigen, dass diese äußeren Dinge nicht ausreichen, um gerettet zu werden. Diese Dinge, auch wenn sie christlich sind, können im allerbesten Fall nur „Verpackung“ sein. Doch nicht die Verpackung ist das Entscheidende, sondern der Inhalt. Und den Inhalt haben Millionen von Menschen nicht. Sie haben nur die Religion, die Verpackung. Eine innere Umgestaltung ist nötig Jesus sagte zu Nikodemus: „Du musst wiedergeboren werden.“ Leo Janz sagte: „Das Evangelium beginnt mit einer inneren Umgestaltung.“ Diese innere Umgestaltung nennt die Bibel „Wiedergeburt“. Ich möchte einmal fragen: Hast du das erlebt? Sag, kannst du von einer Phase in deinem Leben erzählen, wo Gott dir die inneren Augen öffnen konnte. Wo du deinen verlorenen Zustand erkannt hast und dann damit zu Jesus gekommen bist, um Buße zu tun, dich zu bekehren und um Jesus als deinen Heiland und Erretter aufzunehmen? Sag, bist du wiedergeboren? Sag, hast du Heilsgewissheit? Hast du das Zeugnis des Geistes, dass du ein Kind Gottes geworden bist? Wohnt Jesus in deinem Herzen? Kannst du wie Paulus sagen: „Christus in mir, die Hoffnung der Herrlichkeit.“? Wenn du das nicht sagen kannst, dann hast du diesen Schritt über die Grenze noch nie getan. Die Bibel spricht von einer Wiedergeburt. Jesus sagt: „Du musst vom Geist geboren werden. Du musst wiedergeboren werden.“ Das heißt doch, du musst noch einmal, also ein zweites Mal geboren werden. Durch die erste Geburt wird man ein Menschenkind. Durch die zweite Geburt wird man ein Gotteskind. Durch die erste Geburt wird man ein Menschenkind, weil man von einem Menschen gezeugt wurde. Durch die zweite Geburt wird jemand ein Gotteskind, weil er von Gott durch den Heiligen Geist gezeugt wurde. Die erste Geburt kommt aufgrund einer Willensentscheidung zustande. So ist es auch bei der Wiedergeburt. Sie kommt aufgrund deiner persönlichen Entscheidung zustande (vgl. Johannes 1,12-13). In der Bibel steht in Johannes Kapitel 1 Vers 11: „Er [Jesus] kam in sein Eigentum; doch die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ Das ist eine der traurigsten Bibelstellen überhaupt. Jesus kommt in diese Welt, er will Menschen retten, und die Menschen nehmen ihn nicht auf. Sie nehmen das Brot aus seiner Hand, sie wollen die positiven Auswirkungen seines Kommens, doch ihn selbst nehmen sie nicht auf. Die Menschen nehmen die sozialen Auswirkungen, die das Christentum gebracht hat, an. Wir leben gern in einem christlichen Land, weil da weitgehend noch Ruhe und Ordnung herrschen. Wir haben es dem Evangelium zu verdanken, dass es uns heute so gut geht. Das soziale Evangelium, die gute äußere Form, das möchte man. Aber das, worum es eigentlich geht – die Errettung des Menschen, die Wiedergeburt, das neue Leben und dessen Konsequenzen – das möchte man nicht. Im nächsten Vers (Vers 12) heißt es dann: „Wie viele ihn [Jesus] aber aufnahmen, denen gab er Macht, durch den Glauben an seinen Namen Gottes Kinder zu werden.“ In dem Augenblick, wo du Jesus Christus im Glauben als deinen Heiland und Erretter aufnimmst, wirst du wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung. Die natürliche Geburt kommt durch eine natürliche Zeugung zustande, durch den Samen eines Mannes. Es kommt zu einer Befruchtung, zu einer Schwangerschaft und zur Geburt, ein neues Leben entsteht. Die Wiedergeburt kommt durch den Samen Gottes zustande. Der Same Gottes ist das Wort Gottes. Jesus sagt: „Der Same ist das Wort.“ Und in Johannes Kapitel 1 Vers 14 steht: „Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.“ Jesus ist das menschgewordene Wort, der Same. Wer Jesus im Glauben aufnimmt, der nimmt den Samen auf, der das neue Leben wirkt. In dem Augenblick, wo du Jesus Christus im Glauben als deinen Heiland und Erretter annimmst, wirst du von neuem geboren, wiedergeboren. Das hat überhaupt nichts mit Kirchenmitgliedschaft, Gemeindemitgliedschaft oder mit irgendwelchen religiösen Leistungen zu tun. In der Stunde, in der du dein altes, sündiges, schuldbeladenes Leben unters Kreuz bringst und dich von Herzen bekehrst und Jesus Christus um Vergebung bittest, wird deine ganze sündige Vergangenheit ausgelöscht. Dann nimmst du den Herrn Jesus Christus im Glauben als deinen Heiland und Erretter auf und du wirst wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung. Die natürliche Geburt hast du erlebt, das ist klar, sonst wärst du jetzt nicht hier. Liebe Leserin, lieber Leser, hast du auch die Wiedergeburt erlebt? Worum es eigentlich geht Bitte mach dir nichts vor. Nicht die Mitgliedschaft in einer Kirche ist das Entscheidende. Wenn du gerettet werden willst, musst du eine Bekehrung und eine Wiedergeburt erleben. Das gilt für alle Menschen, ganz gleich bei welcher Organisation ihr Name eingeschrieben steht. Mitgliederverzeichnisse interessieren Gott überhaupt nicht. Ob dein Name im Buch des Lebens steht, darum geht es. Wenn ein Kind geboren wird, dann wird es beim Standesamt eingetragen, es wird registriert, es bekommt Bürgerrecht hier auf der Erde. Wir nehmen Notiz von diesem neuen Erdenbürger. Wenn ein Mensch sich bekehrt und wiedergeboren wird, dann wird sein Name ins Buch des Lebens, das Lebensbuch des Lammes, eingeschrieben. Er bekommt Bürgerrecht im Himmel. Er wird registriert, er ist Erbe Gottes und Miterbe Jesu Christi. Ich möchte dich gerade einmal fragen: Steht dein Name wohl im Lebensbuch? Er wird erst dann dort stehen, wenn du bekehrt und wiedergeboren bist, wenn du Jesus als deinen Heiland und Erretter angenommen hast, aber nur dann. Ich sage dir jetzt nicht, dass du irgendeinem Verein beitreten musst. Nein, du musst dich für Jesus entscheiden und ihn als deinen Heiland und Erretter aufnehmen, wenn du gerettet werden willst. Der Apostel Paulus war sicher einer der religiösesten Menschen, die es je gab. Wie hat er geeifert für seine Religion! Was hat er für Opfer gebracht! Wie viele Stunden mag Paulus gebetet haben! Ich bin davon überzeugt: Paulus war ein Mann, der das Gesetz nicht nur studiert hatte. Er war auch bemüht, danach zu leben. Er war ein regelmäßiger Gottesdienstbesucher und hat andere angehalten, es ebenso zu machen. Doch das war alles umsonst, weil er Jesus nicht anerkannte, weil er das Evangelium und die Notwendigkeit der Bekehrung und der Wiedergeburt nicht sah. Paulus war sogar gegen die Bekehrten und so etwas gibt es auch heute noch. Man kann Theologie studieren und gegen die Bekehrung sein. So war es bei Paulus. Aber eines Tages gingen ihm die Augen auf. Später schrieb er (Philipper 3,4-9): „Wenn es aufs Fleisch ankäme, auf fleischliche Vorzüge [religiöse Leistungen], dann könnte ich wohl auch mitsprechen. Meint jemand, sich auf irgendwelche religiösen Vorrechte stützen zu können, so könnte ich es erst recht. Ich bin vorschriftsmäßig am achten Tage beschnitten worden, ich stamme aus dem Volk Israel, ich gehöre zum Stamm Benjamin, ich bin von reinem hebräischem Blut. Was meine Stellung zum göttlichen Gesetz betrifft, so bin ich ein Pharisäer. Und ich war dabei so eifrig, dass ich sogar die Gemeinde des Herrn verfolgte.“ In Vers 7 sagt Paulus: „Aber was mir damals Gewinn schien, das habe ich, als ich Christus kennenlernte, für Schaden gerechnet. Ja, ich achte es auch jetzt noch für Schaden, im Vergleich mit der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu meines Herrn. Um seinetwillen habe ich das alles eingebüßt. Und ich erachte es für Dreck, damit ich Christus gewinne und allezeit in ihm erfunden werde. So habe ich anstatt meiner eigenen Gesetzesgerechtigkeit die Glaubensgerechtigkeit Christi, die Gerechtigkeit, die Gott durch den Glauben darreicht.“ Oh, wenn es auf Religion ankäme, dann könnte heute manch einer die Hand heben und sagen: „Ich habe mich angestrengt. Ich war so und so viele Jahre Messdiener. Ich habe immer das Geld in der Kirche eingesammelt und nach dem Gottesdienst gezählt, eine halbe Stunde hat das manchmal gedauert. Was habe ich nicht alles gemacht, im Kindergottesdienst mitgeholfen und im Kirchenchor gesungen.“ Jemand sagt: „Ich spiele schon fünfzehn Jahre die Orgel.“ Oh, wenn es auf Religion ankäme, was wäre dann nicht alles zu nennen. Paulus sagt dazu: „Das ist alles nichts.“ Wenn du Christus gefunden hast, dann bist du im Reinen mit Gott, aber nur dann! Was für eine Gnade, wenn ein Mensch endlich einmal begreift, dass die Verpackung nicht ausreicht. Und wäre sie noch so schön, deine Religion rettet dich nicht. Du musst dich bekehren. Du musst Jesus im Glauben als deinen persönlichen Erretter aufnehmen. Dann wirst du „wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung“ (1. Petrus 1,3), kraft der Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Deine drei Möglichkeiten Wie oft hat dein Gewissen dich verklagt! Wie willst du darauf reagieren? Du hast drei Möglichkeiten. 1. Du kannst weitersündigen und dein Gewissen wird mit der Zeit so abgestumpft, dass es nicht mehr reagiert. Das ist etwas Furchtbares. Ja, es gibt Menschen, die merken nicht mehr, wenn sie lügen. Es gibt Menschen, die leben im Ehebruch und merken es nicht mehr. Andere fluchen und merken das nicht. Sie haben ihr Gewissen so lange mit Füßen getreten, dass es nicht mehr reagiert. Das ist unheimlich, ja, wirklich unheimlich! Die Entscheidung liegt bei dir. 2. Du kannst es auch so machen: Du kannst dein Gewissen beruhigen und dich von einer religiösen Aktion in die andere stürzen und tausend gute und religiöse Dinge tun. Aber in Wirklichkeit bist du ein betrogener Mensch, denn dir fehlt Jesus Christus. Deine Religion rettet dich nicht! 3. Du kannst auch den dritten Weg wählen. Und dazu lade ich dich heute ein. Dein Gewissen zeigt dir, wer du bist. Der Geist Gottes kommt dir zu Hilfe und öffnet dir die inneren Augen. Dann fragst du wie Paulus damals: „Herr, was soll ich tun?“ Jesus gab ihm daraufhin eine klare Antwort. Auch dich lädt Jesus heute mit ganz viel Liebe ein, zu ihm zu kommen. 4. Du sollst heute nicht irgendeinen Kraftakt vollbringen, sondern du kannst heute zu Jesus kommen und zwar so, wie du bist. Vielleicht hast du schon immer geglaubt, dass es ihn gibt; aber heute sollst du etwas tun, was du noch nie getan hast. Du kannst jetzt deine Hände falten und im persönlichen Gebet zu Jesus sagen: „Herr Jesus, ich komme zu dir.“ Du brauchst nicht viele Worte sprechen. Du darfst ehrlich kommen, wie du bist, und kannst ungefähr so beten: „Herr Jesus, hier bin ich. Meine Sünden tun mir leid. Meine Kindheit, meine Jugend, meine ganze Vergangenheit bringe ich dir. Herr Jesus, vergib mir. Herr Jesus, wasche mich in deinem Blut. Herr Jesus, rette mich. In der Bibel steht, wer dich aufnimmt, der wird ein Gotteskind. Das glaube ich jetzt. Ich habe schon sehr viel von dir gehört. Aber heute entscheide ich mich für dich. Herr Jesus, ich nehme dich jetzt als meinen Heiland und Erretter auf. Herr Jesus, komm du in mein Herz, komm jetzt in mein Leben; ich will dein sein, und du sollst mein sein für Zeit und Ewigkeit. Von jetzt an will ich dir gehören. Ich will meinen Weg mit dir gehen. Ich will dein Jünger sein. Und ich danke dir, dass du mein Gebet erhört hast. Amen.“ Wenn du so betest und ihm dein altes, sündiges Leben hinlegst und Jesus im Gebet als deinen Erretter annimmst, wird der Friede Gottes in dein Leben kommen. Du wirst wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung. Du wirst ein Kind Gottes. Dein Leben wird neu. Das garantiere ich dir. Es wird wirklich geschehen, wenn du so zu Jesus kommst. Gott kann nicht lügen. Wenn du kommst, wird er dir entgegenkommen. Wenn du deine Schuld im Gebet zu Jesus bringst, wird er sie dir abnehmen. Wenn du ihn im Glauben aufnimmst, wirst du wiedergeboren. Das steht in der Bibel und die Bibel ist wahr. Gott lügt nicht. Er wird seine Verheißung erfüllen. Heute wird dein Leben total neu werden. Liebe Leserin, lieber Leser, hast du dieses Gebet jetzt für dich persönlich mitgebetet? Wenn nicht, dann lies es doch noch einmal in aller Ruhe durch und dann bete es als DEIN Gebet. Jesus wird es ganz sicher erhören. Er wartet schon lange auf dich. Er wird seine Verheißungen ganz sicher erfüllen. Wenn du diese große Lebensentscheidung gerade jetzt getroffen und somit Jesus in dein Leben aufgenommen hast, dann darfst du wissen, dass du jetzt bekehrt und wiedergeboren bist. Du bist ein Kind Gottes geworden. In Zukunft solltest du im Gebet Jesus immer wieder für dieses Geschenk danken. Ich möchte dir gern noch einige ganz wichtige Ratschläge für dein neues Leben mitgeben: 1. Nimm dir jeden Tag Zeit, um in der Bibel zu lesen. Auf diese Weise wirst du Gottes Willen immer besser kennenlernen. 2. Nimm dir jeden Tag etwas Zeit für das Gebet! 3. Nimm sofort Kontakt mit anderen Christen auf, die die gleiche Erfahrung wie du gemacht haben und besuche regelmäßig eine bibeltreue Gemeinde. Für deinen weiteren Weg mit Jesus wünsche ich dir von Herzen Gottes reichen Segen! Wilhelm Pahls
32 Seiten, Best.-Nr.: 22-0
In sieben Schritten zeigt William Booth, wie jemand die Gnade Gottes persönlich erfahren kann. Erster Schritt: Erkennen der Sünde Zweiter Schritt: Reue über die Sünde Dritter Schritt: Bekennen der Sünde Vierter Schritt: Trennung von der Sünde Fünfter Schritt: Bitte um Vergebung Sechster Schritt: Glaube Siebenter Schritt: Hingabe Wie finde ich Gott? William Booth, der Gründer der Heilsarmee, lebte und arbeitete gegen Ende des 19. Jahrhunderts in England. Er verhalf unzähligen suchenden Menschen zu einer lebendigen Gemeinschaft mit Gott. Die folgenden Schritte stammen von einem Mann, dessen Leben von einer tiefen Liebe zu Gott geprägt war. William Booth liebte seine Mitmenschen so sehr, dass er ihnen nicht nur von Jesus Christus erzählte, sondern in ihrer Not direkt zu ihnen ging. Mit Liebe und Anteilnahme half er ihnen in ihren Problemen und ließ sie teilhaben an der Freude, Gott kennenzulernen. Jeder, der sich aufrichtig danach sehnt Gott zu finden, kann Zugang zu dem Frieden und der Freude bekommen, die Gott uns allen so gern geben möchte. Bevor Sie weiterlesen Diese sieben Schritte sollen jedem eine Hilfe sein, der sich danach sehnt, Gottes Gnade zu erfahren. Allein diese Gnade kann uns Menschen von unserer Sünde, von allen schlechten Gewohnheiten und dunklen Mächten befreien und vor dem zukünftigen Gericht bewahren. Jedem, der diese Schrift liest, möchte ich dazu folgende Hinweise geben: Nehmen Sie sich Zeit, diese sieben Schritte zu lesen und darüber nachzudenken. Tun Sie dies möglichst an einem ruhigen Ort, wo Sie niemand stört. Lesen Sie die einzelnen Schritte der Reihe nach durch. Gehen Sie erst dann zum nächsten Schritt über, wenn Sie den vorhergehenden verstanden und akzeptiert haben. Bitten Sie Gott, Ihnen durch seinen Heiligen Geist das richtige Verständnis zu geben. Gott hat versprochen, seinen Heiligen Geist denen zu geben, die ihn darum bitten. Ich bin sicher, dass jeder wirklich suchende Mensch, der diese Schrift durcharbeitet, Gottes rettende Liebe erkennt und Vergebung seiner Sünden erfährt. Erster Schritt: Erkennen der Sünde Unter Sünde verstehen wir alle menschlichen Taten, die Gott missfallen. Ein Sünder ist jemand, der so handelt wie es Gott missfällt. Jedesmal, wenn meine Wünsche oder meine Gefühle mir wichtiger sind als Gott, sündige ich. Ich weiß, dass ich ein Sünder bin. Ich habe gegen Gott, gegen meinen Nachbarn, gegen mich selbst gesündigt. Ich habe in Gedanken, Gefühlen, Worten und Taten gesündigt. Ich habe in meinem Beruf, meiner Familie und in meiner Freizeit gesündigt. Ich habe viele Dinge getan, die ich nicht hätte tun sollen und auch viele Dinge unterlassen, die ich hätte tun sollen. Das gebe ich offen zu. Ich will meine Sünden nicht länger verdecken oder entschuldigen. Ich habe so viele Sünden, dass ich sie nicht mehr zählen kann. Meine Vergehen haben Gott und Menschen mehr Schmerzen zugefügt, als ich mit Worten ausdrücken kann. Durch sie habe ich Gott, den himmlischen Vater, beleidigt. Das stellvertretende Sterben Jesu Christi für mich habe ich ignoriert. Ich habe nicht nur auf meine eigenen Familienangehörigen, sondern auch auf meine Freunde und Bekannten einen schlechten Einfluss ausgeübt. Ich erkenne, dass ich verdient habe, ewig von Gott getrennt zu sein. Würde ich jetzt mit meiner Sünde sterben, wäre ich für immer verloren und ewig von Gott getrennt. Zweiter Schritt: Reue über die Sünde Ich erkenne nicht nur, dass ich gegen Gott gesündigt und ihn dadurch betrübt habe, sondern ich bereue auch von Herzen, dass ich so gehandelt habe. Ich hasse meine bösen Wege und bin traurig darüber, dass ich sie gegangen bin. Ich bereue meine Sünden nicht nur, weil mir dafür Strafe droht, sondern weil sie gegen Gott gerichtet waren, der mich geliebt und sich immer um mich gekümmert hat. Wenn ich das Vergangene ungeschehen machen könnte, würde ich es gern tun, aber es geht nicht! Die Sünden, die ich begangen habe, sind in Gottes Buch aufgeschrieben. Er kennt sie alle und erinnert sich an jede einzelne. Weder durch Gebete noch durch Tränen, weder durch Reue noch durch Trauer oder gute Werke kann ich dieses schreckliche Strafregister auslöschen. Meine einzige Hoffnung ist die vergebende Gnade Jesu Christi, der gesagt hat (Johannes 6,37): »Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.« Dritter Schritt: Bekennen der Sünde Ich bereue nicht nur meine Sünden, sondern bekenne sie jetzt offen vor Gott. Ich kann mich für keine einzige Sünde entschuldigen. Es mag zwar stimmen, dass ich vieles unwissentlich getan habe. Ich habe weder Gott richtig gekannt, noch meine Verantwortung ihm gegenüber, noch die große Liebe seines Sohnes Jesus Christus, der am Kreuz für mich starb. Ich wusste nicht, welch schlechten Einfluss mein Vorbild auf andere hatte. Aber all das ist keine wirkliche Entschuldigung. Ich hätte die Bibel lesen können und auf die Menschen hören sollen, die mir Gottes Wort erklären wollten. Ich hätte mehr über mein Leben nachdenken sollen. Ich habe meine Möglichkeiten nicht genutzt und darum gibt es nichts, womit ich mich noch rechtfertigen kann. Ich bekenne Gott jetzt und hier, dass ich für meine Sünden selbst verantwortlich bin und dass ich seinen ewigen Zorn verdient habe. Weil ich auch vor meiner Familie und vor anderen Menschen gesündigt habe, bin ich bereit, meine Schuld auch ihnen gegenüber zuzugeben und sie um Vergebung zu bitten. Sobald ich Gelegenheit dazu habe, will ich mein Leben mit diesen Menschen ordnen. Vierter Schritt: Trennung von der Sünde Ich bekenne nicht nur meine Sünden vor Gott und den Menschen, sondern ich sage mich jetzt mit Gottes Hilfe von jeder einzelnen Sünde los und gebe sie auf. Welches Vergnügen sie mir auch immer in der Vergangenheit bereitet haben und welchen Gewinn sie mir in der Gegenwart versprechen, ich will sie hier und jetzt in der Kraft Gottes ablegen und versprechen, dass ich sie nicht wieder tun möchte. Fünfter Schritt: Bitte um Vergebung Ich fühle, wie schändlich ich mich von Gott abgewendet habe, indem ich ihn verachtet, seine Liebe zurückgewiesen und seine Gebote nicht befolgt habe. Ja, ich habe sogar andere dazu verführt das Gleiche zu tun. Darum knie ich jetzt hier nieder und demütige mich vor Gott. Ich bitte ihn, mir gnädig zu sein. Ich bitte ihn im Namen Jesu, mir meine Schuld zu vergeben und mich anzunehmen als sein Kind. Sechster Schritt: Glaube Ich glaube, dass Jesus Christus, Gottes Sohn, in seiner großen Liebe für mich am Kreuz gestorben ist. Ich glaube, dass er meine Sünden mit seinem eigenen Leib ans Kreuz getragen hat. Weil ich das glaube, bitte ich ihn, Jesus Christus, den Erlöser von aller Sünde, hier und jetzt in mein Herz zu kommen. Jesus sagt in der Bibel, dass er mich nicht abweist, wenn ich so zu ihm komme (Johannes 6,37). Und deshalb komme ich jetzt zu ihm als einer, der aufrichtig die Erlösung sucht. Ich weiß, dass er mich nicht zurückweisen wird. Ich glaube, dass er mich in diesem Augenblick angenommen hat. Er hat mir jetzt meine Schuld vergeben. Sein Blut, das er am Kreuz vergossen hat, hat mich reingewaschen von aller Sünde. Er ist um meiner Sünde willen verwundet. Er wurde zerschlagen wegen meiner schlechten Gedanken, Worte und Taten, die ich ihm und meinen Mitmenschen gegenüber getan habe. Die Strafe, die ich verdient habe, wurde auf ihn gelegt. Durch seine Wunden bin ich jetzt geheilt. Ich habe endlich Vergebung meiner Sünden. Preis sei Gott! Jesus hat mich jetzt errettet! Ich habe jetzt eine persönliche Beziehung zu dem lebendigen Gott. Siebter Schritt: Hingabe Ich verspreche Gott jetzt und hier in seiner Kraft und von ganzem Herzen, dass ich ihm von diesem Tage an mein Leben lang dienen will, dass ich tun will, was ich kann, damit er geehrt wird und sein Reich sich ausbreitet. Ich will die Liebe Jesu Christi an die weitergeben, die ihn noch nicht kennen. William Booth
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An verschiedenen Beispielen wird die Genialität der Schöpfung dargestellt. Als Wissenschaftler erklärt Prof. Dr. Werner Gitt, dass die unglaubliche Information, die in der ganzen Schöpfung steckt, einer intelligenten Quelle bedarf. Diese Quelle ist Gott selbst. Die Wissenschaft kann nur das "Was" analysieren, nicht aber das "Woher". Das "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde" der Bibel gibt uns eine Antwort auf die Frage nach der Herkunft des Lebens. Der Gedanke, Gott hätte durch Evolution geschaffen (die so genannte "Theistische Evolution"), untergräbt die Autorität der Bibel und ist mit dem christlichen Glauben unvereinbar. Die Bibel zeigt deutlich, dass Jesus der Schöpfer ist. Jesus hat die Menschen geschaffen und liebt sie hingebungsvoll. Darum lädt Jesus dazu ein, diese Liebe anzunehmen. Dieses Traktat eignet sich besonders gut zur Weitergabe an suchende Menschen! Wer ist der Schöpfer? Die Welt, die wir beobachten Ein Blick in den Bereich der Lebewesen zeigt uns hochgradig zielorientierte Konzepte: Der Pottwal, ein Säugetier, ist so ausgerüstet, dass er 3000 Meter tief tauchen kann, ohne beim Auftauchen an der Taucherkrankheit zu sterben, und der Buntspecht schlägt mit kräftigen Hieben gegen einen Baum, ohne eine Gehirnerschütterung zu bekommen. Von der vollen Funktionsfähigkeit der Organe (z. B. Herz, Leber, Niere) hängt in den meisten Fällen das Leben ab. Unfertige sich erst entwickelnde oder halbfertige Organe sind wertlos. Wer hier im Sinne des Darwinismus denkt, muss wissen: Die Evolution kennt keine Zielperspektive in Richtung eines später einmal funktionierenden Organs. Viele Zugvögel verfügen über einen Autopiloten, der sie unabhängig von der Witterung und von Tag und Nacht treffsicher ans Ziel bringt. Der Goldregenpfeifer z.B. fliegt von Alaska nach Hawaii zur Überwinterung. Der Energiebedarf von 70 Gramm Fett für den 4500-km-Flug ist sehr präzise kalkuliert, und mit 6,8 Gramm Reserve ist sogar im Falle von Gegenwind vorgesorgt. Der Nautilus lebt am äußeren Ende einer aufgerollten Kalkschale, deren Innenraum in Kammern aufgeteilt ist. Diese werden in Abhängigkeit von der jeweiligen Tauchtiefe mit Gas gefüllt, so dass immer ein Schwebezustand erreicht wird. Unsere modernen U-Boote wirken dagegen plump und unbeholfen. Die Tiere halten sich normalerweise in Tiefen von etwa 400 Metern auf, kommen jedoch nachts bis auf 100 Meter herauf. Einige mikroskopisch kleine Bakterien haben eingebaute mit Protonen betriebene Elektromotoren, die sie vorwärts und rückwärts laufen lassen können. Auf so unvorstellbar kleinem Raum von sage und schreibe nur sechs Milliardstel Kubikmillimeter verfügt das Coli-Bakterium über sechs solcher Motoren, ein eigenes Kraftwerk zur Stromerzeugung, ein Computersystem und eine nicht geringe Anzahl von chemischen Fabriken. Eine lebendige Zelle ist um Zehnerpotenzen komplizierter und genialer gestaltet als alle von Menschen gebauten Maschinen. In ihr laufen gleichzeitig tausende geregelter und zeitlich aufeinander abgestimmter chemische Prozesse ab. In den DNS-Molekülen der lebenden Zellen finden wir die höchste bekannte Informationsdichte. Wie viele Taschenbücher könnte man mit dieser Speichertechnik in einem Stecknadelkopf unterbringen, wenn dieser nur aus DNS-Material bestehen würde? Es wären 15 Billionen Exemplare! Aufeinander gelegt ergäbe das einen Stapel von 200 Millionen Kilometern Höhe, und das entspricht mehr als 500-mal der Entfernung von der Erde bis zum Mond (= 384 000 km). In unserm Universum befinden sich etwa 1025 Sterne (= eine Eins mit 25 Nullen). Kein Menschenleben reicht aus, um sie zu zählen. Würden wir einen sehr schnellen Computer, der pro Sekunde zehn Milliarden Rechenoperationen durchführen kann, für das Zählen einsetzen, so brauchte dieser 30 Millionen Jahre hierfür. Beim Betrachten nur dieser wenigen Beispiele stellt sich jedem denkenden Menschen die Frage nach dem Ursprung aller dieser genialen Konzepte. Die von vielen Zeitgenossen akzeptierte Evolution ist keine brauchbare Antwort, weil sie alles ausschließlich auf die Materie zurückführt – auch die immense Information in den Zellen, die Seele und das Bewusstsein. Die Naturgesetze der Information besagen, dass Information etwas Nichtmaterielles ist und sie darum immer eine intelligente Quelle, also einen mit Willen ausgestatteten Urheber benötigt. Die in den Werken der Schöpfung zum Ausdruck kommende Intelligenz und Weisheit ist geradezu überwältigend. Die Schlussfolgerung von den Werken der Schöpfung auf einen kreativen Urheber ist daher zwingend. Es stellt sich die Frage: Wo finden wir die verbindliche Antwort? Im Rahmen der Naturwissenschaften ist es nur möglich, die uns umgebende Wirklichkeit von Raum und Zeit durch verschiedene Methoden des Messens und Wägens zu erforschen. Nur das „Was?“ des Geschaffenen kann behandelt werden, nicht aber das „Woher?“. Die Antwort auf die zweite Frage liegt außerhalb aller menschlichen Anstrengungen und kann darum nur vom Urheber selbst gegeben werden. Aber wo hat der Schöpfer sich offenbart? In der Bibel, im Koran oder in einem anderen Buch der Weltgeschichte? Die vielen Religionen in unserer Welt können nicht alle wahr sein, weil sie sehr unterschiedliche und sich widersprechende Antworten geben. Entweder sind sie alle falsch, oder nur eine einzige kann wahr sein. Ein wichtiges Kriterium, um die Wahrheit zu prüfen, sind erfüllte Prophetien. Die Bibel ist das einzige Buch, in dem sich nachweislich 3268 lange zuvor genannte Prophetien in späterer Zeit erfüllt haben. Über solch ein Qualitätsmerkmal verfügt kein anderes Buch auf dieser Welt. Die Bibel ist herausgehoben und einzigartig im Vergleich zu allem, was je geschrieben wurde. Darum ist die Bibel für mich Gottes Wort an uns Menschen. Bereits in ihrem ersten Vers beantwortet uns die Bibel die Frage nach dem Schöpfer: „Am Anfang schuf Gott.“ Das passt gut zusammen mit der obigen Forderung nach einer intelligenten Quelle. Wer ist die Person des Schöpfers? Gott war vor allem da. Bevor es Raum, Zeit und Materie gab, war Er der Handelnde. Für sich allein betrachtet, erweckt der erste Satz der Bibel den Eindruck, als sei Gott Vater allein der Schöpfer. Ein entscheidender Hinweis, dass Er nicht allein der Schaffende ist, geht schon aus dem Schöpfungsbericht hervor: „Lasset uns Menschen machen“ (1. Mose 1,26). Auch der Heilige Geist ist beteiligt; seine Mitwirkung entnehmen wir dem zweiten Vers des Schöpfungsberichtes: „... und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.“ Die Bibel nennt nicht alles auf einmal; sie informiert uns häufig Schritt um Schritt. Im Neuen Testament wird die Wer-Frage genauer entfaltet. So ist nach 1. Korinther 8,6 Jesus Christus deutlich in das Schöpfungswerk einbezogen: „So haben wir nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind und wir durch ihn.“ Das hebräische Wort „Elohim“ in 1. Mose 1,1 ist eine Pluralform für den Schöpfergott. An einem alltäglichen Geschehnis können wir uns die Schöpfungshandlung gleichnishaft verdeutlichen: Wir fahren als Familie mit dem Auto zu Freunden. Naht die Zeit der Rückfahrt, dann sage ich als Familienvater: „Nun wollen wir nach Hause fahren.“ Auch wenn ich in der Pluralform spreche, bedeutet das doch: Nur einer wird am Lenkrad sitzen und die Fahrt wirklich ausführen. Der Rest der Familie sitzt ebenfalls im Auto – „fährt“ also auch –, obwohl nur der Fahrer aktiv Lenkrad, Gaspedal und Bremsen betätigt. Dieses schwache Bild kann uns die Sicht vermitteln, die uns die Bibel vom Ausführenden der Schöpfung gibt. Durch Jesus Christus hat Gott die Welt gemacht. So wird es in Hebräer 1,2 klar formuliert. Der Anfang des Johannesevangeliums dokumentiert ebenfalls, dass alles, was existiert, in Jesus seinen Ursprung hat: „Alle Dinge sind durch dasselbe [= durch das Wort = durch Jesus] gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist“ (Johannes 1,3). Jesus Christus ist der Schöpfer Über Jesu Schöpfertätigkeit lesen wir weiterhin in Kolosser 1,16-17: „Denn in ihm [= in Jesus Christus] ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem und es besteht alles in ihm.“ In der sichtbaren, materiellen Welt gibt es nichts, was nicht durch Jesus geschaffen wurde. Der riesige Kosmos mit den Abermillionen von Galaxien ist hier ebenso mit einbezogen wie die feinsten Details im Ablauf einer lebendigen Zelle oder der strukturelle Aufbau eines Atoms. Jesus ist nicht nur der Urheber des gesamten Mikro- und Makrokosmos; er hat auch die Oberhoheit über alles. Darüber hinaus ist auch das für uns noch Unsichtbare durch Jesus gemacht. Er belebte die Himmel mit unzähligen Geschöpfen, die die Bibel Engel nennt. Wie alles in Gottes Schöpfung vielfältig und zugleich geordnet ist, so trifft dies auch für die unsichtbare Welt zu, wie es die Ausdrücke Throne, Herrschaften, Mächte und Gewalten anzeigen. Jesus ist nicht nur der Schöpfer, sondern auch der Erhalter dieser Welt. Alles hat in ihm seinen Bestand. Die Welt ist nach ihrer Erschaffung nicht sich selbst überlassen geblieben, sondern durch sein kraftvolles Wort trägt und erhält er sie auch. So brauchen wir uns nicht zu fürchten vor einer kosmischen Katastrophe durch einen Sternenzusammenstoß oder dem Ausbrennen und Erkalten der Sonne. Jesus erhält die Welt bis zu seiner Wiederkunft. Der Mensch kam nicht beim Lotteriespiel heraus, wie es der Nobelpreisträger Jaques Monod meinte, sondern wir sind zielgerichtet und mit einer festen Bestimmung erschaffen worden – zu Jesus hin! Ohne dieses Ziel haben wir unser Leben verfehlt. Die Schöpfertätigkeit Jesu im Alten Testament In Sprüche 8,22-24+30 heißt es: „Der Herr hat mich gehabt im Anfang seiner Wege; ehe er etwas schuf, war ich da. Ich bin eingesetzt von Ewigkeit, von Anfang, vor der Erde. Da die Tiefen noch nicht waren, da war ich schon ... da war ich der Werkmeister bei ihm.“ Das in der Luther-Übersetzung verwendete Wort „Werkmeister“ weist ebenfalls auf die Ausführungstätigkeit Jesu bei der Schöpfung hin. Der Vers 26 aus Psalm 102 wird im Neuen Testament in Hebräer 1,10 wiedergegeben und wird dort auf Jesus angewandt: „Du, Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk.“ Wie hat der Schöpfer seine Werke gemacht? Fragen wir, wie die Schöpfung ausgeführt wurde, so offenbart uns die Bibel des Schöpfers Methoden: durch das Wort Gottes: Psalm 33,6; Johannes 1,1-4 ohne Ausgangsmaterial: Hebräer 11,3 durch die Kraft Gottes: Jeremia 10,12 durch die Weisheit Gottes: Psalm 104,24; Kolosser 2,3 nach dem Willen Gottes: 1. Mose 1,26; Offenbarung 4,11 durch den Sohn Gottes: Johannes 1,1-4; Johannes 1,10; Kolosser 1,15-17 nach den Wesensmerkmalen Jesu: Matthäus 11,29; Johannes 10,11. Diese Faktoren wurden innerhalb der sechs Schöpfungstage wirksam. Sie unterliegen nicht dem naturgesetzlichen Geschehen und sind darum nur durch den Glauben fassbar. Die heutigen Naturgesetze regeln die Abläufe in unserer Welt; sie sind aber nicht die Ursache, sondern erst das Ergebnis der Schöpfung. Was ist uns in Jesus Christus gegeben? Er ist das Fundament, worauf wir unser Leben gründen können. Eine Bausparkasse wirbt mit dem Slogan: „Auf diese Steine können Sie bauen.“ Von Christus können wir wirklich sagen: „Auf dieses Fundament können Sie sich gründen.“ In Christus hat alles seinen Grund: die Schöpfung, die Bibel, der Glaube, das Heil, der Friede, die Hoffnung, der Weg zum Vater, das Ziel des Lebens. Christus ist der unverrückbare feste Fels (1. Korinther 10,4), an dem alle menschlich ersonnenen Systeme gebrochen werden. Wenn Gott sagt: „Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen“ (1. Korinther 1,19), dann geschieht das an dem Fels Jesus. Ideologien, Atheismen und Evolutionssysteme zerschellen hier. Auch ihre Vertreter werden einmal ihre Knie vor diesem Herrn beugen müssen (Philipper 2,10), auch wenn sie jetzt noch so heftig den „Planer“, „Designer“, „Schöpfer“ und den „Retter“ ablehnen. Warum ist die Evolutionslehre so gefährlich? Sie vermittelt uns nicht nur eine falsche Weltsicht, sondern sie führt uns in eine Hoffnungslosigkeit, wie sie der deutsche Schriftsteller Jean Paul in seinem Roman „Siebenkäs“ so treffend beschrieben hat: „Es ist kein Gott … Starres stummes Nichts! Kalte ewige Notwendigkeit! Wahnsinniger Zufall… Wie ist jeder so allein in der weiten Leichengruft des Alls!“ Die Evolutionslehre behauptet, diese Welt ohne Schöpfer erklären zu können. Sie verführt die Menschen darum konsequenterweise zum Atheismus, und mit atheistischer Einstellung landen wir nach dem Zeugnis Jesu in der Hölle: „Wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden“ (Markus 16,16). Manche versuchen, die Evolution zur Arbeitsmethode Gottes zu erklären. Wenn aber Gott durch Evolution geschaffen hätte, dann gäbe es kein erstes Menschenpaar dann gäbe es auch keine Sünde, weil die „Aggression das Schwungrad ist, das die Evolution antreibt“ (Joachim Illies) dann hätte Gott den Tod als schöpferisches Mittel benutzt dann wäre der Erlösung durch Jesus, der in der Gegenüberstellung zum sündigen Adam auch „der letzte Adam“ (1. Korinther 15,45) genannt wird, die Begründung entzogen. Diese Aussagen belegen, dass die so genannte „Theistische Evolution“ die Bibel in ihren Grundfesten auflöst und damit verwirft. Darum können wir diese falsche Idee nur zutiefst ablehnen. Ein atemberaubender Gedanke Wir haben Jesus als den Schöpfer aller Dinge kennen gelernt. Er ist derjenige, der von Ewigkeit her war und der der König des Himmelreiches ist. Ihm ist alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben (Matthäus 28,18). Können wir folgenden atemberaubenden Gedanken fassen? Der Mann am Kreuz von Golgatha und der Schöpfer dieser Welt und allen Lebens ist ein und dieselbe Person! In seiner unauslotbaren Liebe zu uns ließ er sich kreuzigen und wehrte sich nicht, damit sich für uns die Tür des Himmels auftun konnte. Wer das verwirft, verliert alles: „Wie wollen wir entrinnen, wenn wir ein so großes Heil nicht achten?“ (Hebräer 2,3). Wer Ihn annimmt, gewinnt alles: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben, … er ist vom Tode zum Leben durchgedrungen“ (Johannes 5,24). Bitten Sie den Herrn Jesus um Vergebung aller ihrer Sünden, damit Sie im Gericht Gottes bestehen können, nehmen Sie Ihn als Ihren persönlichen Schöpfer und Heiland an und folgen ihm. Direktor und Professor a. D.Dr.-Ing. Werner Gitt
10 Seiten, Best.-Nr.: 123-0
Prof. Dr. Werner Gitt erklärt in dieser Schrift den Heilsplan Gottes - angefangen bei der Geburt Jesu (Krippe), über seinen Tod (Kreuz), bis hin zur Entrückung und ewigen Herrlichkeit (Krone). Gott schuf Abhilfe für die "Urkatastrophe" der Menschheit, den Sündenfall. Wie in der Bibel vorhergesagt, sandte er seinen Sohn auf die Erde. "Nie aber hat die Welt einen Gott gesehen - bis es Weihnachten wurde." Das Kreuz wurde für Kritiker zum Anstoß. Sie verstehen nicht, wie ein "Hinrichtungsinstrument" zum Zentrum eines Glaubens werden kann. Prof. Dr. Gitt sieht diese Kritik als Indiz, dass die Menschen ihr Sündenbewusstsein verloren haben: Es gab keinen anderen Weg für die Rettung des Menschen, weil die Trennung zwischen Gott und uns durch die Sünde so groß ist. Wenn Jesus einmal wieder kommt, wird man ihn als König erkennen. Dann wird die Menschheit zweigeteilt sein in Angenommene und Verworfene. Für diejenigen, die Jesus in ihr Leben aufnehmen wollen, gibt es ein vorformuliertes Gebet, das ihnen dabei hilft. Dieses Traktat eignet sich besonders gut zur Weitergabe an suchende Menschen! Krippe, Kreuz und Krone Die Urkatastrophe Immer wieder wüten Katastrophen in unserer Welt: Durch den Tsunami im Dezember 2004 starben rund 160 Tausend Menschen, der Untergang der Titanic forderte 1522 Leben, und der Zweite Weltkrieg hinterließ 50 Millionen Tote. Die Urkatastrophe war jedoch der Sündenfall im Garten Eden. Sie ist die Ursache für alle anderen Katastrophen, die je über die Erde hereingebrochen sind. Die Sünde brachte die Trennung des Menschen von Gott. Ohne Gott aber gerät er in den Strudel der ewigen Verlorenheit. Würde Gott auch nur eine einzige Sünde in den Himmel lassen, dann hielten auch dort Leid und Tod Einzug, und das will Gott nicht. Es bricht Gott das Herz: Die Menschen, die er geschaffen hat und liebt, haben sich von ihm abgewandt. Sie haben sich damit den Tod eingehandelt. Oh wie schrecklich! Wir sagen im Sprichwort: „Gegen den Tod ist kein Kraut gewachsen.“ Selbst kein Gewächs aus dem Garten Eden! Aber vielleicht hat Gott ein Mittel!? Gottes Abhilfe – Er schickte seinen Sohn Gott hatte schon im Garten Eden einen Rettungsplan und kündigte ihn – wenn auch noch sehr verschlüsselt – gleich nach dem Sündenfall an: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen“ (1. Mose 3,15). In einer nicht enden wollenden Kette prophetischer Aussagen wird immer wieder auf den kommenden Retter hingewiesen, wie z. B.: „Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter [= Herrschaftszeichen] aus Israel aufkommen“ (4. Mose 24,17). „Und du Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist“ (Micha 5,1). Die allerletzte Ankündigung des Retters überbrachte ein Engel, als er Josef die Geburt und den Namen des himmlischen Kindes offenbarte: „Maria, deine Frau, … wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden“ (Matthäus 1,20-21). Im Laufe der Geschichte sind viele Personen über die Weltbühne gegangen, die sich unter den Menschen einen Namen gemacht haben: Kaiser und Könige, Dichter und Philosophen, Gurus und Zauberer, Gute und Böse. Nie aber hat die Welt einen Gott gesehen - bis es Weihnachten wurde. Das Kind in der Krippe ist nicht ein solcher Gott, wie ihn sich die Griechen auf dem Olymp oder die Germanen in Walhall vorgestellt haben. Er ist der Einzige, der sagen konnte: Ich bin der Schöpfer, durch den alles gemacht ist (Johannes 1,1+3); „Ich bin die Wahrheit“ (Johannes 14,6), „Ich bin der gute Hirte“ (Johannes 10,11), „Ich bin die Tür“ [zum Himmel] (Johannes 10,9). Welchen Weg nahm er in die Welt? Kam er mit Pauken und Trompeten oder donnerndem Getöse? Kam er mit den himmlischen Heerscharen? Nein! Gott wählte eine ledige Frau aus Israel – die Maria – , die Gnade bei ihm fand, den Gottessohn zur Welt zu bringen. Damit überraschte er auch die Juden, die über ihren Messias z. B. die folgenden prophetischen Worte im Ohr hatten: „Siehe, dein König kommt zu dir“ (Sacharja 9,9), oder „Er wird alle Königreiche zermalmen“ (Daniel 2,44). Sie erwarteten darum kein Kind in der Krippe, sondern einen König! Dieser sollte machtvoll auftreten und die Römer aus Israel verjagen, seine Residenz in Jerusalem errichten und die Hohepriester und Schriftgelehrten zu Ministern ernennen. Aber so kam Jesus nicht, und darum lehnten die Juden ihn ab. Sie hatten jene Schriftstellen übersehen, die aussagten, dass er zuerst als Kind kommen musste: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben“ (Jesaja 9,5). Von diesem Einen hängt es ab, ob wir die Ewigkeit im Himmel oder in der Hölle verbringen. Dieser Messias ist durch 3 Ks gekennzeichnet: Krippe (dieses erste K symbolisiert das Kommen Jesu in die Welt) Kreuz (dieses K symbolisiert unsere Rettung, die Jesus am Kreuz erwirkt hat) Krone (dieses K symbolisiert die Krone Jesu bei seiner Wiederkunft als König). Kein Kreuz ohne Krippe! Keine Krone ohne Kreuz! Ohne Krippe und ohne Kreuz kein Himmel für uns! Darum musste es zuerst Weihnachten werden! Was ärgert am Kreuz? Kritiker des christlichen Glaubens stellen immer wieder die Frage: Warum dieser brutale Tod am Kreuz? Bei euerm Glauben dreht sich alles um ein Hinrichtungsinstrument. Konnte Gott nicht einen sanfteren Weg beschreiten, um mit uns Menschen ins Reine zu kommen? Warum war der Weg der Versöhnung mit Tod, Schmerzen, Tränen und Trauer gepflastert? Wäre es nicht auch etwas netter, ästhetischer und stilvoller gegangen? Hätte Gott nicht einfach bei unseren menschlichen Unzulänglichkeiten ein Auge zudrücken können? Alle „Warums“ greifen nicht, weil sie die Sünde verharmlosen. Und das scheint mir die Krankheit unserer Zeit zu sein. Nur am Kreuz können wir ablesen, was wir in keinem Buch der Philosophen und Denker finden: Das Kreuz zeigt uns, welch tiefe Kluft die Sünde zwischen Gott und Mensch gerissen hat. Der Abgrund ist so unermesslich, dass die Hölle die Folge davon ist (Matthäus 5,29). Das Kreuz gibt uns eine realistische Vorstellung davon, wie weit Gott in seiner Liebe zu uns geht, nämlich so weit, dass er sich mit seinem Sohn Jesus buchstäblich sein Liebstes vom Herzen riss. Das Kreuz Jesu ist die tiefste Herablassung Gottes. Der Schöpfer des Universums und allen Lebens lässt sich wie ein Verbrecher hinrichten, ohne sich zu wehren. Welch hoher Preis für die Sünde! Doch dadurch kann Jesus jeden Sünder zu sich einladen: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Johannes 6,37). Es gilt aber auch: Wer nicht kommt, ist verloren – sogar ewig! Das Kreuz markiert auch das Ende aller menschlichen Erlösungswege. Darum konnte Jesus so ausschließlich verkündigen: „Niemand kommt zum Vater denn durch mich!“ (Johannes 14,6). Alle Religionen sind im Angesicht des Kreuzes nur glitzernde Fata Morganen in der Wüste einer verlorenen Menschheit. Die Weihnachtsbotschaft ist zusammen mit der Kreuzesbotschaft eine einzigartige Rettungsbotschaft: „Denn des Menschen Sohn ist gekommen, selig zu machen, was verloren ist“ (Matthäus 18,11). Er kommt wieder Jesus wird ein zweites Mal in diese Welt kommen. Dann aber nicht mehr als Kind in der Krippe, sondern als König, Richter und Weltenherrscher. In Matthäus 24,30 hat er dieses Ereignis deutlich vorausgesagt: „Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden kommen sehen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.“ Welch ein Grund zur Freude! Der Schöpfer der Welt erscheint! Der Retter der Welt kommt! Warum aber steht in Offenbarung 1,7: „Es werden heulen alle Geschlechter der Erde.“? Warum schreien sie „Ihr Berge und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor seinem Angesicht!“ (Offenbarung 6,16)? Viele haben zu Lebzeiten von der notwendigen Entscheidung für diesen Jesus gehört, aber sie sagten „nein“! Nun sind sie verloren und können nichts mehr revidieren. Es ist endgültig zu spät. Darum schreien und heulen sie. Die meisten Menschen gehen Wege, bei denen Jesus nicht vorkommt. Der Erfindungsreichtum dabei ist groß. So sagte zum Beispiel die bekannte amerikanische Schauspielerin Shirley MacLaine, die mit ihrem Hund auf einer Ranch lebt: „Mit meinem Hund Terry habe ich sogar einen eigenen Gott an der Seite – er ist nämlich eine Reinkarnation des ägyptischen Gottes Anubis, der die Gestalt eines Hundes hat. Das mag sich seltsam anhören, aber Terry und ich haben schon mindestens ein gemeinsames Leben im alten Ägypten verbracht. Er ein Tiergott und ich eine Prinzessin. Jetzt hat uns das Leben erneut zueinander gebracht.“ Jesus kommt sichtbar wieder: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde“ schreibt der Apostel Johannes in Offenbarung 1,7. Als am 20. Juli 1969 Neil A. Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte, haben 500 Millionen Menschen dieses Ereignis am Fernseher mitverfolgt. Lady Diana von England kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Als am 6. September 1997 in London die bis dahin größte Beerdigung aller Zeiten stattfand, haben diese Zeremonie 2,5 Milliarden Menschen am Fernseher mitverfolgt – vierzig Prozent der Weltbevölkerung! Deshalb ging sie als erste „Globalbeerdigung“ in die Geschichte ein. Doch für das Kommen Jesu ist keine Kamera nötig. Alle Menschen werden dieses größte Ereignis der Weltgeschichte „live“ erleben. Für jedermann wird Jesus dann sichtbar sein. Das gilt nicht nur für die Weltbevölkerung, die zu der Zeit lebt, sondern für alle Generationen der Menschheitsgeschichte. Auch alle Leser dieses Artikels sind dabei. Dann steht nur noch eine einzige Frage zur Debatte: Zu welcher Gruppe gehöre ich? Zur Schar der Geretteten oder der Verlorenen? Jesus kommt plötzlich wieder: „Wie der Blitz ausgeht vom Aufgang und leuchtet bis zum Niedergang, so wird auch sein das Kommen des Menschensohnes“ (Matthäus 24,27). In einem einzigen Augenblick wird er auf der gesamten Erde gleichzeitig zu sehen sein. Zu welcher Tageszeit wird das sein? Die Antwort finden wir in Lukas 17,34: „In derselben Nacht werden zwei auf einem Bette liegen; einer wird angenommen, der andere wird verworfen werden.“ Also in der Nacht!? Zwei Verse weiter aber steht: “Zwei werden auf dem Felde sein (= Tagessituation!); einer wird angenommen, der andere wird verworfen werden.“ Mir ist nicht bekannt, ob der Amerika-Entdecker Kolumbus diese Texte kannte. Er hätte daraus folgende Schlussfolgerung ziehen können: Wenn die Wiederkunft in einem einzigen Augenblick geschehen wird, und die Bibel dies sowohl als eine Situation des Tages als auch der Nacht beschreibt, dann ist das nur auf einer Kugel möglich. Diese beiden Verse zeigen noch etwas Wesentliches. Bei der Wiederkunft gibt es eine Zweiteilung der Menschheit: Es wird unterschieden zwischen Angenommenen und Verworfenen. Damit ist das eigentliche Problem der Menschheit angesprochen. Nur eine Frage zählt: Gehöre ich zu den Geretteten oder zu den Verlorenen? Schon entschieden? Gott hat alle Menschen als Persönlichkeiten geschaffen, die über einen freien Willen verfügen. Dies hebt uns deutlich von den Tieren ab. Der freie Wille erlaubt beides – uns von Gott zu entfernen oder uns ihm zu nahen. Gott hat in Christus alles getan, um uns den Weg ins Himmelreich zu weisen. Dennoch lehrt die Bibel sehr eindrücklich und warnend, dass den Weg des Heils nicht alle beschreiten. Was könnte Gott da tun? Würde er uns den freien Willen nehmen, dann hätte er uns unserer Persönlichkeit beraubt; wir wären Maschinen, Marionetten oder Roboter, die lediglich ihr vorgegebenes Programm abarbeiteten. Im Diesseits wie auch im Jenseits ist aber der Wille ein wichtiger Bestandteil der Persönlichkeit. Von unserer Wahlentscheidung hängt darum auch unser ewiger Verbleib ab. Haben wir uns auf diesen kommenden Tag eingestellt? Im Gleichnis von den zehn Jungfrauen mahnt uns der Herr Jesus zur Bereitschaft. Er gibt uns zu bedenken: Alle zehn waren doch „gläubig“, sie glaubten fest: die Hochzeit findet statt! Dennoch handelten nicht alle nach ihrer Überzeugung. Und nur fünf erreichten das Ziel. Den Nichtbereiten sagt Jesus: „Ich kenne euch nicht!“ (Matthäus 25,12). Damit haben sie eine ganze Ewigkeit verpasst. Es kam, wie Heinrich Kemner einmal sagte: „Man kann sich auch in die Hölle schlafen!“ Von Hermann Bezzel stammt die eindringliche Warnung: „Man kann die Kirchenbänke durchscheuern und doch verloren gehen.“ „Gläubige“, die nur Fakten bejahen, sie aber nicht aufs persönliche Leben beziehen, setzen das ewige Leben aufs Spiel. Alle drei oder keins Alle Jahre wieder zu Weihnachten wird von vielen gerne das Jesuskind in der Krippe gefeiert. Oft bleibt es dabei. Doch die drei Ks sind unzertrennlich. Zu Jesus gehört die Krippe seiner Menschwerdung, das Kreuz seines Leidens mit anschließendem Auferstehungssieg, aber auch die Krone seines Königtums, das bei seiner Wiederkunft für jedermann offenbar wird. Das war von Anfang an Gottes Rettungsplan gegen die Urkatastrophe dieser Welt. Die letzte Katastrophe, die Menschen ohne Jesus erleben werden, ist die Hölle. Leider wird sie mehr Menschenleben fordern als alle Katastrophen der Geschichte, und dieser Tod währt ewig! Doch zu Weihnachten, aber nicht nur dann, fragt uns Gott ganz persönlich, ob wir das Geschenk „Krippe, Kreuz und Krone“ annehmen wollen. Sagen Sie ja, nehmen Sie die Sündenvergebung durch Jesus Christus an, und machen es in einem Gebet fest! Ihr Gebet könnte etwa wie folgt lauten: »Herr Jesus, ich habe heute gelesen, dass ich nur durch Dich in den Himmel kommen kann. Ich möchte einmal bei Dir im Himmel sein. Errette mich darum vor der Hölle, in die ich wegen all meiner Schuld eigentlich käme. Weil Du mich so sehr liebst, bist Du auch für mich am Kreuz gestorben und hast dort die Strafe für meine Sünden bezahlt. Du siehst alle meine Schuld – von meiner Kindheit an. Du kennst jede Sünde, alles, was mir jetzt bewusst ist, aber auch alles, was ich längst vergessen habe. Du kennst jede Regung meines Herzens. Vor Dir bin ich wie ein aufgeschlagenes Buch. So, wie ich bin, kann ich nicht zu Dir in den Himmel kommen. Ich bitte Dich, vergib mir meine Sünden, die mir von Herzen leid tun. Komm Du jetzt in mein Leben und mach es neu. Hilf mir, alles abzulegen, was vor Dir nicht richtig ist und schenke mir neue Gewohnheiten, die unter Deinem Segen stehen. Öffne mir den Zugang zu Deinem Wort, der Bibel. Hilf mir, dass ich verstehe, was Du mir sagen willst und gib mir ein gehorsames Herz, damit ich tue, was Dir gefällt. Du sollst von jetzt an mein HERR sein. Ich will Dir folgen, zeige mir den Weg, den ich gehen soll in allen Bereichen meines Lebens. Ich danke Dir, dass Du mich erhört hast, dass ich jetzt ein Kind Gottes sein darf, das einmal bei Dir im Himmel sein wird. Amen.« Direktor und Professor a. D. Dr.-Ing. Werner Gitt
10 Seiten, Best.-Nr.: 122-0
Die grundlegende Frage, die suchende Menschen sich stellen, wird hier von Prof. Dr. Werner Gitt beantwortet. "Wie findet man den Himmel?" Auf jeden Fall nicht durch eigene Anstrengungen oder Konzepte. "Was aber bringt uns wirklich in den Himmel?" Gott hat die Einladungen für den Himmel schon verteilt wie im Gleichnis des Menschen, der zu einem großen Fest Einladungen verschickte. Doch viele Menschen redeten sich heraus. Prof. Dr. Gitt ruft dazu auf, nicht so "kurzsichtig" wie diese Leute zu sein. Jesus will uns vor der Hölle erretten und diese wird kein Vergleich zu der sogenannten "Hölle von Auschwitz" sein. Er hat am Kreuz für unsere Schuld bezahlt, wir müssen diese Einladung nur annehmen, dann ist ein Platz im Himmel "gebucht". Ein Entscheidungsgebet soll den Lesern dabei helfen. Dieses Traktat eignet sich besonders gut zur Weitergabe an suchende Menschen! Kurzlink zu diesem Artikel: bruderhand.de/himmel Wie komme ich in den Himmel? Die Frage nach der Ewigkeit wird von vielen Menschen verdrängt. Das beobachten wir sogar bei jenen, die über ihr Ende nachdenken. Die amerikanische Schauspielerin Drew Barrymoore spielte als Kinderstar in dem Fantasy-Film »E.T. – Der Außerirdische« eine Hauptrolle. Als sie achtundzwanzig Jahre alt war (geb. 1975), äußerte sie: »Wenn ich vor meiner Katze sterben sollte, dann möge man ihr meine Asche zu fressen geben. Dann lebe ich wenigstens in meiner Katze weiter.« Ist diese Ahnungslosigkeit und Kurzsichtigkeit bezüglich des Todes nicht erschreckend? Zur Zeit Jesu kamen viele Menschen zu ihm. Ihre Anliegen waren fast immer irdischer Art: Zehn Aussätzige wollten gesund werden (Lukas 17,13), Blinde wollten sehend werden (Matthäus 9,27), Jemand erwartete Hilfe bei einem Erbstreit (Lukas 12,13-14), Pharisäer kamen mit der Fangfrage, ob sie dem Kaiser Steuern zahlen sollten (Matthäus 22,17). Nur wenige Menschen kamen zu Jesus, um von ihm zu erfahren, wie man in den Himmel kommt. Ein reicher junger Mann suchte ihn auf mit der Frage: »Guter Meister, was muss ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?« (Lukas 18,18). Ihm wurde gesagt, was er tun solle, nämlich: alles verkaufen, woran sich sein Herz klammert und Jesus nachfolgen. Da er sehr reich war, befolgte er den Rat nicht und verzichtete damit auf den Himmel. Es gab auch Leute, die den Himmel gar nicht suchten, aber in der Begegnung mit Jesus darauf hingewiesen wurden. Und dann griffen sie augenblicklich zu. Zachäus begehrte Jesus zu sehen. Aber er fand mehr als erwartet. Nach dem Besuch im Hause des Zachäus – quasi beim Kaffeetrinken – fand er den Himmel. Jesus stellte fest: »Heute ist diesem Haus Heil widerfahren« (Lukas 19,9). Wie findet man den Himmel? Nach dem bisher Gesagten können wir festhalten: Das Himmelreich findet man an einem ganz bestimmten Tag. Das ist gut zu wissen, denn so wird es auch für Sie, lieber Leser und liebe Leserin, heute möglich, das ewige Leben bei Gott zu ergreifen. Der Erwerb des Himmelreiches ist nicht an eine zu erbringende Leistung gekoppelt. Das Himmelreich kann man ganz unvorbereitet finden. Unsere eigenen Konzepte, in den Himmel zu kommen, sind durchweg falsch, wenn wir nicht von Gottes Aussagen ausgehen. Eine Schlagersängerin sang in einem Lied über einen Clown, der nach jahrelangem Zirkusdienst abtrat: »Er kommt sicher in den Himmel, denn er hat die Menschen froh gemacht.« Eine reiche Stiftsherrin ließ ein Armenhaus bauen, in dem 20 Frauen kostenlos leben konnten. Sie hatte das an eine Bedingung geknüpft: Die Frauen mussten sich verpflichten, jeden Tag eine Stunde lang für das Seelenheil der Stiftsherrin zu beten. Was aber bringt uns wirklich in den Himmel? Um diese Frage klar und deutlich zu beantworten, hat Jesus uns ein Gleichnis erzählt. Im Lukasevangelium Kapitel 14,16 spricht er von einem Menschen [dieser steht im Gleichnis für Gott], der ein großes Fest [dieses steht im Gleichnis für den Himmel] ausrichten will und zunächst nur gezielt Einladungen verschickt. Die Antworten sind alle niederschmetternd. Einer nach dem anderen beginnt, sich zu entschuldigen. Der erste erklärt: »Ich habe ein Stück Land gekauft...«, der zweite: »Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft...«, der dritte: »Ich habe eben erst geheiratet. Darum kann ich nicht kommen.« Jesus beendet das Gleichnis mit dem Urteil des Gastgebers: »Denn ich sage euch, dass nicht einer jener Männer, die geladen waren, mein Abendmahl schmecken wird« (Lukas 14,24). Daran wird deutlich, dass man den Himmel gewinnen oder verlieren kann. Der springende Punkt ist Annahme oder Ablehnung der Einladung. Geht es noch einfacher? Doch wohl nicht! Wenn einmal viele Menschen vom Himmel ausgeschlossen sein werden, dann nicht deshalb, weil sie den Weg nicht gekannt hätten, sondern weil sie die Einladung ausgeschlagen haben. Die drei im Gleichnis genannten Leute sind uns kein Vorbild, denn keiner von ihnen nimmt die Einladung an und kommt zum Fest! Findet das Fest nun nicht statt? Doch! Nach den Absagen schickt der Hausherr überall Einladungen hin. Nun werden keine Karten mehr mit Goldschnitt gedruckt. Jetzt gilt der bloße Zuruf: »Kommt!« Und jeder, der sich einladen lässt, erhält einen sicheren Platz beim Fest. Was passiert nun? Ja, die Leute kommen – sogar in hellen Scharen. Nach einiger Zeit zieht der Gastgeber Zwischenbilanz: Es gibt noch freie Plätze! Er sagt zu seinen Dienern: »Geht wieder hinaus! Ladet weiter ein!« An dieser Stelle möchte ich das Gleichnis auf uns übertragen, denn es trifft genau unsere Situation heute. Es gibt noch freie Plätze im Himmel, und Gott lässt Dir sagen: »Komm, belege Deinen Platz im Himmel! Sei klug und reserviere für die Ewigkeit! Tue es heute!« Der Himmel ist unvorstellbar schön, und darum vergleicht ihn der Herr Jesus mit einem großen Fest. Im 1. Korintherbrief (Kap. 2,9) heißt es dazu: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.« Nichts, aber auch gar nichts auf dieser Erde, ist dem Himmel auch nur annähernd vergleichbar. So unvorstellbar schön ist es dort! Den Himmel dürfen wir auf keinen Fall verpassen, denn er ist sehr kostbar. Einer hat für uns das Tor zum Himmel aufgeschlossen. Das ist Jesus, der Sohn Gottes! Ihm haben wir es auch zu verdanken, dass es so einfach ist, dorthin zu gelangen. Es liegt jetzt nur noch an unserem Wollen. Nur wer so kurzsichtig ist wie die drei Männer im Gleichnis, folgt der Einladung nicht. Die Rettung geschieht durch den Herrn Jesus In der Apostelgeschichte (Kap. 2,21) lesen wir einen sehr wichtigen Vers: »Jeder, der den Namen des Herrn [= Jesus] anrufen wird, wird errettet werden.« Das ist ein Kernsatz des Neuen Testaments. Als Paulus im Gefängnis in Philippi war, brachte er es in dem Gespräch mit dem Aufseher auf den Punkt: »Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus« (Apostelgeschichte 16,31). Diese Botschaft ist zwar kurz und knapp, aber durchgreifend und lebensverändernd. Noch in derselben Nacht bekehrte sich der Gefängniswärter zu Jesus. Es gibt etwas, das wir unbedingt wissen müssen: Jesus möchte uns von dem Weg herunterholen, der in der Verdammnis endet, der Hölle. Über Himmel und Hölle sagt die Bibel, dass die Menschen dort ewig sein werden. Der eine Ort ist herrlich, der andere schrecklich. Einen dritten Ort gibt es nicht. Fünf Minuten nach dem Tode wird niemand mehr sagen, mit dem Tode sei alles aus. An der Person Jesu entscheidet sich alles. Unser ewiger Verbleib hängt von einer einzigen Person ab: Jesus – und von unserer Beziehung zu Ihm! Als ich in Polen zu einer Vortragsreise unterwegs war, besuchten wir das ehemalige KZ Auschwitz. Dieses Konzentrationslager (KZ) wurde während des Zweiten Weltkrieges von den Nazis im Süden Polens eingerichtet. In Auschwitz wurden Menschen systematisch umgebracht, die von den Nazis verfolgt wurden. Schreckliche Dinge haben sich dort ereignet. Von 1942 bis 1944 wurden hier mehr als 1,6 Millionen Menschen, vorwiegend Juden, vergast und anschließend verbrannt. Man spricht in der Literatur von der »Hölle von Auschwitz«. Ich habe über diese Bezeichnung nachgedacht, als wir von einer Angestellten durch eine Gaskammer geführt wurden, in der pro Charge 600 Menschen auf einmal umkamen. Es war unvorstellbar schrecklich. Aber war das wirklich die Hölle? Wir konnten uns als Besuchergruppe die Gaskammer nur darum ansehen, weil seit Januar 1945 das Grauen ein Ende hat. Jetzt sind die Anlagen zur Besichtigung freigegeben und niemand wird dort mehr gequält oder vergiftet. Die Gaskammern von Auschwitz waren zeitlich begrenzt. Die Hölle der Bibel jedoch ist ewig. In der Eingangshalle des heutigen Museums fiel mein Blick auf ein Bild, das ein Kreuz mit dem Corpus Christi zeigt. Ein Häftling hatte seine Hoffnung auf den Gekreuzigten mit einem Nagel in die Wand geritzt. Auch dieser Künstler starb in einer Gaskammer. Er kannte den Retter Jesus. Er starb zwar an einem ganz schrecklichen Ort, doch ihm stand der Himmel offen. Aus jener Hölle aber, vor der der Herr Jesus im Neuen Testament so eindrücklich warnt (z.B. Matthäus 7,13; 5,29-30; 18,8), gibt es kein Entrinnen und keine Rettung mehr, wenn der Mensch erst einmal dort angekommen ist. Da die Hölle im Gegensatz zu Auschwitz ewig in Betrieb ist, kann sie auch niemals besichtigt werden. Auch der Himmel ist ewig. Und das ist der Ort, an den uns Gott bringen möchte. Lassen Sie sich darum einladen, in den Himmel zu kommen. Rufen Sie den Namen des Herrn an, und buchen Sie damit den Himmel! Nach einem Vortrag fragte mich eine Frau ganz aufgeregt: »Kann man denn den Himmel überhaupt buchen? Das klingt so nach Reisebüro!« Ich stimmte ihr zu: »Wer nicht bucht, kommt nicht ans Ziel. Wenn Sie nach Hawaii wollen, brauchen Sie doch auch ein gültiges Flugticket.« Sie fragte zurück: »Das Flugticket muss doch bezahlt werden?!« – »Oh ja, das Ticket zum Himmel auch! Es ist aber so teuer, dass es niemand von uns bezahlen kann. Es ist unsere Sünde, die das verhindert. Gott duldet in seinem Himmel keine Sünde. Wer nach diesem Leben die Ewigkeit bei Gott im Himmel verbringen möchte, muss erst von seiner Schuld befreit werden. Diese Befreiung konnte nur durch eine sündlose Person erwirkt werden – und diese Person ist Jesus Christus. Er allein ist zahlungsfähig! Und Er hat bezahlt mit seinem Blut, durch seinen Tod am Kreuz.« Und was muss ich jetzt tun, damit ich in den Himmel komme? Auch an uns richtet Gott seine Einladung zur Errettung. Mit Nachdruck laden uns viele Stellen der Bibel ein, auf den Ruf Gottes zu reagieren: »Ringt danach, durch die enge Pforte einzugehen!« (Lukas 13,24). »Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen!« (Matthäus 4,17). »Geht ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind (es), die auf ihm hineingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind (es), die ihn finden« (Matthäus 7,13-14). »Ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist« (1. Timotheus 6,12). »Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden« (Apostelgeschichte 16,31). Das alles sind sehr aufrüttelnde und eindringliche Einladungen. Man spürt den Texten den Ernst, die Entschiedenheit und die Dringlichkeit ab. So handeln wir nur konsequent, wenn wir die Einladung zum Himmel mit einem Gebet beantworten, das in freier Formulierung etwa so lauten könnte: »Herr Jesus Christus, ich habe bisher so gelebt, als wenn es Dich überhaupt nicht gäbe. Jetzt habe ich erkannt, wer Du bist, und darum wende ich mich erstmals in einem Gebet Dir zu. Ich weiß nun, dass es einen Himmel und auch eine Hölle gibt. Errette mich vor der Hölle, in die ich wegen all meiner Schuld, besonders der meines Unglaubens, eigentlich käme. Es ist mein Wunsch, einmal in alle Ewigkeit bei Dir im Himmel zu sein. Mir ist bewusst, dass ich nicht durch eigene Verdienste, sondern nur durch den Glauben an Dich in den Himmel kommen kann. Weil Du mich liebst, bist Du auch für mich am Kreuz gestorben und hast meine Verfehlungen auf Dich genommen und für mich bezahlt. Ich danke Dir dafür. Du siehst alle meine Schuld, auch die von meiner Kindheit an. Jede einzelne Sünde meines Lebens ist Dir bekannt – alles, was mir jetzt bewusst ist, aber auch alles, was ich längst vergessen habe. Du weißt alles über mich, denn Du kennst mich ganz genau. Mit jeder Regung meines Herzens bist Du vertraut, ob es Freude oder Trauer, Wohlergehen oder Verzagtheit ist. Vor Dir bin ich wie ein aufgeschlagenes Buch. So, wie ich bin und wie ich bisher gelebt habe, kann ich vor Dir und dem lebendigen Gott nicht bestehen, und darum würde ich den Himmel verpassen. Darum bitte ich Dich, vergib mir alle meine Schuld. Meine Sünden tun mir von Herzen leid. Ich nehme Dich jetzt als meinen Herrn an. Übernimm du die Herrschaft in meinem Leben. Ich möchte so leben, wie Du es haben möchtest. Bitte hilf mir, alles abzulegen, was vor Dir nicht richtig ist und schenke mir neue Gewohnheiten, die unter Deinem Segen stehen. Öffne mir den Zugang zu Deinem Wort, der Bibel. Hilf mir, dass ich verstehe, was Du mir darin sagen willst und dass ich in Deinem Wort neue Kraft und Lebensfreude finde. Du sollst von jetzt an mein Herr sein, zu dem ich gerne gehöre und dem ich folgen will. Zeige mir bitte den Weg, den ich nun gehen soll. Ich danke Dir, dass Du mich erhört hast. Ich glaube Deiner Zusage, dass ich jetzt durch meine Hinwendung zu Dir ein Kind Gottes geworden bin, das einmal ewig bei Dir im Himmel sein wird. Ich freue mich über den großen Gewinn, Dich jetzt schon in jeder Situation an meiner Seite zu haben. Bitte hilf mir dabei, Menschen zu finden, die auch an Dich glauben und lass mich eine biblisch fundierte Gemeinde finden, wo ich regelmäßig Dein Wort hören kann. Amen.« Direktor und Professor a. D.Dr.-Ing. Werner Gitt
10 Seiten, Best.-Nr.: 120-0
Wilhelm Pahls lädt aufbauend auf einem Bericht aus den USA zu einem Leben mit Jesus ein. Der Bericht entstammt einem Interview, das nach dem 11. September 2001 geführt wurde. Oft wurde nach Katastrophen gefragt, wo Gott war und warum er nicht geholfen hatte. Der Bericht handelt davon, dass WIR Gott immer mehr verdrängt haben - aus den Schulen, aus der Öffentlichkeit, aus der Erziehung etc. Wir zeigen Gott die kalte Schulter, erwarten aber im Gegenzug, dass er uns ein komfortables Leben schafft. Wilhelm Pahls geht von diesem Bericht aus und weist die Leser darauf hin, dass sie Jesus brauchen. Warum klagen wir Gott an? Wie konnte Gott so etwas zulassen? Unvergesslich sind für uns die schrecklichen Terroranschläge vom 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten. Ich weiß nicht, ob Ihnen jener aufrüttelnde Bericht aus den USA unter die Augen gekommen ist: Wir glauben auch, dass Gott darüber tief erschüttert ist, genauso wie wir. Doch ich möchte etwas Wichtiges zu bedenken geben: Über die Jahre hinweg haben wir Gott gesagt, dass ER aus unseren Schulen, Regierungen und aus unserem Leben verschwinden soll. Und so hat er sich leise zurückgezogen. Wie können wir jetzt von IHM erwarten, dass ER uns seinen Segen und seinen Schutz gibt, wenn wir verlangen, dass ER uns in Ruhe lassen soll. Hier nun einige Beispiele: Ich denke, es fing damit an, als Madeline Murray O‘Hare sich beschwerte und sagte, dass sie kein Gebet in unseren Schulen mehr wollte. Und wir sagten OK dazu. Sie wurde später ermordet. Dann sagte Benjamin Spock, dass wir unsere Kinder – wenn sie sich schlecht benehmen – nicht züchtigen sollten. Dadurch würden ihre kleinen Persönlichkeiten Schaden leiden und ihr Selbstwertgefühl könnte vielleicht verletzt werden. Und wir sagten wieder OK dazu. Der Sohn von Dr. Spock beging später Selbstmord. Dann meinte jemand, dass wir unseren Töchtern erlauben sollten abzutreiben, wenn sie es möchten. Ihren Eltern bräuchten sie es nicht einmal zu sagen. Auch dazu sagten wir OK. Dann meinten einige Mitglieder des Schulvorstandes, dass Jungen es sowieso irgendwann einmal tun werden. Also lasst uns ihnen Kondome geben. So können sie ihren Spaß haben. Und wir sagten wieder OK dazu. Dann entschieden einige unserer höchsten Beamten, dass es völlig egal sei, was wir im Privaten tun, solange wir unsere Arbeit erledigen. Und wir waren damit einverstanden und sagten, dass es uns nun gleich sei, was jeder – einschließlich des Präsidenten – im Privaten macht, solange er seine Arbeit verrichtet und die Wirtschaft gut funktioniert. Dann kam jemand auf die Idee: Lasst uns Zeitschriften und Bücher mit Bildern von nackten Frauen drucken und es „gesunde Bewunderung der Schönheit des weiblichen Körpers“ nennen. Und wieder sagten wir OK dazu. Dann trieb jemand diese Bewunderung ein Stück weiter und veröffentlichte Kinderpornographie im Internet, um diese unsittliche Art der Darstellung allen zugänglich zu machen. Auch dazu sagten wir OK. Schließlich wurden immer mehr Bücher, Filme und Lieder verbreitet, die zu Vergewaltigung, Drogenkonsum, Selbstmord, Satanismus sowie zur Kontaktaufnahme mit übernatürlichen finsteren Mächten aufrufen. Man meinte, dass das ja nur Spaß sei und keine schlechten Folgen habe. Warum machen sich die Kinder kein Gewissen mehr? Jetzt fragen wir uns, warum unsere Kinder kein normal funktionierendes Gewissen mehr haben und warum sie richtig und falsch nicht unterscheiden können? Wir fragen uns, warum es sie nicht einmal stört, ihre Klassenkameraden und sich selbst umzubringen? Wahrscheinlich werden wir – wenn wir genug darüber nachdenken – eines Tages herausfinden, dass es damit zu tun hat, dass wir das, was wir säen, auch ernten werden. Warum klagen wir Gott immer an, wenn gottlose Menschen böse Taten vollbringen? Lieber Gott, warum hast DU das kleine Mädchen nicht gerettet, das kürzlich im Klassenzimmer ihrer Schule getötet wurde? Mit freundlichen Grüßen, betroffener Schüler Was sollte Gott auf eine solche Anklage antworten? Müsste ER nicht sagen: Lieber betroffener Schüler! Ich bin in den Schulen nicht mehr erlaubt. Man hat mich aus ihnen verbannt. Darum kann ICH leider nichts weiter für Euch tun. Mit freundlichen Grüßen, Gott Eigenartig, wie leicht es für die Menschen ist, Gott wie Dreck zu behandeln und sich dann zu wundern, warum die Menschheit zur Hölle fährt! Seltsam, wie schnell wir den Zeitungen glauben, aber die Bibel in Frage stellen! Komisch, wie eifrig wir jeden Tag die Zeitung lesen, aber wie wenig die Bibel, das Buch des Lebens! Traurig, wie schnell man 1.000 Witze per E-Mail versenden kann, die sich wie ein Buschfeuer ausbreiten; doch wenn man anfängt, Botschaften zu verschicken, die Gott betreffen, verläuft alles im Sande! Seltsam, wie das Verletzende, Grobe, Vulgäre und Obszöne sich frei durch den Cyberspace (EDV, virtueller Raum) bewegt, aber das Gespräch über die Bibel in der öffentlichen Diskussion unterdrückt wird! Aber auch das ist komisch, wie jemand am Sonntag den Gottesdienst besuchen und vorgeben kann, dass er an Jesus Christus und an sein Erlösungswerk glaubt, aber für den Rest der Woche ein stummer und unsichtbarer Christ ist! Sie lachen darüber? Eigentlich ist es zum Weinen! Geben Sie diese Botschaft weiter, wenn Sie glauben, dass es sich lohnt, über das nachzudenken, was hier gesagt wurde. Aber wenn Sie es nicht weitergeben und weiterhin schweigen, dann hören Sie auf, die schlechte Lage in der Welt, in den Familien, in der Politik, in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz zu bejammern! Liebe Leserin, lieber Leser, unsere Welt ist wirklich todkrank. Unsere Nationen befinden sich am Rande eines geistlichen und moralischen Bankrotts. Aber die Grundprobleme sind weder das Gesundheits- noch das Sozialsystem, weder die Terrorbomben noch die Drogen an der Straßenecke. Das Grundproblem ist die Sünde. Wann werden wir endlich begreifen, dass der Mensch das, was er sät, auch ernten wird (Galater 6,7)? Es gibt einfache geistliche Gesetze, die niemand aushebeln kann. Das gilt auch für die Ewigkeit. Die Bibel sagt in Prediger 11,3: »Wie der Baum fällt, so liegt er.« Das ist klar. Und ebenso gilt auch: »Wie der Mensch lebt, so stirbt er.« Was er hier anfängt zu sein, das wird er nach dem leiblichen Tod in der Ewigkeit für immer sein. Der Tod ist kein Erlöser. Nur Jesus Christus kann uns von unserer Sünde und vom ewigen Verderben befreien. ER starb stellvertretend am Kreuz für die Schuld der ganzen Welt. ER ist von den Toten auferstanden und in der Lage, jeden zu retten, der zu IHM kommt. ER ist der Retter der Welt. Auch Sie brauchen IHN. Ohne IHN sind Sie für ewig verloren. Wenn Sie Jesus im Gebet um Vergebung aller Ihrer Sünden bitten, wird ER Ihnen auf der Stelle alle Ihre Schuld vergeben. Wenn Sie im Gebet Jesus einladen, in Ihr Leben zu kommen und ihn als Herrn Ihres Lebens anerkennen, werden Sie ein Kind Gottes und gerettet für alle Ewigkeit. Ich bitte Sie, tun Sie das heute! Dann können auch Sie ein Segen für viele in dieser kaputten Welt sein. Wilhelm Pahls
6 Seiten, Best.-Nr.: 28-0
Weihnachten, das bekannteste und größte christliche Fest, ist für viele ein Feiertag ohne wirklichen Sinn. Manfred Röseler weist darauf hin, dass die Bedeutung von Weihnachten in Jesus Christus liegt. Die vielen Geschenke, die an Weihnachten gemacht werden, sind nichts im Vergleich zu dem Geschenk, das Gott uns gegeben hat. Die Menschheit war hoffnungslos mit Sünde verschuldet, aber Gott hat den Menschen ein Geschenk gemacht: Die absolute Sündenvergebung in Jesus Christus. „Bei aller Weihnachtsfeierlichkeit übersehen wir oft, dass es nicht in erster Linie um ein nettes Miteinander geht, sondern um die Erlösung von Sünde und um eine neue Beziehung zu Gott.“ Darum möchte ich fragen: Haben Sie das große Geschenk Gottes schon angenommen? Das beste Geschenk Weihnachten ist für viele Menschen ein Fest der Gemeinschaft, der Familie und ein Anlass, einander Freude zu bereiten. Für andere ist Weihnachten ein Fest der Einsamkeit, für manche sogar der Verzweiflung. Die Zahl der Verzweiflungstaten schnellt jedes Jahr zur Weihnachtszeit in die Höhe. Diese traurige Bilanz zeigt, dass viele den wahren Sinn von Weihnachten nicht kennen. Weihnachten weist auf das Geschenk hin, das Gott uns anbietet. Alles, was wir einander schenken können, ist in Wirklichkeit verschwindend wenig im Vergleich zu dem großen Geschenk, das Gott für uns bereithält. Der Wert von Gottes Geschenk für uns ist unermesslich. Es macht unser Leben neu, reich und lebenswert. Gott sieht unsere Wünsche, Sehnsüchte und Bedürfnisse. Er kennt unsere Stärken und Schwächen. Er weiß auch wie unsere Beziehung zu ihm aussieht. Wie würden Sie Ihre Beziehung zu Gott beurteilen? Ist sie in Ordnung oder gibt es Sünde in Ihrem Leben, die Sie von Gott trennt? Sünde ist z.B. unser Unglaube, unsere Rebellion gegen Gott und dann auch die Übertretung seiner Gebote. Gott kennt jede einzelne unserer Sünden sehr genau. Aufgrund unserer Sünden haben wir viel Schuld Gott gegenüber auf uns geladen. Schulden bei einer Bank können wir gewöhnlich mit regelmäßigen Raten in absehbarer Zeit zurückzahlen. Manche bemühen sich aufrichtig darum, gute Werke zu tun und Gottes Gebote einzuhalten. Unsere Schuld vor Gott können wir allerdings so nicht tilgen. Selbst dann, wenn jemand ab heute nie wieder sündigen würde, wäre die Trennung des Menschen von Gott nicht aufgehoben. In Jesaja 59,2 lesen wir: „... wie eine Mauer steht eure Schuld zwischen euch und eurem Gott.“ und in 1. Korinther 6,9 steht: „Wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden?“ Ohne Bereinigung unserer Sünde können wir nicht in den Himmel kommen. Auf uns wartet nach dem Tod der Ort der Strafe, die ewige Verdammnis. Das große Geschenk, das Gott uns anbietet, ist die Vergebung unserer Sünden. Er möchte uns von dem Urteil „ewige Verdammnis“ befreien (vgl. Offenbarung 20,15). Er möchte uns zu seinen Kindern und zu Erben seines Reiches machen. Doch wie kann das geschehen? Gott kann nicht einfach über unsere Sünde hinwegsehen und so tun, als sei nichts gewesen. Dann wäre er nicht gerecht. Der einzige Weg zu unserer Rettung besteht darin, dass unsere Sünde vergeben wird und genau dafür sandte Gott seinen Sohn, Jesus Christus, auf diese Erde. Weihnachten erinnert uns an die Geburt von Jesus in Bethlehem vor ca. 2.000 Jahren. Jesus wurde ein Mensch wie wir. Dennoch unterschied sich sein Leben von dem eines gewöhnlichen Menschen. Jesus führte ein völlig schuldloses Leben. Er beging nie eine Sünde. Stattdessen predigte er den Menschen das Evangelium, heilte Kranke und tat viel Gutes. Seine Wunder bestätigten, dass er der im Alten Testament angekündigte Retter ist. Obwohl Jesus unschuldig war, ließ er sich zum Tod verurteilen. Er hatte den Tod nicht verdient. Doch mit seinem Sterben am Kreuz auf Golgatha nahm er unsere Schuld stellvertretend auf sich. Er bezahlte die gesamte Schuld, die wir vor Gott haben. Gott akzeptierte dieses Opfer. Nach drei Tagen erweckte er ihn von den Toten und nahm ihn etwas später zu sich in den Himmel. Jesus lebt auch heute. Der Grund, warum Jesus auf die Erde kam, wird in Matthäus 1,21 erklärt: „Und sie [Maria] wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.“ Jesus kam auf diese Erde und wurde Mensch, um uns mit Gott zu versöhnen. An Weihnachten geht es nicht in erster Linie um ein frohes Miteinander, sondern um unsere Beziehung zu Gott. Durch Jesus können wir von unserer Sünde befreit werden. Wir können Vergebung bekommen und Kinder Gottes werden. Wir dürfen die Gewissheit im Herzen haben, dass wir einmal im Himmel sein werden. Ist das nicht ein großes Geschenk? Ich möchte Sie fragen: „Haben Sie dieses Geschenk angenommen?“ Wenn ja, dann haben Sie allen Grund, mit Freuden Weihnachten zu feiern. Wenn das beste Geschenk noch nicht Ihr Geschenk ist, dann nehmen Sie es heute an. Darüber lesen wir in Apostelgeschichte 3,19 folgendes: „Nun kehrt euch ab von euren Sünden und wendet euch Gott zu, damit ihr von euren Sünden gereinigt werden könnt.“ Im Gebet können Sie mit Jesus reden und ihm alle Ihre Versagen und Sünden bekennen, die Ihnen bewusst sind. Bitten Sie ihn auch um Vergebung für all die Sünden, an die Sie sich nicht mehr erinnern können. Er vergibt Ihnen gern. Doch bleiben Sie nicht dabei stehen. Sagen Sie Jesus auch, dass Sie sich ihm jetzt ganz anvertrauen möchten und dass er die Herrschaft über Ihr Leben übernehmen soll. Laden Sie ihn ein, in Ihr Leben zu kommen und die weitere Führung Ihres Lebens zu übernehmen. Wenn Sie Jesus Ihr Leben anvertrauen, macht er Sie zu einem Kind Gottes (vgl. Johannes 1,12). Nachdem Sie wie oben beschrieben gebetet haben, danken Sie Jesus dafür, dass er für Ihre Schuld gestorben ist, Ihnen vergeben und ein neues, ewiges Leben geschenkt hat. Auf diese Weise dürfen Sie erfahren, dass Gottes Geschenk das beste Geschenk ist, das es überhaupt gibt. Manfred Röseler
6 Seiten, Best.-Nr.: 31-0
Manfred Röseler befasst sich mit einer grundlegenden Frage: Was kommt nach dem Tod? Dem Menschen ist die Ewigkeit ins Herz gelegt, sodass jeder in gewisser Art und Weise weiß, dass das Leben mit dem Tod nicht vorbei ist. Doch sollte man sich bei dieser Frage nicht auf bekannte Persönlichkeiten stützen, eine sichere Antwort kann nur Gott geben. Und Gott spricht in seinem Wort von nur zwei Wegen: Dem Breiten, der ins ewige Verderben führt und dem Schmalen, der in die Herrlichkeit führt. Durch Jesus Christus können wir auf den schmalen Weg in die Herrlichkeit kommen, wozu Manfred Röseler auch die Leser einladen möchte. Was erwartet mich nach diesem Leben? Das Leben um uns herum verändert sich in einem rasanten Tempo. In unserem ausgefüllten Alltag müssen wir uns auf die Gegenwart konzentrieren. Wer hat da schon Zeit, sich mit Themen über das Jenseits zu beschäftigen? Die Fragen nach dem Tod und der Ewigkeit werden häufig verdrängt. Selbst für ältere Menschen sind diese Themen oft tabu. Wer sie allerdings umgeht, läuft Gefahr, den größten Fehler seines Lebens zu begehen. Für uns zählen Fakten. Gibt es im Hinblick auf das Leben nach dem Tod sichere Aussagen? Die Bibel lehrt, dass Gott das Wissen um die Ewigkeit jedem Menschen ins Herz hineingelegt hat (Prediger 3,11). Jeder Mensch hat somit ein gewisses inneres Wissen darüber, dass das Leben nach dem Tod nicht vorbei ist. Es ist interessant, dass es kein Volk auf dieser Erde gibt, in dem der Glaube an ein Leben nach dem Tod nicht zu finden wäre. In allen Religionen geht man von einem Weiterleben nach dem Sterben aus. Gewissheit über die Zukunft Es gibt zahlreiche Spekulationen und Meinungen darüber, wie das Leben nach dem Tod aussehen könnte. Wir dürfen dabei nicht den Fehler machen, uns auf die Ansichten populärer Persönlichkeiten zu verlassen. Auch sie können irren. Eine sichere Auskunft über die Zukunft bekommen wir nur von dem, der uns gemacht hat, uns kennt und selbst ewig ist: Das ist Gott. Er kann Sicheres über unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sagen. Gott hat seit der Schöpfung der Welt immer wieder zu uns Menschen gesprochen. Er hat sich uns mitgeteilt durch Worte und Taten. Unzählige Menschen haben dies in unterschiedlicher Weise erlebt. In eindeutiger und absolut zuverlässiger Form ist Gottes Botschaft an uns in der Bibel verfügbar. Auf sie können wir uns hundertprozentig verlassen. Die Bibel lehrt, dass unser Leben nach dem Tod in direkter Beziehung zu unserem irdischen Leben steht. Es ist daher nicht egal, wie wir jetzt leben. Würde unser Leben mit dem Tod für immer beendet sein, könnten wir tun, was wir wollen. Niemand würde uns zur Rechenschaft ziehen. Nun aber ist unser Leben mit unserem Sterben nicht beendet. Gott hat uns für die Ewigkeit bestimmt. Die Bibel sagt in Hebräer 9,27: „Jeder Mensch muss einmal sterben und kommt danach vor Gottes Gericht.“ Eine ehrliche Diagnose Gott kennt unser Leben ganz genau. Er weiß wie wir gelebt haben. Er kennt jede gute und auch jede böse Tat. Bei dem Gericht, das auf unser Sterben folgt, werden wir gerichtet nach unseren Werken (Offenbarung 20,12). Wird es dann einen Menschen geben, der sagen kann, dass er nie gesündigt hat? In Römer 3,23 lesen wir: „Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten.“ So sehr wir uns auch darum bemühen, unser Leben zu bessern, unsere Schuld vor Gott können wir niemals ungeschehen machen. Wir alle haben Gottes Gebote übertreten. Was ist nun mit Sünde gemeint? Jesus erklärte uns (Matthäus 15,19-20): „Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsche Aussagen, Verleumdungen. Das ist es, was den Menschen in Gottes Augen unrein macht.“ Gibt es demnach einen Menschen, der sich als unschuldig bezeichnen kann? Ganz sicher nicht! Wenn jemand stirbt, ohne Vergebung seiner Schuld empfangen zu haben, wird er bei Gottes Gericht durchfallen. Auf ihn wartet das ewige Getrenntsein von Gott, die ewige Verdammnis. Auf diejenigen, die ihr Leben hier auf der Erde Jesus Christus anvertraut und Vergebung ihrer Schuld empfangen haben, wartet das ewige Leben, die ewige Herrlichkeit bei Gott. Von diesen zwei ganz unterschiedlichen Gruppen hat Jesus in Matthäus 7,13-14 gesprochen: Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden. Jesus spricht hier von zwei Wegen: einem breiten und einem schmalen Weg. Menschen, die sich auf dem breiten Weg befinden, gehen in die ewige Verdammnis. Diejenigen aber, die auf dem schmalen Weg sind, werden in die ewige Herrlichkeit eingehen. Der Ort der Herrlichkeit wird beschrieben als ein Platz, wo Gott gegenwärtig ist. Er wird auch als „Himmel“ bezeichnet. Es ist ein Ort der Harmonie, der Freude und der Zufriedenheit. Dort gibt es keine Tränen, kein Leid, keinen Schmerz, keinen Kummer und auch keine Ungerechtigkeit (vgl. Offenbarung 21,1-7). Der Ort der Verdammnis wird als ein Ort der Qual beschrieben. Er wird auch als „Hölle“ bezeichnet. Gott ist dort nicht gegenwärtig. Menschen werden dort ihre gerechte Strafe empfangen für ihren Unglauben, Egoismus, Mord, Ehebruch, für ihr ausschweifendes Leben, für jeden Betrug und besonders für ihre Untreue Gott gegenüber. Der Ort des Verderbens ist ein Ort der Feuerflammen, an dem Heulen und Zähneklappern sein wird (vgl. Offenbarung 21,8; Matthäus 13,49-50). Angesichts dieser Aussagen sollte sich jeder die Frage stellen: „Auf welchem Weg befinde ich mich?“ Von Natur aus befindet sich jeder Mensch auf dem breiten Weg, der in die Verdammnis führt. Wir sind aufgrund unserer Schuld alle von Gott getrennt. Ohne Gottes gnädiges Eingreifen kann niemand von uns in den Himmel – den Ort der Herrlichkeit – kommen. Der Weg der Rettung Gott kennt unsere verzweifelte Situation ganz genau. Er weiß um das Problem unserer Schuld. Deshalb hat er aus Liebe einen Weg bereitet, um uns aus dieser Not zu befreien. Die Lösung liegt in Jesus Christus bereit. Jesus, der Sohn Gottes, nahm die Strafe für unsere Schuld auf sich, weil er uns liebt. Er sühnte unsere Schuld als er stellvertretend für uns am Kreuz auf Golgatha starb (vgl. Jesaja 53,4-5). Jetzt bietet uns Jesus die Vergebung unserer Schuld und das ewige Leben bei Gott an. Es liegt an uns, ob wir dieses Angebot annehmen wollen oder nicht. Auf welchem Weg befinden Sie sich? Sind Sie auf dem breiten Weg, der in die Verdammnis führt oder auf dem schmalen Weg, der zum Leben führt? Jesus spricht in Matthäus 7 von der Möglichkeit, von dem breiten auf den schmalen Weg zu wechseln. Er sagt: „Geht ein durch die enge Pforte!.“ Diese Pforte ist Jesus selber. An anderer Stelle erklärt er (Johannes 10,9): „Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich eintritt, wird er gerettet werden.“ Viele Menschen meinen, dass sie Jesus nicht brauchen, um in den Himmel zu kommen. Sie denken, dass irgendwann einmal alle Menschen gerettet werden, unabhängig davon, wie sie gelebt haben. Diese Meinung ist von der Bibel her unhaltbar. Nur diejenigen kommen in den Himmel, die sich zu Jesus Christus bekehrt haben. Nur wer durch die „enge Pforte“ hindurchgeht, kann von dem breiten auf den schmalen Weg wechseln. Andere Menschen halten sich für gut und meinen, dass Gott mit ihnen zufrieden sein müsste und sie deshalb in den Himmel kämen. Dabei beachten sie aber nicht, dass bereits eine Sünde ausreicht, um uns von Gott zu trennen. Gott ist gerecht und heilig. Er kann keine Sünde im Himmel dulden, nicht eine einzige. Kein Mensch kann diesen Maßstab Gottes durch einen ordentlichen Lebenswandel erfüllen. Jeder von uns benötigt daher die Rettung durch Jesus. Was erwartet Jesus von uns? Jesus erwartet, dass wir durch die enge Tür hindurchgehen und somit vom breiten auf den schmalen Weg wechseln. In Apostelgeschichte 3,19 lesen wir: „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden.“ Den Wechsel vom breiten auf den schmalen Weg bezeichnet die Bibel mit dem Begriff „Bekehrung“. Bei der Bekehrung wendet sich der Mensch ab von der Sünde. Er bittet Jesus um Vergebung aller seiner Sünden. Er nimmt Jesus im Glauben in sein Leben auf und vertraut sein ganzes zukünftiges Leben ihm an (vgl. Johannes 1,12 und 3,16). Wenn Sie sich heute bekehren möchten, können Sie sich im Gebet an Jesus wenden und das folgende Gebet zu Ihrem eigenen Gebet machen: „Herr Jesus, ich danke dir, dass du mich lieb hast und für mich am Kreuz auf Golgatha gestorben bist. Ich danke dir, dass du meine Sünden auf dich genommen und damit die Strafe für meine Schuld bezahlt hast. Ich bekenne dir, dass ich ein Sünder bin und vor dir schuldig geworden bin. Meine Sünden tun mir leid. Ich bitte dich, mir alle meine Sünden zu vergeben. Ich vertraue mein Leben dir an und nehme dich jetzt in mein Leben auf. Du sollst der Herr meines Lebens sein. Ich bekehre mich jetzt zu dir. Dir möchte ich gehören und dir nachfolgen mein Leben lang. Ich danke dir dafür, dass du mich erhört hast und ich jetzt ein Kind Gottes sein darf. Amen!” Mit Ihrer Bekehrung zu Jesus haben Sie den breiten Weg verlassen, der in die Verdammnis führt, und sind jetzt auf dem schmalen Weg, der zum Himmel führt. Sie dürfen wissen, dass auf Sie die ewige Herrlichkeit bei Gott wartet. Ich schlage vor, dass Sie gerade jetzt noch einmal beten und Jesus dafür danken, dass er Ihnen alle Ihre Sünden vergeben und Sie zu einem Kind Gottes gemacht hat. Auf Sie wartet eine wunderbare Zukunft. Deshab brauchen Sie keine Angst vor dem Tod zu haben. Nachdem Sie sich für Jesus entschieden haben, sollte es Ihr Wunsch sein, Gott und seinen Willen immer besser kennenzulernen. Dazu ist es nötig, dass Sie die Bibel lesen. Gott redet mit Ihnen durch sein Wort, die Bibel. Außerdem ist es wichtig, dass Sie beten. Durch das Gebet reden Sie mit Gott. Dann brauchen Sie auch Gemeinschaft mit anderen Christen. Schließen Sie sich einer christlichen Gemeinde an, in der die Bibel als das Wort Gottes verkündigt wird. Falls Sie diese grundlegende Entscheidung für Jesus getroffen und das obige Gebet zu Ihrem Gebet gemacht haben, würde ich mich freuen, wenn Sie uns dies mitteilen würden. Wir möchten Ihnen gerne einen kostenlosen Bibelfernkurs und weitere Hilfen für Ihr neues Leben zukommen lassen. Manfred Röseler
8 Seiten, Best.-Nr.: 26-0
Viele Menschen fragen sich: Gibt es Gott wirklich? Und wenn ja – wie kann man ihm begegnen? Dieses ansprechend gestaltete Traktat lädt ein, über die wichtigste Frage des Lebens nachzudenken: Bin ich bereit, Gott zu begegnen? Mit klaren Worten zeigt Dietmar Langmann, wie jeder Mensch durch Jesus Christus Vergebung, Frieden und ein neues Leben finden kann. Die Verteilschrift erklärt: Warum Schuld uns von Gott trennt Was Jesus am Kreuz für uns getan hat Wie man Vergebung empfangen und ein neues Leben beginnen kann Wie ein Gebet der Hinwendung zu Jesus aussehen kann Am Ende enthält das Traktat eine Einladung, Jesus persönlich aufzunehmen, sowie einen Gutschein für eine kostenlose Bibel und ein Taschenbuch. Zielgruppe: Suchende, Zweifler, Namenschristen und Menschen, die über Glauben und Ewigkeit nachdenken. Ideal zum Weitergeben: In Gemeinden, bei Evangelisationen und Straßeneinsätzen Für Verteilaktionen, Büchertische oder persönliche Gespräche Gott begegnenIst das möglich?Frieden finden. Schuld loswerden. Neu anfangen. „Gott gibt es nicht!“, sagte ein junger Mann einmal zu mir. „Und wenn, dann ist er wie ein alter Opa im Himmel. Blind, schwerhörig und längst tot. – Und die Bibel? Die ist doch auch nur ein Märchenbuch mit alten, übertriebenen Geschichten.“ Solche Aussagen höre ich oft. Und vielleicht denkst du ähnlich. Aber ich habe Gott ganz anders erlebt. Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist real. Ich habe ihn persönlich kennengelernt. Ich habe ihn gebeten, in mein Leben zu kommen. Er hat mir vergeben, mich angenommen und er ist mein Retter geworden. Jesus lebt und er will auch dein Leben verändern. Er ist am Kreuz für unsere Schuld gestorben. Doch er blieb nicht im Grab. Er ist auferstanden. Die Bibel sagt sogar, dass er eines Tages wiederkommen wird. Sichtbar und mit großer Macht. In Lukas 21,26–27 beschreibt Jesus selbst dieses Geschehen: „Die Menschen sind voll lähmender Angst und Ungewissheit darüber, was mit der Welt noch passieren wird; denn sogar die Kräfte des Weltalls werden durcheinandergeraten. Und dann werden alle sehen, wie der Menschensohn [Jesus] mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommt.“ Jesus wird wiederkommen. Nicht als Kind in der Krippe, sondern als Richter und König. Dann wird er, der Schöpfer unseres Lebens, uns zur Rechenschaft ziehen. Bist du darauf vorbereitet? Die Bibel sagt, dass es am Ende nur zwei Wege geben wird. Die einen werden bei Gott im Himmel, in der ewigen Herrlichkeit sein. Die anderen werden für immer von ihm getrennt sein. Die Bibel nennt diesen Ort die Hölle. Diese Wahrheit ist unbequem, doch sie fordert uns heraus, darüber nachzudenken: Bin ich bereit, Gott zu begegnen? Viele meinen: Wenn ich mich anstrenge und Gutes tue, dann wird Gott schon mit mir zufrieden sein. Aber die Bibel sagt: Unsere Schuld trennt uns von Gott. Jede Lüge, jeder verletzende Gedanke, jedes böse Wort und auch unser Unglaube Gott gegenüber stehen zwischen ihm und uns. Durch die Sünde ist ein Riss entstanden. Ein tiefer Abgrund hat sich aufgetan. Kein Mensch kann aus eigener Kraft zu Gott gelangen. Aber Gott hat eine Lösung geschaffen. Jesus ist gekommen, um uns zu retten. Es gibt Hoffnung, weil Jesus dir vergeben will. Am Kreuz hat er die Strafe für unsere Schuld getragen, auch für deine. Er ließ sich ans Kreuz schlagen, weil er dich liebt. Dort auf Golgatha nahm er alles auf sich, was dich von Gott trennt. Er bezahlte, was du niemals hättest begleichen können. Ein neues Leben mit Jesus Wenn du Vergebung suchst und Frieden mit Gott haben möchtest, dann darfst du zu Jesus kommen. Du kannst ihn im Gebet bitten, dir zu vergeben und dein Herr zu werden. Die Bibel sagt in Johannes 1,12: „All denen jedoch, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.“ Im Gebet kannst du mit Jesus reden. Wenn dir die Worte fehlen, mache doch dieses Gebet zu deinem Gebet: Herr Jesus Christus, ich sehne mich nach echtem Leben und nach Frieden mit Gott. Ich habe erkannt, dass ich schuldig vor dir bin und so vor dir nicht bestehen kann. Ich brauche dich. Ich glaube, dass du am Kreuz für mich gestorben bist und mich retten möchtest. Darum bitte ich dich: Vergib mir meine Sünden. Reinige mich von aller Schuld. Ich nehme dich jetzt in mein Leben auf und vertraue dir mein ganzes weiteres Leben an. Komm jetzt in mein Leben, mach es neu und sei du ab heute der Herr in meinem Leben. Amen. Wenn du dieses Gebet aufrichtig gesprochen hast, darfst du wissen: Jesus hat dich gehört. Er hat dir vergeben. Du gehörst jetzt zu ihm. Du bist ein Kind Gottes geworden und Teil seiner Familie. Die Kluft zwischen dir und Gott besteht nicht mehr. Und du darfst gewiss sein: Eines Tages wirst du in der Ewigkeit bei Jesus sein, in seiner Herrlichkeit. Mit deiner Entscheidung hat ein neues Leben für dich begonnen. Gott hat dir ein wunderbares Geschenk gemacht: Vergebung deiner Schuld, Rettung und ein neues Leben. Nimm dir doch gleich einen Augenblick Zeit und danke Jesus dafür. Du darfst ganz einfach mit ihm reden, so wie mit einem guten Freund, und ihm sagen, wie froh du bist, dass er dich angenommen hat. Lerne Jesus besser kennen. Lies täglich in der Bibel. Am besten beginnst du mit dem Neuen Testament. Rede mit Gott im Gebet. Sprich mit ihm über alles, was dich beschäftigt. Und schließe dich einer Gemeinde an, in der die Bibel ernst genommen und das Evangelium von Jesus Christus klar verkündigt wird. Menschen bereiten sich auf vieles vor: auf Schule, Beruf, Urlaub oder das Wochenende. Aber das Wichtigste ist: Bist du vorbereitet, Gott zu begegnen? Jesus soll die Nummer eins in unserem Leben sein. Ich wünsche dir, dass du Jesus persönlich kennenlernst. Dein Leben wird nicht ärmer. Du wirst gewinnen. Und du darfst dich freuen auf die Ewigkeit bei Gott. Er wartet auf dich. Dietmar Langmann
6 Seiten, Best.-Nr.: 24-0
Dietmar Langmann wurde zwar kirchlich erzogen, "bewusstes Christsein" kannte er allerdings nicht. Ziemlich bald nach Aufnahme seiner Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker in der heimatlichen Werkstatt hielt er es nicht mehr zu Hause aus und wechselte in eine größere Firma in die Nachbarstadt. Gott war für ihn kein Thema, bis plötzlich und unerwartet sein 18 jähriger Bruder bei einem Autounfall ums Leben kam. Auf seiner Suche nach Antworten ging er auch in die Kirche, doch seine Fragen blieben offen. Eines Sonntags kam eine Jugendgruppe in den Gottesdienst, die von Jesus erzählte. Langmann nahm Kontakt zu ihnen auf und nach einiger Zeit übergab er Jesus sein Leben. Dieses erfüllte Leben bietet er auch den Lesern an und lädt sie dazu ein, den Schritt zu Jesus Christus zu wagen. Gott, warum? Meine Eltern sind Heimatvertriebene aus Ostpreußen. Ich bin mit drei Geschwistern in einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Vater und Mutter waren christlich orientiert. Wir Kinder wurden kirchlich erzogen, doch ein bewusstes Christsein kannten wir nicht. Der Wunsch meines Vaters war, dass ich so bald wie möglich nach meiner Schulausbildung in unsere kleine Landmaschinenwerkstatt einsteigen sollte. Ich machte eine Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker. Doch zu Hause hielt ich es nicht mehr lange aus und wechselte schon nach zwei Jahren in eine größere Firma in der Nachbarstadt. Die Frage nach Gott und seinen Plänen mit mir war damals für mich uninteressant. Ich hatte keine persönliche Beziehung zu ihm. Heute weiß ich, dass Gott einen ganz bestimmten Plan für mich und jeden einzelnen Menschen hat. Er ließ es zu, dass wir als Familie etwas sehr Trauriges und Schweres erlebten, etwas, das wir immer noch nicht ganz verstehen können. Doch eines weiß ich: Dieses traurige Ereignis sollte mein Leben und das unserer Familie von Grund auf verändern. Mein Bruder, 18 Jahre alt, war mit Freunden zu einer Geburtstagsfeier eingeladen. Auf dem Rückweg wurde er von einem Auto erfasst und bereits zwei Stunden später war er tot. Diese Tragödie versetzte unserer ganzen Familie einen Schock. Ich selbst fing an, ernsthaft zu fragen: »Gott, warum hast du das zugelassen? Warum gerade mein Bruder? Was wäre mit mir, wenn mein Leben so plötzlich zu Ende wäre? Gibt es ein Weiterleben nach dem Tod? Gibt es überhaupt einen Gott?« Ich fand keinen Menschen, der mir Antwort auf meine Fragen geben konnte. Ich begab mich auf die Suche. Fast jeden Sonntag ging ich in die Kirche. Aber auch dort bekam ich lange keine Antworten auf meine Fragen. Ich versuchte, ein moralisch anständiges, christliches Leben zu führen. Aber ich bemerkte bald, dass ich das nicht schaffte. Eines Sonntags saß ich wieder im Gottesdienst. Eine Jugendgruppe aus dem Nachbarort gestaltete das Programm. Die jungen Leute berichteten aus ihrem Leben und erzählten, dass Jesus Christus Realität sei und jeder Mensch ihn erfahren könne. Ich nahm Kontakt mit der Jugendgruppe auf und besuchte ihre Jugendstunde. Dort erfuhr ich das Wichtigste aus der Bibel: Jesus Christus, der Sohn Gottes, wurde Mensch und kam für mich in diese Welt. Er starb am Kreuz für meine Sünde, doch er ist nicht im Grab geblieben, sondern wieder auferstanden. Somit ist der Tod nicht der Endpunkt des Lebens. Es gibt eine Ewigkeit. Nach längerem Prüfen wurde mir klar: Diesem Jesus sollte ich mein Leben anvertrauen. Ich betete: »Herr Jesus Christus, danke, dass du für meine Schuld am Kreuz gestorben bist. Vergib mir bitte meine Sünde, alle meine Fehler und mein Versagen. Ich will mit dir leben. Du sollst der Mittelpunkt meines Lebens sein.« Jesus erhörte dieses Gebet. Er vergab mir meine Sünde und machte mein Leben von Grund auf neu. Er ist mein Retter geworden, der mir einen tiefen Frieden mit Gott geschenkt hat. Ich erlebte das, was in der Bibel steht (Apostelgeschichte 4,12): »In keinem andern ist das Heil [als nur in Jesus], auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.« Der tragische Verkehrsunfall, bei dem mein Bruder ums Leben kam, war der Auslöser für Gottes Wirken in unserer Familie. Ich weiß nicht, warum Gott so etwas Schweres in unserer Familie zugelassen hat. Aber ich weiß wozu! Ich fand zu Jesus Christus und traf eine bewusste Entscheidung für ihn. Ich wollte mit ihm leben und ihm dienen. Mein jüngerer Bruder kam fast zur gleichen Zeit wie ich zum lebendigen Glauben an Jesus Christus. Von diesem Zeitpunkt an war uns klar, dass wir die gute Nachricht der Bibel anderen Menschen weitersagen sollten. Auf unseren Arbeitsstellen luden wir unsere Kollegen ein, den Jugendkreis zu besuchen. Und Gott wirkte. Die Kollegin meines Bruders kam zum Glauben an Jesus und ebenso auch ein anderes junges Mädchen, das heute meine Frau ist. Immer wieder beteten wir für unsere Familienangehörigen, dass sie zum Glauben finden möchten. Wir luden sie zu christlichen Veranstaltungen ein, und sie kamen meistens mit. Während einer Evangelisation trafen meine Eltern ihre Entscheidung für Jesus Christus. Unsere Freude war groß. Wir erlebten, wie gut und gnädig unser Gott ist. Inzwischen habe ich gesehen, wie viele andere Menschen ein Leben mit Jesus begonnen haben. Auch unsere vier Töchter trafen eine persönliche Entscheidung für Jesus Christus. Niemand von ihnen hat es bereut. Jesus hat ihr Leben neu gemacht, ihnen ein wahres Ziel und eine neue Hoffnung für ihr Leben gegeben. Wo stehen Sie, liebe Leserin, lieber Leser? Haben Sie bereits Jesus Ihr Leben anvertraut? Ich bin davon überzeugt, dass Sie ein völlig neues Leben bekommen werden, wenn auch Sie diesen Schritt zu Jesus Christus wagen. Dietmar Langmann
6 Seiten, Best.-Nr.: 23-0
Billy Graham geht auf die elementarste Frage der Menschen ein: Die Frage nach dem Sinn des Lebens. Im Prinzip sucht jeder Mensch nach Erfüllung und Sinn, doch jeder sucht sie woanders. Obwohl die westliche Welt als zivilisiert, hoch entwickelt und modern gilt, bleiben die Menschen doch leer und sind keineswegs glücklich. Doch kann ein Mensch nicht von sich aus seinem Leben einen Sinn geben, denn das Wesen des Menschen ist verdorben - in diesem Punkt gab es über all die Jahrtausende keinen Fortschritt. Aber es gibt eine Antwort auf unser Suchen: „Wenn Du in den Himmel kommen und ein sinnerfülltes Leben führen möchtest, musst du dich bekehren.“ Wie das geht, erklärt Billy Graham in drei Schritten. Auf der Suche Deine große Suche begann bereits, als Du auf die Welt kamst. Vielleicht dauerte es viele Jahre, bis Dir klar wurde, dass Du ständig auf der Suche nach etwas bist, das Dir fehlt. Manchmal versuchtest Du, Deine innere Leere zu vergessen und Dich mit anderen Dingen abzulenken. Für Augenblicke gelang es Dir, dieses ständige Suchen aus Deinem Denken zu verdrängen. Aber immer wieder begannst Du mit Deiner Suche von neuem. Du bist nicht der Einzige In Stunden des Alleinseins hast Du auf andere Menschen gesehen und Dich gefragt, ob sie wohl auch etwas suchen, das sie nicht beschreiben können. Einige von ihnen schienen viel glücklicher und unbeschwerter zu sein als Du. Manche schienen in der Ehe und im Familienleben Erfüllung gefunden zu haben. Andere gingen ins Ausland und machten dort Karriere. Wieder andere blieben zu Hause und hatten Erfolg. Beim Nachdenken über sie kamen Dir folgende Gedanken: „Diese Leute sind nicht auf der großen Suche. Sie haben ihren Weg gefunden. Sie wussten, was sie wollten und haben es erreicht. Nur ich befinde mich auf einem Weg, der nirgendwo hinführt. Nur ich bin immer auf der großen Suche.“ Aber Du bist nicht der Einzige. Die ganze Menschheit wandert mit Dir. Alle sind auf der großen Suche. Sie suchen eine Antwort auf die Verwirrung, Unmoral und die geistige Leere, welche die Welt bedrückt. Die ganze Menschheit schreit nach einer Veränderung. Sie sehnt sich nach Geborgenheit und Frieden. Eine Epoche der Unsicherheit Man sagt, dass wir im Zeitalter der Angst leben. Historiker weisen darauf hin, dass es nur wenige Epochen in der Geschichte gab, in denen die Menschheit so sehr von Furcht und Unsicherheit bestimmt war wie heute. Alle vertrauten Stützen scheinen umgestoßen zu sein. Wir reden vom Frieden, stehen aber vor dem Krieg. Wir erarbeiten ausgeklügelte Konzepte für unsere Sicherheit und wissen doch, dass wir keine Sicherheit finden werden. Wir schlagen immer wieder neue Wege ein und sagen jedesmal: „Das ist der richtige Weg.“ Doch immer wieder irren wir uns. Hohe Bildung und leere Herzen Viele Menschen versuchten, mit Freiheit und Bildung ihre innere Sehnsucht zu stillen. Sie setzten ihr ganzes Vertrauen darauf und meinten, politische Freiheit, verbunden mit Bildung, wird zum Ziel führen. Sie bemühten sich mit ganzem Einsatz um Bildung. Eine Zeitlang schien es ein vernünftiger Weg zu sein. Aber wohin führte er? Du weißt die Antwort. Wir gehören zu den gebildetsten Völkern in der Geschichte der Zivilisation. Die Schüler unserer höheren Schulen wissen mehr über die physikalischen Gesetze des Weltalls als der größte Naturwissenschaftler in den Tagen des Aristoteles. Doch obwohl unsere Köpfe mit Wissen vollgestopft sind, bleiben unsere Herzen leer. Falsche Antworten auf wichtige Fragen Sieh Dich einmal um. Du siehst jetzt ein Land vor Dir, das eine politische Freiheit genießt wie in kaum einer anderen Zeit. Du siehst das großartigste öffentliche Bildungssystem, das Menschen je geschaffen haben. Manche Länder sind neidisch auf unseren hohen Lebensstandard. „Westliche Lebensweise“, so nennen wir unsere computergesteuerte und vollautomatische Wirtschaft. Aber hat sie uns glücklich gemacht? Gibt sie uns echte Freude und den Lebenssinn, nach dem wir uns sehnen? In Wirklichkeit leben wir in einer Zeit zahlreicher Krisen. Wir müssen erkennen, dass uns alle unsere Anstrengungen nicht aus der Ausweglosigkeit herausbringen. Milliardenbeträge werden von Männern und Frauen für Wahrsagerei ausgegeben, durch die sie nur falsche und oft gefährliche Antworten auf ihre Fragen bekommen. Warum sind wir so leer? Jeden Tag höre ich von Eltern, dass sie nicht wissen, was mit ihren Kindern los ist. Sie wollen sich nicht mehr anstrengen, sondern alles fertig vorgesetzt bekommen. Die Eltern scheinen nicht zu merken, dass ihre Kinder innerlich leer sind. Warum sind sie so leer? Weil sie nicht wissen, woher sie kommen, wozu sie leben und wohin sie gehen. Sie gleichen einem schönen Auto, das zwar in allen Einzelheiten vollkommen ist, dem aber der Treibstoff fehlt. Und so rosten sie vor Langeweile vor sich hin. Die Menschen in westlichen Ländern sollen den höchsten Prozentsatz an Langeweile haben. Das merken wir daran, dass wir die größte Vielfalt an Vergnügungseinrichtungen haben. Viele Menschen sind so leer geworden, dass sie sich nicht einmal mehr unterhalten können. Sie brauchen andere Leute, die sie bezahlen müssen, um lachen zu können. Langeweile ist einer der zuverlässigsten Maßstäbe, um die eigene innere Leere zu messen. Dieser Maßstab ist so genau wie ein Thermometer und sagt Dir, wie hohl Dein inneres Leben wirklich ist. Warum bleiben wir so leer? Jeder von uns muss entscheiden, womit er seine innere Leere füllen will. Wir haben versucht, sie mit Wissenschaft, Bildung, einem besseren Lebensstil, Vergnügen und vielen anderen Dingen zu füllen. Warum gelingt es uns trotz aller Bemühungen nicht, diese Leere zu beseitigen? Die Bibel gibt uns eine eindeutige Antwort: Unser Schöpfer hat uns als sein Gegenüber geschaffen. Ohne die Gemeinschaft mit Ihm werden wir niemals Erfüllung und Zufriedenheit finden. Vor langer Zeit sagte uns Jesus (Lukas 4,4): „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein!“ Wir aber haben nicht darauf geachtet und uns mit Brot jeder Art vollgestopft, bis wir davon krank wurden. Die geplante Verwirrung In unserer Welt ist alles in Verwirrung. Aber es ist eine planvolle Verwirrung – nach dem Plan Satans. Die Bibel sagt uns, dass Satan der große Betrüger ist, der hinter unseren großen Selbsttäuschungen steht. Er hat uns verführt zu glauben, dass die Dinge besser werden sollen, während sie tatsächlich immer schlechter werden. Trotz des Fortschritts haben wir das grundlegende Problem der Menschheit nicht gelöst. Wir können Atome spalten und Planeten erkunden, aber wir bringen es nicht fertig, in Einigkeit und Frieden zusammenzuleben. Wir entwickeln neue, bessere Medikamente, aber wir erfinden kein Heilmittel gegen unsere innere Leere. Unsere Probleme sind dieselben, wie die, unter denen die Menschen schon immer gelitten haben. Sie scheinen nur noch größer und zahlreicher geworden zu sein. Die Wahrheit über uns Die wahre Geschichte des Menschen beinhaltet folgende Tatsachen: Seine Vergangenheit ist geprägt von der Sünde, seine Gegenwart ist erfüllt von Kummer und Sorge, und in der Zukunft erwartet ihn der unumgängliche Tod. Der Mensch ist von Natur aus mit Hass, Neid, Habsucht und Eifersucht erfüllt. Der Fluch der Sünde liegt auf ihm, die Furcht vor dem Tod quält ihn. Sein erfindungsreicher Geist hat ihn befähigt, vieles zu ändern, nur nicht sich selbst. Trotz des offensichtlich großen Fortschritts unseres Jahrhunderts ist der Mensch so geblieben, wie er immer war: sündig und von Gott getrennt (vgl. Römer 3,23). Die Sünde ist unverändert geblieben. Wir haben versucht, ihr andere Namen zu geben. Wir haben neue Beschriftungen auf dieselbe alte Giftflasche geklebt. Wir haben versucht, die Sünde als „Irrtum“, „Fehler“ oder „schlechtes Urteilsvermögen“ zu bezeichnen, aber Sünde ist Sünde. Wir versuchen, unser Gewissen zu beruhigen, wissen aber genau, dass wir Sünder sind. Und die Ergebnisse der Sünde sind immer noch Krankheit, Enttäuschung, Verzweiflung und Tod. Der Weg zurück Die Bibel zeigt uns, dass Gott ein heiliger und gerechter Gott ist. Er kann Sünde nicht dulden. Sünde trennt uns von Gott. Sie ruft den Zorn Gottes über uns hervor. Wenn wir mit Gott versöhnt werden wollen, brauchen wir mehr als eine Verbesserung unserer Moral. Wir können nicht durch ein besseres moralisches Verhalten zu Gott zurückfinden, weil der Charakter des Menschen durch die Sünde verdorben ist. Aus unserer eigenen Kraft heraus werden wir nie so leben können, wie Gott es von uns erwartet. Da stellt sich die Frage: Was muss ich denn tun? Wo soll ich anfangen? Wie komme ich zu Gott zurück? Es gibt nur einen Weg, der zu Gott zurückführt. Dieser Weg ist Jesus (vgl. Johannes 14,6). Die Antwort auf unser Suchen Jesus ist gekommen, um uns die Antwort auf die Fragen über Sünde, Leid und Tod zu geben. Denn Jesus Christus ist ewig und unveränderlich. Er ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit (vgl. Hebräer 13,8). Alle anderen Dinge mögen sich ändern, Christus ändert sich nicht. Ich erinnere mich, wie in einer meiner Veranstaltungen ein Alkoholiker zu mir kam und sagte: „Herr Graham, ich bin mir sicher, dass in dem, was Sie sagen, eine gewisse Wahrheit liegt. Ich bin bereit, Christus eine Gelegenheit zu geben. Wenn er mir auch nur ein wenig entgegenkommt, will ich Jesus mein ganzes Leben anvertrauen.“ Einige Wochen später sagte er mir, es sei ihm völlig unbegreiflich: Jedesmal, wenn er wieder trinken wollte, schien es so, als ob ihn jemand daran hinderte. Jesus hatte ihm den Sieg über die Sucht gegeben. Er kehrte zu seiner Familie zurück und führt jetzt ein Leben mit Christus. Mit anderen Worten: Er änderte seine Denkweise, er bekehrte sich. Konkrete Schritte Wenn Du in den Himmel kommen und ein sinnerfülltes Leben führen möchtest, musst Du Dich bekehren. Das habe nicht ich gesagt, das sagte Jesus. Das ist nicht die Meinung eines Menschen, es ist Gottes Meinung. Jesus sagte (Matthäus 18,3): „Wenn ihr nicht umkehrt..., könnt ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen.“ Damit forderte er eine radikale Umkehr und Sinnesänderung, eine Bekehrung. Die biblische Bekehrung umfasst drei Stufen; die ersten beiden sind aktiv, die dritte ist passiv: Die erste Stufe heißt „Buße“. Du musst erkennen und zugeben, dass Du gesündigt hast und vor Gott schuldig geworden bist. Im Gebet bekennst Du Jesus Christus, dass Du ein Sünder bist, und bittest Ihn um Vergebung Deiner ganzen Schuld. Du wendest Dich ab von Deinem sündigen Leben ohne Gott (vgl. 1. Johannes 1,9), um mit Jesus ein neues Leben zu beginnen. Die zweite Stufe heißt „Glaube“. Der Glaube ist die bewusste Hinwendung zu Gott. Du setzt Dein Vertrauen auf Jesus Christus, der stellvertretend für Dich gestorben ist, und nimmst Ihn als Herrn in Dein Leben auf. In diesem Augenblick bewirkt der Heilige Geist das Wunder Deiner Wiedergeburt. Du wirst tatsächlich ein neuer Mensch (vgl. 2. Korinther 5,17). Dies ist die dritte Stufe. Durch den Geist Gottes zieht Jesus Christus in Dein Leben ein. Er macht Dich zu einem Kind Gottes und gibt Dir einen neuen Sinn in Deinem Leben. Die Bibel sagt in Johannes 1,12: „Allen aber, die ihn [Jesus] aufnahmen und an seinen Namen glaubten, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden.“ Willst Du das nicht jetzt tun? Bitte Jesus Christus in einem ehrlichen Gebet um die Vergebung Deiner Sünden und mache Ihn zum Herrn Deines Lebens. Dann wirst Du merken, dass Du in Jesus genau das gefunden hast, wonach Du so lange gesucht hast. Nur bei Ihm wird Deine Sehnsucht gestillt. Komm zu Ihm! Er wartet auf Dich! Billy Graham Dieser Text wurde dem Buch von Billy Graham „Friede mit Gott“ mit freundlicher Genehmigung des R. Brockhaus Verlags, Wuppertal, entnommen. Gern senden wir Ihnen eine Auswahl weiterer kostenloser Schriften zu. Mit seelsorgerlichen Fragen dürfen Sie sich gern an uns wenden. Wir empfehlen Ihnen auch unseren Online-Bibelfernkurs: Komm-zu-Jesus.de Bruderhand-Medien ist ein Arbeitszweig im Missionswerk Bruderhand e.V. Das Missionswerk hat die Bibel, das Wort Gottes, als Grundlage und arbeitet überkonfessionell. Diese Verteilschrift dient der Verbreitung des Evangeliums, der guten Nachricht von Jesus Christus. Die Weitergabe erfolgt in Eigenverantwortung der verteilenden Privatperson, Einrichtung oder Gemeinde.
8 Seiten, Best.-Nr.: 21-0
Obwohl wir heute äußerst einfach und auf viele Art und Weisen miteinander kommunizieren können, werden die Menschen immer einsamer, wie Manfred Röseler erklärt. Jedoch sind es nicht die Informationen, die Beziehungen bauen, sondern Liebe und Wertschätzung. Das Problem ist, dass jeder Mensch von Grund auf egoistisch und selbstsüchtig ist. Solch ein Mensch kann keine soliden Beziehungen aufbauen. Die Sünde hat nicht nur die Beziehung zu Gott gestört, sondern auch die zu den anderen Menschen. Aber Gott gibt sich nicht damit zufrieden, dass er zum Menschen keine Gemeinschaft mehr hat. Er fand einen Ausweg, Jesus Christus, der uns unsere Schuld vergeben kann und uns helfen will, auch in enger Gemeinschaft mit anderen Menschen zu leben. Wer Jesus aufnimmt stellt nicht nur die Beziehung zu Gott wieder her, sondern wird auch Kraft bekommen, andere Menschen zu lieben. Einsamkeit in einer Zeit der Kommunikation Es gab noch nie so viele Möglichkeiten der Kommunikation wie heute. Wir kommunizieren nicht nur persönlich miteinander, sondern auch per E-Mail, Brief, Telefon und über die sozialen Medien. Informationen können immer schneller und immer besser übertragen werden. Doch trotz des enormen Fortschritts leiden immer mehr Menschen an Einsamkeit. Beziehungen bauen Kommunikation sollte eigentlich einfach sein. Sie sollte dazu beitragen, Brücken von Mensch zu Mensch zu bauen und die Einsamkeit zu überwinden. Doch ist dies der Fall? Wenn wir uns tragfähige Beziehungen wünschen, brauchen wir mehr als nur den Austausch von Informationen. Zu einer Beziehung gehören Vertrauen, Wertschätzung und echte Liebe. Menschen, die sich so gegenseitig annehmen, können vertrauensvolle Beziehungen aufbauen. Wo aber gibt es in unserer Zeit solche Beziehungen und so eine herzliche Verbundenheit? Den Mangel beobachten wir und leiden darunter. Blockaden überwinden Die Fülle an Informationen hat den Durst des Menschen nach tiefen, heilen Beziehungen nicht gestillt. Es gibt Blockaden. Welche sind das? Worin besteht die eigentliche Ursache der Einsamkeit? Besteht sie nicht darin, dass der Mensch egoistisch ist und zuerst an sich denkt? Die Fehler anderer fallen uns oft schnell auf. Doch wie sieht es in unserem eigenen Leben aus? Wir sind alle von Natur aus von der Selbstsucht bestimmt. Unsere Beziehungen messen wir – manchmal auch unbewusst – daran, ob sie für uns nutzbringend sind oder nicht. Im Grunde genommen ist es unser Egoismus, der uns von anderen isoliert. Die Bibel sagt, dass der Mensch in seinem Kern selbstsüchtig, verdorben und ungerecht ist (vgl. Römer 3,9-18). Aufgrund dieser Sünden wurde unsere Beziehung zu Gott zerstört, aber auch unsere Beziehungen zu anderen Menschen leiden darunter. Das Ergebnis ist Einsamkeit. Wir haben Mühe, Beziehungen zu pflegen, die von Liebe gekennzeichnet sind. Liebe annehmen Mit dieser schmerzlichen Situation brauchen wir uns nicht abzufinden. Die gute Nachricht ist, dass Gott an einer bedeutungsvollen Beziehung zu uns interessiert ist. Seine Motivation ist nicht Eigennutz, sondern Liebe. Jesus Christus, Gottes Sohn, möchte uns jede Ungerechtigkeit vergeben. Er liebt uns so, wie wir sind. Er möchte eine persönliche Beziehung zu uns aufnehmen, unser Leben neu machen und uns befähigen, andere zu lieben. Um das Angebot Jesu anzunehmen, brauchen Sie nicht erst ein besserer Mensch zu werden. Sie können sich im Gebet an ihn wenden, so wie Sie sind. Jesus bietet Ihnen an, Ihr Freund zu sein. Er möchte Ihnen Kraft geben, ein Leben zu beginnen, das von Liebe, Gerechtigkeit und Freude gekennzeichnet ist. Er möchte Ihnen nahe sein in Zeiten der Einsamkeit und Ihnen helfen, neue Beziehungen zu anderen zu knüpfen. Einsamkeit entsteht, wenn die Kommunikation zusammenbricht. Gemeinschaft entsteht, wenn eine tragfähige Kommunikation wiederhergestellt wird. Sobald Sie Ihr Vertrauen auf Jesus Christus setzen, wird Ihre Beziehung zu Gott geheilt. Möchten Sie sein Angebot annehmen? Bekennen Sie daher Jesus Christus Ihre ganze Schuld und Ihr Versagen. Bitten Sie ihn, in Ihr Leben zu kommen und die weitere Führung Ihres Lebens zu übernehmen. Jesus wird Ihr Gebet erhören. Danach können Sie sicher sein, dass Jesus immer bei Ihnen ist. Er hat Ihre Beziehung zu Gott wiederhergestellt. Er ist Ihr Freund geworden, mit dem Sie jederzeit über alles reden dürfen. Er will Ihnen Kraft schenken, um Ihre Mitmenschen zu lieben. Ihr Leben wird eine ganz neue Qualität bekommen. Manfred Röseler
4 Seiten, Best.-Nr.: 16-0
"Wenn jemand weiß, wofür er lebt und ein klar definiertes Lebensziel hat, wird sein Leben sinnvoll und reich. Viele Menschen lassen sich allerdings durchs Leben treiben, ohne darüber nachzudenken, worin ihr Lebensziel eigentlich besteht. Was möchten Sie erreichen? Ist Ihr Lebensziel wertvoll, konkret, realistisch, messbar? Haben Sie kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele?" Manfred Röseler stellt den Leser offen und ehrlich vor die Problematik, dass viele ohne ein klares Ziel im Leben umherirren, bzw. ihre Ziele zu niedrig stecken. Das einzig lohnende Lebensziel kann ein Leben mit Jesus sein, ein Leben, in dem die eigenen Ziele genau Gottes Zielen entsprechen. "Wenden Sie sich im Gebet an Jesus [...] Er gibt Ihrem Leben ein neues Ziel von höchster Qualität!" Wofür lohnt es sich zu leben? Ein engagierter Musiker und Sportler sagte über sein Leben: „Ich wusste nicht, wie ich mit all’ den Terminen zurechtkommen sollte. Selbst nach Erfolgen fand ich mich in tiefer Sinnlosigkeit. Ich fühlte mich einsam und leer. Ich war gehetzt und ruhelos.“ Was möchten Sie erreichen? Worin besteht das eigentliche Ziel Ihres Lebens? Ist es ein Ziel, das Ihr Leben wertvoll macht und Ihnen eine tiefe innere Erfüllung gibt? Eine ehrliche Bilanz Jeder Mensch hat Ziele, auch wenn er sie nie bewusst formuliert hat. Viele möchten eine gute Ausbildung machen, eine Familie gründen und ein Haus mit Garten haben. Einige stellen ihre materiellen Wünsche in den Vordergrund. Andere dagegen setzen sich für Frieden, Wohlstand oder soziale Gerechtigkeit ein. Alle diese Wünsche und Ziele sind sicher gut. Doch sind es auch Lebensziele? Angenommen, jemand nimmt sich vor, einmal im Leben einen bestimmten Berg zu besteigen. Dann hat er sich damit ein Ziel gesteckt, aber kein Lebensziel. Ein Lebensziel muss größer sein. Es muss das ganze Leben umfassen. Manche ziehen am Ende ihres Lebens Bilanz und bekennen: „Ich habe mein Leben verfehlt.“ Ihnen wird bewusst, dass sie vieles hätten anders machen sollen. Plötzlich erkennen sie, dass das Leben kein Spaziergang und kein bloßes Vergnügen ist. Der König Salomo hat vieles ausprobiert. Er war angesehen in seinem Volk und besaß alles, wovon er nur träumen konnten. Das Volk Israel erlebte unter seiner Regierung eine richtige Blüte. Dennoch musste Salomo zugeben, dass bei dem allen sein Herz im Grunde genommen völlig leer blieb. Hilfreiche Fragen Jeder von uns fragt sich eines Tages, was von seinem Lebenswerk bleiben wird. Im Alter kommt die Zeit, in der wir viele unserer Wünsche nicht mehr erfüllen können. Der materielle Besitz verliert seinen Wert. Das erworbene Wissen ist teilweise überholt. Vieles, für das man lebte, zählt plötzlich nicht mehr. Wofür leben Sie? Ist Ihr Lebensziel so wertvoll und so hoch, dass es Sie durch Ihr ganzes Leben hindurch tragen kann? Wenn Ihr Lebensziel in der beruflichen Karriere liegt, wird es mit dem Ausscheiden aus dem Beruf beendet sein. Wenn Ihr Lebensziel rein materieller Art ist, wird es zunichte, wenn Sie das Gewünschte erworben haben. Wenn Ihr Lebensziel an einen Menschen gebunden ist, verlieren Sie es mit dem Verlust dieses Menschen. Wir halten fest, dass viele Lebensziele zu klein oder zu unsicher sind, um uns ein erfülltes Leben zu garantieren. Doch worin besteht dann ein lohnendes Lebensziel? Ein Lebensziel mit Qualität Eine zuverlässige Antwort finden wir nur, wenn wir uns an den Urheber des Lebens, an Gott wenden. Die Bibel lehrt uns, dass Gott einen guten Plan für unser Leben hat: »Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.« Jeremia 29,11 Gott hatte von Anfang an großartige Pläne für uns. Er hat die Welt geschaffen, damit wir sie bebauen, kultivieren und bewahren. Er wollte vor allem, dass wir in harmonischer Gemeinschaft mit ihm leben und für ihn da sein sollten. Jesus sagte in einem Gebet: »Und das ist der Weg zum ewigen Leben: Dich [Gott] zu erkennen, den einzig wahren Gott, und Jesus Christus, den du in die Welt gesandt hast.« Johannes 17,3 Nur wenn wir Gott kennen, verstehen wir, was das eigentliche Ziel unseres Lebens ist. Die Gemeinschaft mit Gott gibt unserem Leben eine tiefe Erfüllung. Unser Leben erhält einen Sinn, weil wir wissen für wen wir leben – für Gott. Wenn Sie Ihr Leben heute auf Gott ausrichten, gewinnen Sie ein Lebensziel, das nicht durch Krankheit oder andere Schicksalsschläge erschüttert werden kann. Daher ist das höchste und beste Lebensziel ein Ziel, das in Gott verankert ist. Ein neuer Anfang Möchten Sie Gott an die erste Stelle Ihres Lebens setzen und Frieden mit ihm haben? Dann dürfen Sie wissen, dass Gott aus Liebe bereits alles getan hat, um dies zu ermöglichen. Gott hat seinen Sohn, Jesus Christus, auf diese Erde gesandt, um uns aus unserer Not zu befreien. Das große Dilemma unseres Lebens ist unsere Sünde. Wir wollten von Gott unabhängig sein und fragten nicht nach seinem Willen. So entstanden in unserem Leben verschiedenste Fehltritte wie z.B. Lügen, Eifersucht, Hass, Neid, bei manchen auch Ehebruch, Unmoral und vieles mehr. Durch das alles wurde unsere Beziehung zu Gott zerstört. Wenn Sie Gott kennenlernen und Frieden mit ihm haben möchten, dann brauchen Sie die Vergebung aller ihrer Sünden, die Ihnen Jesus anbietet. Er kam in diese Welt, damit wir eine intakte und vertrauensvolle Beziehung mit Gott haben können. Als Jesus am Kreuz starb, starb er nicht für ein Verbrechen, das er selbst begangen hat, sondern er starb stellvertretend für unsere Schuld. Gott, der Vater, akzeptierte dieses Opfer und erweckte ihn nach drei Tagen von den Toten. Jesus lebt und bietet uns jetzt die Vergebung unserer Schuld und Versöhnung mit Gott an. Der erste Schritt Möchten Sie heute umkehren zu Gott? Dann bitten Sie Jesus um Vergebung Ihrer Sünden und laden Sie ihn ein, in Ihr Leben zu kommen und die Führung Ihres Lebens zu übernehmen. Jesus bezeichnete diese Erfahrung als „Bekehrung“ oder „Umkehr“ hin zu dem lebendigen Gott. Er sagte: »Ich bin gekommen, die Sünder zur Umkehr zu rufen und nicht die Gerechten.« Lukas 5,32 »All denen aber, die ihn [Jesus] aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.« Johannes 1,12 »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.« Johannes 14,6 Ich möchte Sie ermutigen, diese Entscheidung für Jesus heute zu treffen. Wenn Sie das möchten, dann beten Sie bewusst und aufrichtig das folgende Gebet: „Herr Jesus, ich danke dir, dass du mich lieb hast und für mich am Kreuz auf Golgatha gestorben bist. Ich danke dir, dass du meine Sünden auf dich genommen und damit die Strafe für meine Schuld bezahlt hast. Ich bekenne dir, dass ich ein Sünder bin und vor dir schuldig geworden bin. Meine Sünden tun mir leid. Ich bitte dich, mir alle meine Sünden zu vergeben. Ich nehme dich jetzt auf in mein Leben und möchte, dass du der Herr meines Lebens bist. Ich bekehre mich jetzt und möchte dir gehören und dir nachfolgen mein Leben lang. Ich danke dir dafür, dass du mich erhört hast und ich jetzt ein Kind Gottes sein darf. Amen!” Wenn Sie so von Herzen gebetet haben, dann haben Sie sich bekehrt und Jesus in Ihr Leben aufgenommen. Ein neues Ziel Für mich war die Entscheidung für Jesus die wichtigste Entscheidung meines Lebens. Jesus hat meinem Leben ein neues Ziel gegeben. Ich lebe jetzt für ihn. Es gibt nichts Spannenderes und Schöneres in dieser Welt. Und das Beste ist, dass ich weiß, dass ich nach meinem Sterben einmal bei ihm im Himmel sein darf. Der anfangs erwähnte Musiker traf ebenfalls eine Entscheidung für Jesus Christus. Über das Leben nach seiner Bekehrung sagte er Folgendes: „In dieser Nacht wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass Jesus mich ernst nimmt. Ich erkannte, dass Gott einen Plan für mein Leben hat. Jetzt bin ich nicht mehr ziel- und ruhelos. Ich habe den Sinn meines Lebens gefunden.” Mit Ihrer Entscheidung für Jesus haben Sie einen neuen Weg eingeschlagen. Ihr Wunsch sollte es nun sein, Gott und seinen Willen immer besser kennenzulernen. Dazu ist es nötig, dass Sie die Bibel lesen. Gott redet mit Ihnen durch sein Wort, die Bibel. Ebenso wichtig ist es, dass Sie beten. Durch das Gebet reden Sie mit Gott. Außerdem brauchen Sie Gemeinschaft mit anderen Christen. Schließen Sie sich einer christlichen Gemeinde an, in der die Bibel als das Wort Gottes verkündigt wird. Falls Sie diese grundlegende Entscheidung für Jesus getroffen und das obige Gebet zu Ihrem Gebet gemacht haben, würde ich mich freuen, wenn Sie uns dies mitteilen würden. Wir möchten Ihnen gerne einen kostenlosen Bibelfernkurs und weitere Hilfen für Ihr neues Leben zukommen lassen. Manfred Röseler
8 Seiten, Best.-Nr.: 15-0
Jeder kennt sein Geburtsdatum, den Tag, an dem er von seiner Mutter in diese Welt hineingeboren wurde. Die Bibel spricht davon, dass der Mensch noch ein zweites Mal geboren werden kann. Bei diesem Vorgang ist der allmächtige Gott sein Vater und durch den Heiligen Geist wird er in die göttliche Familie hineingeboren. Das ist die Wiedergeburt. Leni Furrer schildert in diesem Traktat, wie sie zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist. Nach einer Evangelisation, zu der sie von einem Freund eingeladen wurde, wies sie der Evangelist darauf hin, dass sie sich bekehren müsse. Zuvor war sie der Meinung, kein schlechter Christ zu sein, da sie ab und zu die Kirche besuchte, konfirmiert war und jeden Abend betete. Doch in den folgenden Tagen durchlebte sie einen inneren Kampf, der sie schlussendlich in Gottes Hände führte. Mit einfachen Worten spricht sie von diesem Moment und schildert kurz ihren Werdegang als Christ. „Nun verstehen Sie, warum ich zweimal Geburtstag feiern kann: Am 8. Januar, weil ich ein Menschenkind wurde, und am 29. April, weil ich ein Gotteskind werden durfte. Dieses Geschenk eines neuen Lebens wünsche ich auch Ihnen!“ Zweimal geboren So wurde mein Leben völlig neu! Wir alle kennen unser Geburtsdatum, den Tag, an dem wir von unserer Mutter in diese Welt hineingeboren wurden. Nun spricht die Bibel davon, dass wir ein zweites Mal geboren werden können. Bei diesem Vorgang schenkt Gott dem Menschen ein völlig neues Leben. Jemand, der Jesus Christus, den Sohn Gottes, in sein Leben aufnimmt, wird in geistlicher Hinsicht wiedergeboren und gehört fortan zur großen göttlichen Familie. Lange Zeit wusste ich nichts von diesem wunderbaren Angebot. Eines Abends lud mich ein Freund zu einer Evangelisationsveranstaltung mit Wilhelm Pahls ein. „Evangelisation“ klang nach „evangelisch“ und das war ich ja. Also ging ich mit. Die Vorträge waren großartig, der Saal war immer voll. An einem Abend forderte der Redner seine Zuhörer auf, mit Handerheben zu bezeugen, dass sie mit seiner Botschaft einverstanden seien. Ich kannte diese Art von Bestätigung von Generalversammlungen her und hob daher die Hand. Eigentlich galt dieser Aufruf nur denen, die ihr Leben Jesus Christus anvertrauen wollten, doch das merkte ich zu spät! Nun war ich dem Redner aufgefallen. Nach dem Vortrag kam er zu mir und bat um ein Gespräch. O Schreck, wozu? Was wollte er von mir? Mit viel Geduld machte er mir klar, dass ich mich „bekehren“ müsse: Ich sollte mich abwenden von meinem alten Weg ohne Gott, Jesus meine Sünden bekennen und ihn bitten, mein persönlicher Erretter und Herr zu werden. Wie bitte? Bekehrung – das war doch etwas für Heiden in Afrika, die noch nichts vom Christentum wussten! Wieso sollte gerade ich mich bekehren? Ich hatte christliche Eltern, war getauft und konfirmiert und versuchte, ein anständiges Leben zu führen. Ich betete auch jeden Abend vor dem Schlafengehen, wie ich es als Kind gelernt hatte. Obwohl ich selten zur Kirche ging, meinte ich, ein einigermaßen guter Christ zu sein. Doch jetzt wagte es dieser Evangelist zu sagen: „Leni, du musst dich bekehren, sonst gehst du verloren!“ Sollte ich diesen Schritt wagen? Aber wie? Und würde ich diesen „Vorsatz“ auch halten können? Während der folgenden Tage kam ich mir wie zwischen zwei Seilen vor, von denen mich jedes auf seine Seite ziehen wollte. Wem sollte ich mehr Glauben schenken? „Lass dich nur nicht in dieses fromme Zeug einwickeln! Du bist schon recht so, wie du bist!“, wurde ich gewarnt. Erst später verstand ich, dass sich dieser Kampf auch in der unsichtbaren Welt abspielte. Mein Leben war von Natur aus in der Hand des Widersachers Gottes, dem Teufel. Doch jetzt sollte ein Herrschaftswechsel stattfinden. Gott wollte mich befreien, meinem Leben eine neue Bedeutung geben und mich zu seinem Eigentum machen. Es kam der Moment, wo ich nicht mehr weiter wusste und jeden Widerstand aufgab. Ich war am tiefsten Punkt meines Lebens angelangt und fühlte mich wie ein entwurzelter Baum. Hilflos, ratlos schluchzte ich unter vielen Tränen: „Herr Jesus, hier bin ich! Nimm mich an! Mache du mit mir, was du willst!“ Mein ganzes Leben, mein Sein und Haben, alles warf ich in die Hände Gottes, den ich eigentlich kaum kannte. Ich lieferte mich ihm völlig aus und wagte den Sprung ins Ungewisse. – Doch da stand ein liebevoller Gott, der schon auf mich wartete und mich mit seinen Armen auffing. Augenblicklich strömte Frieden in mein Herz, ein Glücksgefühl, eine unaussprechliche Freude und die felsenfeste Gewissheit: „Gott hat mich als sein Kind angenommen! Jetzt gehöre ich ihm!“ Ich hätte jubeln können! Staunend empfand ich diese väterliche Liebe. Nie vorher hatte ich mich so rein gefühlt und auch so schwebend leicht, als wäre ein schwerer Rucksack von meinen Schultern gefallen. Das war meine Sündenlast, die ich mir im Laufe der Jahre unmerklich aufgeladen hatte. Gott nahm sie mir ab und ich war frei! Dieses Erlebnis war meine Bekehrung und Wiedergeburt, der Start zu vielen neuen Erlebnissen mit meinem Herrn. Die Wiedergeburt im biblischen Sinne hat nichts mit der Reinkarnationslehre zu tun. Sie ist das Geschenk eines neuen Lebens an alle Menschen, die sich Jesus Christus anvertrauen. Vorher kannte ich Jesus nur theoretisch. Er schien weit weg zu sein. Doch nun ist er mein bester Freund, mit dem ich über alles reden kann. Die verstaubte Bibel entpuppte sich als ein interessantes Buch, als ein Liebesbrief Gottes an mich persönlich und auch als Trost in Nöten. Ich trat einer Gemeinde von ebenfalls wiedergeborenen Menschen bei und erlebe herzliche Gemeinschaft mit diesen meinen Glaubensgeschwistern. Ich bekam aber auch eine neue Liebe zu meinen Mitmenschen, die – wie ich vorher – ahnungslos am größten Geschenk vorbeilaufen. Nun verstehen Sie, warum ich zweimal Geburtstag feiern kann: Am 8. Januar, weil ich ein Menschenkind wurde, und am 29. April, weil ich ein Gotteskind werden durfte. Dieses wunderbare Geschenk wünsche ich auch Ihnen! Leni Furrer
4 Seiten, Best.-Nr.: 6-0
Ein kleines Mädchen, das einen ordentlich gefüllten Wäschekorb umstößt und sich aus Angst vor der Mutter versteckt, wird zum Symbol des Sündenfalls. Adam und Eva aßen von der verbotenen Frucht und versteckten sich ebenso vor Gott. Gottes Frage Wo bist du? drückt sein Suchen nach dem Menschen aus. Aber durch die Sünde des Menschen ist der Weg zu Gott versperrt, genau wie das kleine Mädchen nicht ohne weiteres zu ihrer Mutter geht. Erst wenn es die Mutter um Vergebung bittet, wird die Beziehung wieder hergestellt sein. Ebenso ist es mit Gott: Wenn der Mensch einsieht, dass alle seine Versuche, Gott zu erreichen, zum scheitern verurteilt sind und wenn er einsieht, dass Jesus die Sünde vergeben kann, die den Menschen von Gott trennt, dann erst ist er auf dem Weg zurück zu Gott. An welcher Stelle befinden Sie sich gerade? Wie antworten Sie auf die Frage Gottes: Wo bist du? Wo bist du ? Manchmal ist es nötig, dass wir Rückblick halten und uns fragen, wo wir eigentlich stehen. Bei einer solchen Selbstprüfung ist es wichtig, dass wir uns selbst gegenüber offen und ehrlich sind. Erlauben Sie mir, mit einer kleinen Geschichte zu beginnen. Die kleine Lydia geht auf Entdeckungsreise. Als das Telefon klingelt, stellt ihre Mutter schnell den Korb mit sauberer Wäsche ab. Lydia läuft zielstrebig auf die saubere und ordentlich zusammengelegte Wäsche zu. Nach dem Telefongespräch, findet die Mutter ihre kleine Tochter nicht mehr. Auf der Suche nach Lydia geht sie ins Treppenhaus. Dort entdeckt sie mit Erschrecken ihren umgekippten Wäschekorb. Die Mutter ruft: „Lydia, wo bist du?“ Eine andere Begebenheit liegt viel weiter zurück: Eva pflückt eine Frucht, beißt hinein, reicht sie ihrem Mann und auch er isst davon. Plötzlich gehen beiden die Augen auf und ihnen wird bewusst, dass sie nackt sind. Hastig flechten sie Feigenblätter zusammen und machen sich Schurze. Am Abend hören sie die Stimme Gottes im Garten. Aus Angst vor ihm versteckten sie sich hinter den Bäumen. Obwohl Gott weiß, wo sie sind, ruft er Adam und spricht: „Wo bist du?“ (1. Mose 3,9). Warum ruft die Mutter ihre Tochter? Sie hat ihre kleine Tochter lieb. Würde sie Lydia nicht finden, würde es ihr das Herz brechen. Warum ruft Gott Adam? Gott liebt Adam ebenfalls, den er geschaffen hat. Darum sucht er ihn. Wissen Sie, dass Gott auch Sie sucht? Er sucht alle diejenigen, die verloren gegangen sind und mit ihrem Leben nicht mehr ein noch aus wissen. Er sucht diejenigen, die vor Gott schuldig geworden sind und Angst vor ihm haben. Er ruft auch Sie! Doch lassen Sie mich noch einmal zu dem Bericht von Adam und Eva zurückkehren, den wir in der Bibel in 1. Mose, Kapitel 3 finden. Als Adam die Stimme Gottes hörte, antwortete er (1. Mose 3,10): „Ich hörte dich im Garten und hatte Angst, weil ich nackt bin. Darum habe ich mich versteckt.“ Adam hatte allen Grund sich zu fürchten, denn er hatte von der Frucht eines bestimmten Baumes gegessen, was Gott ausdrücklich verboten hatte. Adam hatte Gottes Ordnungen übertreten und sich ihm gegenüber schuldig gemacht. Durch seinen Ungehorsam kam die Sünde in die Welt hinein. Die Bibel sagt über das Wesen des Menschen, dass es verdorben ist. In Römer 3,23 lesen wir: „Alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten.“ Die Sünde hat die Beziehungen der Menschen untereinander zerbrochen, wofür es zahlreiche Beispiele gibt. Sie steht jetzt wie eine Mauer zwischen dem heiligen Gott und uns (vgl. Jesaja 59,1-2). In der ersten graphischen Darstellung wird die Mauer der Sünde angedeutet. Auf der einen Seite befindet sich der Mensch, auf der anderen Seite Gott. Der Mensch sehnt sich nach Gott, kann ihn aber nicht finden. Alle seine Versuche zu Gott zu kommen – wie Religiosität, gute Werke und verschiedene Philosophien – scheitern immer wieder an dieser Mauer. Die kleine Lydia versteckte sich vor ihrer Mutter, weil sie Angst hatte. Wie kann die Beziehung zwischen der Tochter und der Mutter wieder geheilt werden? Wenn Lydia um Vergebung bittet, wird die Mutter ihr gewiss gern vergeben. Ganz ähnlich ist es mit unserer Beziehung zu Gott. Wir sehnen uns nach Gott und er sehnt sich nach uns. Doch wie kann Versöhnung geschehen? Gott ist ein gerechter und heiliger Gott und kann daher über unsere Schuld nicht einfach hinwegsehen. Schuld muss gesühnt und die Strafe bezahlt werden. Die Bibel sagt, dass Gott seinen geliebten Sohn, Jesus, in diese Welt gesandt hat, um für unsere Schuld am Kreuz auf Golgatha zu sterben. Als Jesus am Kreuz starb, starb er für Ihre und für meine Schuld. Weil Gott ihn aber von den Toten auferweckt hat, ist er bis heute der Mittler zwischen Gott und uns. Nur durch ihn kommen wir zu Gott. Die zweite graphische Darstellung deutet an, dass Jesus Christus (symbolisch durch das Kreuz dargestellt) jetzt als Mittler zwischen Gott und uns steht. Er hat unsere Schuld auf sich genommen und den Weg frei gemacht, der zu Gott, dem Vater, führt. Er hat die Mauer der Sünde durchbrochen. Jesus sagte in Johannes 14,6: »Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen.« In Johannes 3,16 lesen wir: »Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn [Jesus] glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.« Liebe Leserin, lieber Leser, Gott sucht auch heute noch. In Lukas 19,10 steht: »Denn der Sohn des Menschen [Jesus] ist gekommen, Verlorene zu suchen und zu retten.« Gott sucht bis heute Menschen, die sich vergeblich abmühen, den Sinn ihres Lebens zu finden, Frieden mit Gott zu finden und Vergebung ihrer Schuld zu bekommen. Es gibt nur einen Weg zurück zu Gott, dem Vater. Dieser Weg führt über seinen Sohn, das ist Jesus. Daher laden wir Sie ein, Ihr Leben Jesus Christus anzuvertrauen. Bekennen Sie ihm im Gebet Ihre Schuld, und nehmen Sie ihn als Ihren persönlichen Herrn und Erretter an. Dann bekommen Sie Frieden mit Gott und brauchen sich vor Ihm nicht mehr zu fürchten. Zahlreiche Menschen haben ein Leben mit Jesus begonnen. Sie sind glücklich und fühlen sich geborgen. Gott hat sie gefunden, und sie haben durch ihn Vergebung, Liebe und Hoffnung bekommen. An welcher Stelle befinden Sie sich gerade? Wie antworten Sie auf die Frage Gottes: »Wo bist du?« Bernard Wieskötter
6 Seiten, Best.-Nr.: 3-0
Herbert Henggi erzählt seine bewegende Lebensgeschichte. Als erfolgreicher Eishockey- und Fußballspieler und Lead-Gitarrist einer Band könnte man meinen, er wäre zufrieden gewesen mit seinem Leben. „ Aber nach den Erfolgsorgien fand ich mich in tiefer Sinnlosigkeit.“ Durch seine Vermieterin wurde er zum ersten Mal auf Jesus hingewiesen und obwohl er ihn akzeptierte, wollte er nichts weiter mit ihm zu tun haben. Mitten in der Nacht wurde er dann von einem jungen Christen geweckt, der sich an sein Bett setzte und ihm von Jesus erzählte. Henggi entschied sich für Jesus und nahm ihn in sein Leben auf. Nun ist er nicht mehr von Sinnlosigkeit geplagt und ermutigt den Leser, dass auch er diese Entscheidung für Jesus fällen kann. Leben am Limit Ich war jung und hatte keine Zeit zu verlieren. Oft war ich überbeschäftigt. Meine Ausbildung hätte Priorität Nr. 1 sein sollen. Doch für mich war sie eine nebensächliche Pflicht. Was mich wirklich beschäftigte, waren meine Hobbys. Als Torhüter einer Eishockeymannschaft musste ich hart trainieren, um nicht durch den Ersatztorwart ausgestochen zu werden. Schließlich gehörten wir zur ersten Amateurliga. Ich hatte Ambitionen zur Juniornationalmannschaft aufzusteigen. In der Sommerpause spielte ich mit gleicher Begeisterung Fußball. Ich musste fit bleiben. Aufgrund meiner Kondition wurde ich zum Libero. Aber befriedigt war ich nicht! Ich begab mich in eine dritte, ganz entscheidende und bestimmende Leidenschaft, die Musik. Als Lead-Gitarrist setzte ich alles ein. Unsere Band, die »Black Angels«, durfte nicht auffliegen. Wir genossen es im Rampenlicht zu stehen und bewundert zu werden, besonders von den Frauen. Ich wusste nicht, wie ich mit all den Terminen zurechtkommen sollte. Aber nach allen Erfolgen fand ich mich in tiefer Sinnlosigkeit. Ich fühlte mich einsam und leer. Ich war gehetzt und ruhelos. In dieser Zeit wurde ich auf andere Werte aufmerksam gemacht. Zuerst durch meine Vermieterin. Sie bezeichnete sich als bewusste Christin und arbeitete aktiv in einer Gemeinde mit. Ja, ich akzeptierte diesen Jesus, von dem sie immer sprach. Aber darüber hinaus hatte ich nichts mit ihm zu tun. Dennoch kreisten meine Gedanken immer öfter um die Frage nach dem Sinn des Lebens und die Frage nach dem Tod. Eines Tages hatte sie Besuch von einem jungen Christen. Weil ich zu Tageszeiten nicht erreichbar war, besaß dieser Mann doch tatsächlich die Unverfrorenheit, mich mitten in der Nacht zu wecken. Er setzte sich an mein Bett und begann mit mir über Jesus und mein Leben zu sprechen. Er behauptete, in Jesus Christus den Sinn des Lebens gefunden zu haben. Jesus habe sein Leben total verändert. Und dann erklärte er mir, dass meine Schuld mich von Gott trennt. Das, was mir fehle, sei die persönliche Beziehung zu Gott. Ich brauche Vergebung meiner Sünden und Gewissheit der Errettung durch Jesus. Ich überlegte: Ideale und Idole hatte ich ja genug. Aber, die Sicherheit und Freiheit, die dieser Mann hatte, kannte ich nicht. Da saß er vor mir und behauptete, er kenne die Antwort auf mein Fragen und Suchen: Jesus Christus! Ich zögerte. Sollte ich ihn rausschmeißen oder seine Worte akzeptieren? Als Sportler und Musiker war ich es gewohnt, Risiken einzugehen. Zu verlieren gab es nichts – außer meiner Maske. Und so war ich bereit, es mit diesem Jesus zu versuchen. Wir sprachen gemeinsam ein Gebet, das ungefähr so lautete: »Herr Jesus, ich öffne dir die Tür zu meinem Leben. Vergib mir meine Sünden, meinen Unglauben, meine ganze Schuld. Ich nehme dich jetzt auf als meinen Erretter und Herrn. Übernimm du die Herrschaft in meinem Leben. Verändere mich, so, wie du mich haben willst. Ich danke dir, dass du auch für meine Schuld am Kreuz gestorben bist. Danke, dass du mir jetzt vergeben hast und in mein Leben gekommen bist. Amen.« Dieses einfache Gebet erhörte Gott. Es ist schwer zu erklären. Aber in mir ist etwas Neues entstanden: das wahre, ewige Leben. Ich wurde ein neuer Mensch. Durch dieses Gebet zog Jesus in mein Leben ein. In dieser Nacht wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass Jesus mich ernst nimmt. Ich erkannte, dass Gott einen Plan für mein Leben hat. Jetzt bin ich nicht mehr ziel- und ruhelos. Ich habe den Sinn meines Lebens gefunden. Vor allem aber weiß ich, dass Gott mir meine Schuld vergeben hat. In der Bibel steht (1. Johannes 1,9): »Wenn wir unsere Sünden bekennen, erweist Gott sich als treu und gerecht, dass er uns unsere Sünden vergibt und uns von aller Schuld reinigt.« Und in Johannes 1,12 heißt es: »Allen, die ihn [Jesus] aufnahmen, gab er das Recht, Gottes Kinder zu heißen.« Viele meinen, es sei ein Risiko, Jesus anzunehmen. Ich kann sagen, dass es die wichtigste Entscheidung meines Lebens war. Diesen Bericht habe ich geschrieben, weil ich weiß, dass Sie dieselbe Erfahrung mit Jesus Christus machen können, wenn Sie sich ihm anvertrauen. Und das wünsche ich Ihnen! Herbert Henggi
4 Seiten, Best.-Nr.: 2-0
Vielleicht bist du gerade enttäuscht, einsam oder krank. Vielleicht fragst du dich: „Kann man sich heute überhaupt noch freuen?“ Wenn das deine Situation ist, solltest du diese Schrift lesen. Leid hat nicht immer etwas mit Unglück zu tun. Wilhelm Pahls bekräftigt dies, indem er darauf hinweist, dass die schönsten Lieder in schwierigen Situationen entstanden sind. Wahre Freude kann nämlich nur Gott schenken: „Glücklich ist der, dem die Sünden vergeben sind“ (Psalm 32,2). Sünde hindert an wahrer Freude. Da nur Jesus am Kreuz die Sünde besiegt und ein für allemal vertilgt hat, führt nur über Jesus der Weg zur Sündenvergebung und somit auch zu wahrer Freude. Zu dieser Erfahrung möchte Wilhelm Pahls den Leser am Ende des Traktats ermutigen. Freude durch Vergebung Vielleicht bist du gerade enttäuscht, einsam oder krank. Vielleicht fragst du dich: »Kann man sich heute überhaupt noch freuen?« Wenn das deine Situation ist, solltest du diese Schrift lesen. Wusstest du, dass unsere schönsten Lieder in Zeiten großer Not entstanden sind? Nie wurden so inhaltsreiche Texte gedichtet wie in schweren Zeiten. Der Liederdichter Paul Gerhardt hat mehr Not durchlitten als die meisten von uns. Dennoch dichtete er die Verse: Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist voller Lust und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; das, was mich singend machet, ist, was im Himmel ist. Für Paul Gerhardt bestand der Grund seiner Freude darin, dass er eine persönliche Beziehung zu Gott hatte. Er wusste, dass seine Schuld, die ihn von Gott trennte, vergeben ist. In der Bibel heißt es in Psalm 32,2: »Glücklich ist der, dem die Sünden vergeben sind.« Das ist auch meine persönliche Erfahrung. Ich bin glücklich geworden, als Jesus Christus mir meine Schuld vergab. Liebe Leserin, lieber Leser, das kannst du auch erleben. Wenn du Jesus Christus deine Sünden bekennst, wird er dir vergeben. Das ist der Weg zur echten Freude. Schon ein Kind weiß, dass es Fehler gemacht hat und ein Sünder ist. Wie viel Schuld mag sich wohl bei dir angehäuft haben, der du älter geworden bist? Lass einmal in Gedanken deine letzten Jahre an dir vorüberziehen. Wie viele offene und verborgene Sünden sind in deinem Leben wohl schon geschehen? Vielleicht gibt es Momente, in denen dir dein Gewissen bestimmte Taten in Erinnerung bringt. Manches liegt auch schon so weit zurück, dass du es gar nicht mehr weißt. Aber Gott hat alles in seinen Büchern festgehalten. Und diese Bücher werden eines Tages geöffnet. Denk einmal ehrlich über deine Vergangenheit nach. Sicher wirst du dann den Satz aus Psalm 32 besser verstehen: »Glücklich ist der, dem die Sünden vergeben sind.« Jede Sünde ist ein Hindernis auf dem Weg zur Freude. Es gibt eigentlich keinen Unterschied zwischen großen und kleinen Sünden. Was nützt es, wenn ein Krebskranker sagt: »Wie gut, dass ich nicht herzkrank bin!«, wenn er doch an Krebs stirbt? Was nützt es dir zu sagen, dass du kein Dieb, kein Betrüger, kein Ehebrecher bist, wenn doch deine Lieblosigkeit, deine Unversöhnlichkeit und deine unreinen Gedanken dich von Gott trennen? Wir sollten es uns eingestehen: Unsere Sünde ist es, die unsere Freude zerstört. Wer diese Wahrheit nicht sehen will, wird nie den Weg zur Freude finden. Unsere Sünden sind wie Klippen, an denen die Freude zerschellt. In der Bibel heißt es in Jesaja 59,2: »Eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, so dass ihr nicht gehört werdet.« Unsere Verschuldungen ... unsere Sünden...! Wir aber wollen unsere Verschuldungen nicht sehen und finden somit die Freude nicht. Unsere Sünden sind das Hindernis, und wir werden mit ihnen nicht allein fertig. Wir können aus unserer eigenen Kraft heraus kein neues Leben beginnen. Es mag vielleicht etwas merkwürdig klingen, doch als Jesus gekreuzigt wurde, ist die wahre Freude geboren. Jesus starb stellvertretend für uns am Kreuz auf Golgatha und löste damit das Schuldproblem. Mit seinem Sterben bezahlte Jesus die Strafe für unsere Schuld. Das hat Gott akzeptiert und Jesus von den Toten auferweckt. Der einzige Weg zur Freude führt also über Jesus. Alle anderen Wege führen nicht zur wahren Freude. Fehlt dir die wahre Freude? Die Ursache dafür ist deine Sünde, die dich von Gott trennt. Der Teufel will dir einreden: »Denk nicht an deine Vergangenheit. Du musst kein übertriebenes Gerechtigkeitsempfinden haben. Du bist nicht schlechter als die anderen.« Doch mit dieser Selbstberuhigung wird das eigentliche Problem nicht gelöst. Vielleicht bist du jetzt ganz allein. Aber einer ist bei dir, Jesus. Er wartet darauf, dass du dich an ihn wendest. Im Gebet darfst du zu Jesus kommen. Sage ihm, dass du gesündigt hast. Bitte ihn um Vergebung für deine Schuld. Lade Jesus ein, in dein Leben zu kommen und die Führung deines weiteren Lebens zu übernehmen. Jesus wird dir daraufhin deine Schuld vergeben. Deine Beziehung zu Gott wird geheilt. Du wirst erleben, dass Gott dir eine Freude schenkt, die selbst in Schwierigkeiten standhält. Wilhelm Pahls
6 Seiten, Best.-Nr.: 1-0